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Stockwerk

nhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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11 in 11 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Stockwerk

Stockwerk

Stock m. ‘Baumstumpf mit Wurzel, Knüttel, Stab, Geschoß eines Hauses, Grundlage’, ahd. (8. Jh.), mhd. stoc ‘Baumstumpf, Knüttel, Balken, Stange, Stab’, asächs. stokk, mnd. stok, mnl. stoc, nl. stok, afries. stok, aengl. stoc(c), engl. stock, anord. stokkr, schwed. stock (germ. *stukka-) sind verwandt mit Stück und verstauchen (s. d.) sowie außergerm. mit aind. tujáti, tuñjáti ‘bewegt sich heftig, treibt an, reizt auf, schleudert’, mir. tūag ‘Axt, Bogen’, tōcht ‘Teil, Stück’, lit. stū́gti ‘in die Höhe stehen’, stùguras ‘dürrer, verstrockneter Stengel, Strunk, Pfosten’. Alle Formen lassen sich auf ie. *(s)teug- zurückführen und damit letztlich auf eine (allerdings nur in Erweiterungen vorliegende) Wurzel ie. *(s)teu- ‘stoßen, schlagen’ (wozu auch stoßen, s. d.). Als Ausgangsbedeutung ist ‘abgeschlagener Ast, Stamm’, auch ‘Stumpf’ anzunehmen. Die Bedeutung ‘in der Erde stehengebliebener Baumstumpf mit den Wurzeln, Klotz’ ist erhalten in (über) Stock und Stein ‘(durch) ungerodetes Land, ohne Weg’, mhd. stoc unde stein, ähnlich Stock und Block, Stock und Stumpf; ferner in Bienenstock (s. d.), Opferstock ‘kirchlicher Kollektebehälter’ (15. Jh.), dafür mhd. stoc, eigentlich ‘ausgehöhlter, verschließbarer Holzklotz’. Sie wird vielfach in Bezeichnungen aus Holzklötzen hergestellter Geräte bewahrt (vgl. Amboßstock, Hackstock, Prägestock) und dient in übertragenem Sinne zur Bezeichnung einer Masse (vgl. Eiterstock, Gebirgsstock). Die Bedeutung ‘Balken, Stab’ (so noch in Spazier-, Takt-, Zeige-, Zollstock) entwickelt sich zu ‘hölzernes Ständerwerk eines Hauses’ (im Unterschied zum gemauerten Fundament), dann (spätmhd.) zu ‘Geschoß eines Gebäudes’ (vgl. Stockwerk n., um 1500). Bereits ahd. stoc steht für den ‘Hauptschoß einer Pflanze’, vgl. ahd. kōl-, reba-, wīnstoc, danach ‘in einen Topf gesetzte Blumenpflanze’ (16. Jh.), vgl. Blumenstock. Aus Vergleichen (z. B. mhd. lac er stille alsam ein stoc) entwickelt sich stock- zu einem verstärkenden Kompositionselement zunächst bei Adjektiven, vgl. stockstill ‘unbeweglich, schweigsam’, stockfinster, stockblind (16. Jh.), stockdumm, stockdunkel, stocksteif (17. Jh.), stocktaub (18. Jh.), stockreaktionär (19. Jh.), dann auch bei Personenbezeichnungen, die einen Menschen als befangen in den Ansichten, Anschauungen, Überzeugungen seines Landes, Stammes oder Standes charakterisieren sollen, z. B. Stockengländer, Stockpreuße, Stockaristokrat, Stockphilologe (19. Jh.). – Grundstock m. ‘Grundlage, Beginn einer Anhäufung’, besonders ‘(Grund)vermögen, Fonds’ (18. Jh.), aus Grund (s. d.) und Stock in der übertragenen Bedeutung ‘Masse, Menge’ (s. oben); vgl. engl. stock ‘Kapital’. Stockente f. ‘Wildente’ (17. Jh.), oft in Baumstümpfen oder -höhlen brütend. Stockfisch m. ‘getrockneter Kabeljau’, spätmhd. stocvisch, eigentlich ‘an einer Holzstange, einem Stangengerüst zum Trocknen aufgehängter Fisch’, als eingeführte Fastenspeise nach mnd. (hansisch) stokvisch. Stockzahn m. ‘Backenzahn’ (15. Jh.), zu Stock im Sinne von ‘(Baum)stumpf, Klotz’ (s. oben).
3022 Zeichen · 88 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Stockwêrk

