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Stock

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Adelung
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Stock

Bd. 4, Sp. 387
Der Stock, des -es, plur. die Stöcke, Diminut. das Stöckchen, Oberd. Stöcklein, ein sehr vieldeutiges Wort, indem es den alten weiten Umfang einer Ausdehnung nach fast allen Richtungen größten Theils beybehalten hat, denn so wird es, obgleich größten Theils nur in einzelnen Fällen von verschiedenen Dingen gebraucht, welche in die Länge, Höhe, Dicke, und Tiefe ausgedehnet sind.[]1. Mit dem herrschenden Begriffe der Länge ohne beträchtliche Dicke. (1) Der Stamm eines Baumes oder Gewächses. Notker nennt noch den wilden Öhlbaum uuilt Stocche. Wir gebrauchen es im Hochdeutschen nur noch von einigen Stauden. Der Weinstock, der Johannisbeerstock, der Rosenstock, Roßmarinstock, Stachelbeerstock u. s. f. Der Wein schmeckt nach dem Stocke. Vielleicht weil die Stauden aus mehrern Stämmen bestehen; ob es gleich noch ungewiß ist, ob hier nicht vielmehr auf den Umfang, die Ausdehnung eines solchen Gewächses gesehen wird. S. Staude. Besonders scheinet es auch den Stängel eigentlicher Pflanzen bedeutet zu haben, denn von dem Getreide sagt man noch, es bestocke sich, wenn es Halme bekommt. Indessen gebraucht man es hier nur noch von einigen eigentlichen Pflanzen oder Gewächsen, sie mögen nun staudenartig wachsen oder nicht, holzartige Stängel haben oder nicht; Ital. Stecco. Der Blumenstock, Nelkenstock, Salbeystock, Lavkojenstock, Lackstock u. s. f. Ein schöner Stock. Im Schwed. ist Kålstock, ein Kohlstrunk. Hierher scheinet auch die bey den Buchdruckern übliche Bedeutung zu gehören, wo der Stock oder Buchdruckerstock, eine in Holz, Bley oder Messing geschnittene Verzierung zu Anfange und Ende eines Buches oder eines Theils desselben ist. Mann könnte diese Benennung zwar von der Gestalt der hölzernen, messingenen oder bleyernen Formen solcher Verzierungen herleiten, welche gemeiniglich kleinen Stöcken, d. i. Klötzen, gleichen; allein, wenn man erwäget, daß eine solche Verzierung im Französischen Vignette heißt, welches das Diminutivum von Vigne, ein Weinstock ist, Lat. Viticula, so wird obige Ableitung wahrscheinlicher, indem daraus zugleich erhellet, daß diese Verzierungen anfänglich bloß aus Figuren von Wein- und Blumenstöcken bestanden, welche letztere gemeiniglich noch dazu gewählet werden. Ist eine solche Verzierung in Kupfer gestochen, so nennet man sie im Deutschen nicht mehr einen Stock, sondern man gebraucht alsdann das Französische Vignette. Die Buchbinder haben ähnliche Stöcke, welche sie auf die Bände der Bücher drucken. (2) Ein Stab, so fern er ein langer Theil eines dünnen Stammes von einem Baume oder Staudengewächse ist, heißt im gemeinen Leben häufig ein Stock, in der anständigern Sprechart ein Stab. Der Nahme eines Stockes kommt ihm nur zu, wenn er eine gewisse, aber unbestimmte, mittelmäßige Länge bey einer geringen Dicke hat. Ist er lang, so heißt er eine Stange, Nieders. Staken; sehr lang, dünn und vorn zugespitzt, eine Gerte oder Ruthe; ist er kurz und dick, ein Knüttel, Bängel oder Prügel; wenn er klein ist, wird er ein Stecken genannt u. s. f. Der Ladestock, oder Ladestecken, der Spatzierstock, Springstock u. s. f. Am Stocke gehen. Mit Stock und Degen spatzieren gehen. Jemanden mit einem Stocke prügeln. Den Stock bekommen, damit geschlagen werden. Im Nieders. gleichfalls Stock, Angels. Stoc, Ital. Stocco. Manche Wortforscher glauben, daß hier der Begriff des Schlagens der herrschende sey, welchen Begriff die verwandten obgleich des Zischlautes beraubten, zudecken für prügeln, Nieders. tageln, das Lat. tax! den Laut eines Schlages nachzuahmen, verstatten, der aber