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Mulde

mhd. bis spez. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
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20 in 17 Wb.
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

Mulde f.

Bd. 4, Sp. 1455
Mulde f.: 1.a. 'Trog, in dem der Brotteig angerührt und geknetet wird', Muhl (mūl) [verbr. NWPf westl. WPf SWPf mancherorts mittl. SPf, Christmann Kaulb 28 Mang 138 Müller Dietschw 51 mancherorts Don Gal Buch Rußl], Muld (muld) [verbr. östl. NPf VPf O-PS vereinzelt WPf, PfId. 97 mancherorts Don Gal Buch Rußl], Muhld (mūld) [ZW-Rieschw Dellf Gr'steinhs KL-Lind (Höh 58) PS-Ruppw], Mull (mul) [vereinzelt NPf NOPf], Mulk (mulg) [BZ-Silz Kapswey GH-Zeisk]; Dim. Mihlche [KL-Obernh]; häufig differenziend in den Zs: Back-, Teigmulde; vgl. Multer2; Syn. s. Backmulde. Hol de Däsem (s. Deisem) un die M., well ma Brot backe [IB-Ommh]. a. 1485?: Item weyst man, das ein becker soll halten ein zweymalterich multe, ein anderthalb malterich, ein malterich, ein dreyfirtzelich [PfWeist. 223 (NW-Dackh)]. um a. 1532: so soll der becker inne heyßenn den deyssum (s. Deisem) weichen vnd auch inne bescheyden, wo er die muollen hollenn soll [PfWeist. 267 (KB-Dreis)]. a. 1537 (Abschrift 1604): der becker soll auch das backhush in buw halten mit muellen, mit schusellen [SchWeist. RO-Falkst 68]. a. 1543: und soll der banbecker sieber und mulen (haben) [Grimm Weist. V 640 (RO-H'stätt)]. a. 1560, Abschr. 16. Jh.: Woe aber jemandt zu seiner notdurfft enig kiffernholtz zur krippen, kelter, püetten, multten oder sonst bedörffte [PfWeist. 561 (NW-Freinsh)]. a. 1571: Im Backhaus ... 2 multten [WerschwSchR]. 16. Jh.: Item soll eynn icklicher bannbecker obgemeltzs durffs vff seinen costen der gemein halten ein zweimoltrige multh [PfWeist. 822 (FR-Gr'niedh)]. a. 1628: Item derselbig becker soll haben gut multen und zweierley sieber [PfWeist. 599 (LU-Fußgh)]. — b. 'Trog, in den das geschlachtete Schwein zum Brühen gelegt wird' [verbr.]; Zs.: Brüh-, Metzel-, Metzger-, Sau-, Schlachtmulde; Syn. s. Metzelmulde. Die Sau werd in der M. mit heißem Wasser gebriht [KL-Reichb]. — c. 'kleine Metzgermulde' [GH-Minf]; vgl. Narte; Zs.: Hand-, Wurstmulde. — d. 'länglich-ovaler Korb mit zwei Handgriffen', Muld [LA-Birkw]. — 2.a. 'Bodenvertiefung, Senke' [RO-Dielkch KL-Obernh Pirmas LA-Gommh Wollmh Christmann Kaulb 28]; vgl. Deich 1 a, Hohl1 1. — b. 'nasse Stelle in einer Wiese' [Frankth]. — c. 'Querrinne über den Feldweg' [KU-Konk RO-Schweisw KL-Heimkch], 'breite Rinne' [Spey (PfId. 97)]. — d. 'Wasserloch, in dem sich Enten und Gänse tummeln' [SP-W'see]. — 3. FlN, amtl. In der (Auf der) Muhl [mancherorts WPf], Mulde [mancherorts VPf MPf]. a. 1563: in der Multen [SSp, Dirmst. Lgb. 346]. — Südhess. IV 807/ 08; Rhein. V 1373; Lothr. 372; Els. I 677.
2576 Zeichen · 85 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    MULDEswf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    MULDE swf. ( ? ) gehört etymologisch wohl zu maln, der mehltrog, dann allgemein eine art von gefässen, namentlich zum re…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Mulde

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Mulde , plur. die -n, Diminut. das Müldchen, Oberd. Müldlein, eine Art hölzerner Gefäße, welche länglich ausgehöhlt …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Mulde

    Goethe-Wörterbuch

    Mulde 1 flaches, meist länglich-ovales, trogähnliches Gefäß, hier als Transportbehältnis; pl [ betr sog ital Dachung im …

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Mulde

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +3 Parallelbelege

    Mulde , Nebenfluß der Elbe, entsteht aus der Zwickauer M. (im voigtländischen Gebirge) u. der Freiberger M. (bei Graupen…

  5. modern
    Dialekt
    Muldef.

    Pfälzisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Mulde f. : 1. a. 'Trog, in dem der Brotteig angerührt und geknetet wird', Muhl (mūl) [verbr. NWPf westl. WPf SWPf manche…

  6. Spezial
    Mulde

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Mul|de f. (-,-n) 1 (Bodensenke) fop (fops) m. , fopa (fopes) f. 2 (kleine Vertiefung im Gelände) cöna (cönes) f. , ciadi…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit mulde

49 Bildungen · 46 Erstglied · 3 Zweitglied · 0 Ableitungen

mulde‑ als Erstglied (30 von 46)

muldeins

KöblerGot

mulde·ins

muldeins , Adj. (a) nhd. von Staub, irdisch ne. of earth, of dust, earthly ÜG.: gr. χοικός; ÜE.: lat. terrenus Q.: Bi (340-380) I.: ? Lüs., …

Muldenbank

RhWB

mulden·bank

Mulden-bank mō:l- Koch-Weiler f.: B., auf die die Backmulde gestellt wird.

muldenblei

DWB

mulden·blei

muldenblei , n. blei wie es aus der mulde gekommen, noch unverarbeitetes blei. Jacobsson 3, 100 a . dafür auch mullenblei. ebenda; mollenble…

muldenförmig

DWB

mulden·foermig

muldenförmig , adj. von der form einer mulde: ein kleines bergwasser, das in einem muldenförmigen unfruchtbaren thal nach der Rhone zuflosz.…

Muldengekräps

RhWB

Mulden-gekräps mū:ljəkrE:ps Prüm-Ihren n.: die aus der Backmulde zusammengekratzten Teigreste.

Muldengeld

DRW

mulden·geld

Muldengeld, n. Abgabe für Erzförderung; Gebühr für eine Erlaubnis im Bergbau, die nach Mulden (II) berechneten Erzmengen für eigene Rechnung…

Muldengeschirr

RhWB

mulden·geschirr

Mulden-geschirr mō:ləjəšę·r. Altk-Horhsn n.: die Geräte beim Teigansetzen, de M.schwöng u. de M.krätz.

Muldengeschräppels

RhWB

mulden·geschraeppels

Mulden-geschräppels mō:ldə- mErft; -jəšrępsəlts uErft, oNiers; mō:ləjəšraps Dür-Gey ; -ęps Aden-Siebenb , Ahrw-Vettelhv ; -jəšrępəlts Dür ; …

muldengewölbe

DWB

mulden·gewoelbe

muldengewölbe , n. tonnengewölbe, welches an beiden enden mit einem halben kugelgewölbe geschlossen ist. Jacobsson 3, 100 a . auch ein kreuz…

Muldengewölbe

Herder

Muldengewölbe entstehen wie die Kreuzgewölbe (s. d.), wenn 2 Gewölbe einander durchschneiden, aber die Gratbogen bilden vertiefte Curven.

Muldenhauer

DRW

mulden·hauer

Muldenhauer, m. zünftiger Handwerker, der Mulden anfertigt moldenhouvere (Jo[hannes]) 1345 uö. Åsdahl-Holmberg,NdHdw. 244 die ebbesche zu W.…

Muldenhütten

Meyers

mulden·huetten

Muldenhütten ( Muldener Hütten ), Fabrikort in der sächs. Kreish. Dresden, Amtsh. Freiberg, zur Gemeinde Hilbersdorf (s. d. 2) gehörig, an d…

Muldenkammer

RhWB

mulden·kammer

Mulden-kammer mū·ə.lkāmər Heinsb-Breberen f.: K. zum Aufstellen von Milchgeräten, der Backmulde, zum Bewahren von Lebensmitteln.

Muldenkarre

RhWB

mulden·karre

Mulden-karre mōləkarə Goar-Morshsn , Simm-Sabershsn ; mōl- Buch , Zell-Hesw ; mūlə- Simm-Corw Frankw Gödenr m.: zweiräderige Kasten-, Rumpfk…

Muldenklötzchen

RhWB

mulden·kloetzchen

Mulden-klötzchen mū:ləglEtsχən Trier-Pfalzel n.: das aus den Teigresten hergestellte Gebäck, bes. der mit den Teigresten umbackene Apfel.

Muldenkrape

RhWB

mulden·krape

Mulden-krape mō:lə(n)gr:p(ən), mū:-, –grE:bχən Saarbg , Trier , Wittl , Bitb , Prüm , Daun [ mō:lgr- Trier-Gilzem Igel , Daun-Tettschd , Bi…

Muld(en)kratze

PfWB

mulden·kratze

Muld(en)-kratze , Muld(en)-krätze f. : 'Gerät zum Auskratzen der letzten Teigreste aus dem Backtrog', Muhldkratz [ KL-Stelzbg ], Muld- [ LA-…

muldenkratzer

DWB

mulden·kratzer

muldenkratzer , m. trogscharre, um den backtrog vom angehängten teig zu reinigen: muolteisen, radula, muoltenschaber, muoltenkratzer Maaler …

muldenlinie

DWB

mulden·linie

muldenlinie , f. , bergmännisch, eine durch die tiefsten punkte einer mulde gelegte linie. Veith bergwb. 344 .

Muld(en)pferd

PfWB

mulden·pferd

Muld(en)-pferd n. : 'Pferd, das den Muldenkarch zieht'. a. 1545 (Abschrift 1601-1629): Item das multen Pferdt hat macht In der Ahnfahrt vff …

mulde als Zweitglied (3 von 3)

bademulde

DWB

bade·mulde

bademulde , f. wanne zum baden des kindes: die kinder sind aus der bademulde zu tode gefallen. Weise comöd. 223 ; meine tochter ist mir nich…

Bleymulde

Adelung

bley·mulde

Die Bleymulde , plur. die -n, in den Schmelzhütten, eine in Gestalt einer Mulde gegossene Bleymasse.

dachmulde

DWB

dach·mulde

dachmulde , f. ein schräger kasten für den kalk den die dachdecker gebrauchen, daher auch dachkasten genannt. er wird mit einem haken an ein…