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wende

ae. bis spez. · 21 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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41 in 21 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

wende f.

Bd. 28, Sp. 1742
wende, f. , verbalabstraktum zu wenden (s. dort sowie Henzen dt. wortbildg. [1947] 174), dasnach sporadischem auftreten im ahd. (s. u. 3 a und vgl. Notkers wendi [acc. pl.] conversiones 1, 827 P.) — in reicher bedeutungsentfaltung erscheint (s. mhd. wb. 3, 687; Lexer 3, 757 u. Jelinek mhd. wb. 938), im neueren dt. jedoch gegenüber wendung (s. dort) und gewende (s. teil 4, 1, 3, 5465) zurücktritt, sich im wesentlichen auf die anwendung im sinne von 'umschlag, wechsel' (2), 'wendepunkt' (3 b) sowie als fachwort der turnsprache (s. u. 1) beschränkend. 11) 'wendung, drehung, umkehr' (vgl.wenden A u. B). insbesondere in der formel ohne wende (über deren abstraktere anwendungen im mhd. s. mhd. wb. 3, 687 u. Lexer 3, 757): daz (lant) sî ouch mit herndir hant durchrittin âne wende von ende unz zu ende Nicolaus v. Jeroschin kron. v. Pruzinlant 479 (v. 15217) Strehlke; in alle ewigkeit ohne wiederkehr und wende Dannhawer catech. (1657) 6, 466; dann lief die rennfahrt weiter ... ohne verzug und rast und ohne wank noch wende Spitteler olymp. frühl. (1911) 2, 20; gelegentlich auch sonst: ist aber der päwrisch hauf zuogefaren und hat die unseren geschossen in ain wende (in die flucht) (1525) Hans Lutz in: qu. z. gesch. d. bauernkr. in Oberschwaben 627 Baumann; der edlen heldin rosz in einer kurtzen wende ... blieb stecken mit dem fusz' Dietrich v. d. Werder ras. Roland 3 (1636) 183 (25. ges., str. 151); so spricht er, höchst ergrimmt, macht seine wende, und weit vom feind' entfernt er sich sodann Gries Bojardo (1835) 1, 261; so sieht, wer hoch sitzt, aller ströme wende und ausgang in des meeres bittre tiefe Rilke ges. w. (1927) 6, 21; vereinzelt objektbezogen (mit genitivus objectivus): und (er) versuchte eine völlige wende seines floszes, die ihm auch gelang P. Dörfler Peter Farde (1929) 370; sowie als adverbialer akkusativ in der verbindung wende fahren 'den acker wenden, d. i. nach der brache pflügen' Adelung 4 (1801) 1485 (vgl.wendefahre u. -fahrt): offringere wendefahren Chyträus nomencl. (1585) 51; offringere, iterare agrum wendefahren Orsäus nomencl. meth. (1623) 192. neuen auftrieb erhielt wende als fachwort der turnsprache (s.J. Zeidler d. dt. turnspr. [1942] 121 u. M. Dietz wortschatz d. neueren leibesübungen [diss. Heidelberg 1936] 111): die wende: die beine werden geschlossen rückwärts, rechts oder links, über den barren fortgeworfen, der turner kommt auswendig zur erde (1816) F. L. Jahn w. 2, 66 Euler; kehrschwung links und wende rechts über den sattel (des pferdes) zurück ebda. 2, 51 (ebda. 45 eine ausführliche beschreibung der wende am pferd); H. Nägele ... muszte aber wieder einmal wegen falscher wende distanziert werden Heidelberger tagebl. v. 28. 1. 