doch hier nicht der herrschende zu seyn scheinet. Für Stock gebraucht man in vielen Fällen in der anständigen Sprechart lieber Stab; z. B. Commando-Stab, Maßstab u. s. f. Doch sind auch hier einige ausgenommen. Der zierliche Stab, woran man gehet, heißt doch fast durchgängig der Stock, obgleich die dichterische und erhabene Schreibart ihn auch den Stab nennen wird. In einigen Gegenden ist der Stock ein Stab von bestimmter Länge, da es denn als ein Längenmaß gebraucht wird. In den Niederdeutschen Marschländern[] ist der Stock, so viel als Ruthe, d. i. ein Längenmaß von 8 Rhein. Fuß. Ein Stock Torf. In andern Niedersächsischen Gegenden ist Stock so viel wie Elle. Ein Stock Leinwand, eine Elle. Zuweilen werden auch ähnliche Körper von größerer Länge und Dicke Stöcke genannt. So ist der Flaggenstock auf den Schiffen, eine starke Stange, welche die Flagge trägt, und die Stange, oder der Schaft, woran die Fahne befestiget ist, wird wohl auch der Fahnenstock genannt. In dem Bauwesen wird ein steinernes Fensterkreuz, ein Fensterstock genannt. 2. Mit dem herrschenden Begriffe sowohl der beträchtlichen Länge, als der beträchtlichen Dicke kommt es nur in einigen Fällen als ein Kunstwort vor. Ehedem wurde es häufig für Säule, Balken u. s. f. gebraucht, von welcher Bedeutung noch einige Fälle üblich sind. Die Fensterstöcke oder Stöcke eines Fensters sind die vier starken hölzernen oder steinernen Massen, woraus die Einfassung eines Fensters bestehet. Der Pfeiler auf der linken Seite einer Drechselbank heißt der Stock. Im Schwed. ist Stock, und im Griech. δοκος, ein Balken. Auf ähnliche Art ist im Schwed. Stabbe, eine Säule, welches mit unserm Stab verwandt ist. Wenn Stock eine Säule oder etwas stehendes bedeutet, so tritt auch der Begriff des Stehens, der Festigkeit mit ein. 3. Noch häufiger verschwindet der Begriff der Ausdehnung in die Länge, degegen der Begriff der Ausdehnung in die Dicke zunimmt, wo es denn wiederum in verschiedenen besondern Fällen üblich ist. (1) Ein kurzes dickes Stück oder Ding heißt sehr häufig ein Stock, wobey zugleich der Begriff des Stehens, der Festigkeit, Unbeweglichkeit, oft auch eines Stückes, der geschehenen Abstutzung, Abkürzung, mit eintritt. Im Schwedischen ist stäcka, abkürzen, und stackig, kurz. Der in der Erde zurück gebliebene Sturz oder Stumpf eines gefälleten Baumes heißt gewöhnlich ein Stock; Nieders. Stak, Stuke, Stubbe, Schwed. Stock. Die Kienstöcke ausraden, die Stöcke von gefälleten Kienbäumen. Daher ausstocken, diese Stöcke ausgraben. Lasset den Stock mit seinen Wurzeln in der Erde bleiben, Dan. 4, 12, 20. Er stehet wie ein Stock, mit dummer Unbeweglichkeit. Über Stock und Stein, über Stock und Block laufen, in der größten Eil, ohne sich durch einige Hindernisse aufhalten zu lassen; in einigen Gegenden über Rusch und Busch. Nicht anders laufen sie auch über Stock und Stein, Opitz. Eben diesen Nahmen bekommt sehr oft auch ein Klotz oder Block; Ital. Zocco, der Haustock, Haublock oder Hauklotz. Der Amboßstock, oder Stock schlechthin, der Klotz oder Block, worin ein Amboß stecket. Welchen Nahmen denn auch viele Dinge bekommen, welche die Gestalt eines Klotzes haben, oder ursprünglich aus einem bloßen Stocke bestanden. Ein Stock zum Almosen, der Armenstock, ein ausgehöhlter eingegrabener verschlossener Stock, worin Almosen für die Armen gesammelt werden, der, wenn er in der Kirche stehet, auch der Kirchenstock heißt. Der Geldstock, eine Art schwerer starker Geldkisten, welche anfänglich vermuthlich auch ein ausgehöhlter fest stehender Klotz war. Der Bienenstock, oder Stock schlechthin, ein kurzes dickes Behältniß für Bienen, weil selbiges ehedem nur ein ausgehöhlter Klotz war, und es zum Theil noch ist, da es denn auch eine Beute