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Schmuck

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Adelung
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Schmuck

Bd. 3, Sp. 1580
Der Schmuck, des -es, plur. doch nur in Einem Falle, die -e, von dem Zeitworte schmücken. 1. Eigentlich, der Glanz, und in weiterer Bedeutung, die verschönerte Gestalt eines Dinges, ohne Plural; eine nur noch in der höhern und dichterischen Schreibart übliche Bedeutung. Schön, schön ist die ganze Gegend in des Herbstes feyerlichstem Schmucke, Geßn. 2. Dasjenige, was zur Verschönerung der Gestalt einer Sache von außen dienet. 1) Im weitesten Verstande, wo es eigentlich von allen solchen Dingen gebraucht wird, besonders so fern es Kleidungsstücke oder andere ähnliche Dinge sind, die Gestalt eines Dinges zu verschönern; gleichfalls ohne Plural. Der Altarschmuck, der Kirchenschmuck. In der Deutschen Bibel kommt es häufig collective von feyerlichen Kleidern und Kleidungsstücken beyder Geschlechter vor. Aarons priesterlicher Schmuck. Im Hochdeutschen ist es hier in der edlern und höhern Schreibart am gangbarsten, für das vertrauliche Putz, welches über dieß keinen so hohen Grad der Verschönerung bezeichnet, und für das niedrige Staat. Den Schmuck anlegen, Ezech. 24, 27. Der festliche Schmuck einer Braut. Graues Haar ist der Alten Schmuck, Sprichw. 20, 29. 2) In engerer Bedeutung werden Edelsteine und Perlen, so fern sie zur Verschönerung der äußern Gestalt dienen, noch häufig ein Schmuck genannt, da es denn als ein Collectivum gebraucht wird, mehrere zusammen gehörige Stücke dieser Art zu bezeichnen. Von mehrern solchen Ganzen wird denn auch wohl zuweilen der Plural, die Schmucke, gebraucht. Ein Schmuck von Perlen, von Diamanten. Ein guter oder echter Schmuck, im Gegensatze eines unechten. Der Brautschmuck, Haarschmuck, Halsschmuck. Ehedem sagte man dafür Geschmuck, die collective Bedeutung näher zu bezeichnen, welche Form noch im Oberdeutschen gangbar ist. Siehe Schmücken.
1799 Zeichen · 24 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schmuck

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Der Schmuck , des -es, plur. doch nur in Einem Falle, die -e, von dem Zeitworte schmücken. 1. Eigentlich, der Glanz, und…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    schmuck

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    schmuck sehr ansprechend (angezogen, herausgeputzt, geschmückt, gestaltet), apart, prächtig, besonders hübsch, reizvoll;…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schmuck

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Schmuck (hierzu die Tafel »Schmucksachen I-III« ). Bei den ältesten Kulturvölkern des Orients war die Neigung, sich zu s…

  4. modern
    Dialekt
    schmuck

    Schweizerisches Idiotikon · +3 Parallelbelege

    schmuck Band 9, Spalte 914 schmuck 9,914

  5. Sprichwörter
    Schmuck

    Wander (Sprichwörter)

    Schmuck 1. Es ist besser dem schmuck täglich zulegen, denn mählich wieder ablegen. – Henisch, 323, 33. 2. Grosser Schmuc…

  6. Spezial
    Schmuck

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Schmuck m. (-[e]s) 1 belijia f. 2 (Verzierung) ornamënt (-nc) m. 3 abelimënt (-nc) m. 4 (Dekoration) decoraziun (-s) f. …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schmuck

120 Bildungen · 101 Erstglied · 16 Zweitglied · 3 Ableitungen

Zerlegung von schmuck 2 Komponenten

sch+muck

schmuck setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schmuck‑ als Erstglied (30 von 101)

Schmuck I

Idiotikon

Schmuck I N. Band 9, Spalte 912 Schmuck I N. 9,912

Schmuck II

Idiotikon

Schmuck II Band 9, Spalte 912 Schmuck II 9,912

Schmuck III

Idiotikon

Schmuck III Band 9, Spalte 913 Schmuck III 9,913

Schmuck (Adj.)

Wander

Schmuck (Adj.) Schmuck (Adj.). 1. Dat is smuck. – Dähnert, 435 a . Spottweis von dem, was schlecht gethan ist. 2. Dat lett nig smuck. – Dähn…

schmuckangel

DWB

schmuck·angel

schmuckangel , f. angel mit einem glänzenden blech, durch dessen glanz man die fische anzulocken sucht. Jacobsson 2, 12 b ; alle flieszende …

Schmuckarbeit

GWB

schmuck·arbeit

Schmuckarbeit Anfertigung bzw Ausschmückung von Accessoires oä (als typische durch Frauen verrichtete Handarbeit) Sie [ Hilarie ] besaß ein …

schmuckbekränzt

DWB

schmuckbekränzt , adj. : heil euch, ihr grünen frohen gefilde! heil, des stillen segens wohnungen, euch! und euch ihr reiz- und schmuck-bekr…

schmuckberaubt

DWB

schmuckberaubt , adj. : die ehre missen, heiszt alles missen. besser, nicht der deine, als dein so schmuckberaubt. Shakespeare Ant. u. Cleop…

schmuckbewahrerin

DWB

schmuck·bewahrerin

schmuckbewahrerin , f. : schmuck- ò geschmuck-bewahrerin, guarda-gioie. gall. dama d'atour Kramer deutsch-ital. dict. 2, 614 c .