1936 (bei Dietz a. a. o.). andererseits zeigen sich verschiedentlich ansätze, wende (statt des alltagswortes wendung) in der hochsprache zu verwenden: die indische sage weist uns an die südwestliche wende (hier im sinne von 'biegung', s. u.wenden A 2 b α) des emodischen gebirges, das die beiden fluszgebiete des Indus und des Oxus trennt J. H. Voss antisymb. (1824) 1, 98; und wort und lied, von mund zu munde, von herz zu herzen hallt es hin; so blüht des festes rosenstunde und musz mit goldner wende flieh'n! G. Keller ges. w. (1889) 5, 250; was mich angeht, so hab ich noch immer nicht die wende geleistet, die mein leben machen musz, um aufs neue ergiebig oder gar gut zu sein (16. 6. 1911) Rilke br. 1 (1950) 309; kraft der wende vom leben zum tode zum leben in Christus ist der glaube die macht, die uns ... mit gott versöhnt K. Barth Römerbr. (1926) 128. 22) 'ändernde fügung, umschlag, wechsel' (vgl.wenden C 2): sAeet die gerst in das feld, bis die unvertrAegliche wende mit dem spAetesten regen droht C. G. Bock Virgils lehrged. v. landbau (1790) 21; nun säume nicht die gaben zu erhaschen des scheidenden gepränges vor der wende (dem herbst) St. George d. jahr d. seele (1928) 19; insbesondere von der umwälzenden veränderung der zeitverhältnisse (vgl. zeit[en]wende): und jede eherne tat und nötige wende: nur unser-einer ist der sie vollende — zu der man uns in arger wirrsal ruft und dann uns steinigt: fluch dem was ihr schuf't! St. George d. siebente ring (1909) 53; da umhalsen sich männer, da pressen sich hände, fremde sind freunde mit eins, wie fanfaren steigt jauchzen aus menschen, nach kummerjahren wunder der wende! Lissauer 1813 (1913) 14; gewisse äuszerungen über eine bevorstehende wende, die auch für ihn glückhaft sein werde Feuchtwanger d. falsche Nero (1947) 137; zuweilen auch sonst mit bestimmungsergänzungen verschiedener art: doch wartet! ich bin gleich zu ende, und staunen werdet ihr am schlusz, welch eine wunderbare wende von meiner fahrt ich melden musz Wolff d. fahr. schüler (1900) 66; allzu rasch entwickelt sich bei Paris der höhepunkt und die wende des dramas (peripetie des 1. weltkriegs) qu. a. d. j. 1929; dies ist die grosze wende der geschichte qu. a. d. j. 1932; die wende der russischen politik ebda.; das gefühl epochaler und zeitalterscheidender wende (1914 bis 18), die auch in mein persönliches leben unweigerlich tief eingreifen muszte Th. Mann ges. w. 12 (1955) 413; von menschlicher wankelmütigkeit: wo fänd liebe der lieb ein ende? wo trotz wandel und wank und wende gäb die treue der untreu statt? R. A. Schröder ged. (1935) 78. 33) 'wendepunkt, -linie; scheide, grenze' u. dgl. (vgl. as. wendi [in ortsnamen] Holthausen as. wb. [1954] 85; ferner mnd.-nd. wande teil 13, 1524; gewende teil 4, 1, 3, 5465ff.; kehre teil 5, 401 sowie wenden C 4). 3@aa) räumlich, eigentl. 'stelle, wo gewendet werden musz bzw. wo etwas wendet', in verschiedener anwendung des älteren dt. und moderner mundart: do dar niuuiht niuuas enteo ni uuenteo enti do uuas der eino almahtico cot Wessobrunner gebet 6 in: kl. ahd. sprachdenkm. 16 Steinmeyer (kaum mit Braune ahd. leseb. [101942] 239 zu want zu stellen, auch nicht notwendig als ja-stamm aufzufassen [wie teil 13, 1472 vermutet], da die für ein î-abstraktum ungewöhnliche endung ebensogut aus der reimbindung erklärt werden kann, s. ferner Martin in: zfdph. 