genannt wird. Er heißt jetzt ein Stock, auch wenn es ein geflochtener Korb ist. Der Haubenstock, Perruckenstock, ein rundlicher Klotz, die Hauben oder Perrucken darauf zu setzen. Von ähnlicher Art ist der Hutstock der Hutmacher. Das viereckige Fußgestell einer Säule oder Bildsäule heißt im Oberdeutschen ein Säulenstock, Bildstock, oder Stock schlechthin; Siehe Stuhl. In den Walkmühlen ist der Stock ein ausgehöhlter Klotz, worin das Walken verrichtet wird. Ein[] Amboß wird bey verschiedenen Handwerkern nur ein Stock genannt, dergleichen der Polierstock der Klempener ist. Besonders ist der Stock ein solcher Klotz, woran die Gefangenen in den Gefängnissen befestiget werden, oft auch ein ausgehöhlter Klotz, worein sie mit den Füßen geschlossen werden. Du hast meinen Fuß in den Stock gelegt, Hiob 13, 27. Schwed. Stock. Jemanden in den Stock legen oder schlagen. Da es denn auch zuweilen für Gefängniß überhaupt gebraucht wird, in welchem Verstande es schon in dem alten Augsburgischen Stadtrechte von 1276 vorkommt. Jemanden mit Stock und Galgen beleihen, mit dem Rechte die Verbrecher gefangen zu nehmen und hinzurichten. Im Engl. sagt man für Stock a Pair of Stocks. S. Stöcken, Stockhaus, Stockmeister u. s. f. Noch häufiger ist der Stock ein kurzes dickes Werkzeug oder Ding; wo es als ein Kunstwort in solchen Fällen üblich ist, wo ein solches Ding keinen eigenthümlichen Nahmen hat. So ist der Stock in den Orgeln, das kurze dicke schmale Bret, worin die Pfeifen stecken. Eine Docke der Drechsler heißt zuweilen gleichfalls der Stock, wohin der bewegliche Reitstock gehöret. Selbst das Wort Docke gehöret hieher, indem es sich bloß durch den Mangel des intensiven Zischlautes von Stock unterscheidet. Das Gestell eines Lichtes, der Leuchter, heißt im Oberdeutschen ein Lichtstock. Eben daselbst werden die hölzernen Absätze an den weiblichen Schuhen im Diminut. Stöcklein, und im gemeinen Leben Steckel genannt. In Schraubstock, Daumenstock u. s. f. herrscht eben dieser Begriff eines kurzen dicken Dinges. Der Arbeitsstock der Petschaftstecher, ist ein hohler Cylinder, worein sie die Petschafte befestigen, welche sie stechen. Das kurze dicke Holz, worauf die Wagenwinde befestiget wird, heißt der Stock. Der Kittstock der Stein- und Glasschleifer ist ein kleiner Klotz mit einem Stiele, die Dinge, welche geschliffen werden sollen, darauf zu kitten. Ähnliche Stöcke haben die Zinngießer, die zinnernen Gefäße, welche sie ausdrehen wollen, daran zu befestigen. Und so in hundert andern Fällen mehr. S. auch Wachsstock. Der mittlere Theil eines Hemdes ohne Ärmel und Gehren oder Zwickel, heißt in vielen Gegenden der Stock, in andern der Rumpf. (2) Eine Masse bey einander befindlicher Dinge Einer Art, besonders so fern sie der Grund davon entspringender anderer Dinge eben derselben Art ist, in welcher Bedeutung in vielen Fällen auch Stamm üblich ist. Der Eyerstock, die bey einander befindlichen Eyer in den weiblichen Körpern. Der Eiterstock in den Geschwüren. Die Stammgüter eines Hauses werden in manchen Gegenden Stockgüter genannt. Im Engl. ist Stock, Französ. Estoc, Ital. Stocco, das Geschlecht, ingleichen der Stamm eines Geschlechtes. Ein Stock Vieh, der Viehstock, eine Menge zu einem Grundstücke gehörigen Viehes, wofür doch im Hochdeutschen Stamm, Viehstamm üblicher ist; Engl. gleichfalls Stock. Im Englischen, Holländischen und Schwedischen bedeutet Stock sehr häufig ein Capital, besonders ein in einer Bank stehendes oder zu öffentlichen Bedürfnissen hergeliehenes Capital, in welcher Bedeutung es auch von einigen im Deutschen gebraucht wird. In den Kartenspielen wird der Haufe Karten, wovon die Spieler die ihrigen nehmen und bekommen, in einigen Gegenden der Stock, Kartenstock, noch häufiger