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Stimme

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Eintrag · Deutsches Rechtswörterbuch

Stimme

Stimme, f., mnd. auch m.

I menschliche Lautäußerung
I 1 beim Sprechen, insb. in Bezug auf Stimmlage, Tonfall und Lautstärke; meton.: Sprechweise; mit klagender Stimme rufen das Gerüfte erheben, mit Zetergeschrei (auf etw., jn.) aufmerksam machen
  • vindet ein man guot auf der strazze ... der sol dreistunt rueffen mit lauter stimme, ob ieman dô sei, der es floren hab
    vor 1328 Ruprecht(Claußen) Art. 119
  • ist das ein frawe wiertt benoettet ... sô sol si mit mit chlagenter stimme rueffen uber den nôtnufter, untz daz si næchst zuo den læuten chumt
    vor 1328 Ruprecht(Claußen) Art. 127
  • sol der richter den fronboten heizzen rùffen drey stunt mit lauter stimm, ob ieman wider diu inzicht icht ze reden hab
    1346 BairLR.(Schlosser/Schwab) Art. 30 Textarchiv: BairLR.(Schlosser/Schwab) [1. Titel]
  • alzo ich spreche von stymme: wer von eynir stad wegen ... icht reden sal, der sal senfftmuteclichin reden, nicht zu lawte ruffen noch auch nicht zu heymlich rawmen, sunder mittelmessig sal seyne rede seyn
    um 1400 LiegnitzStRb. 46
  • dat G.V. vor uns quaem ... daer wy sethen in des rychtes stoel, unde sprack mit luder stemme ... dat se overdreghen unde upghelaten hadde ... dat erve unde gued
    1438 OstfriesUB. I 438 Faksimile
  • die sesshaft sind innewendig etters ... die suchent wol und nement in nothdurft in holze und in almende also doch das sy mit lutter stimme ruffen tunt dem banwart zu ziten und nement des si bedörffent, und keme der banwart nüt, wa si denne zu offener strasse koment mit dem so si fürent umb das en hat si ein banwart nüt ze rügende
    1450 Burckhardt,Hofr. 68 Faksimile
  • de welke vorhogheder stempne repen uth enem munde
    1466 LübUB. XI 94
  • hat uch der ... J.B. vor daz halsgerichte geladen unde uch daselbist met zcoytergeschreye an dryen stetin unde an iglicher stat drymal in vorwandelunge der stymme beschriet unde darnach zcu uwerm libe unde lebin geclaget
    1474 PössneckSchSpr. I 177
  • sulle der lantamptman 3 stund mit lautter stimb v̈ber offenne lantschrannen růeffen, ob yemantt alhie sej, der wider die v̈bergab der güetter ... zu redenn hab
    1487 Indersdorf II 143 Faksimile
  • das einem verstendigen richter, der da sol subtil vnd fleissig erforschen vnd betrachten, mit was stimme, freye oder bloͤde, mit was angesichte vnd farbe, der jenige antwort, item was lebens er sey, item was er fur ein geruͤchte hat
    1541 König,Proz. 13v Volltext (und Faksimile)
  • wenn die vorladung ins haus geschicht, so soll sie mit heller stimme geschehen, das die nach bawren vnd vmb stehende, sie vernemen, vnd wo von noͤten, das gezeugen moͤgen
    1541 König,Proz. 68v Volltext (und Faksimile)
  • soo wat landen ... by voorgaende wettelycke ... rechtdaechs-gebodt, daermede een openbaer coopdach gehouden ende met luyder stemme voor die meeste ende hoochste daeromme biedende vercocht worden, die en moegen nyet genaest worden
    um 1570 PractHofHoll. 227
  • daß solliche unnderwaldtmaister ... dise unnser waldtordnung ... als offt das gemain lanndthätting ... gehalten wiert, ... auf offner schrannen furlögen, ... das soliche mit allen notturfftigen articln der gannzen gemain durchaus offentlichen unnd mit heller stimb verlösen werde, auf das sich niemandts der unwissenhait dises unnsers bevelchs ... zu entschuldigen habe
    1592 SalzbWaldO.(FRAustr.) 97
  • wan die ... ungeboten gedinge gehalten werden sollen, alsdann soll ... der officiant mit klarer und verstendiger stimmen ... roifen: ich tu heut zutage ban und friden
    1. Hälfte 17. Jh. (Hs.) RhW. II 1 S. 88 Faksimile
  • werden diejenige vor nachbaren gehalten, die in ihren behausungen des anderen stimme hoͤren koͤnnen
    1760 Hellfeld III 2148 Faksimile
  • das heimliche mehr, stimmensammlung mit geschriebenen zettelchen, ... offenes mehr, stimmensammlung mit lauter stimme, oder mit emporhebung der rechten hand
    1812 Stalder II 205
I 2 als unartikuliertes Schreien (von Säuglingen); das Schreien des Neugeborenen gilt nach sächs. Recht als notwendiges Anzeichen für eine Lebendgeburt, ist nach justinianischem Recht hingegen nicht erforderlich (C. 6,29,3)
  • svenne die sone na des vader dode levet also lange dat man sine stimne gehoren mach in vier wenden des huses, so is he beerft mit sines vader lene
    1224/35 (Hs. 1369) SspLehnr. Art. 20 § 1 Textarchiv: SspLehnr. Art. 20
  • wirt das kint lebendig geboren und ... vorlutbart is sine stymme yn den vir wenden, alle die is horten, sullen gezeug sien siner gebort
    Ende 14. Jh. GlWeichb. 408 Faksimile
  • das khind nach todt [des Vaters] geboren, so in seines vattern geschäft furgangen ist, so es lebendig geborn wierdet und ob es gleich khain stimb nicht lässt und zu stund ... stirbt, nichts minder wierdet das geschäft durch sein geburt vernicht
    1528 ZeigerLRb. 383 Volltext