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Das Stockwêrk , des -es, plur. die -e, 1. Im Bergbaue eine große Masse in einem Gebirge eingeschlossenen Erzes, in Gesta…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Stockwerk

    Goethe-Wörterbuch

    Stockwerk [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Stockwerk

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Stockwerk , soviel wie Geschoß (s. d., S. 688). Über S. in der Geologie s. Erzlagerstätten , S. 95.

  4. modern
    Dialekt
    Stockwerkn.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Stock-werk n. : 'eine Etage des Hauses', dafür meist Stock 6 a, nur in der RA.: Er hat's owwerscht Stockweʳk vermiet 'is…

  5. Spezial
    Stockwerk

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Stock|werk n. (-[e]s,-e) alzada (-des) f. , partimënt (-nc) m. ▬ im unteren Stockwerk jö bas ; im oberen Stockwerk sö al…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stockwerk

16 Bildungen · 16 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von stockwerk 2 Komponenten

stock+werk

stockwerk setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

stockwerk‑ als Erstglied (16 von 16)

stockwerkartig

DWB

stockwerk·artig

stockwerkartig , adj. , entsprechend stockwerk 2 b: hier konnte die ganze masse zu gute gemacht werden, weil die greiszen stockwerkartig met…

stockwerkbatterie

DWB

stockwerk·batterie

stockwerkbatterie , f. , batterie, deren geschütze mit rücksicht auf geländeschwierigkeiten an einem bergabhange nicht nebeneinander, sonder…

stockwerkchen

DWB

stock·werkchen

stockwerkchen , n. , deminut.: jedes nette niedrige schieferhäuschen von zwei stockwerkchen mit blumen Jean Paul 48, 346 . —

stockwerken

DWB

stock·werken

stockwerken , verb. , stockwerk artig aufbauen ( hier entsprechend stockwerk 2 c): ein niedliches köpfchen von wol geklebten, wol gesteckten…

stockwerker

DWB

stock·werker

stockwerker , m. , elsäss. stockwërker arbeiter, der ziegelsteine verfertigt Martin-Lienhart elsäss. wörterb. 2, 852 b , eigentlich zu einem…

stockwerkfeuer

DWB

stockwerk·feuer

stockwerkfeuer , n. ( kriegstechnisch ): günstige bedingungen für erfolgreiche verteidigungen ( von dörfern ) sind ... feste mauern, die sta…

stockwerkhoch

DWB

stockwerk·hoch

stockwerkhoch , adj. adv. , so hoch wie ein stockwerk ( vgl. 1 c): das wasser stieg stockwerkhoch. —

stockwerksandeutung

DWB

stockwerk·s·andeutung

stockwerksandeutung , f. , durch architectonische linien im äuszeren aufbau eines gebäudes: beim anblick dieser, wegen der stockwerksandeutu…

stockwerksbau

DWB

stockwerk·s·bau

stockwerksbau , m. ( Beil technol. wörterb. 1, 579 ) neben stockwerkbau ( entsprechend fachwerkbau). —

stockwerkseigenthum

DWB

stockwerk·s·eigenthum

stockwerkseigenthum , n. , das eigenthumsrecht am einzelnen stockwerk, bisweilen im particularen recht: das bestehende stockwerkseigenthum e…

stockwerkwand

DWB

stockwerk·wand

stockwerkwand , f. , aus balken construierte wand, wie fachwerkwand ( im gegensatz zur mauer oder steinwand): es scheint ... rathsamer, lieb…

stockwerkweise

DWB

stockwerk·weise

stockwerkweise , stockwerksweise , adj. , stockwerkweise dörfer, die häuser an einem berge wie stockwerke übereinander gelagert J. v. Müller…