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Bohne

nhd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Bohne

Bd. 1, Sp. 836
Bohne Rhfrk bōn, Pl. -nə, Demin. bēnχə [in dem bei ‘bloss’ bezeichneten Geb. an der uNahe -ū-]; Mosfrk bū:n, Pl. -nə, Demin. bīnχə [Merz, SSaarbg -o·u.-; Koch bu·n.; Bitb, SPrüm bu·ŋ., Demin. bi·ŋ.χən]; Rip bu·n., –o-, Pl. -nə, Demin. bynχə, –ø-; ebenso Geilk, Erk, MGladb, NBerg [Elbf, MülhRuhr bō·ă.n, Wermelk -ū:-, Gummb -ǫ-]; Kempld, Selfk bū·ə.n, Pl. -nə, Demin. bønkə, bøntšə; Klevld bōn, Pl. -nə, Demin. bøntjə [Mörs-Friemersh -o-, Demin. bnšə; Dinsl-Aldenr bōn, Pl. bǫnən] f.: 1. in sinnl. Bed. a. vicia faba, die kleinere Sorte klen B., Sau-, Sei-, Schwengs-, Feldb. (s. d. W.), Murreb. Erk, Heinsb, Grevbr; deitsch B. Mos; die schwarze kleine Feldb. Peərdsb.; die im Garten gepflanzte ist die Goardebung Bitb, deke B. Rip, SNfrk, de grote B. Klevld, heəsse B. Aach-Burtschd; bes. breite Sorten heissen Blafferten Bernk-Neumag, Plätzerden Koch-Urschmidt, Bratschen, Seibratschen Daun-Mehren, Batschb. Saarbg-Weiten, Puffb. Mos, Flatschen Grevbr-Hochneuk, Kilb. Erk, Münəchezihən Rip, Kapəzinərzehwen Mosfrk, Paterziəhwen Saarbg. Wer decke (grote) B.ə well esse, dasch (darf) (mott) de März net vergesse (vergeəten) Allg., — dorf em M. et Poaten net vergeəten Nfrk; wer fröch Erəten on B.ə welt eəte, de mott dat Mäərzleit (zent Mateies) net vergeəte Viersen. Man setzt sie vor en Bäck, um sie nachher in den Garten uttepoəten, oder in de Wech (Beize). Wenn de decke B.ə blehe, kann us der Hunger am Oarsch lecke May-Trimbs. Beim Vorkommen der Milben (Milen Nfrk, Hei Rip, Schmilven Saar, Kridele Prüm) petsch mer de Spetze us, man töppt oder köppt sie Nfrk, gebbelt sie Saar. — De decke B.ə han (ledere) Botse an sind zu hart zum Kochen Sinzig. Decke B.ən on halve Kopp, dat hält widder Rip. Decke B.ə, Schweinekibel, glabts ir Herrn, dat schmeckt net iwel Trier-Kenn. Drei grote B.ə sen mech so gut wie en Mull voll Brot, wenn se gekockt sen Mörs, Ess. Drei decke B.ə on einen Bet (Bissen) Speck, dat schmert mej den Beck Geld-Kevelaer. Ferkesdurscht op decke B.ə han Sol. — RA.: Er wiəss (wächst) wie en decke B. en der Kös (Kiste) gar nicht Sieg-Thomasbg []Ägid. Die hät decke B.ə gess (te völl d. B.) sie ist schwanger Sinzig, MGladb. Do häs de decke B.ə wasse die Zehen schauen dir zum Strumpf heraus Viersen. Enem (de) decke B. setzen (setten) mit dem Daumen hinters Ohr drücken Rip, Nfrk. — Decke B.əkirmes mehrfach scherzh. die Frühkirmes Rip. Dat decke B.əherkərod Spottn. für Düss-Erkrath. — Die Verpflichtung des Mailehns hört zur Zeit der Blüte der dicken B. auf; das Mädchen überreicht seinem Jungen dann eine Blüte der d. B. MüEif. — b. phaseolus, unterschieden in α. Stangen- (Stange-, Rom-, Geərde-, Stäf-, Stake-, Stache-, Stecke-, Schneidb.; β. Reiserb. Riser-, Knöppel-, Steckelsb.; γ. Buschb. Strauch-, Stämpel-, Stämmches-, Stängelches-, Stock-, Pusch-, Strauss-, Stöhlches-, Kruəp-, Krüpers-, Hupp-, Huck-, Pölləkesb. (s. d. W.). Unter den Stangenb. ragt die Feuerb. (phas. multiflorus) als älteste hervor, Wolefs-, Molles-, Puttes-, Boll-, Rauhb. (Rauhhäns-chen), wölle B , wölle