  • daß ein kind lebendig zur welt gekommen sey, ist in dieser beziehung schon für ausgemittelt anzunehmen, wenn unverdächtige, bey der geburt gegenwärtig gewesene zeugen, die stimme desselben deutlich vernommen haben
    1794 PreußALR. I 1 § 13
I 3 als Singstimme
  • weret ok dat desseme ... vicario de stemme vorginghe, eder des arbeydes nicht vermochte ... scholde de vicarius doch missen holden und to chore gan na siner moghelicheit
    1404 HildeshUB. III 68 Faksimile
  • das wir E. ... zu unserm senger vffgenommen und bestalt han, uns so lang er lebt und das an siner styme vermag, williglich zu chor und sust zu singen
    1472 Pietzsch,HeidelbMusik 666
  • daß die cappel jedesmal mit taugenlichen personen, welche ... perfekt sowohl mit stimmen als instrumenten zu musicieren wissen, bestellet seye
    1634 WürtVjh.² 21 (1912) 75
  • in die cantorej soll nicht ein ieder, der sich darzu angiebet, sondern solche, welche zur music taugliche stimmen haben ... eingenommen werden
    1712 Weimar/SchulO.(Vormbaum) III 197 Faksimile
I 4 mit lebender/lebendiger Stimme mündlich, auch: bei Leben; lebende/lebendige iU. zu tote Stimme mündliches iU. zu schriftliches Zeugnis
  • wellen dir offenunge und dir verjicht den herron von R. ein urkunde sin mit lebenden stimmen und mit unserem ingesigel
    1309 ZürichUB. VIII 272 Faksimile
  • desse gaue schal by vuller macht blyuen also lange wen yk se myt myner leuendighen stempne yo wedder-rope
    1397 Rügen/Lasch,NdStB. 30 Faksimile
  • alze he ok zik zuluen vor vns oldesten ... myt leuendigher stemmene darto vorbunden heft
    1421 LübUB. VI 349 Faksimile
  • man gleubt eyner lebindigen stymme mehr denne eyner todin, es were denne myt brifen befestint
    um 1490 RechterWeg II 1089
  • een persoen die men als suspect zoude mogen wederleggen metter levender stemmen te tuygen ... die mach wel getuyge zijn in een instrument ende doen hulpe der geloeven van den instrumente; ende, in desen, soe heeft die doode voix ende stemme meer machten dan die levende stemme
    1496 CoutBrab. II 2 S. 115 Textarchiv: CoutBrab. II 2 S. 115
  • mit lebender stimm geappelliert
    Hugen 1528 Bl. 78r Volltext (und Faksimile)
  • so der appellant von der endtvrtheil im fußstapffen mit lebendiger stimm appelliert, bedarff er keiner schrifftlichen appellation
    1534 MainzUGO.(Saur) 12r
  • es sollen auch die appellationen nach L. ... viva voce mit lebendiger stimme entweder alsbald oder in 10 tagen geschehen
    1601 HadelnPriv. 162 Faksimile
II Sprache (II) (einer Sprachgemeinschaft)
  • zu hören hie in teutscher stim
    16. Jh. Hans Sachs/BiblLitV. 102 S. 88
  • bei aufnehmung und huldigung von denen ... gemainsleuten und undertonen jeder stimb
    1696 SchweizId. XI 411 Faksimile
III Wahlstimme, Votum
III 1 in Bezug auf Stimmabgabe, Gewicht und Zahl der Stimmen sowie Art des Stimmrechts, etwa als individuell abzugebende Einzelstimme (Virilstimme) oder Kollektivstimme (Kuriatstimme), auch als ausschlaggebende Stimme im Falle einer Stimmengleichheit (I) (Dezisionsstimme) und in Abgrenzung zur (bei der Abstimmung nicht zählenden) beratenden Stimme (votum consultativum)
  • [Eid der Kurfürsten vor der Königswahl:] so wil ich gebin mine stimme und willin und die vorgenant kůre důn ane alle gedinge, miede, lon
    um 1360 GoldBulle 117
  • ensol oͧch des ... meisters stimme [im Zunftgericht] nuͥt me gelten noch kraft han denne der ... sechser eines
    1361 BaselUB. IV 237 Faksimile
  • so wolde he [koning] ute syme rade dar to voghen enen taͤl vromer lude; unde wo vele der were, so scholden se doch nit meͤr hebben der stempnen in dat recht to sprekende, wen alse eͤn der stede
    1416 HanseRez. VI 180 Faksimile
  • dat eyn stat to der gemeynen dachvart kommende inde van tween off drien off meer steden gemechtigt, alle der stede, die gemechtigt hedn, stemme hebn sulde
    1462 HanseRez.² V 129 Faksimile
  • der landmarschalch und undermarschalch, wo si bed in rat bei den urtlen sitzen, haben bed nur ain stimb, dann ir khainer ist ain beisitzer sonder ieder nach weil und zeit richter
    1528 ZeigerLRb. 45 Volltext
  • darsuluest wurde men eyn koenynynck [sic] kesen, dar wy eynen stemmen myt tho hebben
    1572 MLiv. IV 226 Faksimile
  • der schultheys oder vogt soll ... kein ortel oder stim geben, auch keinen richter nit underweysen, sonder allein als stabhalter beysitzen
    1577 WürtLändlRQ. I 699 Faksimile
  • ob schon der bapst in dem concilio oben an sitze, so habe er doch nur ein stimm, gleich wie sonst ein jeder bischoff
    1624 Nigrinus 202r
  • diese freiherrliche deputirten haben insgesambt das jus votandi mit der fürstlichen stimme, dahero sie auch in complexu und zusammengesetzt die fürst-freyherrliche stimme genennet wird
    vor 1741 CDSiles. 27 S. 353
  • jedoch hat niemand uͤber fuͤnf stimmen, er mag so viel actien haben, als er will
    1765 PreußSeeR. Beil. S. 226
  • die stimmen der minderjaͤhrigen werden ... durch ihre vormuͤnder abgegeben
    1788 Kerner,RRittersch. II 209 Faksimile