aber der Stamm genannt. (3) Ein unförmlicher Haufe von Dingen Einer Art, doch auch nur in einigen einzelnen Fällen; eine mit der vorigen sehr nahe verwandte Bedeutung. Ein Stock im Bergbaue, ein großer mit Erz ausgefüllter Raum, S. Stockwerk. Auf den Kupferhämmern ist der Stock ein Stoß in einander passender Schalen, wofür in andern Fällen Satz üblich ist. Ein Heustock ist in einigen Gegenden ein Heuschober, Heuhaufe, und in andern sind[] Mauerstöcke, Ruinen. Im Schwed. ist Stock gleichfalls ein Haufe, Jütländ. Stacadh, Poln. Stog, Ital. Stacca, Engl. Stack. S. auch Steig und Steigen, von welchen es in dieser Bedeutung ein Intensivum ist. Aus den eigenthümlichen Nahmen vieler Berge in der Schweiz und andern Gegenden, z. B. Blankenstock, Eckstock, Ortstock u. s. f. erhellet, daß es so wie Steig ehedem auch einen Berg bedeutet habe. Hierher gehöret auch Stock, so fern es in einigen Gegenden ein Getreidemaß ist. In Hamburg ist ein Stock Gersten eine Menge von drey Wispeln. In andern Fällen ist dafür Last üblicher. Wenn es alsdann ein Zahlwort vor sich hat, so bleibt es im Plural unverändert. Sechs Stock, nicht Stöcke. (4) Nach einer, auch bey andern ähnlichen Wörtern, welche eine Masse, eine Ausdehnung nach allen Seiten, oder auch eine Festigkeit, eine Unbeweglichkeit bedeuten, gewöhnlichen Figur, ist stock in vielen Zusammensetzungen des gemeinen Lebens ein gewöhnliches Zeichen der Intension, welches so wie erz- den Begriff des folgenden Wortes erhöhet. Der große Haufe der Hoch- und Oberdeutschen kennet von dieser Art die Wörter stockblind, stockdürre, stockdumm, stockfinster, stockfremd, stocksteif, stockstille, stockstumm, und vielleicht noch einige andere. Im Niedersächsischen sagt man auch stocktodt und stocknackend. Bey welchen Wörtern man nicht allemahl unmittelbar an einen Stock, Stab, oder an einen Stock, Klotz, denken muß. S. diese Wörter an ihrem Orte, ingleichen Stockböhme und Stocknarr. 4. Der Inbegriff aller in Einer Höhe oder auf Einem Boden eines Gebäudes befindlichen Zimmer heißt ein Stock oder ein Stockwerk, sonst auch ein Schoß oder Geschoß, wo der Plural, wenn ein Zahlwort vorher gehet, gleichfalls Stock lautet. Ein Haus von zwey, drey Stocken. Im ersten, im zweyten Stocke wohnen. Im Böhmischen gleichfalls Stock, im mittlern Lat. Estaco, Estaga, woher die Franzosen ihr Etage haben. Der Stammbegriff ist in dieser Bedeutung noch ein wenig dunkel: indessen scheinet, so wie in Schoß oder Geschoß, der Begriff der Höhe, der herrschende zu seyn, obgleich auch der vorige Begriff der Masse, des Inbegriffes mehrerer Dinge Einer Art der Stammbegriff seyn kann. S. auch Stockwerk. 5. Endlich finden sich auch Spuren, daß Stock ehedem auch einen hohlen Raum, ein Behältniß bedeutet haben müsse, da es denn als ein Verwandter von dem Oberdeutschen Teichel, ein Canal, von der Docke im Schiffsbaue, von dem Holländ. Dogger, ein kleines Schiff, von tauchen u. s. f. angesehen werden kann. So wird z. B. in den Brauhäusern ein viereckiges Gefäß in Gestalt eines Kastens, worin man das Bier abkühlen lässet, und welches auch die Kühle und das Kühlschiff heißt, der Kühlstock genannt. Anm. Der verdoppelte Gaumenlaut am Ende ist ein Zeichen einer Intension, so daß dieses Wort sowohl von stehen, stauchen, steigen, stechen, in der weitesten Bedeutung der Bewegung, und andern ähnlichen abgeleitet werden muß, deren sämmtliche Bedeutungen zum Theil in demselben zusammen fließen. In der ganzen dritten Hauptbedeutung sind dick und Docke, Teig, und andere ähnliche als nahe Verwandte davon anzusehen, indem ihnen zum Theil nur der theils zufällige, theils intensive Zischlaut mangelt. S. auch Stocken.
14676 Zeichen · 208 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    stock