24 [1892] 228); swaz lebt in den vier wenden, ôsten, westen, norden, sunder Ulrich v. d. Türlin Willehalm 2 (1, 28) Singer; von wende zu wende wurde jetzo gebracht der schnell verzehrenden flamme oder dem grabe der leib Klopstock bei Campe 5 (1811) 676; weder anfang hat die welt noch ende, nicht im raum noch in der zeit; ueberall ist mittelpunkt und wende und im nu die ewigkeit Rückert ges. poet. w. 7 (1882) 468; ek hebbe 'lâpen von enne to wenne von einem ende bis zum anderen Schambach Göttingen 294a (ähnlich bei Frederking Hahlen 172); vor allem 'ein ort, da ein acker oder garten sich wendet, bornes ou limites d'un champ' (Hulsius-Ravellus teutsch-frz.-it. [1616] 405); 'das stück land ... an den äussern enden der felder ..., wo der pflug sich wendet' (Schütze holst. id. 4 [1806] 357): die wende wird bemerkt, wenn wir marcksteine legen Seume kl. teutsches lex. (1733) 278; ik heff nu bet an de wennen plögt 'ich habe jetzt genug getan', z. b. wenn jemand im essen sein möglichstes getan hat Mensing schlesw.-holst. 5, 594; ik schall wull bet an de wennen buurn 'bis zuletzt' ebda.; zuweilen auch 'wendekreis': so wurde genaht der wende des krebses. nie wohl strahlte von dieser herab des sonnenbeherrschers segnender blick auf ein schiff, so werth dem verweilen des anschauns Baggesen poet. w. (1836) 2, 325. 3@bb) 'wendepunkt (bzw. phase der richtungsveränderung) in einer entwicklung, einem ablauf, einschnitt'. zufrühst von der sonnenwende (s. teil 10, 1, 1697 [2]): ob dem lande wendit sich die sunne. umbe der sunnen wenden ist da viercic tage steticliche dac lucidarius 16 Heidlauf; nach der gemeinen sage glaubet man, dasz die sonne, weil sie nun am allerhOechsten gestiegen, in ihrer wende sey, einige tage im thierkreise stille stehe und nun wieder zurck kehre allg. haushalt.-lex. (1749) 1, c 3b; hieran mehr oder minder anschlieszend in mannigfaltiger verwendung (vgl. die bildlichen anwendungen von sonnenwende teil 10, 1, 1699 [4]): vier sonnenzeichen hindurch hat er (Napoleon) geherrscht, jetzt naht die wende, er aber will nicht wenden Görres ges. schr. 3 (1855) 89; höhe ist wende — bist du nicht auf der deinen angelangt? M. v. Ebner-Eschenbach ges. schr. (1893) 4, 243; damit (mit dem Erlanger selbstbildnis Dürers) ist wahrhaft eine wende erreicht Pinder d. dt. kunst d. Dürerzeit (1940) 15; das fünfzigste lebensjahr meint eine wende; man blickt beunruhigt zurück, wieviel seines weges man schon gegangen, und fragt sich im stillen, ob er noch weiter aufwärts führt St. Zweig welt v. gestern (1947) 403; auch heute stehen wir abermals an einer wende, an einem abschlusz und einem neuen beginn ebda. 14; oft für periodische einschnitte, in fügungen wie wende des tages, jahres, jahrhunderts, der zeiten, der zeitrechnung (vgl. jahrhundertwende): das grosze julfest der scheide und wende von zeiten F. L. Jahn w. 2, 465 Euler; denn jetzt, wenn ich im wald bis zur wende des tages die stunden einsam sinnend verschwärmt, rief mich zur tafel das horn Geibel ges. w. 5 (1883) 100; die stände sind auf dem gebiete des geistigen lebens ... viel strenger geschieden als um die wende des jahrhunderts Scherer kl. schr. (1893) 1, 49; es ist ein beglückendes gefühl für mich, dasz sie (anrede) noch an der wende des alten jahres meiner gedacht (1. 