Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Ranzen m.
Ranzen m.
Ranzen m. ‘auf dem Rücken zu tragende Tasche, Rucksack, Tornister, Schultasche’. Die Herkunft des zuerst als Rantz ‘(Brot-, Trag)sack’ (1510) bezeugten, der Gaunersprache angehörenden und um die Mitte des 17. Jhs. als Ranzen in die Literatursprache eingehenden Wortes ist dunkel. Ungeklärt bleibt auch das Verhältnis zu gleichbed. mnd. renzel, rensel ‘Reisesack’ (daraus nl. ransel), nd. Ränzel, das im 16. Jh. ins Hd. aufgenommen wird und dessen Herkunft ebenfalls unbekannt ist. Vielleicht aus mnd. nd. *rant, dem hd. *ranz, rotw. Rantz (s. oben) entspricht? In der Umgangssprache werden Ranzen, Ränzel und Ränzlein seit Ende des 17. Jhs. auch auf ‘Bauch’ übertragen; Adelung (1777) verzeichnet Ranzen ‘Buckel’.