Bock
Kreuzn
-ǫ-, Pl.
-ę-; sonst Rhfrk
-u-, Pl.
-i-; Mosfrk
-o-, Pl.
-e-; Rip, Nfrk
-o-, Pl.
-ø- [w. Heinsb-Süsterseel Saeffeln u. Mülh-Ruhr
-u-, Pl.
-y-]; Demin.
bękχə, –i-, –e-, –ø-, bøkskə, –y-, im Rhfrk, Mosfrk, Rip auch
-kəlχə in der Kinderspr.
m.: 1. wie
nhd.,
Gess-, Hippe-, Schofs-, Rihb. RA.:
Al Böck han stif Höərnder Geilheit alter Männer Rip, Allg.;
je aler de B., desdo freder (steiwer, harder) sei Hor Koch-Laub, Allg.;
alst Böck han stifts Horen Malm-Weywertz.
De ment, he hätt der B. mot de Hoərənter gehat, dou hatt e en iərsch mom Stetz der frohlockt zu früh Schleid-Reifferschd, MGladb-Neuwerk.
De kann en B. zweschen de Hearner kessen Mosfrk. Im Fingerratesp.:
B., B., wie vüəl Höərəs stippst do op? Kemp-Dülken;
B., spreng op! we vell Höəre stohn op? Dür;
bummele, b., Hollerstock, wieviel Herner hot der B., wieviel Finger stehn? Simm-Laub;
bombele, b., Howerstrih ... Koch-Poltersd;
schnupp, schnapp, Howersack .. Trier-Ittel;
schnipp, schnapp, Seidensack .. Daun;
Bommernickel, Schäfersbickel, wie vill Hore streckt der B.? Wend-Marping;
knupp, kn., Howersak ... Trier-Fell;
flipp, flapp, Flodersack ... Bitb-Dudeld Ernzen;
knibbes, knabbes Rusterabbes, rude B., rot wie männich Hoərn steht op? Ver, fönef, de stohn op; jeder öm de Puckel gohn. Rude B., rot wie männech Hoən steht op? Rip (o. O.);
knibes, knabes Kneilestock, wievill Herner hot der B.? Wivill Finger stehn do? Bernk-Neumag;
klipp, klapp, Schneidersack, weivill Hirner hät der B.? Saarbg-Orscholz;
rippes, rappes, Rosenstock, wievill Herner zeigt der B.? Bitb-Malbgweich;
bumpes, b., Kellerloch, be vill Herner streckt der B.? May-Callig;
hilken, halken Fedderches talken, wieviel H. hat der B.? Saarbg. —
Nöm dech en Eite (acht),
dat dech der B. nit stütt! wenn man zu viel Butter aufstreicht Sol.
Et stesst kei B. allen die Schuld liegt auf beiden Seiten Hunsr.
Wer den B. zänk, den stöss e Sieg-Eitorf.
De B. stöss mich ich fahre zusammen ohne erkennbare äussere Ursache Mü-Eif.
Der B. stött öm schluchzen beim Weinen MGladb-Rheind.
Den stüsst der B. er ist eigensinnig Siegld-Freudenbg, Sieg-Ägid; er ist dumm Eup-Herbesth, Siegen.
Ale Böcke stösse om härtste Wittg-Erndtebr.
Blif för vum B. un hinger vun de Peərd! Köln. —
De B. blif net ohne Bart Köln.
En (stolze) Bart ziert de B. Eif.
Art lit nit vun Art, jeden B. hät singen Bart Köln.
De Kerl hät en Bart wie en B. Allg. —
Drei Gesse on vier Böck send zesamme sebbe Stöck Spott auf die sieben Stücke des Katechismus Rip.
Nu rot B. oder G.! zum Unschlüssigen Rip.
Hot der Deiwel de G. geholt, da kann er ach de B. holle Goar, Wend.
De hät dem B. für de G. verkof Bergh-Hüchelhv.
Wann der B. nes (niest),
sät de G. ‘
hitza!’ Köln.
Jidderäm sein Sdi(?), sot de B., ech ha mengen zur G. Prüm-Dahnen.
De kannst mich verklaə beim Gessegericht, wo de B. er Ordəl spricht Simm-Horn.
Loss G.ə kommen, ech sall se wahl deck mache, sät der B. MGladb-Rheind.