1. 1888) J. Rodenberg in: C. F. Meyer br. 267 Langmesser: wie rasch überhaupt von da an, nämlich um die wende des ersten jahrtausends, der rodungsprozesz in der Eifel sich vollzog, dafür läszt sich auch ein anderes beispiel anführen Wimmer gesch. d. dt. bodens (1905) 93; die Kelten waren noch um die wende der zeitrechnung von den Germanen schwer zu unterscheiden E. Keyser bevölkerungsgesch. Deutschlands (1938) 32; wobei häufig der endende und beginnende abschnitt in einer zwillingsformel angereiht werden: eine aufzeichnung von der wende des achten und neunten jahrhunderts Scherer lit. gesch. 712; das septenat und das kompromisz zu den justizgesetzen beherrschten die wahlbewegung um die wende von 1876 zu 1877 Bennigsen nationallib. partei (1892) 99; unsere früheren untersuchungen ... haben uns gezeigt, dasz die tanne auf der wende von mittelalter und neuzeit auch im harze heimisch war Hoops waldbäume (1905) 234; das jagdhorn, das um die wende des XVII. zum XVIII. jahrhundert in Paris in gebrauch gekommen war Schweitzer Bach (1948) 802; vereinzelt auch: bei der wende der ethik, an der wir stehen Nic. Hartmann ethik (21935) vii. 44) einzelne sonderanwendungen verschiedener art, bei denen wende das (sich bzw. etwas) wendende oder durch wenden gewonnene bezeichnet. 4@aa) als werkzeugbezeichnung: wende plectrum (13.-14. jh., obd. gloss. mit nd. einfl.) Diefenbach gloss. 442a; πελεκινωτὰ securiclati cardines Aengel oder zAehn, wie in einer wenden Frischlin nomencl. (1586) 268a; in neuerer fachsprache: ein bock bestehet aus 2 pfählen, von 2½ fusz länge, die über kreuz 1 fusz tief in die erde getrieben und in der mitte, wo sie sich berühren, durch ein stück seil oder durch eine wende zusammen gebunden werden Hoyer wb. d. artill. (1804) 1, 126. 4@bb) als pflanzenname: heliotropium die wende in sonnenwende ..., der wirbel in sonnenwirbel ..., weil sich die blume nach der sonne wendet oder dreht Grassmann pflanzennamen (1870) 163; hierzu wohl als metaphorische anwendung: ich bin verliebt. Banise ist die sonne, ich ihre wende; sie ist mein nord-stern, ich ihr magnet Ziegler asiat. Banise (1689) 303. 4@cc) 'in einigen gegenden Niedersachsens ein feldmasz, welches einen halben morgen oder 60 ruthen hält, vielleicht eigentlich so lang, als man mit dem pfluge fähret, ohne zu wenden' Adelung 5 (1786) 164 (in anschlusz an das brem.-nieders. wb. 5 [1771] 227); vgl.gewende teil 4, 1, 3, 5468 ff. 4@dd) mundartlich findet sich wende ferner für 'schichte zusammengerechelten heus' und 'streifen ackererde' Fischer schwäb. 6, 1, 675 s. v. wende 2 (vgl. bair. wentn, f., 'streifen ackererde, durch die pflugschar umgewendet' Schmeller-Fr. 2, 946). 4@ee) im obd. flurnamenbuch (auszer als 'ackerstreif' und 'äuszerste grenze') bezeugt als 'bezirk, revier' (die fischwässer in wenden abgeteilt; vgl.gewende teil 4, 1, 3, 5471 f.) sowie 'abwende, damm am wasser' Buck (21931) 298.
12421 Zeichen · 279 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    wendeF.

