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Mulde

mhd. bis spez. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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20 in 17 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Mulde

Bd. 5, Sp. 1373
Mulde das Wort ist vom Süd. bis n. ausschl. Ürd.-L. im N. allg., n. davon Back, Mengback; die zugrunde liegenden älteren Formen mhd. mulde, muolter, multer, ahd. muoltera finden im Rhein. ihre Entsprechungen; auf muolde gehen die rhfrk., mosfrk., rip., nberg. Formen zurück, u. zwar Rhfrk mūl [Simm-Buch Corw Sabershsn -ō-; Goar-Perschd -u-; NWend -ōu- (-ou- Birkf-Idar Herrst)], -ō-; Ottw -ōu-; an der mosfrk. Saar n. ausschl. Saarl-Friedrichsw Bous Ensd Schwalb Sprengen, Saarbr-Heusw (nach Ottw hin) -ōu-, –o·u.-; -o·u.- reicht zunächst bis einschl. Saarl-Biring Fremersd, Merz-Ficking Haustdt Erbring Hargarten Oppen; dann w. einschl. Saarbg-Eft Hellend Borg Tetting Wies u. ö. einschl. Saarbg-Greimerath OZerf Hentern OEmmel nach dem trier. Hochw. hinein; sonst an der Saar -ō:- [Merz-Losh Saarhölzb -ō·ə.-; Becking -·ə.-; Saarl-Hüttersd Kerl OEsch Pachten, Merz-Erbring, Saarbg-Greimerath Wellen -ø·y.-]; das übrige Mosfrk hat -ū:-, –ō:- [Bernk (Mos) -o·u.-; Bitb-Badem ml.; Wittl-Gipperath -u-; Bitb-Mettend, Daun-Tettschd -:-; Üdersd -o·u.; Prüm-Masthorn Olzh -o-; Nimsreuland -u-; Neuw-Altenbg Brückrachd mō:lə; Etschd Strauschd mo·l.; Linz -u-]; Rip mō:l [Malm-Bracht, Schleid-Ripsd, Rheinb-Buschhv Schweinh -ū:-; Köln-Fliesteden Pingsd Weiss, Jül-Bourh Mersch, Eup-Raeren, Aach-Vorweiden, Sieg-Merten mu·l.; MülhRh-BGladb -o-]; doch Malm-Bütgenb, Monsch-Kalterherbg Rötgen Schmidt, Schleid-Berg Blumenth Heimb Marmag Scheven Udenbreth Vlatten Wollseifen, Eusk-Antw Borr Enzen Firmenich Langend Palmersd Rövenich Zülp (u. mō:l), Rheinb-Heimerzh Queckenbg, Bo-Volmershv, Dür-Bürvenich Drove Gürzenich Kelz Müddersh, Jül-Gereonsw Siersd, Aach-Büsb (u. mō:l) Kinzw Laurensbg Merkst Vaelserquartier Walh Werth mō:lt [Schleid-Hellenth Reifferschd, Eusk-Ülpenich, Rheinb-Schweinh, Aach-Kohlschd mo·u.lt; Monsch-Strauch mū·ə.lt; Schleid-Eicks mō:ldə; Aach-Hofstdt mo·l.t; Schleckh -u-; Orsb -ø-; Breinig mō:nt]; dann im LRip mit Ausfall des -l- in Monsch-Woffelsb, Schleid-Dottel Ettelschd Gemünd Glehn Kall OReifferschd Roggend Schönseiffen Sistig, Eusk-Billig Commern Elsig Euenh Frauenbg Kreuzweingarten Lommersum OLiblar OElvenich OGartzem Schwerfen Stdt, Rheinb-Flamersh Kirchh Stdt, Bergh-Quadr, Dür-Geich Ginnick Muldenau, Jül-Barmen Inden Langend Laurensbg Pattern Roerd Schleiden, Aach-Höngen Warden mō:t [Dür-Froitzh mō:t, mō:lt u. mō:l]; NBerg in Sol mō:l, mehr bakəsm. [Bürrig -ō:- u. mo·l.]; Lennep -ū-, –ūə-; die oberg. Formen gehen auf mulde zurück: Gummb (auch Lennep), Wippf molə; auch Elbf mu·l., Pl. -lən; ebenso auf mulde zurückgehend: Eup-Stdt mo·l.də; Eup-Ld, SGeilk, Erk-Gerderhahn Houverath Immerath, Grevbr-Wickr mo·l.t; das übrige SNfrk hat mo·l. [Erk-Körrenz, MGladb-Rheydt -u-; Elmpt, Kemp -ǫ-; doch auf -uo- zurückgehend in SNeuss, Erk-Holzw Kaulhsn Pesch, Geilk-Hünshv Lindern Oidtw, Heinsb-Arsbeck Effeld, MGladb-Donk Geneiken Viersen -ō:-]; WSelfk ə.l u. Geilk-Gangelt Kreuzr Langbr, Heinsb-Saeffelen (u. mō:l) Schierwaldenr Wehr Brüxgen -o·u.-; Breberen Höngen mū·ə.l; Millen -o·u.