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    stock , stock- s. stoc, stoc-.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    stockM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    stock , M. Vw.: s. stok

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Stock

    Adelung (1793–1801) · +9 Parallelbelege

    Der Stock , des -es, plur. die Stöcke, Diminut. das Stöckchen, Oberd. Stöcklein, ein sehr vieldeutiges Wort, indem es de…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Stock

    Goethe-Wörterbuch

    Stock [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Stock

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +3 Parallelbelege

    Stock , in der Buchdruckerei ein zugeschnittener Klotz aus Holz od. Metall, auf welchem eine Zeichnung, Schrift oder dgl…

  6. modern
    Dialekt
    stock

    Elsässisches Wb. · +12 Parallelbelege

    stock- in Zss. zur Verstärkung, z. B. stockblind, –finster, –taüb, –wëlsch Dü. Bf. Hf.

  7. Sprichwörter
    Stock

    Wander (Sprichwörter)

    Stock 1. An einem Stocke, dar Hummeln in seyn, sol man nicht klopfen. – Petri, II, 408. »Denn sie fliegen gern auss vnd …

  8. Spezial
    Stock

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Stock m. (-[e]s, Stöcke) 1 (Holzstock) maza (mazes) f. 2 (Knüppel) conitl (-i) m. , drembl (-i) m. 3 (Spazierstock) maza…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stock

1.504 Bildungen · 932 Erstglied · 558 Zweitglied · 14 Ableitungen

stock‑ als Erstglied (30 von 932)

Stockarbeit

SHW

Stock-arbeit Band 5, Spalte 1447-1448

Stockaxt

SHW

Stock-axt Band 5, Spalte 1447-1448

stockblind

SHW

stock-blind Band 5, Spalte 1447-1448

Stockbohne

SHW

Stock-bohne Band 5, Spalte 1449-1450

Stockboßen

SHW

Stock-boßen Band 5, Spalte 1449-1450

Stockdegen

SHW

Stock-degen Band 5, Spalte 1449-1450

stockdumm

SHW

stock-dumm Band 5, Spalte 1449-1450

stockdunkel

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stock-dunkel Band 5, Spalte 1449-1450

Stockente

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Stock-ente Band 5, Spalte 1449-1450

Stockfeld

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Stock-feld Band 5, Spalte 1449-1450

Stockfink

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Stock-fink Band 5, Spalte 1449-1450

Stockfisch

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Stock-fisch Band 5, Spalte 1449-1450

Stockgarbe

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Stock-garbe Band 5, Spalte 1449-1450

Stockhacke

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Stock-hacke Band 5, Spalte 1451-1452

Stockhafer

SHW

Stock-hafer Band 5, Spalte 1451-1452

stockhaft

SHW

stock-haft Band 5, Spalte 1451-1452

Stockhammer

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Stock-hammer Band 5, Spalte 1451-1452

Stockhaue

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Stock-haue Band 5, Spalte 1451-1452

Stockhaus

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Stock-haus Band 5, Spalte 1451-1452

Stockheim

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Stock-heim Band 5, Spalte 1451-1452

Stockhemd

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Stock-hemd Band 5, Spalte 1451-1452

Stockholz

SHW

Stock-holz Band 5, Spalte 1451-1452

Stockhuf

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Stock-huf Band 5, Spalte 1451-1452

Stockimbiß

SHW

Stock-imbiß Band 5, Spalte 1451-1452

Stockkirbe

SHW

Stock-kirbe Band 5, Spalte 1451-1452

stock als Zweitglied (30 von 558)

A(n)seichstock

Idiotikon

A(n)seichstock Band 10, Spalte 1755 A(n)seichstock 10,1755

Abbrëche(n)stock

Idiotikon

Abbrëche(n)stock Band 10, Spalte 1749 Abbrëche(n)stock 10,1749

Achse(n)stock

Idiotikon

Achse(n)stock Band 10, Spalte 1716 Achse(n)stock 10,1716

Allmendstock

DRW

Allmendstock Grenzstock der Allmende SchwäbWB. I 144 Faksimile

Amboßstock

Adelung

amboss·stock

Der Amboßstock , des -es, plur. die -stöcke, der hölzerne Klotz, worin der Amboß steckt.