    Köbler Afries. Wörterbuch

    wende , F. nhd. Wende (F.), veränderliches Ding, Bewegung, Missetat, Verbrechen ne. change (N.), changeable object, move…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    WENDE

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +13 Parallelbelege

    WENDE s. ich WINDE .

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    wendeAdv.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    wende , Adv. Vw.: s. wante (3)

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Wênde

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Wênde , adv. nur in der Landwirthschaft einiger Gegenden, wo wende fahren, den Acker wenden, d. i. nach der Brache pflüg…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Wende

    Goethe-Wörterbuch

    Wende [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  6. modern
    Dialekt
    Wënde

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Wënde [Wantə, Pl. ebs., Demin. Wantələ S. ] f. Bewässerungsgraben auf Wiesen. Chumm, m i r wai ge hn d Wënde n abstelle …

  7. Sprichwörter
    Wende

    Wander (Sprichwörter)

    Wende 1. Alle Wenden wetten windisch. – Graf, 322, 276. Die Strafgelder, welche bei Vergehen an den Richter zu zahlen wa…

  8. Spezial
    Wendef

    Dt.-Russ. phil. Termini · +7 Parallelbelege

    Wende , f поворот , м

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wende

317 Bildungen · 225 Erstglied · 85 Zweitglied · 7 Ableitungen

wende‑ als Erstglied (30 von 225)

Wendehals

SHW

Wende-hals Band 6, Spalte 451-452

wendeachse

DWB

wende·achse

wendeachse , f. , technisches fachwort: wendeachse ... eines schleusenthores ... axis of the heel-post of a lockgate; pivot ... d'une porte …

wendeacker

DWB

wende·acker

wendeacker , wendelacker ( s. u. 1), m. 1) ' solche äcker, welche quer vor andern liegen, dasz beym pflügen der andern die pferde darauf wen…

wendearbeit

DWB

wende·arbeit

wendearbeit , f. , arbeit des kornwendens ( s. wenden A 3): es sollte inzwischen kein unntzer gedancke sein, auff mittel zu sinnen, womit m…

Wendearm

WWB

wende·arm

Wende-arm m. Gleitholz, das sich unter dem Langbaum hin und her bewegt (Frbg.) ( Lem Mb).

wendebank

DWB

wende·bank

wendebank , f. , ' in den salzwerken zu Halle eine bank, worauf der zuber stehet, worein die sohle gezapfet wird, ihn desto leichter abzuwen…

wendeblume

DWB

wende·blume

wendeblume , f. , hesperis matronalis: nachtveil oder nachtviole, wendeblume Schkuhr botan. hdb. 2 (1808) 250 ; vgl. wendelblume .

wendebock

DWB

wende·bock

wendebock , m. , ' im bergbaue, an den feldgestängen, ein bock oder gerüst mit einem nebengestänge, damit nicht die ganze last an einem krum…

Wendebō²m

WWB

wende·bom

Wende-bō²m m. [verstr.] drehbare Vorrichtung an der Herdwand über dem offenen Feuer zum Aufhängen des Kesselhakens; Schwenkarm für das→ Hael…

Wendebred

WWB

wende·bred

Wende-bred n. [ Mün Rek Lhs] Stück Holz, worauf der Drehschemel beim Ackerwagen ruht. ⟨ Wen(t) - [Rek], ›Wē¹ne‹- [ Mün Lhs], ›Wē¹nde‹- ( Lhs…

Wendebrügge

WWB

wende·bruegge

Wende-brügge f. Schemelbrett, Drehscheibe am Vor derwagen (Verlängerung der Deichsel) ( WmWb ).

wende-(da)srecht

DWB

wende-(da)s-recht , m. , scherzhafte prägung des frühnhd. für einen advokaten ( vgl. rechtsverdreher): einem fürsprechen oder wendesrecht, d…

wendedocke

DWB

wende·docke

wendedocke , f. , ' eine senkrecht stehende welle mit armen, welche den zweck hat, die richtung von kunstgestängen, die an diese arme angehä…

wend(e)eisen

DWB

wende·eisen

wend(e)eisen , n. 1) ' in den hammerwerken, eiserne werkzeuge, die masse eisen, woraus ein ambosz verfertiget werden soll, damit zu wenden '…

