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Muᵉde

nhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
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16 in 11 Wb.
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Eintrag · Westfälisches Wb.

Muᵉde f.m. f.

Bd. 4, Sp. 222
Muᵉde f.m. [OWestf Münsterl Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Hellweg, sonst verstr.] 1.1. (dicker) Schlamm, Morast, Matsch, Bodenschlamm in stehenden Gewässern; (klebriger) Straßenstaub; Sumpfboden (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@AltengesekeAg). De swatte Mū schmutziges Abwasser mit Schlamm (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh). De Pütt was gans vull von Mudde (Kr. WarendorfWdf Kr. Warendorf@WarendorfWd). In’t Vääne, daor gehs bes an de Knee in de Modde (WmWb). Dao unnen sitt ’n Wagen in de Moue faste (Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@LangenbergLb). — 1.2. Dreck, Schmutz; Unrat (Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@LangenbergLb). — 2. Schlammloch, Suhle (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). — 3. Kaffeesatz (Frbg.) (Kr. BürenBür Sk). ⟨1. Typ ›Muᵉde‹: ›Muᵉde‹ mit Kürzendiphthong [Kr. MünsterMün Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek (auch ohne -e) Kr. BeckumBek Kr. LippstadtLst (ohne -e)], ›Muᵉre‹ mit Kürzendiphthong [Kr. TecklenburgTek Kr. WarendorfWdf Enr], Mudde [Kr. LübbeckeLüb Kr. WarendorfWdf Kr. DetmoldDet Kr. LippstadtLst Wal], Murre [Kr. LüdinghausenLhs Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. SoestSos (m.) Lst], ›Muᵉte‹ mit Kürzendiphthong (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@DahlerbrückDb), Mutte (Kr. LübbeckeLüb Kr. Lübbecke@HedemHe), Modde [WMünsterl Rek], Morre [WMünsterl], Motte [Bch], Mot [Rek]. — 2. Typ *›Muᵉe‹: Mūe [Kr. HöxterHöx (m.) Kr. BürenBür Wbg]. — 3. Typ *›Mū-e‹: ›Mū(e)‹ [Kr. WarendorfWdf Kr. BeckumBek Kr. WiedenbrückWie sowie Ravensbg Weddigen], Mūn [Tek], Miu(e)n [Kr. HerfordHfd Kr. HalleHal (m.)]; Meoen (eo = ›ū‹ im Hiat) (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa); Mōe (Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@BatenhorstBa), Mogge (Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@HerzebrockHb). — Genus: wo nicht anders vermerkt, f.⟩ ¶ WWB-Source:238:RhWbRhWb 5,1339: Mudd; WWB-Source:207:NdsWbNdsWb 8,755: Modde, Mudde; HnVwb 2,401: Mutte. — Einzeln behandelt werden die Belege mit→ Mut n., die bezüglich des Genus und der Semantik abweichen und sich geographisch im WMünsterl konzentrieren. Zus.:→ Da~, Eier~, Klǖen~.
1341 Zeichen · 33 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Müde

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Müde , -r, -ste, adj. et adv. von einer Arbeit, vom Wachen, oder durch eine Bemühung der nöthigen Kräfte beraubt. 1) Eig…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    müde

    Goethe-Wörterbuch

    müde bes beim jungen Goethe sowie in den zweigliedrigen Formeln ‘müd und matt/satt’ oft apokopiert; etwa die Hälfte von …

  3. modern
    Dialekt
    müdeAdj.

    Pfälzisches Wb. · +5 Parallelbelege

    müde Adj. : 1. 'nach Schlaf, Ruhe verlangend; erschöpft', mied (mīd) [verbr., Christmann Kaulb 28, 79 Mang 140 Müller Di…

  4. Sprichwörter
    Müde

    Wander (Sprichwörter)

    Müde 1. Der muss sehr müde sein, der auf Nesseln schläft. 2. Er ist müde, matt, marode, faul und commode. – Klix, 40. 3.…

  5. Spezial
    müde

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    mü|de adj. 1 (schlafbedürftig) stüf (-s, -a) 2 (erschöpft) stanch (-nc, -ncia) 3 (überdrüssig) stüf (-s, -a). ▬ müde Aug…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit muede

54 Bildungen · 47 Erstglied · 6 Zweitglied · 1 Ableitungen

muede‑ als Erstglied (30 von 47)

Muᵉdeǟrde

WWB

Muᵉde-ǟrde f. mit Mischtorf vermengte Erde ( WmWb ).

Muᵉde-l

WWB

mu·deal

Muᵉde-al m. [WMünsterl Rek] platter, gedrungener Aal (in trübem Wasser).

Müde (der)

Wander

muede·der

Müde (der) 1. Mit einem Müden ist leicht anbinden. Lat. : A lasso rixa quaeritur. ( Seneca. ) ( Binder II, 8. ) 2. Wer mit einem Müden arbei…

Muᵉdedut

WWB

muede·dut

Muᵉde-dut m. Schöpfnapf mit langem Stiel für Mischtorfreste ( WmWb ).

muᵉdefet

WWB

muede·fet

muᵉde-fet Adj. [WMünsterl] ganz fett, sehr dick (auch: vom Schwein, von der Gans). De Gaus is moddefett ( Bor Di).