  • der rektor [der Universität] hat darinn [konciliarversammlungen] den vortrag und eine entscheidende stimme im fall einer stimmengleichheit
    1788 Gadebusch,Staatskunde II 141 Faksimile
  • die grafen von Stolberg sind als mitglieder des obersaͤchsischen kreises und als theilhaber an der wetterauisch graͤflichen stimme auf dem reichstage unstreitige reichsstaͤnde
    1793 Pütter,ErörtStaatsR. I 180 Faksimile
  • dieser commission [für ehescheidungsbegehren] wohnt ein ... vom cantonsgericht zu ernennendes mitglied der cantonsgeistlichkeit mit berathender stimme bei
    1802 Zürich/AktSammlHelvet. VIII 1555 Faksimile
  • ist die entscheidende stimme des reichshofrathspräsidenten bei vorhandener stimmengleichheit noch nie bezweifelt worden
    1804 Gönner,StaatsR. 514 Faksimile
  • die stimme des directors entscheidet, wenn mit einrechnung derselben gleichheit der stimmen vorhanden ist
    1809 SammlBadStBl. I 162
  • der staatsrath hat in ausuͤbung seiner attribute eine berathende stimme
    1810 Pölitz,Verf. I 1 S. 47 Faksimile
  • der staatsrath besteht aus achtundzwanzig gliedern, mit inbegriff ... der zwei staatssekretäre, welche berathende stimme haben
    1814 HdbSchweizStaatsR. 486 Faksimile
III 2 in Bezug auf das Abstimmungsverfahren, insb. die Reihenfolge der Stimmabgabe; erste Stimme Recht auf die Stimmabgabe als Erster
  • der bischof von Mênze ... hât die êrsten stimme an der kür. der bischolf von Triere ... hat die andern stimme an der kür
    um 1275 (Hs. 14. Jh.) Schwsp.(W.) Art. 110
  • [bei der Königswahl] sal der irtzbischoff von Mentze den irtzbischoff von Drere anfragin, dem die irste stimme zugehorit
    um 1360 GoldBulle 121
  • dieselbe umbfrag soll abgewechselt zwischen denen layischen und gelerten räthen ... gehalten, und mit frag der ersten stim in sachen der justitien im heyligen reich betreffendt an den gelerten, aber in statts- landts- und anderen sachen an den layen angefangen werden
    1559 RHROrdn. I 30
  • der hofemeister sall in allem die erste stimme haben
    1578 Nostitz,Haushaltb. 120 Faksimile
  • darnach ging der offerman als notarius mit 2 gezeugen van man zu manne und zeigneten eins jedern stim uff
    16. Jh. BuchWeinsberg II 72 Faksimile
  • den beeden geschwornen stattprocuratorn, welchen man [bei Gericht] wider ... verboth der ... bayr. gerichtsordnung den vorsiz und in der umbfrag die erste stim geben [hat]
    1610 OÖsterr./ÖW. XV 89
  • hat man ... darinnen [stahts-raht] dem obersten kriegsherrn als staͤhtigem vorsitzer, die erste stimme gegeben
    1677 Zesen,NlLeue 636
  • nachdem auf gewöhnliche art die stimmen versendet worden, so ist die mehrheit derselben auf herrn P. ... und W. ... gefallen
    1789 ElsMschr. 3 (1912) 188
  • der stimmende ... gibt ihm [inspector] die übrigen verschlossenen zettel mit den namen derjenigen wahl-subjecte, denen er seine stimme nicht gibt, in die hand
    1807 Göbell,RhWKO. II 19
III 3 in Bezug auf das Abstimmungsergebnis; mehrere/meiste Stimme(n) (uä.) wie Stimmenmehrheit; aus einer/mit gemeiner Stimme einstimmig, einhellig; halbe Stimme Hälfte aller Stimmen; jmd., auf den die Stimme gefallen Gewählter; mit der Stimme getroffen sein gewählt sein
  • daer nae die koepe the sullen gheschien of nyet te geschien, soe die meeste of ri(j)pste stemme sijn
    1426/40 KleveStR. Art. 106
  • sol jetweders dorff zwen erber man erwellen ... [und] sol ein vogt under denen, so mit der stimm getroffen sint, nemen, weliche er wil
    1429 ZürichOffn. I 276 Faksimile
  • das h. G. ... erwelt ist vnd uffgeworffen ist mit gemeiner stymme des gantzen landes zu eim kunig ... zu Behmen
    1458 UrkGeschBöhm. 136 Faksimile
  • bygrepen is 't eendrachtelika mittha steden ... en mey dae stemmen der delen ende landen fan Aestergo ende Westergo
    1482 Schwartzenberg I 716 Faksimile
  • darup de gemeynen hardeslüde uthgingen, sick besproken, eyndrachtigen wedder inquemen unde uth enen stemme tügeden und seden
    1495 Kock,Schwansen 77
  • etlich fürsten gaben ir stimwal dem ... hertzogen von Sachsen, vnd das warendt die minderen stimmen
    RottweilHGO. 1523 A iiiir Volltext (und Faksimile)
  • van wegen Martinischer lere haben dy gemeynen stymmen [auf dem Hansetag] gegeben, das sich ein itzliche stadt myt guten predigers vorsorgen szal
    1525 VeröfflLübeck XVI 147
  • solle die gmain ainen richter durch ier maist oder merer waal und stimb ... erkiesen
    um 1530 NÖsterr./ÖW. VII 605 Faksimile
  • ein richter in B. soll mit einmutiger stimme, desgleichen ein ieder schöppe, zum gerichtsstande ... erwehlet werden
    1545 Sachsen/Haltaus 674 Faksimile
  • wie [bei der disputation] umbgefragt wart von man zu man, staichen sich die stimmen, das irer uff jeder seiden gliche vil waren
    1595 Weinsberg LibDecr. 416r
  • die meiste stimme in der wahl und chur soll schließen
    um 1600 (Hs. um 1790) GubenRB. 43
  • hofs- und landrecht ... [welches] mit mehrerer stimm und hand angenommen
    1611 SGallenOffn. II 294 Faksimile