Wendeende

WWB

wende·ende

Wende-ende [WMünsterl] 1. Ackerstelle, an der der Pflug gewendet wird, bzw. der dort befindliche Grasstreifen (als Grenze zwischen zwei Äcke…

wend(e)fahre

DWB

wende·fahre

wend(e)fahre , f. , wie wendefahrt 1 ( s. dort sowie unter wende A 1 und fahre bei Sanders 1 [1860] 389): darnach ackert mans noch ein mahl,…

wendefahrt

DWB

wende·fahrt

wendefahrt , f. 1) ' das wende fahren. das wenden, d. i. pflügen des ackers nach der brache ' ( Campe 5 [1811] 676 , ähnlich bereits Adelung…

Wendefuᵉre

WWB

wende·fuere

Wende-fuᵉre f. [verstr.] Ackerstreifen, an dem der Pflug gewendet wird, bzw. der dort befindliche Grasstreifen (als Grenze zwischen zwei Äck…

wendefurche

DWB

wende·furche

wendefurche , f. , ' die zweite furche ' ( Schwerz ackerbau [1882] 132 ), ' das bei der bearbeitung eines feldes mit schwarzbrache ... auf h…

wendegetriebe

DWB

wende·getriebe

wendegetriebe , n. , ' getriebe zum wechseln der drehrichtung einer welle ' ( Brockhaus, abc d. naturwiss. u. techn. [1952] 684): den wechse…

Wêndegraben

Adelung

wende·graben

Der Wêndegraben , des -s, plur. die -gräben, im Weinbaue, ein Graben, worein bey Anlegung eines Weinberges die Fässer gelegt werden, von wen…

Wendehel

WWB

wende·hael

Wende-hael n. a) Schwenkarm über dem Herdfeuer. — b) drehbarer Haken für Öllampen ( WmWb ).

wende als Zweitglied (30 von 85)

erwende

KöblerMhd

*erwende , Adj. Vw.: s. un- E.: s. ewrenden

Jahrhundertwende

RDWB1

Jahrhundert·wende

Jahrhundertwende f an der Jahrhundertwende - на рубеже веков / на рубеже столетий устойч.

abewende

KöblerMhd

abe·wende

abewende , st. F. nhd. Wasserstauwerk, Wehr (N.), Anstalt zum Abwenden Q.: WeistGr E.: s. abe, wende, abewenden W.: nhd. DW2- L.: Lexer 361a…

abwende

Lexer

ab-wende stf. BMZ anstalt zum abwenden Weist.

allehwende

KöblerAfries

allehwende , Konj. Vw.: s. allehwanda

anewande, anewende

MWB

anewande, anewende stF. 1 ‘Anwandacker, Pflugwende’ (Acker oder Grenzrain, auf dem der Pflug gewendet werden darf bzw. an den andere Äcker s…

ā̆n(e)wende

MNWB

ane·wende

ā̆n(e)wende , n. , auch f. , Pflugwendestelle, Anwand, das Ackerstück an den Seiten des Feldes, auf dem man den Pflug wendet, Rain (s. anwan…

anwende

DWB

anwende , f. was sonst anwand, anwande: sullent einen wech ader eine anewende fursniden. weisth. 1, 811; auf den reinen oder den dahier so g…

Balswende

BMZ

bals·wende

Balswende swm. name des schwertes, das Targis führt. pf. K. 132,6. Karl 49. b.

bīwende

KöblerMnd

bīwende , F. nhd. Beunte, Bünte Hw.: s. bīvanc E.: s. bī, wende L.: Lü 56a (biwende)

būwende

KöblerMhd

būwende , (Part. Präs.=)Adj. nhd. „bauend“ Q.: EvA (vor 1350) (FB būwende) E.: s. būwen W.: nhd. DW-

dröuwende

KöblerMhd

dröuwende , (Part. Präs.=)Adj. nhd. drohend Q.: Tauler (vor 1350) E.: s. dröuwen (1) W.: nhd. drohend, (Part. Präs.=)Adj., drohend, DW 2, 13…