Klös, lange (grad), B., Schwertb., törkse B. (s. d. W.). Im übrigen sind die Sorten recht verschieden, bes. die der Speckb.: Gessenhörnche, Posshörnche, Princess-, Schlote-, Zocker-, Mai-, Prell-, Koks- (Köks-cher), Monstranz-, Schnadderb., Näckföttches, Nosterkrallen, starke, rauhe, ronn B. Reiserb.: Möscheneier, Blotströppche usf. (s. d. W.). — Teile der B. Die umgebende Haut Balg Allg., Hels Mosfrk, Schilf Simm-Laub, Bünn Berg, Bast Emmerich, Bolster Nfrk. Die zu harte Haut; de decke B.ə han Bockse an Allg. Der Teil, mit dem sie in der Hülse befestigt ist Bart Allg., Fott Rip, Nfrk, Noht, Schnorres Koch-Lutz. Die Schote Schut. Die B.ə sein gut gehänscht, hon viel Hänschen (Handschuhe) Mosfrk. Eigensch. der Schote. De B.ə sen holzig, strunkig, strosseg, zif (zähe), frit, hell, kitschig (hart), mell (s. d. W.). Bohnenfasern. Faden, Fäsel, Fasem, Fisel, Pirem, Rang, Rem, Schleis, Schlinks, Seil (s. d. W.). — Aussaat. De Gardeb.ə werden en dat B.əstöck (-feldche, –oərt, –bläk) in Kaulen (Kule, Kränzche, Möttche, Rondche) zu 7, 9, 13 gesetzt; in recht grimelige Grund (et B.əfeldche soll sein wie en Äschekaul) möglichst eng zusammen, dat se de Büng bester heve könne Rip. En B. es en Geck, se lig lever em Mölm (em Drügen) as em Dreck Rip. Wämmer de B.ə setz, da moss et stöbbe; et soll für de B.ə äver alle Enongdesch (Mittagspause) e bessche rene Rip; man deckt sie nicht zu hoch zu; denn de B.ə sollen noch Möttig lauden hiren Saar; se sollen em nokucken Saar. An Bunefats (Bonifazius 5. VI.) soll man sie setzen Saar. Met Markesdag (25. IV.) soll me met dem Setze afange, en net späder as Peter en Paul. We wellt B.ə [] gewannen, moss sich em Spirklich (Febr.) begannen Trier-Gilzem. Wer well han B.ə on Eərze, mott se setten em Mäərzen Nfrk, Allg. Schingk sink Vincens de Sonn, dann get et vill B.ə en de Tonn Grevbr-Wevelinghv. En B. gesatt für zink Jan, könnt noch op de Wann Rip. Mor es Pettischdag, da kriən mer B.ə mat de Stäf Trier-Thomm. Gerode B.ə on Kappes, dann geröt dat andere net Sieg-Rhönd. — Zur Mittagsstunde soll man die B. setzen; je mihr Uhren, deste mihr B.ə Sol, d. h. je öfter die Glocke schlägt, desto mehr B. gibt es; auch werden sie dann von Spatzen u. Hühnern keinen Schade n leiden MGladb-Corschenbr; setzt man sie bei zunehmendem Licht, dann blühen sie stets, ohne Früchte anzusetzen Waldbr-Dattenf; werden sie morgens eingelegt, so blühen sie am Morgen u. schliessen die Blüte nach Mittag Sieg-Sieglar. — Die Reiserb. werden gestickelt, die Stangenb. mit B.əstangen, –röm, –geərden, –staken, –stachen, –stäəf, –stecken (s. d. W.) gesteiche, gestickt, gestak, gestacht, gestäft (s. d. W.). Dann selern Simm-Ebschd, krenkeln sie Bernk-Neumag, goəhn de Geərt erop an der Stange empor Rip, oft dadurch unterstützt, dass man die Winkelranken (Krämp, Rangken, Schmicken) anlet (anleitet). B.ə höjen (keppen) behäufeln; B. millen hacken (s. d. W.). — B. im Haushalt. Bekömmlichkeit. B.ə, meines Herzens Krone Simm-Kirchbg. Gren B.ə hale net widder Saar. Düəre B.ə hale wedder, lent (liegen) äver schweər em Mage Rip. Decke B.ə on halve Kopp, dat hält wiər Bergh-Hüchelhv. Eərze on B.