  • seint sie [burgerschafft] aber zweistimmig, so stimmet man drumb, und geben alszdan die meiste stimme das rechtt
    1613 Stieda-Mettig 326 Faksimile
  • wir gerueheten ihnen solches ... durch gemeine mehrere stim ihrer gemeindsgenossen beschlossenen mittel von obrigkeitweg zue bestetigen
    1620 SGallenOffn. I 58 Faksimile
  • in creyß-handlungen sollen ... die mindere stimmen denen mehrern nachzugeben verbunden seyn
    1654 JRA. § 183 Textarchiv: JRA.(Laufs) § 183
  • soll derselbe, auf den die stimm [in der Baumeisterwahl] gefallen, fuͤr das gemeine bau-geld vierhundert guͤlden verbuͤrgen
    1705 Schudt,JüdMerkw. III 183
  • [die Ansprüche der Gerichtsherren auf die] halbe st[imm]e [sollen als nichtig betrachtet werden]
    1712 SchweizId. XI 412 Faksimile
  • der aufgebender bergmeister [solle] einen bergsgnossen in die wahl ... thun ... darumb alsdann die versamblete gmeind der berggnossen ihre stimm werden mögen geben, wird also der mehrhabende stimmen zu dem bergmeisterampt erwölt vnd geordnet sein
    1727 ZSchweizR. 22 (1882) RQ. 130 Faksimile
  • in angelegenheiten, welche nur die ordentliche verwaltung [einer gemeinschaftlichen sache] ... betreffen, entscheidet die mehrheit der stimmen, welche nicht nach den personen, sondern nach verhaͤltniß der antheile der theilnehmer gezaͤhlet werden
    1811 ÖstABGB. § 833 Faksimile
  • [der große rath entscheidet] durch offenes mehr und relative mehrheit der stimmen
    1814 HdbSchweizStaatsR. 340 Faksimile
IV Abstimmung; Stimmabgabe
  • mit erwelung und gemainer stimb aller perksgenossen [werden] ain perkmaister, darzue seine vierer gesetzt
    vor 1499 (Hs. 1694) NÖsterr./ÖW. VII 693 Faksimile
  • wurden de sandt-menne stridich in erer stemme
    1593 JütLow.³ II 7 § 1 Faksimile
  • sollen sich auch die gerichte [dh. die Schöffen] einer vor dem andern in der stimme nicht eintringen, sondern der ordenung, bis es an ein iden kompt, erwartten, vf daß es hierin kein vnordenung gebere
    1629 PfälzW. II 750
  • wann die stimm und curen der neuen viertelsmeistere vorbei
    1698 ErmreuthGemO. 92
  • was aber ... von gemeinen stadt-gebrechen dem gemeinen raht ist proponiret, dasselbe soll vor allen dingen durch ordentliche stimme ... verabscheidet werden
    oJ. RevalStR. I 243 Faksimile
V wie Stimmrecht; formelhaft ua. mit Session (I), Sitz (IV), Stelle (III) für die stimmberechtigte Mitgliedschaft in einem Gremium; Stimme führen Stimmrecht ausüben
  • [daz die] kurfursten rechte stimme und stat habin
    um 1360 GoldBulle 123
  • nachdeme daz dye selbin kurfursten und ir iegelichir dot ist, des recht stimme und crafft zů kiesin sal fallin an sinen irsten elichin geborin son, der ein leie ist
    um 1360 GoldBulle 123
  • dat men ghenen borger ontborgeren off siin stemme nemen en sel in sinen ghilde
    1378 UtrechtRBr. I 269 Faksimile
  • da irrt mich der bischoff an meiner vesten R. vnd an meinen leuten vnd gütern daselben, daz mir mein stim, dienst vnd zins verlegt ist worden
    1393 Foffa 58
  • wann auch der churfuͤrsten raͤht einer persoͤhnlich ... bey dem raht seyn sol, alsdann sol desselben churfuͤrsten raht, der in des reichs raht von ihm verordent ist, so lang derselbig churfuͤrst bey dem reichs-raht sein wird, keine stimm im reichs-raht haben
    1500 RAbsch. II 57 Faksimile
  • söllen wir ... von Strazburg jn diser aynung ein besonder stim haben, und mit unserm stand oder sitz bey andern stetten gehalten werden nach unserm alten herkommen
    1500 UrkSchwäbBund. I 407 Faksimile
  • als die [von stedten] ire session, stelle und stimme neben den landtstenden im rechten gehabt
    1570 CDSiles. 27 S. 217
  • indeme er bey den herren land-staͤnden auf offenen landtaͤgen als ein klostervoigt aufgenommen und von selbigem ihme session und stimme ertheilet wird
    1669 Weinart I 433 Faksimile
  • mögen die jenigen, so ... nit eigner haußhaltung seynd, kein meer machen oder stimb haben
    1687 KaiserstuhlStR. 214 Faksimile
  • der hoͤchste gewalt im land, bestehet also bey den land-leuthen selbsten, die sich in eine lands-gmeind versamblen, worbey alle manns-bilder, die 16 jahr alt seynd, sitz und stimm haben
    1721 Uri/Waldkirch,Einl. II Anh. 13
  • der cantor soll keine stelle und stimme zu capitul haben, es sei dan, daß capitulum ihm damit beguͤnstigen will
    1725 Staphorst,HambKG. I 2 S. 15 Faksimile
  • massen diser herr praͤlat [abt zu st. Emeran in Regensburg] zwar fuͤr seine person vor wenigen jahren den reichs-fuͤrsten-stand erhalten, eine eigene stimm in dem fuͤrstlichen collegio aber weder gesucht noch bekommen hat
    1748 Moser,StaatsR. 34 S. 250 Faksimile
  • ist ein reichs-stand eine person, die sitz und stimme auf dem reichs-tag hat
    1751 Buder 1101 Faksimile
  • daß das recht, stimme, amt und wuͤrde ... die an ihren chur-landen haften, keinem andern zu theil werden moͤgen als demjenigen, welcher dergleichen churfuͤrstenthum selbsten mit land, mannschaft, lehnschaft, herrschaft ... besetzet
    1755 Hempel,StaatsLex. IX 3