freudewende

BMZ

freude·wende

freudewende stf. abwendung der freude, störung der freude. ja ist manec triwelôseʒ vaʒ daʒ anders niht enbæte wan daʒ eʒ lieber dan sîn maʒ …

geswende

MWB

ges·wende

geswende stN. ‘Schwende, gerodetes Land’ daz lehen uͦf dem obern geswent, daz gilt dreu phunt vnd ein halben frishinch, daz lehen uͦf dem ni…

gewende

DWB

gewende , n. , in dieser form treffen verschiedenartige bildungen zusammen. nur vorübergehend — weil durch die schreibung der neueren sprach…

hantwende

KöblerMhd

hant·wende

hantwende , sw. F. nhd. „Handwende“, Handumdrehen E.: s. hant (1), wenden W.: nhd. (ält.) Handwende, F., Handwende, DW- L.: Hennig 142a (han…

hauptgewende

DWB

haupt·gewende

hauptgewende , n. ein gewende, wo viele stücke felder der breite nach an einander stoszen. das.

hëlmswende

MWB

hëlmswende stF. ‘Helmzerstörer’ so manges recken vorchte wart nie gen einer hende, / di solche wunder worchte, di da heizent sper, schilt, …

houwende

KöblerMhd

houw·ende

houwende , (Part. Präs.=)Adj. nhd. „hauend“ Hw.: vgl. mnl. houwende Q.: RvZw (1227-1248) (FB houwende) E.: s. houwen W.: nhd. hauend, (Part.…

innewende

Lexer

inne·wende

inne-wende adv. BMZ inwendig; präp. mit dat. innerhalb. inwende Wien. hf. ;

inwende

BMZ

inwende adv. inwende innerhalb einem mônâde Wien. handf. 293. vgl. inwendec.

kniewende

KöblerMhd

knie·wende

kniewende , (Part. Präs.=)Adj. nhd. kniend Q.: Seuse (FB kniewende), Parz (1200-1210) E.: s. kniewen W.: nhd. kniend, (Part. Präs.=)Adj., kn…

kumberwende

Lexer

kumber·wende

kumber-wende swf. die den kumber vertreibt. vil süeʒiu kumberwende Ab. 1. 82,145.

leitwende

Lexer

leit·wende

leit-wende stf. BMZ wendung zur betrübnis, leiden. leidewende Roth pr. 23. leidwente Himl. 215 ; zufügen von leid Strassb. r.

Ableitungen von wende (7 von 7)

bewende

BMZ

bewende swv. 1. wende hin. ich hân mit triuwen mînen sin bewendet dar eʒ mich dunket vil MS. 1,63. b. daʒ ich mîne sinne dâ bewende, dâ man …

entwende

BMZ

entwende swv. 1. intransitiv. wende mich von etwas weg, entgehe. entkomme. schaffe uns nu gemach, daʒ wir der suchte entwenden Pass. 280, 40…

erwende

BMZ

erwende swv. I. intransitiv. erwinde. daʒ dâ sîn kunst erwante (: sante) aufhörte Pass. K. 88, 69. so enmac ich doch erwenden (erwinden?) ni…

gewende

DWB

gewende , n. , in dieser form treffen verschiedenartige bildungen zusammen. nur vorübergehend — weil durch die schreibung der neueren sprach…

unwende

Lexer

un-wende adj. BMZ nicht rückgängig zu machen, nicht zu ändern, unabwendbar Neidh. Helbl. Urst. Warn. j.Tit. 1813. 2505. Wetzl. 482. Ot. 265 …

verwende

BMZ

verwende swv. 1. wende hin, verwende. Gîselher dem degene gab ich die tohter mîn. sine kunde in dirre werlde niht baʒ verwendet sîn ûf zuht …

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Cotta, M. (2026). „wende". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 11. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/wende/dwb?formid=W17097
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Cotta, Marcel. „wende". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/wende/dwb?formid=W17097. Abgerufen 11. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „wende". lautwandel.de. Zugegriffen 11. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/wende/dwb?formid=W17097.
BibTeX
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