ə es Flenskos (Kost der Drescher) Sülzt. Morre on B.ə stoppen et Lauch Rip. B.ə welle knappe verursachen Blähungen Sieg-Sieglar. Prumme för de Gangk (Stuhlgang), B.ə för de Klank on Ölech för der Stank Rip. Jede B. geft en Ton, jedes Böhnchen ein Tönchen Allg.; jede B. get en Flumm Kobl-Bend; jider B. get hiren Tun; et as noch ken esu schwach, se get e Krach Wittl-SpDahlem; ene B.əbess get 99 Schess Kobl-Bend; idvir Eres singt hiren Vers, idvir B. hät hiren Ton, idvir Lens bezahlt hiren Zens Saarbg-Ockfen; jedes Binche get e Tinche, jedes Bälgche get e Knällche Koch-Driesch; B.əbihnche es e Rinche(?), Buhnebälgche es e Schellche ebd. Jungen, esst B., et Koər get deier! Eif; Moder kokt B.ə, et Brot es so dür! Mörs-Xanten. Honger mecht de sauere B. ses Saar. Erbse, B.ə, Linse, wie mer se kocht, so sin se Siegld. — Herrichtung. Die grünen B. werden gered gemacht, indem sie geschneizt werden (die Enden werden abgeschnitten) Mosfrk u. dann geselt, geremt, gerängt, gefä(d)emt, gefämelt, gepiremt, geschlengks, geschleisst, gefäselt, []gefiəst, gefäsemt, gerengelt, gelingt (geleint), geriselt, geschlitzt, geschinzelt, gerepselt, geretzt, geströf, gesplisse, geschnäst, geschlentert, geschleppt (s. d. W.); dann werden die grünen B. entweder gedobbelt, geknubbelt zu Würfeln geschnitten oder gefitsch, geschnibbelt, geschniffelt, gefritzelt, geflimt, geflitscht, geschift (gescheibt), geschnitzelt, gepreckelt (s. d. W.), während man die dicken B. u. die dürren Stangenb. auskivert (schuten, hölsen, pellen, pillen, pullen, schüllen, utkitschen, kiərnen, kiveren, kibelen, döppen, löüten, pidelen, läken, schäken, löschen, kulten) (s. d. W.). — Bohnengerichte aus phaseol. α. Bohnensuppe (oft mit Buttermilch) aus gedobbelten B., B.əzupp, –dönn, –brock, –streih (stroh), -flipp, –dick, Knubbelsb.əzupp Dülken, Knöchelszupp Sieg, Läffelches- Saar, Brihb.ə Saarbr, Heuzoppe Gummb, Lötzoppe Sol, Pukenzopp Mettm, Hüskesb.əzupp Kemp. — β. aus gefitschten B., Schnibbelzoppe Gummb. — γ. aus dürren, gekirnten B., düərn B.əzupp Rip, Schöpezuppe Lennep-Hückeswg, Tiənezupp Dülken, B.ənsauf Saar. — δ. B.gemüse, B.əgemös, –müskə aus grünen B., gebroəkən B.ə Kemp, warm B.əschlot Sieg, Hüskəs- Kemp, Schnittschesb.ə — ε. aus gefitzten B., Fitsch- Rip, Schnibbel- Berg, Schnappelb.ə Mosfrk, Gehäks Trier-Wasserliesch. — ζ. aus dürren B., derr (dürr) Speis Mosfrk, düəren B.əgemös Rip. — η. aus eingemachten B., sur B.ə Allg., Sültemous Gummb. — B.gemisch s. u. folg. W.: dolle Girret, Jokop, Schniderkurasch, Stühlkes u. Bänkskes, Muəremböngk, –jubbel, -pruchel, –jüchel, –trottel; Kiköm, Kijöm, Pusspass, Kappesschlörp, –schlodder; B.əntirtich, Kiverzopp. — RA.: Dat (der) es ken B. wert; net en B. krigste; noch ke B. wesste; et schad em ken B. gar nichts Allg. Et es ken decke B. weərt Trier-Wasserliesch. Noch ken ful B. göf ech dröm Sieg-Ägid. En de B.ə sen verbaselt, im Irrtum sein Allg.; gestorben sein Trier-Mettnich; du bös en de B.ə on wells Eərze plöcke, on söks E. Rip; en de B.ə an't Erəte plöcke siən Nfrk; do bös en de B ə en kömms en de E. ut Kemp. Dat es en Ernt no en B. geschote Eup. Enen en de B.ə jagen in Angst. Er mach sech us de B.ə Rip. De hät sech durch de B.