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Schwert

mnd. bis spez. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
16 in 15 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Schwert Das

Bd. 4, Sp. 345b
Das Schwert, — es, Mz. — er (* — e); Vw. das — chen, O. D. — lein, eine Waffe zum Hauen und Schneiden, deren Haupttheil eine breite und gerade Klinge ist, welche entweder nur Eine Schneide oder gewöhnlicher deren zwei hat, wodurch sich das Schwert von dem gebogenen Säbel unterscheidet. Die Schlachtschwerter unserer Vorfahren waren von besonderer Größe. Vegurtet mit den Schwerten — d. Nibelungen. L. V. 9115. Ein Ritterschwert, die Kurschwerter. Das Richterschwert, wofür gewöhnlich nur das Schwert gesagt wird. Zum Schwerte verurtheilen, verurtheilt werden, den Kopf durch das Schwert zu verlieren. Mit dem Schwerte hinrichten. Da das Schwert besonders eine Waffe im Kriege ist, so wird dadurch auch Krieg und offenbare Gewaltthätigkeit bezeichnet. Mit Feuer und Schwert verheeren, mit Brennen und Blutvergießen. Hier muß das Schwert entscheiden, d. h. sowol der Krieg, als auch der Zweikampf mit Schwertern. Mit dem Schwerte darein schlagen, offenbare Gewaltthätigkeit gebrauchen. Ein Schwert hält das andere in der Scheide, bei gleicher Stärke und Bereitschaft zum Schlagen, zum Kriege, hält der eine Theil den andern von Gewaltthätigkeit, vom Kriege zurück. Х Er hat eine Zunge wie ein Schwert, d. h. er kann auf eine schneidende, äußerst empfindliche Art sprechen. Ehemahls gebrauchte man Schwert auch in weiterer Bedeutung von andern Angriffswaffen dieser Art, selbst vom Dolche, wie Schilter anführet. Uneigentlich führen den Namen Schwert wegen einiger Ähnlichkeit in der Gestalt, ein Werkzeug der Sammtweber und der Buchbinder. Bei den ersten ist es ein schwertförmiges dünnes und schmales Brett, welches zwischen das Fach der Kette gelegt wird. Bei den letzten ist es ein kleineres schwertförmiges Holz, mit welchem sie die Blätter eines Bogens in einander legen und schlagen. Eines andern ähnlichen Werkzeuges bedient man sich bei der Bearbeitung des Hanfes, um die nach dem Brechen noch zurückgebliebenen Scheven auszuklopfen. An den Schiffen ist das Schwert ein an der Seite desselben gleich einem Schwerte an der Seite des Kriegers hangendes Werkzeug, welches aus starken mit Eisen verbundenen Planken zusammengesetzt ist und beinahe die Gestalt einer Schuhsohle hat, welches zweimahl länger als breit ist, und welches dienet zu verhindern, daß das Schiff nicht zu viel abtreibet und sich nicht zu sehr auf die Seite legt. Bei den Kahnbauern ist das Schwert ein Holz, welches zur Verbindung des Steines dient, auf das obere Erde der Standele gezapft ist und gekrümmt bis zur Wasserdiele hinuntrrgehet. Röding. Da Schwert wahrscheinlich von wehren oder auch von Schwere (s. d. 2) abstammt und das t am Ende bloß hinzugekommen, dem Worte nicht ursprünglich gehört, so spricht man in Schwert das e nicht geschärft aus, wie das mit den Selbstlautern, wenn zwei darauf folgende Mitlauter das Wort beschließen, sonst gewöhnlich ist, sondern man dehnet es. Andere schreiben Schwerd und noch Andere überflüssiger Weise Schwerdt, gleichsam um jene beiden Schreibarten mit einander zu vereinigen.
3009 Zeichen · 37 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    schwertAdj.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    schwert , Adj. Vw.: s. swart (1)

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    SchwertDas

    Campe (1807–1813) · +4 Parallelbelege

    Das Schwert , — es, Mz. — er (* — e ); Vw. das — chen , O. D. — lein , eine Waffe zum Hauen und Schneiden, deren Hauptth…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schwert