Amtsfronstock

DRW

amtsfron·stock

Amtsfronstock Fronrolle vgl. Fronstock jedem amte hat der ganze frohnstock der niedergrafschaft, und von solchem wieder der amtsfrohnstock j…

Amtsstock

DRW

amts·stock

Amtsstock Amtsgefängnis den ungehorsamben underthonn ain tag biß zur bezahlung in dem ambtstok in verboth behalten 1671 ÖW. IX 128 Faksimile

Anke(n)stock

Idiotikon

Anke(n)stock Band 10, Spalte 1718 Anke(n)stock 10,1718

Ankerstock

Adelung

anker·stock

Der Ankerstock , des -es, plur. die -stöcke, ein viereckiges, gegen beyde Enden etwas zugespitztes Holz, welches oben an der Ankerruthe befe…

B(e)schlagstock

Idiotikon

B(e)schlagstock Band 10, Spalte 1757 B(e)schlagstock 10,1757

Bäckerstock

Adelung

baecker·stock

Der Bäckerstock , des -es, plur. die -stöcke, vulg. Beckenstock, das Kerbholz in den Mühlen, welches die Müller mit den Bäckern wegen ihres …

Balke(n)stock

Idiotikon

Balke(n)stock Band 10, Spalte 1744 Balke(n)stock 10,1744

Bare(n)stock

Idiotikon

Bare(n)stock Band 10, Spalte 1746 Bare(n)stock 10,1746

baumstock

DWB

baum·stock

baumstock , m. truncus arboris, dann aber auch ein bienenstock im klotz, was man sonst beute nennt.

Ableitungen von stock (14 von 14)

bestocken

DWB

bestocken , maculas ex humore vel situ contrahere, stockfleckig werden.

Bestockung

Meyers

Bestockung ( Bestaudung ), die Bildung von Seitensprossen an den untersten, oberirdischen Stengelgliedern krautartiger Gewächse. Beim Getrei…

erstocke

BMZ

erstocke swv. werde betroffen, gerathe in verlegenheit. Schmeller 3,613.

erstocken

DWB

erstocken , corrumpi, obfirmari, stocken, verstocken: erstockter, verherter ( verhärteter ), obfirmatus, obduratus. voc. 1482 h 2 a ; erstoc…

Erstockung

Idiotikon

Erstockung Band 10, Spalte 1778 Erstockung 10,1778

gestock

DWB

gestock , gestöcke , n. , coll. zu stock, s. d. 1 1) stockwerk eines hauses: gestock, gaden, contignatio, eines gestocks hoch Henisch 1577 ;…

Gestocke

Campe

Gestocke , des — s , o. Mz. s. Ge — 2. 2).

gestocken

DWB

gestocken , verb. verstärktes stocken ( s. d. ), dick und fest werden, gestehen, gerinnen Krämer 553 a : gestocken, concrescere, gestockt bl…

stocke

BMZ

stocke swv. stocke. ahd. stocchêm Graff 6,630.

urstock

DWB

urstock , m. (ur- C 4 c): der u. der Alpen Rosegger III 10, 86.

verstocke

BMZ

verstocke swv. stocke, verstocke. prefocatus vorstockt Diefenb. gl. 221. er lîchame di vortrockin von fûchtikeid u. von blûde; dar umme si d…

verstocken

DWB

verstocken , verb. , ist an stock, stocken ( s. d. ) anzuschlieszen. selten ' mit stöcken versehen, begrenzen ' wie stocken und verstecken I…

verstocklich

DWB

verstocklich , adv. , verstockten sinnes: als er nun ein jar den stuol verstocklich in gehalten het mit gwalt, ward er mit gewaltsamer handt…

verstockung

DWB

verstockung , f. nicht üblich ist verstöckung (einstöckung, stöckung), detentio in vinculis, custodia, carcer, incarceratio Stieler 2163 .; …

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Cotta, M. (2026). „stock". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/stock/adelung?formid=S06523
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Cotta, Marcel. „stock". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/stock/adelung?formid=S06523. Abgerufen 18. May 2026.
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Cotta, Marcel. „stock". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/stock/adelung?formid=S06523.
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