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Stuhl

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Adelung
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Stuhl

Bd. 4, Sp. 471
Der Stuhl, des -es, plur. die Stühle, Diminut. das Stühlchen, ein noch in verschiedenen Bedeutungen übliches Wort. 1. Ein stehendes Ding, wo es mit Stiel von stehen abstammet, aber nur noch in verschiedenen einzelnen Fällen gangbar ist. (1) Eigentlich. Eine Säule hieß ehedem ein Stuhl, Griech. σηλη, συλος, im Epirot. Stula, im Alban. Sstjula, wohin auch unser Stolle, in der Bedeutung einer kurzen dicken Säule gehöret. Es ist in diesem Verstande im Hochdeutschen veraltet, außer daß noch eine Säule, d. i. ein senkrecht stehendes Stück Zimmerholz in einem Gebäude, in einigen Gegenden sowohl ein Stiel, als ein Stuhl genannt wird. (2) Figürlich. (a) Ein stehendes Geld, wird noch zuweilen ein Stuhl genannt, daher ein ausstehendes Capital in einigen Gegenden noch der Hauptstuhl heißt, zum Unterschiede von den Zinsen, Schwed. Hufvudstol. Es scheinet, daß hier der Begriff des Stehens der herrschende ist, ob gleich auch der folgende der Masse statt findet. Denn, (b) in einigen Fällen sticht der Begriff der Menge und der Masse sehr merklich hervor. In den Schmelzhütten macht das Erz einen Stuhl, wenn sich im Schmelzen ein Erz auf das andere setzt, wo es aber auch zur folgenden Bedeutung gehören kann. Eine Menge mehrerer Dinge Einer Art, heißt im Ißländischen in einigen Fällen Stol; so ist Herastol oder Stolaher das Kriegsheer, Skipastol, die Flotte. Unser Stock wird auf ähnliche Art gebraucht. In Boxhorns Glossen ist Stual, die Last. Vermuthlich gehöret hierher auch der in dem Salzwerke zu Halle übliche Gebrauch, wo die Salzbrunnen in Stühle getheilet werden. Der Deutsche Brunnen hält daselbst 32 Stühle, ein Stuhl 4 Viertel oder Quart, und ein Quart 12 Pfannen; wo es vielleicht eigentlich auch eine Menge oder Masse bedeutet. 2. Ein Gestell, etwas darauf zu stellen, etwas darauf zu setzen, etwas zu tragen. (1) Im weitesten Verstande, wo es gleichfalls nur noch in einigen Fällen üblich ist. Der Dachstuhl ist in der Zimmermannskunst ein Gestell von Zimmerholz, das Dach zu tragen, oder zu unterstützen; der Glockenstuhl, das Zimmerwerk, welches die Glocken träget; der Stuhl oder Weberstuhl, das Gestell des Webers, oder Wirkers. Der Zinkstuhl, in den Goslarschen Schmelzhütten, das Gestell von Stein, worauf der Zinkstein in dem Schmelzofen gesetzt wird. S. auch das Gestühl. In dem Salzwerke zu Halle wird auch der Haspel der Stuhl genannt, daher der Oberstuhl und der Unterstuhl, der obere und der untere Haspel. In einigen Niedersächsischen Gegenden heißt das Holzwerk eines Hauses bis unter das Dach, der Stuhl. Ein Haus brennt[] alsdann bis auf den Stuhl ab, wenn nur das Dach abbrennt. S. Stuhlgeld. Im Schwed. gleichfalls Stol, im Epirotischen Stula. Im Schwedischen ist Stol auch die Bank, worauf die Krämer ihre Waaren auslegen, im mittlern Lat. Staulus, Stallus, daher das Franz. étaler, und in den Slavonischen Mundarten heißt ein jeder Tisch Stol, Stul, so wie im Böhmischen Stül auch das Bettgestell ist. (2) In engerer Bedeutung, ein Gestell in und auf demselben zu sitzen. Einen Stuhl in der Kirche haben, einen bestimmten eingeschlossenen Ort, wo man in derselben sitzen kann. Die Kirchenstühle, wenn es gleich nur Bänke sind. Besonders in den Zusammensetzungen Beichtstuhl, Bethstuhl, Lehrstuhl, Katheder, Predigtstuhl, Kanzel, u. s. f. wo es