    Goethe-Wörterbuch

    Schwert öfter -d(t); Pl auch -(d)te 1 Hieb- u Stichwaffe mit meist gerader, zweischneidiger Klinge, Gefäß u Scheide; auc…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schwert

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Schwert , Hiebwaffe und wenn kurz auch Stichwaffe, mit starker 2schneidiger, gerader Klinge. — S., im Schiffsbau oval ge…

  5. modern
    Dialekt
    Schwertn.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Schwert n. : 1. 'Hieb- und Stichwaffe mit langer, scharfer Klinge', Schweʳt (šwęʳd, šwEʳd) [verbr., Schneckenburger 42 L…

  6. Sprichwörter
    Schwert

    Wander (Sprichwörter)

    Schwert 1. Alt Schwert ist Goldes werth. Mhd. : Je hân ich gehoeret sagen lange zît bî mînen tagen, daz helde gern gesta…

  7. Spezial
    Schwert

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Schwert n. (-[e]s,-er) 1 spada (-des) f. 2 (Säbel) sabla (-les) f. 3 (kleines Schwert) spadorin (-s) m. ▬ zweischneidige…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schwert

207 Bildungen · 191 Erstglied · 11 Zweitglied · 5 Ableitungen

Zerlegung von schwert 2 Komponenten

sch+wert

schwert setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schwert‑ als Erstglied (30 von 191)

schwertamt

DWB

schwert·amt

schwertamt , n. amt der obrigkeitlichen strafgewalt ( vgl. schwert 8. 9): die in jrem schwerdampt funden werden. Luther 3, 125 b ; also mus …

schwertapostel

DWB

schwert·apostel

schwertapostel , m. : ein schwertapostel in des groszen Ludwigs sold schrie fliehnden kezern nach: der pabst hat es befohlen, ihr hunde, das…

schwertarm

DWB

schwert·arm

schwertarm , m. arm der das schwert führt: nur an den energisch geschwungenen schwertarmen ( in einem gemälde ) erkennt man einige kunstgere…

schwertblitz

DWB

schwert·blitz

schwertblitz , m. schnelles blinken eines schwertes: ich sah einen stahlblitz in der frühen sonne — ach gott, es war der schwerdtblitz des r…

Schwertblume

PfWB

schwert·blume

Schwert-blume f. : ' Schwertlilie (Iris germanica) ', Schweʳtblum [ IB-Blieskst ], Schwaʳt- [ KU-Cronbg ]; vgl. Schwert 3 a. Südhess. V 920 …

schwertbohne

DWB

schwert·bohne

schwertbohne , f. spielart der gemeinen bohne, phaseolus vulgaris, mit breiten hülsen und kleinen bohnen. Nemnich 3, 935. 936 . vgl. auch sä…

schwertboot

DWB

schwert·boot

schwertboot , n. besondere art eines segelbootes mit einem beweglichen schwertähnlichen brette an stelle des festen kieles.

Schwertbrand

DRW

schwert·brand

Schwertbrand, m. zu Brand (VI) schweiz. Schwertklinge; als zollpflichtige Ware ein stúrzen, segensen, sýchlen oder nuͥwer swerten brend hier…

schwertbruder

DWB

schwert·bruder

schwertbruder , m. mitglied eines geistlichen ritterordens, von Riga aus zur verbreitung des christenthums im norden gestiftet, swertbrûdere…

Schwertbrüder

Meyers

schwert·brueder

Schwertbrüder , geistlicher Ritterorden, 1202 vom Bischof Albert in Riga zum Kampf gegen die livländischen Heiden gestiftet und 1204 vom Pap…

Schwertbrüder

Herder

Schwertbrüder , geistlicher Ritterorden, gestiftet 1202 in Livland durch Albert von Apeldern, Nachfolger des 1198 umgekommenen Bischofs Bert…

Schwertchen

DRW

schwert·chen

Schwertchen, n. eine Münze dat men dat gelt in der wagen nemen sal ... eyn swertgen ... 1 albus 1532 WeselEdikte I 392 der batzen, der grosc…

schwertdame

DWB

schwert·dame

schwertdame , f. dame, die dem ritter das schwert umgürtet. don Quix. übers. von Tieck 1 (1874) , 17.