ə gemach May; de hät sech durch de B.ə gen er ist gestorben Sinzig. Met dem geht et en de B.ə er wird bald sterben Saarbg. He geht der an (en) deng B.ə er mischt sich in deine Angelegenheiten Rip. Dat sin nit dinger B.ə! das geht dich nichts an Rip; dat sein su dem seiner B.ə seine Gewohnheiten Mosfrk. Dem han ich emol de B.ə gefe(g)t (gerollt) die Meinung gesagt Mosfrk; dem muss mer de B. möll (mild) mache [] zurechtweisen Prüm. De B.ə trere (treten) herumtrippeln Ottw-Tholey. An de kroummste Stecke wassen de meiste B.ə NBerg. Hej hät so grote B.ə en de Kopp hochtrabend Klevld; de hot och grusse Stange em Kopp awer ka B.ə dobei Westerw; das hot meh Stange wie B.ə Kreuzn. Böhntje kriegt sin Böhntje (Löhntje) wie du es treibst, so geht es Klev. De wirft en Erbes noər B. Malm-Vith, Eup. Do geht et dorchenanner wie Kabbes on B.ə Mosfrk. Dat sind aul B.ə eine alte Geschichte Mettm-Velbert. E ment, er möt klen B.ə söke vor Ungeduld Eusk-Billig. Deə moss sich ens en de B.ə stelle ein kleiner Mensch Dür-Birkesd. De ös ze domm, für B.ə ze zälle Sieg-Ägid. Der es met der en de B.ə gewest zum geschlechtl. Verkehr Westerw. Wenn mi Var B.ə döscht (drischt), sät der Jong, dann lehnt he ene Sack Kref-Osterath. Was haben wir gekocht? Scherzh. Antw.: Erbse mit kalte B.ə Saarbr-Werden, — schel B.ə Trier-Mehring, — B.ə, nichts davor, nichts dahinter, dat es dreierlei Trier-Reinig, — B.ə, Murre on Tuffele on Keifleisch, gekouch em Ovelouch Sieg-Rhönd. Mütterchen, was kochst du heute? ‘Böhnchen, mein Söhnchen’; die Frage mehrfach wiederholt, darauf ärgerlich: Zapperlot, domme Jong, B.ə! MGladb. — Die B. im Volksgl. u. B.spiele. (S. B.kuchen, Dreikönigen). Ein Kind A fragt B, indem es die mit B. gefüllte, geschlossene Hand hinhält: Hafel de B., hafel de mein, wie viel sener dein? Bitb-Bickend; hoppel di boppel di mein, wennsde die B.ə räts, sein se all dein Bernk-Longcamp. A: Roffen doll. B: Dein fein! A: Bie vill sollen dein sein? B: 15! Altk-Horhsn. A: Ech fohren en de Besch. B: Ech fohren der noh. A: Bivill Peərd sein em Won? — Man nimmt 1, 2, 3 B. in die Hand, streckt sie dem Ratenden entgegen u. fordert ihn auf mit den Worten Peckel, Koarsch, Gawel zu raten, ob P. = 1 B., K. = 2 B., G. = 3 B. in der Hand sind Bernk-Merschd; Has, Fuss, Kauert Sieg-Ägid; Hand (5 B.) oder Fenster (6 B.) Trier-Trarforst; Kohschwanz (1 B.), Hoər (2 B.), Ban (4 B.) Koch-Leienk. — Eine B. wird in der geballten Faust unter einen Finger gesteckt, dann die Faust dem Ratenden vorgehalten mit der Aufforderung, den Finger zu bezeichnen, unter welchem die B. steckt: Inner welichem Stämmchen hockt mei Lämmchen? Bernk-Merschd; cnner welichem Bämchen setzt et Preimchen? Trier-Trarforst; et läft e Schweinchen durch de Wald; inner welichem Bämchen setzt et denn? Bernk-Zelting (u. a. Var.). Die Kinder setzen jedes eine bestimmte Anzahl B. (Nüsse); ein K. muss zuhalen, d. h. sich umdrehen u. mit der Hand oder Schürze die Augen zuhalten; [] eins der andern K. berührt mit dem Zeigefinger eine der in einer Reihe nebeneinandergelegten B. u. macht diese bitz, d. h. heiss, dabei letzteres Wort rufend; das Kind, das zuhielt, kommt nun