aber auch oft eine Figur der folgenden Bedeutung seyn kann, indem dergleichen Arten von Sitzen ehedem bloß aus beweglichen Stühlen bestanden haben können. (3) In der engsten Bedeutung, ein solches bewegliches Gestell darauf zu sitzen. (a) Ein zierliches bewegliches und erhabenes Gestell für Eine Person darauf zu sitzen, wodurch es sich von Bank, Kanapeh, Schämel u. s. f. unterscheidet; schon bey dem Ottfried Stual, im Nieders. Stool, im Angels. Stol, im Engl. Stool, bey dem Ulphilas Stols, im Schwed. Stol, im Wallis. Ystol, im Slavonischen Stolek, im mittlern Lateine Scolium, daher Faldistolium, ein Stuhl der zusammen gelegt werden kann, wovon der Franz. Fauteuil gebildet ist. Entweder auch von Stuhl, Gestell, oder auch von Stuhl, Säule, so fern ein solcher Sitz in den ersten Zeiten der Einfalt, eine bloße kurze Säule, eine Stolle oder ein Stock war. 1. Eigentlich. Ein Feldstuhl, ohne Lehne, welcher zusammen gelegt werden kann, ihn auf dem Felde, und im Felde mit sich zu führen; Armstuhl, Lehnstuhl, Sorgestuhl, Backenstuhl. Ein gepolsterter oder gefütterter Stuhl, im Oberd. ein Sessel. Sich auf einen Stuhl setzen. Jemanden einen Stuhl reichen. Vom Stuhle aufstehen. Von dem Stuhle fallen. Figürlich. Sich zwischen zwey Stühle setzen, von beyden nichts bekommen, von zwey Dingen, welche man haben könnte, keines bekommen. Jemanden den Stuhl vor die Thüre setzen, plötzlich alle Verbindung mit ihm aufheben, eigentlich, ihn aus dem Hause stoßen. Seht doch, gleich den Stuhl vor die Thüre gesetzt! Gell. 2. Figürlich, der Sitz eines geistlichen oder weltlichen Regenten, ingleichen eines Richters oder eines Gerichtes, kommt noch häufig unter dem Nahmen eines Stuhles vor. Schon Ottfried und Notker gebrauchen Stual und Stuol für Thron, und in der Deutschen Bibel kommt es in dieser Bedeutung mehrmals vor, da es denn zugleich die königliche Würde bezeichnet. Der Stuhl des Königes, 1 Mos, 41, 40. 1 Kön. 1, 46. Der Stuhl des Herren, des großen Gottes, 2 Mos. 17, 16; Ps. 9, 5. 8. Gott wird Christo den Stuhl seines Vaters David geben, Luc. 1, 32. Die Stühle der Gewaltigen stürzen, Weish. 6, 1. Im Hochdeutschen ist es in dieser Bedeutung veraltet, wo man es nur noch von den Thronen der geistlichen Fürsten gebraucht. Der päbstliche Stuhl, oder der Stuhl zu Rom. d. i. sowohl der päpstliche Thron, als auch der Papst mit seinem Hofe, der päpstliche Hof. Zuweilen auch noch von Erzbischöffen und Bischöffen. Der erzbischöfliche oder bischöfliche Stuhl. Der Stuhl zu Mainz, der Erzbischof zu Mainz mit seinem Kapitel. Auch ein Gericht oder Gerichtshof wird noch zuweilen ein Stuhl genannt. Der Freystuhl, Landstuhl, ein Freygericht, Landgericht. Der Gerichtsstuhl, Rechtsstuhl, Schöppenstuhl, Dingestuhl. S. auch einige der folgenden Zusammensetzungen.[] (b) In der anständigern Sprechart ist der Stuhl, und vollständiger Nachtstuhl, Leibstuhl, Kammerstuhl, ein ähnlicher durchbrochener Sitz, den Leib darauf zu entladen. Zu Stuhle gehen, Richt. 3, 20, auf den Stuhl gehen, im mittlern Lat. adsellare; welche R. A. auch oft überhaupt so viel bedeuten, als auf den Abtritt gehen. Figürlich ist der Stuhl in der anständigen Sprechart theils der Stuhlgang, die Entladung des Leibes durch den After: keinen Stuhl haben, keinen offenen Leib, drey Stühle gehabt haben, es gehet Blut durch den Stuhl mit ab; theils auch die Excremente selbst. Ein blutiger Stuhl, flüssiger Stuhl, harter Stuhl.
6679 Zeichen · 108 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Stuhl