-; Grevbr, Neuss, OMGladb, Erckleinenbr, Geilk-Frelenbg mo·l.dər, Pl. -rə, auf mulder (lat. mulctra ‘Melkkübel’) zurückgehend [Köln-Sinthern mō:lər; Sieg-Winterschd mu·l.dər] f.: 1. muldenförmiger Behälter. a. die aus einem Stück Holz gefertigte flachere oder tiefere runde Schüssel, worin die Butter geknetet wird, Botterm., für die schwarze Seife, Sepenmöllchen, für die Schuhwichse, Wichsmöllchen, für Milch, Brocken, Fleischstückchen für die Katze, Katzenmöllchen Gummb, Berg, uWupp 1870. RA.: En hölten M. es besser we en Glaskump Wippf. Wenn et nit bottere well, dann bottert et nit, un wenn mer en de M. schleiht Köln. — b. viereckiger, fester Trog aus Holz, nach unten sich verengend, in dem das Mehl (der Teig) für das Brot angemengt wird, im Mosfrk häufig unter die eichene Tischplatte eingebaut, Backm. (Brot-, Weckm. Saarbr) Allg. mit Ausn. des Berg., wo Bed. 1 a gilt, (doch auch Sol), wie auch Siegld, Altk (Backe)trog, im Berg Back-, Deigtrog, Trog u. wohl Backesmol; s. dazu andere Syn. Knettrog, Kump, Mehlback, Mengback, Teigkübel, –trog, Wirkback; stell de M. an de Uwe, eich muss inmere (Teig ansetzen) Rhfrk; en de M. geht en Malder Korn Rip; an (in) de M. gohn anfangen, den Teig zu bearbeiten Bitb. RA.: Et wäəss (wächst) nüs en de M. es steht eine schlechte Getreideernte in Aussicht Mü-Eif. Rent (regnet) et op Jakobsdag, da r. et an (in) de M. Bitb-NWeis. Der kleine Mensch räscht (reist) aus der M. Saarl-Bous. Et regent wie met Mollen Mörs-Orsoy. Besser, et Bruckt (Brot) schmächt nom Ovven os wie no der M. besser zu scharf als zu schwach gebacken Prüm-Ihren. Wonn et Jokobsdag rent (regnet), da r. et dem Bäcker on de M. Prüm, Bitb. — Rätsel. Et gäht ebbes de Trap erof on hot veier (4) Uhren (on kann net heren)? Bernk, Rhfrk, Mosfrk; et hot vier Uhren, käne Kopp on kän Fiss? Bernk-Talling; et geht de Drepp enuf met zwä Ohre (die Magd geht zum Speicher), kimm eronner met sechs (die M. hat noch dazu vier Ohren)? Birkf. E zinne Mölche on e fett Pöhlche (Pfuhl) on e rauh Wörmche on e wölle Zippzäppche? zinnerne Lampe mit Öl u. Docht Sieg-ODollend, Verbr. (mit Var.). — c. Trog zum Brühen des geschlachteten Schweines Rhfrk, Mosfrk, Sieg, Bo. RA.: Et könnt neist driwer, wemmer ebbes an (in) der M. leien hot Trier-Mehring. — d. der Behälter der Kelter zur Aufnahme der gemahlenen Trauben Trier (Mos); Rinne in der K., in der sich der Most sammelt und abfliesst Koch-Carden. — e. Mehlkasten in der Mühle, in den das gebeutelte, feine Mehl fällt Bitb-Mettend, Prüm-Leidenborn, May-Kollig. — f. Gipsbehälter Merz-Becking Riml. — g. mī:lχən Mehlkorb Bitb-Speicher. — h. mu·l. Gestell zum Legen von Äpfeln Neuw-Hönning. — 2. übertr. a. Gehäuse, Kasten der zweiräderigen Karre Kobl-Winning, Goar-OWesel. — b. muldə Strassenrinne, Gosse, ins Feld gerissene Regenrinne Neuw-Breib Ratzert Seyen, Altk-Dickend Elben Elkenr Gebhardshain, Kausen Kotzenr Molzhain Nauroth; Rinne zum Abfluss der Jauche Altk-Dickend. — c. mūl Bergschlucht, Erdsenkung Kreuzn-Hergenf, Meis-Meddersh; -ō:- MülhRh-BGladb; mō:l Heinsb-Saeffelen [im übrigen in FlN, z. B. an der Mul, am Milchen muldenförmiger Weinbergsdistrikt Trier-Mehring; Mol Köln-GrKönigsd; mehr als Appellat. Däll, Deift, Depde ‘Tiefe’, Donk). — d. mū:l Freiplatz beim Nachlaufesp., wo man nicht abgeschlagen werden darf Wittl-Stdt.
6480 Zeichen · 139 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    MULDEswf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    MULDE swf. ( ? ) gehört etymologisch wohl zu maln, der mehltrog, dann allgemein eine art von gefässen, namentlich zum re…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Mulde