u. nimmt eine B. nach der andern weg, ob in oder ausser der Reihenfolge, steht in seinem Belieben; sobald es bitz greift, rufen die andern K. bitz!, worauf das erste K. mit dem Greifen aufhören muss; nun muss ein zweites K. zuhale u. eine andere B. wird bitz gemacht; so geht das Spiel weiter, bis nur die Bitz übrig bleibt Simm-Laub. — Im Würfelsp.: zwei Spieler setzen drei Gruppen B.: α. zuhinterst drei ganze B.; β. etwas davor die zwei Hälften einer flach gespaltenen B., u. zwar so, dass die eine Hälfte mit der flachen, die andere mit der gewölbten Seite nach oben liegt; γ. ganz vorn eine halbe B. mit der flachen Seite nach oben. Die beiden Hälften einer zweiten gespaltenen B. dienen als Würfel; fallen diese Hälften so, dass beide flachen Seiten oben liegen, darf man sich die halbe B. (γ.) vorn nehmen; liegen beide gewölbten Seiten oben, darf man sich die drei B. (α.) nehmen; fällt eine mit der flachen, die andere mit der gewölbten Seite nach oben, darf man sich β. nehmen Simm-Laub (mit Var.). — Im Klickersp. Böhntje schuwen Mörs; Buhnches spille Koch-Poltersd. — c. Kaffeeb. De Kaffe es su dönn, me ment, de hätt de B.ə gezallt Rip, — as wen en B. am Zwiərfaddem derdurchgezoge wär Sinzig; me man, dau häs e B. on e Salche gebonne, on wuppdich enen on grod widder raus Westerw; de K. hat ken B. gesehn. Ech dohn och en B. mih dren (dran) schütte bessern K. auf Allg.; ech nälen (nagele) en B. en de Pott dass. Bergh-Blatzh. De K. schmack no ful B.ə Allg. Der breckt en B. dör ein geiziger Krämer. Bei denne lig en ful B. em K. heimlicher Zank im Hause Jül. Dat sönd B.ə, de gönnt neit dörch ous Mölle das kümmert uns nicht; das begreifen wir nicht Eup. Lied beim B.mahlen. Kaffemillchen, links erim, erim, erim! Dis-che hot ka Binche mih; Kaffedreh hin un her, drinne, drinne, dreh Koch-Leienk. — d. well (wilde) B. Windenknöterich, polygonum convolvulus Saarbr-Sulzb. — 2. übertr. a. B.förmiges. α. Exkremente der Schafe, Ziegen, Rehe WEif. Kommen ewie de B.ən vun de Gess in Menge; de Keielen (Kegele) fallen ewei de B.ə van de Gessen WEif; dat es die Geiss vun der B. das ist die Hauptsache Saarbr, Ottw. Der as su verdrechend, dat en nömme grad esu en kle Büngcher macht Prüm. — β. Bünnche Hoden der Hähne, die beim Kastrieren zum Kapaun entfernt werden Bergh-Hüchelhv. — γ. Bönnche kleinster Klicker Gummb. — δ. en B. en der Nos vertrockneter Nasenschleim []Koch-Leienk. — ε. der hät en decke B. durch de Stromp die Ferse Wippf-Pütz; de decke B. komme ut Selfk; de decke B. send rif Grevbr. — b. schel B.ən gewürfelte Kartoffeln ohne B. Wittl-Dörb. Beihnchen magnum bonum Merz-Losh. — c.Geld Hunsr, Koch. Die hot B.ə; der hot meh Stangen wie B.ə sein Reichtum ist nicht so weit her. Beim Kegelsp.: Ech han B.ə ich habe gewonnen; wivöll B. has de at? En enzege B. (auch Bohni) Aach-Walh. — d. Bünnche kleiner Kerl Aach-Walh. — e. Neckn. Dreser B. Koch-Treis; Emmeler B.ən Trier-OEmmel. — f. Schläge, Püffe auf den Kopf, Bönnches MGladb-Rheydt, Bonne MülhRh-Ensen. Vgl. enem (decke) Bunne setze (poten) jmd. den Knöchel fest auf den Kopf drücken Allg.
15664 Zeichen · 517 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Bohne