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Der Stuhl , des -es, plur. die Stühle, Diminut. das Stühlchen, ein noch in verschiedenen Bedeutungen übliches Wort. 1. E…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Stuhl

    Goethe-Wörterbuch

    Stuhl [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Stuhl

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +3 Parallelbelege

    Stuhl , allbekanntes Hausgeräthe; figürlich wurde es früh in ähnlichem Sinne gebraucht wie heute das Wort Bank und bezei…

  4. modern
    Dialekt
    Stuhlm.

    Lothringisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Stuhl [štûl fast allg.; štoul D. Si. — Pl. štîl, štéïl; Demin. štîlχə, štéïltχən Si. , šdìlələ, štíjəl, štiχəl Ri. Ha. ]…

  5. Sprichwörter
    Stuhl

    Wander (Sprichwörter)

    Stuhl 1. Auf einem morschen Stuhl ist gefährlich sitzen. Dän. : Naar stolen raver bliver der ei længe sæde af. ( Bohn I,…

  6. Spezial
    Stuhl

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Stuhl m. (-[e]s, Stühle) 1 (Sitzmöbel) scagn (-s) m. 2 ‹fisiol› (Stuhlgang) jí de corp m. 3 ‹fisiol› escremënc m.pl. ▬ e…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stuhl

308 Bildungen · 226 Erstglied · 82 Zweitglied · 0 Ableitungen

stuhl‑ als Erstglied (30 von 226)

Stuhlbein

SHW

Stuhl-bein Band 5, Spalte 1597-1598

Stuhlfuß

SHW

Stuhl-fuß Band 5, Spalte 1597-1598

Stuhlgang

SHW

Stuhl-gang Band 5, Spalte 1597-1598

Stuhllehne

SHW

Stuhl-lehne Band 5, Spalte 1597-1598

Stuhlmorgen

SHW

Stuhl-morgen Band 5, Spalte 1597-1598

Stuhlsitz

SHW

Stuhl-sitz Band 5, Spalte 1597-1598

Stuhlwagen

SHW

Stuhl-wagen Band 5, Spalte 1597-1598

stuhlarbeit

DWB

stuhl·arbeit

stuhlarbeit , f. , 1) die arbeit am webstuhl: strumpfwürker, die ein hohes alter erreichen, haben entweder nächst ihrem handwerk ihre zeit m…

stuhlassessor

DWB

stuhl·assessor

-assessor , m. , assessor beim gubernium der Szeklerstühle in Siebenbürgen, s. stuhl 1 b γ : ( a. 1822) welches ( gubernium ) eine untersuch…

Stuhlaufsetzer

Campe

stuhl·aufsetzer

Der Stuhlaufsetzer , — s, Mz . gl. derjenige, der die Kunst verstehet, den sehr künstlich zusammengesetzten Stuhl der Strumpfwirker anzugebe…

stuhlbachant

DWB

stuhl·bachant

-bachant , m. , angehender student, vgl. bachant teil 1, 1060: lächerliche und seltzame händel der metaphoren lassen sich bei den alten schu…

stuhlbalken

DWB

stuhl·balken

-balken , m. , der kehlbalken des dachstuhls Mothes baulex. 287 a ; ein balken am seidenweberstuhl Hoyer-Kreuter 1, 748 . ein gestänge im gö…

stuhlbank

DWB

stuhl·bank

-bank , f. , wohl im sinne ' gerichtsbank ' ( vgl. stuhl 1 b γ ): zum sechsten wiset man dies gericht zu halten uf zweien kamergütern, die l…

stuhlbarsch

DWB

stuhl·barsch

-barsch , m. , perca cernua, kaulbarsch Nemnich wb. d. naturgesch. 582 , auch in der form stuhlbörs Heinsius 4, 904 a . —

stuhlbaum

DWB

stuhl·baum

-baum , m. , hauptbaum für den dachstuhl Unger-Khull steir. 587 b .