Wer de G. em Hus hät, de moss liggen (leiden),
dat der B. im üver de Gader süht Köln;
ber de G.ə hät, moss leide, dat em de Beck iwer de Gadder sprenge Aden-Kaltenborn.
Nüs neuts passiert? Ausweich. Antw.:
Ene B. hat en G. rasiert Aach.
Geh mer eweg mit Zickelchesfleisch, es stinkt nom B.! unreifes Geschwätz Saarbr.
Alde Böck en jonge Hippen, dat gewen Lammers öwer Lammers Moers, Klev-Goch. —
Lisbett, gef der G. jet, gef der B. jet, da krig ech och jet! Geilk, Grevbr.
Et wor es en B. un en G., dat es alles, wat ech wess (Kinderspruch) Rip, Allg.;
ich wess jet, de N. os en G.; ech wess noch jet mih, de N. os e Rih; ech wess noch jet honne drop, de N. os en stinkige B. Ahr. —
B. op de G. ein Kindersp. Bitb-Ehlenz. — B. u.
Geilheit (
s. auch o. steif Horn).
August, mach de Dir zu, de B. schäəmt sech! Wittl-Kinh.
Du bös su onschellig wie en B. fir (em) Michelsdag Mosfrk, —
Meərtesdag Rip.
De schnöck (schnickert)
möm Kopp wie der B. fürem M. Sieg-Rhö
nd. De mach e Gesich wie em B. öm Bärthelemiszeit betrübt Prüm-Burb.
En as esu verstännig wie em B. em Wechseldag er hats faustdick hinter den Ohren hinsichtlich der Weiber Prüm-Dahnen.
Dau bos esu unschellig wie Stoffels B. Daun-Strohn.
De stinkt wie en B. an Michelsdag Saar, Hunsr, Trier.
Je aler de B., deste mih stenkt hen Bitb-Wiersd.
E stinkt aus der Maul wie e B. aus em Orsch Trier.
En aue (alte)
B. hat ouch at ens ger e jong Blättche Aach.
Den hät min bei dem B. gedohn hat mich betrogen, ein Schnippchen geschlagen Klevld;
he let dech nom B. dass. Wippf, Gummb, Sol;
den wolle mer mol zam B. fihre dass. Kobl-Bend.
Ech were met dir ze B. fahre ich nehme es mit dir auf NEif.
Dor höbb ek on es orndlech bei dem B. gelock aufs Eis geführt, hineingelegt (bes. b. Kartensp.) Mörs-Pelden.
Sie hät en zom B. gemach die Frau hat ihn zum Hahnrei gemacht Sieg-Ägid. —
Et es hart, wenn der B. lamme muss wenn etwas Unmögliches verlangt wird Bergh-Hüchelhv;
Summer Usteren, wenn de Beck lammen unmögliche Zeit Daun-Tettschd Dockw, Neuw-Segend.
Et kemmt em, wie em B. de Melich er begreift langsam, er lernt es nie; ganz überraschend kommt ihm eine Ahnung; etwa das Reden, Lernen kommt ihm ohne Mühe Mosfrk, Rip;
es kommt em allmählich (no un no) Saar, —
op emol Rheinb-Meckenh.
Melk der B. net! vergiss dich nicht Dür;
der hät emol de B. gemolke gutes Geschäft gemacht Rip, SNfrk;
de melk den beste B. hat den eigentlichen Profit Rip;
de B. melke unerlaubter Weise aus den Garben Ähren ziehen Erk-Körrenz;
he melk de B., on sei hält de Seih planlose Arbeit Köln;
et es hart, wenn de B. gemolke wiərd Bergh. Gehe ich mit?
Jo!, no Boxtehude, wo de B. Melich get Goar-OGondershsn. — Der B. ist nicht
fett. Der hät et (Fett) enwännig (ennerlich) bi en B. er ist schwer, ohne dass man es ihm äusserlich ansieht; er ist sehr mager Mayf.
Nu es der B. fett! die Sache ist aufs höchste gestiegen; das Unglück ist da; jetzt bricht die Sache los Rip, SNfrk;
et es net alle Dags de B. f. MGladb;
de B. f. mache vergebliche Arbeit leisten Mos;
dat micht de B. net f. von einer geringfügigen Sache, von geringer Hilfe bei grossem Ungemach Trier, Allg.;
de werd de B. f. mache spottend von dem, der ungeschickt, unpraktisch ist Mos. —
De es esu doll dorop (fällt drop) we der B. op de Haferkes Köln, Mörs, Klev;
grimelen (schmunzen) wie den B. op (bei) der H. Dür, WEif.