  • [weil reichsritter] weder auf reichs- noch creystaͤgen sitz und stimm haben
    1770 Kreittmayr,StaatsR. 111 Faksimile
  • landstaͤnde aber werden genannt, welche sitz und stimme auf dem landtag haben, und ein eigenes corpus unter dem namen der landschaft zusamm ausmachen
    1770 Kreittmayr,StaatsR. 114 Faksimile
  • daß churfuͤrstliche gesandte in dem reichs-fuͤrsten-rath ebenfalls ihrer eigenen herren, oder auch anderer, stimmen fuͤhren koͤnnen
    1774 Moser,Reichstage I 187 Faksimile
  • jeder immatrikulirte landstand, welcher 75 gulden kontribuzion entrichtet, hat das recht, dem landtage mit sitz und stimme beizuwohnen
    1787 HdbchÖstGes. XIII 223 Faksimile
  • wird ein land, worauf eine stimme haftet, einem neuen besitzer zu theil, so hört der vorige besitzer auf, reichsstand zu seyn
    1804 Gönner,StaatsR. 184 Faksimile
  • wer kantonsbürger ist und ein gemeindbürgerrecht im kanton besitzt, hat als aktivbürger zutritt und stimme in den gemeind- und kreisversammlungen, insofern er das alter der gesetzlichen majorennität erreicht hat und wenigstens zweihundert gulden vermögen versteuert
    1814 HdbSchweizStaatsR. 405 Faksimile
VI Aussage, Rede, Wortäußerung
  • daß B. ... hinnanhin mit siner stümme nieman nütz und schad sin sol, und sol ouch niemans gezüg me sin
    1389 SchweizId. XI 411 Faksimile
  • dy fursprechen und sachwalden der sachen dy treiben ritterschafft, wann sy getrawen yren ersamen stymmen und beschirmen der arbeyter hoffenunge und leben
    1407 BöhmBergR.(Gelnh.) 258
  • das vor vns [ratmanne] komen sein die goltsmede des ganczen hantwerkis alhie zu B. vnd haben vns vorgelegit vnd mit gemeiner styme erczalt, wie sie etliche gebrechen in ihrem hantwercke hetten
    1451 Hintze,BreslGoldschm. 185
  • welche deiner ordentlichen obrigkeit stimm in solchen fall [Eheschließung] fuͤr gottes stimm zu halten
    1727 Leu,EidgR. I 324 Faksimile
VII Leumund (I u. II), allgemeine Kenntnis
bdv.: Ruf (V)
  • das es also redlich webeist[!] wirt, daz er ein sun sey vnd daz sein vater todt sey durch den gemeinen rueff oder stim
    1338/47 Tomaschek,Trient 195 Faksimile
  • das gemayner leumund und stymme überal auf V. ... gewesen ist ... das man sy hab gehabt für aigen leute
    1366 NeustiftUB. 296 Faksimile
VIII Macht, Einfluss
  • die stem, die hem doe was ghegheven, die is hem ie sint ghebleven
    1460/80 (Hs.) Reinaert II 7661
  • elc pijnt den andren te steken of van sijnre eren ende stemmen
    1460/80 (Hs.) Reinaert II 7686
IX Befugnis, Entscheidungsbefugnis; Stimme in dem Recht Prozessführungsbefugnis
  • wurde ouch eyner umme ungerichte gefangen, und vor gerichte bracht, der hat keine stymme, orteil zu straffin
    Ende 14. Jh. GlWeichb. 235 Faksimile
  • hi ne mei mi naet onspreka, hwent hi is in da bonne, hi een heth neen stemma in da riuchte [er darf mich nicht verklagen, weil er in dem Banne ist, er hat keine Stimme im Gericht]
    1457 (Hs.) EmsigerR. 242 Textarchiv: EmsigerR. 242
  • nach dem roͤmischen rechte haben dieselben [vormünder] keine stimme bey verheyrathung ihrer mundel
    1736 EstRitterLR. 519 Faksimile
X Ansicht, Meinung, Auffassung
  • na mynem stemmen
    1465 NdJb. 46 (1920) 4
  • denn ein geruͤchte von vnglaubwirdigen losen leuten, mag nicht ein geruͤchte, sondern ein eitel blosse stimme genant werden, disem geruͤchte sol ein richter nicht nachgehen
    1541 König,Proz. 14r Volltext (und Faksimile)
  • er hatte ... vergeblich ... abgerathen, seine stimme ward unterdrückt
    1797 Krüger,PreußManufakt. 707
  • in einer sache sollicitiren heißt, sie muͤndlich oder schriftlich dem richter, der daruͤber erkennen muß, empfehlen, heißt ihm die guͤnstigen gruͤnde vorstellen, die gegengruͤnde bestreiten, mit einem worte, die stimme des richters, bey dem man sich verwendet, zu gewinnen suchen
    1811 Krünitz,Enzykl. 118 S. 366
XI Stimmlage; Stimme in einem Tonsatz; auch: Schlagton (einer Glocke)
  • ik ... wolde juw ene klocke gheten, de juw beheghelik scholde wesen van lude vnde van formen, wo gy se van stemmen hebben wolden by de andere, ene note hogher ofte syder, dat se concorderden
    1464 JbMeckl. 42 (1877) 180
  • sollen die beiden geiger ... den discant vnd andere stimme ... vnweigerlich geigen
    um 1573 Ruhnke,Hofmusikkoll. 167
  • da einer mit ... erlaubnuß des rector chori ausbleiben thäte, soll er gehalten sein, an seine statt einen andern zu substituiren, damit die stimmen allezeit besetzt bleiben
    1725 Stein,MusikwHeidelb. 135
XII Lautäußerung (eines Tiers)
  • tha stifne net nen manniska, buta god alena [niemand vernimmt den Laut (der Fische), außer Gott allein]
    um 1300 RüstringerR. 92 Textarchiv: RüstringerR. 92
  • weil die thier nit verstehn, ob etwas war oder gelogen sein, sonder nur mit jrem gang, stand, bewegung vnd stimmen, anzeygen, als ob sie etlich zeychen mercken vnd verstehn, so acht ... mans darfür, daß sie gar kein wollkommene vernunfft haben, vnd darumb thun sie auch ... nichts ... nach dem voͤlcker rechten
    1536 Gobler,GerProz. 220r Volltext (und Faksimile)

