Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
raufen verb.
raufen , verb. vellicare. 1 1) das goth. raupjan τίλλειν erscheint weiter als ahd. roufan vellere, vellicare, mhd. roufen, mnd. ropen, mnl. roopen; im ags.-friesischen, sowie in den scandinavischen sprachen ist es unbezeugt. in engster beziehung zu rupfen stehend, das als intensivum zu raufen anzusehen ist, setzt es ein starkes verbum goth. riupan etwa der intransitiven bedeutung reiszen, abreiszen voraus, von welchem indes nachweise nicht zu geben sind, wie auch raufen und rupfen ohne weitere verwandte dastehen. neben dem ersteren hat sich mitteldeutsch eine bis ins 17. jahrh. vielgebrauchte …