Me dörf dem B. ni tum Gädener maken Mülh-Ruhr, Verbr.
De hät de B. en de Kühl gesatz Köln-Weiss;
de geiht drop los we der B. op de Kühl Köln. —
Neng der neng, der B. es meng, he geht en mengem Garden, he fress mer all de Kühlcher af on deht me grusse Schaden Eusk-Billig.
Goht hem, ühr Löck, goht hem, ühr L., de B., de setz em G., he friss üch all de Druve af on driss üch op de Blade! Rheinb-Meckenh. —
Der hat dat eso dick wie de B. et Messer Ottw-Merchw;
en hasst et wie de B. et M. Trier Mehring. —
Den schert den B. er macht schlechte Geschäfte, unternimmt etwas Gefährliches Prüm-Mürlenb;
de schert de fettste B. nimmt sich das Beste Köln. — B. u.
Schneider. Dor liep enen B. dem Berg op, ene Sneider der achteno; dem B., dem börden et Stertjen op, de Sn. säj ‘
oho’ Geld-Kevelaer.
Säge, S., B., B., B., Schneider mach mir einen Rock usf. Saarbr-Blittersd.
Dielschnapp, Schneiderschnapp, schneid dem B. de Beidel ab! Bitb-Dudeld (u. viele Var.). — Die Eigensch. des B. in
Vergleichen. De sprengt wie en B. Allg.
Er es su weld, egensennig (ührig) Rip, Allg.,
dickkäppig (widderwäərdeg Mosfrk,
steəg (stens) Klevld,
faul Ottw,
büs Altk-Seelb,
domm wie en B. Er es su stif wie en alen (hölzene) B. Rip, Allg., —
su lus (schlau)
wie en agebonne B. Bitb-NWeis. — Scherzh.
Er macht en Gesicht (Augen), sieht dren (su sur, bedröft), wie en B. op de Haferkes Nfrk, —
um Schrone Saar, —
om Dudsbett Sieg-Scheiderhöhe, —
im Mond Wittl-Bertrich, —
wie e gestochene (geschnidene) B. Mosfrk, —
e gebezte B. Daun-Strohn, —
wenn's (wann et) dunnert (dimmelt, blitzt) Hunsr, Saar, —
wenn et wererlicht Goar, Mayf, Ahr, Siegld, —
der Bire käut Kobl-Sebastian, —
Holzäppel käut Altenahr, Prüm-Burb, —
Bretzele käut Aach, —
Sauermelch häspelt Trier-Schilling, —
Bromele fress Aach-Herzogenr, Heinsb-Dremmen, —
im Led leit Daun-NWinkel, —
bi Blömsches B. May-NLützing.
Er läbt vun der Luft, wie Ewekätts B. Saarbr.
Den es so voll Komplementen Rees, Mörs, —
Strek Duisb, —
Fippkes Düss,
as en B. voll Köttels; der es esu voll Komplimente wie en B. voll Füərz Sieg-Süchterschd. —
Verschiedene RA.:
Der aue B. verlüst sing gris Hore, ävel net singe aue Kopp Aach, —
äwer nit de Nücken MülhRuhr.
Köll (hintergehe)
der B., da kris de et Schoussfell (Schuəsfell)! Aach.
Al Löck on jong Böck sät me et zwei-dreimol Eusk-Derkum.
Jedder B. föngk se Krock (Kraut) Schleid-Hellenth.
Dei mout en Böckelchen hinger sik hän sie hat nicht kahl gemäht Gummb-Lautenb.
Der hät met em B. gedanzt er ist ganz zerzaust Koch-Greimersbg.
De hat enen B. Duisb, —
enen B. ant Tau Moers-Alpen, —
hält et mem B. ist eigensinnig Sieg-Ägid.
De bingt en B. an dass. Waldbr-Morsb.
Goht mär henge in der Stall, Josef schlöft bi der B. Heinsb-Schalbr.
Lukase B., spring Galopp! May-OMendig. Was essen wir heute?