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    stimmeswv.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    stimme swv. lasse eine stimme hören. vgl. ahd. gastimmên lat. consonare Graff 6,684. Pilatus stimbt rief Wolk. 106,9,3. …

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    stimmeF., M.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    stimme , F., M. Vw.: s. stemme (1) L.: MndHwb 3, 490 (stimme[n]), Lü 381a (stimme)

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Stimme

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Die Stimme , plur. die -n, Diminutivum, welches nur in der vertraulichen Sprechart von einer schwachen, feinen und angen…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Stimme

    Goethe-Wörterbuch

    Stimme [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Stimme

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Stimme , lat. vox, im physiologischen Sinne die beim Durchgang des Athems durch den Kehlkopf willkürlich erzeugten Töne …

  6. modern
    Dialekt
    Stimm(e)

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Stimm(e) [ʿStìm Avolsh. Str. ; ʿStem Co. K. Z. ; Pl. –ə; Demin. ʿStemlə Co. , ʿStemələ K. Z. ] f. 1. wie hochd. Rda. E S…

  7. Sprichwörter
    Stimme

    Wander (Sprichwörter)

    Stimme 1. Die meysten stimme beschliessen (gelten). (S. Folge 2, Hand 399, Mehr und Mehrheit.) – Agricola I, 703; Petri,…

  8. Spezial
    Stimme, heiseref

    Dt.-Russ. phil. Termini · +4 Parallelbelege

    Stimme , f , heisere голос , м , хриплый

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stimme

127 Bildungen · 82 Erstglied · 42 Zweitglied · 3 Ableitungen

stimme‑ als Erstglied (30 von 82)

stimmeinsatz

DWB

stimme·insatz

stimmeinsatz , m. , beginn eines im kehlkopf erzeugten lautes, in der phonetik: die art und weise, wie die stimme beginnt, pflegt man von al…

stimmeisen

DWB

stimm·eisen

stimmeisen , n. , instrument zum stimmen ( u. sp. 3099) der orgel: plectrum heiszt sonst ein fidelbogen; hier aber ... ein stimmeisen, ein h…

stimmeister

DWB

stimme·ister

stimmeister , m. , ratsherr in der stadt, dem die pferde und das kriegswesen obliegen, von stimen, vb., ' schätzen, begutachten ': ( der sch…

stimmelen

LothWB

stimm·elen

stimmele n [štìmələn Sgd. Lix. Falk. Grt. Kr. u. s.] tr. v. Bäume mit dem Beil entästen, entholzen, stutzen. — els. 2, 595 u. baier. 2, 758 …