Schmuckdarstellung

GWB

schmuck·darstellung

Schmuckdarstellung Präsentation kostbarer Schmuckstücke; im Bild [ mBez auf das Konzert der Singakademie im Radziwillschen Palais während de…

Schmuckeis

RhWB

schmuck·eis

Schmuck-eis -uk-, –ok- Birkf-Bosen Gonnesw Neunk Schwarzenb Selb , Wend-Bliesem Guidesw Remmesw Stdt , Saarl-Bilsd Lab Diefflen Pachten Pies…

schmuckelen

ElsWB

schmuck·elen

schmuck e le n [mùklə Strüth ; myklə Roppenzw. Kaysersbg. ] 1. schmuggeln Strüth Kaysersbg. 2. refl. sich einhüllen in Kleider oder in die…

schmuckelig

DWB

sch·muckelig

schmuckelig , adj. : übel riechend, unrein Schm. 2, 541 . Kehrein 1, 357 , vgl. schmuckeln 3.

schmuckeln

DWB

schmuck·eln

schmuckeln , verb. 1 1) deminutivbildung zu schmucken, schmiegen: schmucken, schmuckelen sich ( da schmiegen forse ), rannicchiarsi, restrin…

Schmucken

Campe

sch·mucken

† Schmucken , v. intrs . in Hamburg, schmatzen, z. B. beim Küssen. D. Schmucken .

Schmuckenkordel

PfWB

schmucken·kordel

Schmucken-kordel f. : = Schmicke 1, Schmuckgoʳdel [ KB-Dreis Stett FR-Assh Kindh ], Schmu- [ FR-Ebertsh ]; Syn. s. Treibschnur , Schmicke 1;…

schmuckeren

ElsWB

schmuck·eren

schmuckere n [mùkərə Hlkr. Bf. Zinsw. ] ärmlich leben, aus Geiz oder Not. Die s. um e Pfënni g sind zu geizig, nur einen Pfennig auszugeben…

schmuckerig

ElsWB

schmucke·rig

schmuckerig [mùkərik Westhalten ] 1. Adv. schwächlich, kränklich. Das Kind luegt s. dri n . 2. Adj. trübe, vom Wetter.

schmuck als Zweitglied (16 von 16)

Familienschmuck

RDWB1

Familienschmuck m фамильные драгоценности (а не "семейные")

brautschmuck

DWB

braut·schmuck

brautschmuck , m. was brautputz: der erste morgen des sommers häufte um ihn den brautschmuck der erde. J. P. Hesp. 4, 62; welcher morgen! in…

g(e)schmuck

Idiotikon

g(e)schmuck Band 9, Spalte 914 g(e)schmuck 9,914

geschmuck

DWB

geschmuck , m. verstärkung von schmuck ( s. d. ), mhd. gesmuc, vereinzelt gesmock Alsfelder passional 2848 Gr.; daneben als n. die collectiv…

halsschmuck

DWB

hals·schmuck

halsschmuck , m. schmuck um den hals: damit hätte ich vielleicht nicht einmal die uhren mit dem zu jeder gehörigen hals-, kopf- und ohrensch…

hauptschmuck

DWB

haupt·schmuck

hauptschmuck , m. 1 1) kopfschmuck: der hauptschmuck nach gelegenheit der zeit: im winter auf die französisch, im meien auf die spanisch, im…

heidenschmuck

DWB

heiden·schmuck

heidenschmuck , m. decus campi, ist der name zweier pflanzen: des cistus helianthemum, sonnenröschen, erdepheu Nemnich 2, 1052 , und der ser…

hurenschmuck

DWB

huren·schmuck

hurenschmuck , m. ornatus meretricius: sihe, da begegnet im ein weib im hurnschmuck. spr. Sal. 7, 10 ; fromme, von allem hurenschmuck falsch…

kirchenschmuck

DWB

kirchen·schmuck

kirchenschmuck , m. ornatus ecclesiasticus, kleider und gewand der priester und zierat des altars Frisch 1, 516 b , ' anathema ' Steinbach 2…

kopfschmuck

DWB

kopf·schmuck

kopfschmuck , m. ornatus capitis, hauptschmuck, kopfputz. Adelung : weiblicher kopfschmuck, mhd. houbetgebende ( vgl. unter köpflein 2, d );…

Ofe(n)schmuck

Idiotikon

Ofe(n)schmuck Band 9, Spalte 913 Ofe(n)schmuck 9,913

perlenschmuck

DWB

perlen·schmuck

perlenschmuck , m. schmuck von oder wie von perlen Stieler 1886 : ( du hast ) meinen perlen-schmuck gebraucht zu kinderspiel. Hofmannswaldau…

Schleiergeschmuck

DRW

schleier·geschmuck

Schleiergeschmuck, m. Zierrat in Form eines Schleiers verpott, ... durch welches ... weybs persohnen ... verwahrnet ..., sich solchen kappen…

weiberschmuck

DWB

weib·er·schmuck

weiberschmuck , m. dafür weiber-geschmuck Abr. a S. Clara etw. f. alle 2, 374 , auszerdem fest in der form weiberschmuck, in den wb. von Sti…

Ableitungen von schmuck (3 von 3)

geschmuck

DWB

geschmuck , m. verstärkung von schmuck ( s. d. ), mhd. gesmuc, vereinzelt gesmock Alsfelder passional 2848 Gr.; daneben als n. die collectiv…

Schmucke

SHW

Schmucke Band 5, Spalte 541-542

unschmuck

DWB

unschmuck , adj. A. W. Schlegel-Tieck Shakespeare 9 (1833) , 50 ( Cymbeline 3, 4). unüblich. —

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „schmuck". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schmuck/adelung?formid=S02332
MLA
Cotta, Marcel. „schmuck". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schmuck/adelung?formid=S02332. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „schmuck". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schmuck/adelung?formid=S02332.
BibTeX
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  urldate      = {2026-05-09},
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