stuhlbein

DWB

stuhl·bein

stuhlbein , n. , 1) bein, standholz unter dem sitz eines stuhles Mothes baulex. 4, 29 ; wann ein viech ... ein bein gebrochen, bald haben si…

stuhlbekleidung

DWB

stuhl·bekleidung

-bekleidung , f. , die hölzernen wände eines kirchenstuhles: noch wurden einige unter dem thurn ... stehende personen, insonderheit aber ein…

Stuhlbeschlag

Campe

stuhl·beschlag

Der Stuhlbeschlag , — es, Mz. — beschläge , der Beschlag eines Stuhles, oder dasjenige, womit ein Stuhl beschlagen wird.

stuhlbeschlieszerin

DWB

stuhl·beschlieszerin

-beschlieszerin , f. , frau, die die kirchenstühle verschlieszt, s. stuhl 7: eine alte stuhlbeschlieszerinn ... greift ... nach einem pack b…

Stuhlbesitzer

DRW

stuhl·besitzer

Stuhlbesitzer, m. Amtsinhaber; insb. vom Papstamt vgl. Stuhl (II 2) die zwen Pii, viert und fünft, sampt irem heutigen stulbesitzer Gregorio…

stuhlbesteigung

DWB

stuhl·besteigung

-besteigung , f. , antritt der ( päpstlichen ) regierung: papstwahl, conclave, stuhlbesteigung, krönung ... des papstes allgemeine deutsche …

stuhlbett

DWB

stuhl·bett

-bett , n. , eine art liegesofa oder chaiselongue, s. stuhl 6: die mönche zu Monte Cassino thun platterdings weiter nichts als fressen und s…

stuhlbezirk

DWB

stuhl·bezirk

-bezirk , m. , zu stuhl 1 b γ : jeder ergänzungsbezirk ist in stellungsbezirke geteilt, die ... mit den politischen bezirken (stuhlbezirken)…

Stuhlbiese

RhWB

stuhl·biese

Stuhl-biese -bīsə Geld ; -bestə MGladb-Pesch Pl.: Binse, Scirpus lacustris; aus ihnen flocht man Stuhlsitze.

stuhlbinder

DWB

stuhl·binder

-binder , m. , ein stuhlflechter oder stuhlflicker, a chairman Chr. Ludwig teutsch-engl. lex. (1716) 1912 ; vgl. groning. stoulbiener, hambg…

Stuhlblume

RhWB

stuhl·blume

Stuhl-blume -ō:ləbl:mχən Altk-Steckenb n.: Massliebchen, Bellis perennis.

stuhl als Zweitglied (30 von 82)

Richterstuhl

RDWB1

Richterstuhl m судейское кресло

Amtsstuhl

DRW

amts·stuhl

Amtsstuhl Kirchenstuhl eines Beamten 1687 CöllnKons. 481 die amts- und rathsstühle werden nicht auf die personen, sondern auf das amt gerich…

Backenstuhl

Adelung

backen·stuhl

Der Backenstuhl , des -es, plur. die -stühle, ein Stuhl mit Backenlehnen.

Bandstuhl

Adelung

band·stuhl

Der Bandstuhl , des -es, plur. die -stühle, ein Weberstuhl, auf welchem Bänder gewirket werden.

Beichtstuhl

Adelung

beicht·stuhl

Der Beichtstuhl , des -es, plur. die -stühle, der abgesonderte Ort in der Kirche, in welchem der Geistliche Beicht sitzet.

Bêrgschöppenstuhl

Adelung

berg·schoeppenstuhl

Der Bêrgschöppenstuhl , des -es, plur. die -stühle, ein Schöppenstuhl oder Gericht in Bergsachen; dergleichen sich z. B. zu Freyberg befinde…

Bèthstuhl

Adelung

beth·stuhl

Der Bèthstuhl , des -es, plur. die -stühle, ein Stuhl, in welchem man knien und sein Gebeth verrichten kann.