Schwertdantz

ElsWB

Schwertdantz Pyrricha Moriscken tanz’ Gol. 246.

Schwertdegen

Campe

schwert·degen

✱ ✱ Der Schwertdegen , — s, Mz . gl. einer der mit dem Schwerte im Kriege dienet, oder auch der Knecht eines solchen, welcher das Schwert de…

schwertdiener

DWB

schwert·diener

schwertdiener , m. diener der obrigkeitlichen strafgewalt: und soll insonderheit unsern schwertdienern ernstlich befohlen sein, auf die unge…

schwertdienst

DWB

schwert·dienst

schwertdienst , m. dienst mit dem schwerte, kriegsdienst: die freier waren meist bäurische genossen, welche lungernd in den dörfern des graf…

schwert als Zweitglied (11 von 11)

Chūrschwêrt

Adelung

chur·schwert

Das Chūrschwêrt , des -es, plur. die -er, dasjenige Schwert, welches das Ehrenzeichen der Chur Sachsen ist, wegen des Erzmarschallamtes, wom…

Damoklesschwert

Pfeifer_etym

damokles·schwert

Damoklesschwert n. ‘stets drohende Gefahr’ (19. Jh.). Der bildliche Ausdruck beruht auf einer bei Cicero überlieferten Legende, nach der der…

Rachschwert

Campe

rach·schwert

Das Rachschwert , — es, Mz. — er , ein zur Rache, im ganzen Umfange dieses Wortes dienendes, aufgehobenes Schwert; eigentlich und uneigentli…

reichsschwert

DWB

reich·s·schwert

reichsschwert , n. das schwert als zeichen der obersten richterlichen gewalt im reiche: ( der reichsadler ) haltend in der rechten, das reic…

richtschwert

DWB

richt·schwert

richtschwert , n. schwert, womit verbrecher hingerichtet werden: denn er sah sein richtschwerdt, das allein in dem schrank an einem nagel hi…

schlachtschwert

DWB

schlacht·schwert

schlachtschwert , n. schwert für die schlacht, besonders von einer groszen waffe gebraucht: schlachtschwärdt (das) bellator ensis, romphaea …

stabschwert

DWB

stab·schwert

stabschwert , n. schwert, das in einem hohlen stabe steckt, dolch, vgl. stab II, 2, f und stabdegen, -messer, -scheide; nur in der ältern sp…

strafschwert

DWB

straf·schwert

-schwert , n. : spada ultrice ò vindice Kramer dict. 2 (1702) , 993 c ( Schottel haubtsprache [1663] 441 ); strafschwerd the sword of justic…

unbeschwert

DWB

unbe·schwert

unbeschwert , part.-adj. adv. , nicht beschwert. mhd. unbeswæret; mnd. unbeswaret; mnl. onbeswaert; nl. onbezwaard; dän. ubesværet; schwed. …

Ableitungen von schwert (5 von 5)

beschwert

FWB

1. s. 1beschweren 1.; 2. s. 1beschweren 6.; 3. s. 1beschweren 7.

erschwert

LDWB2

er|schwert adj. agravé (-vá, -vada), plü ri, de pëis. ▬ unter erschwert en Bedingungen sot a condiziuns agravades.

geschwert

DWB

geschwert , d. i. geschwertet, schwertförmig (in maszen des buochstaben I, wie die Frontinübersetzung, Mainz 1532, 44 a es ausdrückt ): von …

Schwerte

Meyers

Schwerte , Stadt im preuß. Regbez. Arnsberg, Kreis Hörde, an der Ruhr, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Düsseldorf-Soest und S.-Bestwig, 127…

urschwert

DWB

urschwert , n. (ur- C 4 c): vom u. bis zur miniaturtabaksdose ist dort ( im museum ) alles J. Burckhardt briefe a. e. architekten 116 .