Eintrag · Frühneuhochdeutsches Wb. (FWB)
anliegen
anliegen
- ›auf etw. aufliegen; auf etw. angesetzt, gerichtet sein‹
- ›an etw. angrenzen, anstoßen‹
- als Part. Präs. anliegend 1, meist als Attribut zu gut, auch substantiviert: ›liegend, unbeweglich‹ im Gegensatz zu farend.
- ›jm. anhängen, nachfolgen; zu js. Partei zählen‹.
- ›mit jm. mittun, zusammenarbeiten, sich an etw. beteiligen; an etw. beteiligt sein‹.
- ›jn. anheuern, zur Dienstleistung gewinnen‹.
- ›e. S. obliegen, eifrig nachgehen‹
- ›jn. dringend ersuchen, angelegentlich bitten, mit einem Anliegen an jn. herantreten‹.
- ›jm. am Herzen liegen, angelegen sein‹.
- ›jn. belasten, bedrücken, bedrängen, schwer auf jm. lasten‹; oft als Part. Präs. anliegend 2 ›belastend, bedrückend, schwer‹; oft substantiviert (-s/-Ø), dann: ›Bedrängnis, Not, Last‹.
- ›bevorstehen‹.
- weitere phrasematische Verwendungen.
- ›mit jm. verwandt sein‹.
Etymologie: zu mhd.