Muᵉdegat

WWB

muede·gat

Muᵉde-gat n. 1. Morastloch, sumpfige, schmutzige Stelle ( WmWb ). — 2. Grube, die nach dem Abtorfen zurückbleibt ( WmWb ). — 3. Abflussloch:…

Muᵉdegrāwe

WWB

muede·grawe

Muᵉde-grāwe m. [WMünsterl] 1. schlammiger Graben ( WmWb ). — 2. Kanal, Graben für Abwässer.

Muᵉdegrē²pe

WWB

muede·grepe

Muᵉde-grē²pe f. Gabel mit breiten Zinken (zum Umschichten von Torfresten oder Komposterde) ( WmWb ).

¹Muᵉdeke

WWB

mud·eke

¹Muᵉdeke f. [WMünsterl Tek Kos Lhs Wie Sos] 1. Morast, (zäher) Schlamm; Schmutz in Gassen ( Kos Dü ). Dao unnen sit ’n Wagen in de Muaotke f…

Muᵉdekeekke

WWB

Muᵉdeke-ekke Mūkeecke Ecke für das Gerümpel ( Isl Is).

muᵉdekerig

WWB

mudeke·rig

muᵉdekerig Adj. [ Det sowie Stf] 1. (z.B. von einem Teich) modrig ( Det Is ). — 2.1. faulig ( Det Is ). — 2.2. (von Obst) überreif, edelfaul…

muᵉdekesk

WWB

muᵉdekesk Adj. [ Lhs Bek Unn Sos, sonst verstr.] 1. morsch ( Tek Me ). — 2. edelfaul (Frbg.). ⟨ muks(k) [ Lhs Bek], sonst ›muᵉks(k)‹ mit Kür…

muᵉdekig

WWB

muᵉdekig Adj. [ Lhs Bek] edelfaul. ⟨ mūkig u. ›muᵉkig‹ mit Kürzendiphthong ⟩

Muᵉdekplak

WWB

Muᵉdek-plak m. Mukpläcken (Pl.) durch langes Lagern entstandene Flecken im Leinen und anderen Stoffen ( Det Is).

Muᵉdekūle

WWB

muede·kule

Muᵉde-kūle f. a) Sumpfloch, sumpfige Stelle. — Ra.: Moss van dien Hatte keine Moddekuhle maaken Gedanken und Gefühle offen aussprechen (vgl.…

Muᵉdele

WWB

mud·ele

Muᵉdele f. Mūele leichte, lose, dunkle Walderde unter dem Laub ( Olp Rh).

muᵉdelen

WWB

muede·len

muᵉdelen V. 1. moddeln in Edelfäule übergehen ( Kos Gb ). — 2. glimmen. Et mūelt noch es brennt (glimmt) noch (die mit Rasen zugedeckten Rei…

muᵉdelig

WWB

muᵉdelig Adj. [Lippe Ravensbg Bek HPaderb sowie WMünsterl] 1. weich, breiartig: De Mispel is moddelig ( WmWb ). — 2. faulig und daher in der…

Muᵉdelok

WWB

muede·lok

Muᵉde-lok n. a) Sumpfloch, sumpfige Stelle. — b) Kuhle, die nach dem Abtorfen zurückbleibt ( WmWb ).

muᵉdenhaftig

WWB

mueden·haftig

muᵉdenhaftig Adj. (von Geruch oder Geschmack) modrig. De Ool schmäcket muhnhaftig ( Det Is).

Muᵉdepanne

WWB

muede·panne

Muᵉde-panne f. [WMünsterl] 1. Schlammschaufel (mit Rand und langem Stiel, für Mischtorfreste). — 2. Schaufel zum Kornschaufeln (Frbg.) ( Ahs…

Muᵉdepap

WWB

muede·pap

Muᵉde-pap m. [WMünsterl] Schlamm, aufgeweichte Erde (Kinderspr.).

müder

FWB

1. ›Leibchen, Kleidungsstück von Frauen‹.; 2. ›sichtbare Gestalt; Körper; Person‹.; 3. ›Wesen, reine Verkörperung von etw. (z. B. der ritter…

muede als Zweitglied (6 von 6)

amtsmüde

RDWB1

amts·muede

amtsmüde (Lakune) уставший от исполнения служебных обязанностей; кому-л. служба надоела

Hunderackermüde

Wander

Hunderackermüde Hunderackermüde sein. – Frischbier 2 , 1751.

lebensmüde

DWB

lebens·muede

lebensmüde , adj. : lebensmüde, bejahrte männer. Göthe 23, 14 ; ruhe, du bist meine göttin! lebensmüde geh ich auf deinen tempel zu, denn un…

nimmermüde

DWB

nimmer·muede

nimmermüde , adj. niemals ermüdet: durch nimmer-müde mühe. anm. zum Simplic. 1, 36; nimm uns, die nimmermüden, als marketenderinnen mit! Göt…

todmüde

DWB

tod·muede

todmüde , adj. was todesmüde: todmüde sein. Ludwig 1986 ; sie schliefen jetzt wie todmüde menschen. Arnim kronenw. 1, 115 ; ich hatte mich t…

Ableitungen von muede (1 von 1)

unmüde

DWB

unmüde , adj. adv. , gth. v. müde 3, 2. an. úmóðr. mnl. onmoede 1 . indefessus Sachses gl. 438 a , Schröer 1243 , Diefenbach gl. 294 c , 296…