Stimmembran

Meyers

stim·membran

Stimmembran ( Stimm-Membran ), die in die Stimmbänder übergehende Schleimhautstrecke.

stimmen

FWB

1. ›tönen, lauten‹; auch: ›sprechen‹.; 2. als Part. Prät. (an 1 anschließbar): ›lautend, tönend‹.; 3. ›etw. auf den gewünschten, angemessene…

stimmenanzahl

DWB

stimmen·anzahl

stimmenanzahl , f. , anzahl der abgegebenen stimmen (E) bei einer wahl: der stimmenmehrheit, welche diese partei im fürstenrathe besasz, hat…

Stimmen aus Maria-Laach

Meyers

Stimmen aus Maria-Laach , jährlich in zehn Heften in Freiburg i. Br. (Herdersche Verlagsbuchhandlung) erscheinende katholische Zeitschrift (…

stimmenbewegung

DWB

stimmen·bewegung

stimmenbewegung , f. , bewegung der einzelnen stimmen (B 4) in einer musikalischen komposition: lebendig contrastirende, hierdurch zum schwu…

Stimmenbuch

Campe

stimmen·buch

○ Das Stimmenbuch , — es, Mz. — bücher , ein Buch, in welchem die sämmtlichen Stimmen eines Tonstückes beisammen und unter einander gesetzt …

stimmenbüchlein

DWB

stimmen·buechlein

stimmenbüchlein , n. , fibel zur erlernung des lesens, vgl. stimme C 1 ' laut ' ( sp. 3073): ein besonder fast nützlich stymmenbüchlein Jac.…

stimmenchor

DWB

stimmen·chor

stimmenchor , m. , chor von sängern, vgl. stimme B 1 d: ob es schwingende geigen und blasende hörner, ... ob es ein saitenklavier oder ein m…

Stimmen der Völker

Meyers

Stimmen der Völker , Titel einer ursprünglich von Herder herausgegebenen Volksliedersammlung (s. Herder , S. 202, 1. Spalte).

stimmeneinheit

DWB

stimmen·einheit

stimmeneinheit , f. , einhelligkeit aller bei einer wahl abgegebenen stimmen (E): schritt man zur wahl der landboten, deren instruktion durc…

stimmeneinsatz

DWB

stimmen·einsatz

stimmeneinsatz , m. , dass. wie stimmeneintritt: auf den ersten blick scheinen sie ( quartette ) nicht schwer zu spielen, namentlich in den …

stimmeneintritt

DWB

stimmen·eintritt

stimmeneintritt , m. , das eintreten der einzelnen teile der partitur (stimme B 4): die letzte partie einer ... fuge (an der ersten würden s…

Stimmenführer

Campe

stimmen·fuehrer

○ Der Stimmenführer , — s, Mz . gl. ein Führer, Anführer der Stimmen, Singstimmen. »Es pflegt sich dann das Ganze in gewisse Parthien (Parte…

stimmenfülle

DWB

stimmen·fuelle

stimmenfülle , f. , von der möglichkeit, mehrere stimmen ( vgl. B 2 b und 4) gleichzeitig zu erzeugen: wie das clavier ... sich ausspricht, …

stimmengang

DWB

stimmen·gang

stimmengang , m. , bewegung der einzelnen stimmen (B 4) innerhalb der musikalischen komposition: der fatale stimmengang in der melodie und i…

stimmengebrauch

DWB

stimmen·gebrauch

stimmengebrauch , m. , gebrauch der singstimme (stimme B 1 a): so einer masse von 60, die alle mitsingen müssen in den chören gleich von ihr…

stimmengebrause

DWB

stimmen·gebrause

stimmengebrause , n. , schall vieler menschlicher stimmen: sie bringen in glänzendem und betäubendem trubel von sonne, von waffen, von pauke…

stimmengeschwirr

DWB

stimmen·geschwirr

stimmengeschwirr , n. , ähnlich wie -gebraus: der oberst ... rief in das allgemeine stimmengeschwirr 'gesegnete malzeit' Rud. Stratz du schw…

stimme als Zweitglied (30 von 42)

Bankstimme

Adelung

bank·stimme

Die Bankstimme , plur. die -n, im Deutschen Staatsrechte, eine Stimme, welche nicht von einem einzelnen Reichsstande, sondern von einer ganz…

Báßstimme

Adelung

bass·stimme

Die Báßstimme , plur. die -n. 1) Wie Baß in der ersten Bedeutung, die niedrigste Stimme in der Musik. 2) Ein Papier, auf welchem die Noten f…

bruststimme

DWB

brust·stimme

bruststimme , f. vox pectoralis, aus voller brust hervorgehende stimme, vgl. brustgesang .