Stife Ris mit B. Aach-Würselen, Bo-Walberbg. — Der B. u. das
Kindersp. B. (Böckske) sprenge Allg.;
B. spring op! Köln;
B. stohn wenn jmd. einen andern auf seinen Rücken steigen lässt, um in die Höhe zu gelangen; auch allg. einem beistehen;
B. stohn können materielles Unglück aushalten können infolge Wohlhabenheit Dinsl-Aldenr.
Purzelbaum schlagen:
(De) B. schlohn Trier-Schweich Piesport, Bernk, Malm-Vith, Sieg-Ägid;
den duabelde B. schlohn Bitb-Rittersd [
dat de douch den B. schlöəg! dass er doch stürbe Sieg-ODollend];
den B. scheissen (auch fallieren) Trier-Schweich, Bernk-Neumag Dhron;
de B. scheiwen Bitb-Hütting;
de B. schennen (schinden) Trier, Saarbg, Koch-Treis;
den B. schellen Saarbg. — 2. übertr. a. persönl. α. Tiere.
Böckes-che Ziege ohne Hörner Koch;
Bock Kosef., Rufn. für Ziege Saarl-Ensd Merkelb, Rheinb-Meckenh. —
En ale (stive) B. alte Schindmähre Allg.;
dat es ene B. van em Perd, ene egensennege (stifhörege) B. störriges Pferd Allg.;
en stragger B. unbeholfene Kuh Wend-OReidenb;
Islecker B. mageres Rind Bitb;
e klene B. im Wachstum zurückgebliebenes Schwein Daun-Mehren;
en Böggelche Gans Wippf-Lindlar;
B. Hirschkäfer Bitb-Wiersd.
En leədere B. altes, zähes Fleisch Schleid-Hellenth. — β. Menschen.
Bock unreifer Junge,
Böckelche Schulneuling Schleid-Hellenth.
E klene B. kleiner Mensch Daun-Mehren. — Schimpfwort für Schneider Allg. — Durch Anhängung des Wortes
B. an die Familiennamen werden Schimpfn. gebildet,
z. B. Schmitze B.! Sieg-Mülld. —
En ale (stinkige) B. alter Sünder; alter geiler Kerl Allg.;
en steiwen B. steifer Mensch Allg.;
egensenniger (üriger) B. eigensinniger Mensch Allg.;
fauler B. Koch-Ellern;
en sturen B. finsterer Mensch Rees-Brünen.
Kastellauner Beck Neckn. für Simm-Castellaun;
Spansche Böck Neckn. für Bergh-Kerpen. — b. sachl. α. hölzernes Gestell mit Längsbalken u. gespreizten Beinen, vor allem der Holz-, Sägebock Allg.; [
bat fir en B. hat kan Haut? Holzbock May-Polch]; gespreizter Ständer im Felde zum Auflegen des Kleeheues,
Klib. Rip Nfrk; eisernes Gestell, auf dem die brennenden Holzscheite mit dem vorderen Ende aufliegen,
Feuerb. Hunsr.; Gestell, worauf die Garben ausgeklopft werden,
Blauschb. WEif, Malm, Monsch; der pultartige Aufsatz der Schlumpbank zum Schlumpen (
s. d.) der Wolle mit hakenförmigen Zähnen aus Stahldraht Bitb-Dudeld; Halbwalze aus Zink (früher gespaltener Eichenstamm), auf die die Häute mit der Fleischseite nach dem Schwitzen nach oben gelegt werden, auch
Bam (Baum) genannt Trier; eine Art Stuhl Monsch-Witzerath; Schusterstuhl Westerw; Schragen, auf den die Bütte gestellt wird,
Bideb. Bitb; Dachreiter, worauf die Sparren aufliegen Wittl-Bengel; Traggerüst Kreuzn-Boos; Turngerät (wie
nhd.); drei oben zusammengebundene Stangen, an die das geschlachtete Schwein aufgehängt wird Goar-Morshsn; drei in die Erde gesteckte Weiden, über die die Kinder springen Bernk-Graach; das geknickte Reis, welches die Grenze des zugewiesenen Losanteils im Gemeindewald bezeichnet Bernk-Merschd; Steg auf Saiteninstrumenten Bitb; das Gestell im Notstall, auf das die Pferde beim Beschlagen die Füsse stellen Sieg; Tellerbrett Bitb-Geichl. — β. am Wagen u. andern landwirtschaftlichen Geräten. Der Kutscherbock Allg.,