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Mulde , plur. die -n, Diminut. das Müldchen, Oberd. Müldlein, eine Art hölzerner Gefäße, welche länglich ausgehöhlt …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Mulde

    Goethe-Wörterbuch

    Mulde 1 flaches, meist länglich-ovales, trogähnliches Gefäß, hier als Transportbehältnis; pl [ betr sog ital Dachung im …

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Mulde

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +3 Parallelbelege

    Mulde , Nebenfluß der Elbe, entsteht aus der Zwickauer M. (im voigtländischen Gebirge) u. der Freiberger M. (bei Graupen…

  5. modern
    Dialekt
    Muldef.

    Pfälzisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Mulde f. : 1. a. 'Trog, in dem der Brotteig angerührt und geknetet wird', Muhl (mūl) [verbr. NWPf westl. WPf SWPf manche…

  6. Spezial
    Mulde

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Mul|de f. (-,-n) 1 (Bodensenke) fop (fops) m. , fopa (fopes) f. 2 (kleine Vertiefung im Gelände) cöna (cönes) f. , ciadi…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit mulde

49 Bildungen · 46 Erstglied · 3 Zweitglied · 0 Ableitungen

mulde‑ als Erstglied (30 von 46)

muldeins

KöblerGot

mulde·ins

muldeins , Adj. (a) nhd. von Staub, irdisch ne. of earth, of dust, earthly ÜG.: gr. χοικός; ÜE.: lat. terrenus Q.: Bi (340-380) I.: ? Lüs., …

Muldenbank

RhWB

mulden·bank

Mulden-bank mō:l- Koch-Weiler f.: B., auf die die Backmulde gestellt wird.

muldenblei

DWB

mulden·blei

muldenblei , n. blei wie es aus der mulde gekommen, noch unverarbeitetes blei. Jacobsson 3, 100 a . dafür auch mullenblei. ebenda; mollenble…

muldenförmig

DWB

mulden·foermig

muldenförmig , adj. von der form einer mulde: ein kleines bergwasser, das in einem muldenförmigen unfruchtbaren thal nach der Rhone zuflosz.…

Muldengekräps

RhWB

Mulden-gekräps mū:ljəkrE:ps Prüm-Ihren n.: die aus der Backmulde zusammengekratzten Teigreste.

Muldengeld

DRW

mulden·geld

Muldengeld, n. Abgabe für Erzförderung; Gebühr für eine Erlaubnis im Bergbau, die nach Mulden (II) berechneten Erzmengen für eigene Rechnung…

Muldengeschirr

RhWB

mulden·geschirr

Mulden-geschirr mō:ləjəšę·r. Altk-Horhsn n.: die Geräte beim Teigansetzen, de M.schwöng u. de M.krätz.