busûnenstimme

MWB

busûnenstimme stF. ‘Klang der bûsune’ ja hat myne sele gehort bosunenstymme [ vocem bucinae ] , stritis gerufte Cranc Jer 4,19 MWB 1 1157,32…

busūnenstimme

KöblerMhd

busūnenstimme , st. F. nhd. „Posaunenstimme“, Klang der Posaune Q.: Cranc (1347-1359) (bosunenstymme) (FB busūnenstimme) E.: s. busūne, stim…

donnerstimme

DWB

donner·stimme

donnerstimme , f. vox horrenda Stieler 2167 . und ich höret der vier thierer eins sagen als mit einer donnerstim 'kom und sihe zu' Offenb. J…

eidesstimme

KöblerMhd

eide·s·stimme

eidesstimme , st. F., sw. F. nhd. Eidesstimme Q.: DRW (1449) E.: s. eit (1), stimme W.: nhd. DW- L.: DRW

engelsstimme

DWB

engels·stimme

engelsstimme , f. da erhebt sich geist und sinn, da werden gleichsam engelsstimmen wach, dem ewigen preis- und loblieder darzubringen Göthe …

engelstimme

MWB

engel·stimme

engelstimme swF. ‘Engelsstimme’ gegruzet sistu [Maria] , edel suze gimme, / dich lobin alle engel stimme MarGr 20 33,2 MWB 1 1636,46; Bearbe…

fīnstimme

KöblerMhd

fīn·stimme

fīnstimme , st. F., sw. F. nhd. „Feinstimme“ Q.: Ack (nach 1400) E.: s. vīn, stimme W.: nhd. DW- L.: MHDBDB (fînstimme)

gesammtstimme

DWB

gesammt·stimme

gesammtstimme , f. oder sammtstimme, im deutschen staatsrechte, eine stimme auf den reichs- und kreistagen, woran mehrere gemeinschaftlichen…

gotesstimme

KöblerMhd

gotes·stimme

gotesstimme , st. F., sw. F. nhd. Gottesstimme Q.: EvS, VMos (1130/1140) E.: s. got (1), stimme W.: nhd. Gottesstimme, F., Gottesstimme, DW …

grundstimme

DWB

grund·stimme

grundstimme , f. ( vgl. comp.-typ. 5 d). 1 1) ' bassstimme, unterstimme ': grund- oder unterstimme (bassus) allein zu singen Harsdörfer frau…

hauptstimme

DWB

haupt·stimme

hauptstimme , f. vox principalis, zunächst in musicalischer beziehung: dann wie die seitenspiler, nach dem sie die rechte hauptstimm haben b…

jâmerstimme

MWB

jâmerstimme stF. 1 ‘Wehgeschrei, Wehklage’ 2 ‘von Schmerz erfüllte Stimme’    1 ‘Wehgeschrei, Wehklage’ dâ hôrte man jâmerstimme / schrîen d…

jāmerstimme

KöblerMhd

jāmer·stimme

jāmerstimme , st. F. nhd. „Jammerstimme“, Jammergeschrei, Wehklage, Wehgeschrei, Klagestimme, von Schmerz erfüllte Stimme Q.: HvNst (FB jāme…

klagestimme

DWB

klage·stimme

klagestimme , f. klagende stimme: die klagestimmen schwiegen. Klinger 4, 186 ; bald nachher ergriff die trauer ihrer klagestimme mein todban…

kopfstimme

DWB

kopf·stimme

kopfstimme , f. im gesang, die mit der falset- oder fistelstimme verbundene bruststimme. Adelung.

kürstimme

KöblerMhd

kür·stimme

kürstimme , st. F., sw. F. nhd. Kürstimme Q.: WeistGr (nach 1354) E.: s. kür, stimme W.: nhd. DW- L.: DRW

lockstimme

DWB

lock·stimme

lockstimme , f. : wenn ich blosz dem antrieb meines dämons oder der lockstimme seines satyrs folgte. Wieland 33, 91 .

menschenstimme

DWB

menschen·stimme

menschenstimme , f. 1 1) vox articulata. Stieler 2167 ; vox humana. Frisch 1, 659 a ; im allgemeinen menschliche stimme: das stumme lastbar …

mittelstimme

DWB

mittel·stimme

mittelstimme , f. im musikalischen satz eine stimme, die zwischen der oberstimme und der unterstimme oder dem basz liegt. mittelstimme, vox …

oberstimme

DWB

oberst·imme

oberstimme , f. suprema vox, diskantstimme. Stieler 2167 : unwillig murret der basz, dasz im diskante die saiten die schnelle rechte heller …

Ortstimme

DRW

ort·stimme

Ortstimme, f. I verbindliche Äußerung eines eidgenössischen Standes vgl. 1Ort (VI) 1626 uö. SchweizId. XI 414 Faksimile dass man persönlich …

Ableitungen von stimme (3 von 3)

bestimme

BMZ

bestimme swv. setze durch meine stimme fest, setze fest überhaupt. niemen sol für keine buoʒ bitten bî einer bestimten strâf Zürich. richteb…

gestimme

DWB

gestimme , n. 1 1) das stimmen der tonwerkzeuge. 2) das zusammenstimmen, die harmonie, musik: wenn euer ( der saiten ) himmlisches gestimme …

urstimme

DWB

urstimme , f. (ur- C 4 c): die menschenstimme ist zwar natürlich urton, und alle übrigen stimmen der welt sind nur ferner nachhall dieser gö…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „stimme". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/stimme/drw?formid=stimme
MLA
Cotta, Marcel. „stimme". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/stimme/drw?formid=stimme. Abgerufen 19. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „stimme". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/stimme/drw?formid=stimme.
BibTeX
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  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„stimme"},
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