Bilderstuhl

Adelung

bilder·stuhl

Der Bilderstuhl , oder Bildstuhl, des -es, plur. die -stühle, in der Baukunst, ein steinerner Würfel, der oben und unten mit Gesimsen verzie…

dachstuhl

DWB

dach·stuhl

dachstuhl , m. zimmerwerk welches das sparrwerk des dachs tragen hilft, auch stuhl allein. ein stehender, wenn er gerade stehende seulen hat…

dingstuhl

DWB

ding·stuhl

dingstuhl , m. sitz des richters, des gerichts, ahd. mhd. dincstuol sella curulis, tribunal Graff 6, 664 . dô fuorte man sie beide ze Rôme f…

drehstuhl

DWB

dreh·stuhl

drehstuhl , m. mit einem runden drehbaren sitz. trat ich vor seinen runden philosophischen drehstuhl und arbeitstisch Thümmel Reise 6, 416 .…

Drütjenstuhl

Wander

Drütjenstuhl Ik will im ên Drütjenstol sett'n. – Eichwald, 1848.

Eselstuhl

Wander

esel·stuhl

Eselstuhl Der Eselsstuhl 1 halbent em vorm Haus. ( Solothurn. ) – Schild, 73, 190. 1 ) Der Schneidestuhl, die Schnitzbank. Er hat blindes Gl…

Frauenstuhl

Adelung

frau·n·stuhl

Der Frauenstuhl , des -es, plur. die -stühle. 1) S. das vorige. 2) Eine Benennung der wilden Niesewurz; Serapias L. S. Niesewurz.

Freystuhl

Adelung

frey·stuhl

Der Freystuhl , des -es, plur. die -stühle, siehe Freygericht.

Gautscherstuhl

Adelung

gautscher·stuhl

Der Gautscherstuhl , des -es, plur. die -stühle, eben daselbst, ein vorn offener Kasten, in welchem der Gautscher vor der Butte stehet.

gebärstuhl

DWB

gebaer·stuhl

gebärstuhl , m. sella parturientium Frisch 1, 64 b , Adelung, der stuhl auf dem früher die geburtsarbeit überstanden werden muszte ( s. z. b…

geburtsstuhl

DWB

geburt·s·stuhl

geburtsstuhl , m. gebärstuhl, entbindungsstuhl Adelung, Campe, geburtstul Stieler 2177 . bildl.: er sah sich bereichert und berühmt und woch…

gerichtsstuhl

DWB

gerichts·stuhl

gerichtsstuhl , m. 1 1) stuhl, öfter aus stein gemauert, mehr oder minder geschmückt, auf welchem der richter als vorsitzender des gerichts …

glockenstuhl

DWB

glocken·stuhl

glockenstuhl , m. , seit dem 16. jh. bezeugt, travatura, machina che segge la campana, sostegno Kramer 2 (1702) 1023 b ; ' das gerüst zum au…

gnadenstuhl

DWB

gnaden·stuhl

gnadenstuhl , m.; ' sitz der göttlichen gnade und erbarmung ', von Luther gebildet als übersetzung von ' propitiatorium ', dem goldenen deck…

hauptstuhl

DWB

haupt·stuhl

hauptstuhl , m. hauptbesitz, capital, im gegensatz zu den davon entfallenden zinsen. ein zufrühest im niederdeutschen nachgewiesenes wort, w…

herrenstuhl

DWB

herren·stuhl

herrenstuhl , m. stuhl in der kirche, für den erb- und gerichtsherrn des ortes bestimmt.

Jägerstuhl

GWB

jaeger·stuhl

Jägerstuhl leichter, transportabler Stuhl (für Jagdzwecke) [ König sieht PhHackert beim Malen eines Landschaftsbildes zu ] da er denn so vie…

kirchenstuhl

DWB

kirchen·stuhl

kirchenstuhl , kirchstuhl , m. 1 1) kirchenstühle, subsellia in templo Frisch 1, 516 c . kirchstuhl: die frauen fiengen an sich zu bewegen, …