Muldengeschräppels

RhWB

mulden·geschraeppels

Mulden-geschräppels mō:ldə- mErft; -jəšrępsəlts uErft, oNiers; mō:ləjəšraps Dür-Gey ; -ęps Aden-Siebenb , Ahrw-Vettelhv ; -jəšrępəlts Dür ; …

muldengewölbe

DWB

mulden·gewoelbe

muldengewölbe , n. tonnengewölbe, welches an beiden enden mit einem halben kugelgewölbe geschlossen ist. Jacobsson 3, 100 a . auch ein kreuz…

Muldengewölbe

Herder

Muldengewölbe entstehen wie die Kreuzgewölbe (s. d.), wenn 2 Gewölbe einander durchschneiden, aber die Gratbogen bilden vertiefte Curven.

Muldenhauer

DRW

mulden·hauer

Muldenhauer, m. zünftiger Handwerker, der Mulden anfertigt moldenhouvere (Jo[hannes]) 1345 uö. Åsdahl-Holmberg,NdHdw. 244 die ebbesche zu W.…

Muldenhütten

Meyers

mulden·huetten

Muldenhütten ( Muldener Hütten ), Fabrikort in der sächs. Kreish. Dresden, Amtsh. Freiberg, zur Gemeinde Hilbersdorf (s. d. 2) gehörig, an d…

Muldenkammer

RhWB

mulden·kammer

Mulden-kammer mū·ə.lkāmər Heinsb-Breberen f.: K. zum Aufstellen von Milchgeräten, der Backmulde, zum Bewahren von Lebensmitteln.

Muldenkarre

RhWB

mulden·karre

Mulden-karre mōləkarə Goar-Morshsn , Simm-Sabershsn ; mōl- Buch , Zell-Hesw ; mūlə- Simm-Corw Frankw Gödenr m.: zweiräderige Kasten-, Rumpfk…

Muldenklötzchen

RhWB

mulden·kloetzchen

Mulden-klötzchen mū:ləglEtsχən Trier-Pfalzel n.: das aus den Teigresten hergestellte Gebäck, bes. der mit den Teigresten umbackene Apfel.

Muldenkrape

RhWB

mulden·krape

Mulden-krape mō:lə(n)gr:p(ən), mū:-, –grE:bχən Saarbg , Trier , Wittl , Bitb , Prüm , Daun [ mō:lgr- Trier-Gilzem Igel , Daun-Tettschd , Bi…

Muld(en)kratze

PfWB

mulden·kratze

Muld(en)-kratze , Muld(en)-krätze f. : 'Gerät zum Auskratzen der letzten Teigreste aus dem Backtrog', Muhldkratz [ KL-Stelzbg ], Muld- [ LA-…

muldenkratzer

DWB

mulden·kratzer

muldenkratzer , m. trogscharre, um den backtrog vom angehängten teig zu reinigen: muolteisen, radula, muoltenschaber, muoltenkratzer Maaler …

muldenlinie

DWB

mulden·linie

muldenlinie , f. , bergmännisch, eine durch die tiefsten punkte einer mulde gelegte linie. Veith bergwb. 344 .

Muld(en)pferd

PfWB

mulden·pferd

Muld(en)-pferd n. : 'Pferd, das den Muldenkarch zieht'. a. 1545 (Abschrift 1601-1629): Item das multen Pferdt hat macht In der Ahnfahrt vff …

mulde als Zweitglied (3 von 3)

bademulde

DWB

bade·mulde

bademulde , f. wanne zum baden des kindes: die kinder sind aus der bademulde zu tode gefallen. Weise comöd. 223 ; meine tochter ist mir nich…

Bleymulde

Adelung

bley·mulde

Die Bleymulde , plur. die -n, in den Schmelzhütten, eine in Gestalt einer Mulde gegossene Bleymasse.

dachmulde

DWB

dach·mulde

dachmulde , f. ein schräger kasten für den kalk den die dachdecker gebrauchen, daher auch dachkasten genannt. er wird mit einem haken an ein…