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Die Bohne , plur. die -n, Diminutivum das Böhnchen, Oberdeutsch das Böhnlein. 1. Eigentlich, eine längliche harte Frucht…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Bohne

    Goethe-Wörterbuch

    Bohne 1 Hülsenfrucht(gewächs), allg u mBez auf versch Gattungen; für den Bohnenkern, die Bohnenschote u das ganze Bohnen…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Bohne

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +3 Parallelbelege

    Bohne . Unter dem deutschen Namen sind 2 ganz verschiedene Pflanzenarten begriffen, die sogenannte Acker -B. oder Pferde…

  4. modern
    Dialekt
    Bohne

    Bayerisches Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    Bohne Band 2, Spalte 2,1600–1602

  5. Sprichwörter
    Bohne

    Wander (Sprichwörter)

    Bohne 1. Bäunen in de Päut 1 , Hawer in den Kläut 2 , Gearste in de Aske 3 , giet Geld in de Taske. ( Westf. ) 1 ) Im Mü…

  6. Spezial
    Bohne

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Boh|ne f. (-,-n) ‹bot› fau (faus) f. ▬ Bohne n stehlen scosoré ; ausgemachte Bohne n faus descusciades f.pl.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bohne

576 Bildungen · 330 Erstglied · 246 Zweitglied · 0 Ableitungen

bohne‑ als Erstglied (30 von 330)

Bohnekritche

LothWB

Bohne kritche (B.-krittel) Bohnenkraut (Satureja hortensis), Gewürz für eingemachte Bohnen, Gurken usw.

Bohnenberg

SHW

Bohnen-berg Band 1, Spalte 993-994

Bohnenbrei

SHW

Bohnen-brei Band 1, Spalte 993-994

Bohnenfeld

SHW

Bohnen-feld Band 1, Spalte 993-994

Bohnenjahr

SHW

Bohnen-jahr Band 1, Spalte 993-994

Bohnenkern

SHW

Bohnen-kern Band 1, Spalte 993-994

bohnenlang

SHW

bohnen-lang Band 1, Spalte 993-994

Bohnenlaub

SHW

Bohnen-laub Band 1, Spalte 993-994

Bohnenlied

SHW

Bohnen-lied Band 1, Spalte 993-994

Bohnenloch

SHW

Bohnen-loch Band 1, Spalte 993-994

Bohnenmann

SHW

Bohnen-mann Band 1, Spalte 993-994

bohne als Zweitglied (30 von 246)

Adlerbohne

Campe

adler·bohne

Die Adlerbohne , Mz. die — n, eine Art Schminkbohnen, auf welchen eine adler=ähnliche Zeichnung befindlich ist.

Aprilbohne

RhWB

april·bohne

April-bohne prel- Kemp , Heinsb f.: B., im A. gepflanzt und am ersten auf den Markt gebracht.

Baumbohne

Adelung

baum·bohne

Die Baumbohne , plur. die -n, ein Nahme, der verschiedenen Gewächsen und ihren Früchten gegeben wird, die den Samen wie die Bohnen in Schote…

Blumenbohne

PfWB

blumen·bohne

Blumen-bohne f. : 1. Bohnensorte. a. 'Feuerbohne (Phaseolus multiflorus)', Pl. -bahne [ KU-Bedb PS-Fischb FR-Tiefth LU-Friesh NW-Kallstdt LA…

bocksbohne

DWB

bocks·bohne

bocksbohne , f. menianthes trifoliata: aber dafür soll er pflanzen ... geiszbart, bocksbonen, seugras. bienenk. 242 a .

Böckserbohne

PfWB

boeckser·bohne

Böckser-bohne f. : ' verdorbene Kaffeebohne '. De Kaffee beckst, do muß e Beckserbohn debei gewest seiⁿ [ BZ-Dernb ].

Bollbohne

RhWB

boll·bohne

Boll-bohne Neuw-StKatharinen f.: Feuerbohne, phaseol. multiflorus.

brechbohne

DWB

brech·bohne

brechbohne , f. phaseolus vulgaris, weil die schote sich leicht zerbrechen läszt.

bufbohne

DWB

buf·bohne

bufbohne , f. vicia faba, von der schwellenden gestalt: ich will mein ganzes vermögen gegen eine pufbohne setzen. Wieland 13, 8 ; unter bohn…

Dickbohne

RhWB

dick·bohne

Dick-bohne -bōn Saarbr , Ottw , Saarbg , Bernk-Zelting ( -ū- ), Koch-Urschmidt f.: vicia faba. Sonst decke B. Aber Compos.: Dekbunəkirməs K.…

donnerbohne

DWB

donner·bohne

donnerbohne , f. orphrys ovata, knabenkraut, wundkraut, bruchkraut, fetthenne, fabaria Adam Lonicerus 94 b . Henisch 728 . Nemnich 2, 1273 .