om B. setze; vam B. fahre; Holzkarren Ottw-Eppelb, Koch-Lutz; Aufbau am Eggenschlitten Rheinb-Wald; hoher, schmaler Schlitten Kreuzn-Pfalzf, Zell-Hirschf; Holzgestell der Ackerwalze Trier-Cordel; Teil des Pfluges, an dem die
Schar hängt Ottw-Dirming, Wend-Answ, Saarbr-Lummerschd; Gestell am Heuwagen, welches das breitere Laden ermöglicht Rheinb-Wald, Bo-Volmershv, MGladb-Mülfort. — γ. hohes Spinnrad mit der Spule über dem Rad Mosfrk; Flachsreffe Gummb. — δ. stärkeres Bergmittel zwischen den Kohlenbänken, auch
Hans genannt;
de B. es niddergong; in den B. stellen den Stempel nach Lage des Flözes stellen Saar. — Das eiserne Instrument mit zwei krummen Hörnern, mit dem die Röste im Brennofen gerührt werden Saar um 1800. — Ein Haufen Erz, der keinen vollen Rost gibt;
einen B. machen einen solchen Haufen Erz zum Rost auflaufen;
einen B. umbringen einmal gebranntes Erz auf einen neuen Rost bringen Saar. — ε. ein mehr oder weniger bestimmtes Quantum, Haufen, u. zwar pyramidenähnlich zusammengestellte Getreide-, hauptsächlich Korngarben auf dem Felde Prüm-Ihren Orlenb; gebundene Hafergarben Prüm-KlLangenf; je fünf Hafergarben zusammengestellt Neuw-Rodenb; Heuhaufen auf der Wiese MülhRh-Holweide; viereckiger Holzstoss im Walde
(ene B. sette) Düss-Lintorf. — Mehrere (meist vier) auf einem Stand wachsende Haselnüsse WEif über die Ahr bis Schleid; man unterscheidet wohl
enen En-, Zwei-, Drei-, Vierbock; in Bitb heisst die jedesmalige gerade Zahl von zusammengewachsenen Haselnüssen auf demselben Stiel
Gess, die ungerade
B. RA :
Sechs Nöss op enem B., du wiərsch nu bal Brock (Braut),
d. h. findet ein Mädchen einen 6-Bock, dann wird sie bald Braut Schleid-Hellenth. — Vier Nüsse (Bohnen, Klicker, Schnappsteine) im Spiel pyramidenförmig aufeinandergelegt Rip;
op Böck werfe vier Klicker zu einem B. zusammengestellt, vom Anstrich aus werden sie auseinandergeworfen Sinzig;
Böckelche haue; Böckche lege Ahrw-Calenb. Beim Schnappsp. mit Bichelknöchelchen heisst ein Gang
B., wobei es gilt, vier Steine aufzuraffen, während ein St. in die Höhe fliegt Mosfrk verbr. RA.:
Kene B. Nöss weərt sen Dür;
de os ken B. Bunne wert Prüm-Burb. —
Den B. han beim Klickersp. in die
Kaule getroffen haben, von wo aus der Spieler dann die andern durch Treffschuss fernhalten kann Gummb-Berghsn. — Die beim
Bētspiel vorgesehenen drei Ersatzkarten; wenn die erst ausgegebenen Karten schlecht ausfallen, lässt man sich bei Vorhand drei neue geben,
mer helt de B. WEif;
drei aner (einer)
weisen op de B. drei Karten einer Art (Herz, Eckstein udgl.) weisen darauf hin, dass im B. etwas zu finden ist Bitb-NWeis. — Als ein ‘Übriges’ auch im Auszählr.:
1, 2, 3, hicke hacke hei, hicke hacke hock, dan bas e B. (der B. steht zurück, bis nur mehr
ein Kind beim Auszählen da ist) Bitb-Dudeld.
Bi de B. komme zu den Minderwertigen, Verlierern, hintenan Gummb-Berghsn. — ζ. Pflanzen. Kiefernapfel, Tannenzapfen Eusk-Enzen Weingart
(Böckelche); weiblicher, stark riechender Hanf Bitb-Dudeld Hütting Speicher, Saarbg-Taben Rodt; minderwertiger Buchweizen mit graugrünem Mehl, auch auf jedem Boden gedeihend Prüm; ein grosser stattlicher Baum, den man gefällt hat,
ne döchtege (stödege, statse) B. Rheinb-Wald. — η. ein Fehler, etwa beim Schreiben, bei der Handarbeit; ein Verstoss leichter Art; eine Dummheit.
Enen B. mache, schesse Rip, Allg.;
Böck strecke beim Stricken, bes. eine Masche fallen lassen Sieg-Bergh.