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Schwanken

nhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
12 in 12 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Schwanken

Bd. 3, Sp. 1710
Schwanken, verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben, sich biegsam oder mit einem Schwunge hin und her, auf und nieder bewegen. Eigentlich. Die Eichen, sie schwanken von Winden erschüttert, Weiße. Der Braten schwankt am Spieße. Nur der goldne Hämmerling sitzt im Haselgebüsche, Auf dem schwankenden Ast, und singt den ruhigen Heiden Stets eintönig sein Lied, Zach. Ingleichen, im Gehen sich von einer Seite zur andern bewegen, besonders wenn es aus Kraftlosigkeit geschiehet, da denn das Schwanken vor dem Falle herzugehen pflegt. Im Gehen schwanken. Weiter mögen meine schwankenden Knie nicht, Geßn. Hier schwank ich unter der geliebten Last, Raml. Ingleichen von flüssigen Körpern, sich in einem Gefäße heftig hin und her bewegen. Der Wein schwankt über. Nieders. schulpen, swabbeln. 2. Figürlich. 1) Unentschlossen seyn. Das macht mein Urtheil von seiner Gemüthsart noch sehr schwankend. Mein Herz schwankt ungewiß, Schleg. 2) Unbestimmt seyn, Mangel an den zur Klarheit nothwendigen Merkmahlen haben. Ein[] schwankender Ausdruck. Der Begriff schwankt. So auch das Schwanken. Anm. Dieses Wort ist ein vermittelst des Zischlautes gebildetes Intensivum von wanken, und lautet auch im Pohln. swankuje. Verwandt ist damit das Nieders. swajen, vom Winde hin und her bewegt werden, welches ein ähnliches Intensivum von wegen ist. In Baiern ist für schwanken schwaben, und in Niedersachsen sluckern, swoppen, zwucksen, wigelwageln, und vom menschlichen Gange sweimen, swimen üblich.
1478 Zeichen · 31 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schwanken

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Schwanken , verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben, sich biegsam oder mit einem Schwunge hin und her, auf und nieder…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    schwanken

    Goethe-Wörterbuch

    schwanken mehrf -cken, -ngen 12,312 Vs 54 ; häufig subst Inf (dabei gelegentl Kleinschr; Abkürzung ‘Schwank.’ evtl auch …

  3. modern
    Dialekt
    schwanken

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    schwanke n sich hin und her bewegen, wackeln Z. D e r Wauje n is t a l s hin e n d hëre g e schwankt Ingenh. Vgl. gaukle…

  4. Sprichwörter
    Schwanken

    Wander (Sprichwörter)

    Schwanken 1. Nach zu viel Schwanken wirft man um. 2. Schwanken kommt vorm Falle. – Sailer, 244. 3. Wenn man schwankt, ka…

  5. Spezial
    schwanken

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    schwan|ken vb.intr. 1 (sich hin- und herbewegen) jí ia y ca 2 (taumeln) cinderné (-nëia) , ciancanté (-tëia), cioderné (…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schwanken

5 Bildungen · 1 Erstglied · 2 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von schwanken 2 Komponenten

schwan+ken

schwanken setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schwanken‑ als Erstglied (1 von 1)

schwanken als Zweitglied (2 von 2)

überschwanken

DWB

ueber·schwanken

überschwanken , v. 1 1) in untrennb. verbindung selten: etwas ü., darüber hinaus schwanken: mit den leibern sich die geister zanken, und der…

umschwanken

Idiotikon

umschwanken Band 9, Spalte 2001 umschwanken 9,2001

Ableitungen von schwanken (2 von 2)

Entschwanken

Campe

◬ Entschwanken , v. intrs. mit sein, mit schwankenden Schritten sich entfernen. Der Greis entschwankte seinem Lager. Das Entschwanken.

verschwanken

DWB

verschwanken , verb. , ' schwankend verschwinden '. Campe.