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müde

nhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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16 in 11 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

müde

Bd. 5, Sp. 1345
müde das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk mīt [an der uNahe w. einschl. Kreuzn-Nussbaum BurgSponh Allenf Winterb bis einschl. Kreuzn-Seesb Weitersbom, Simm-Schwarzerden Kellenb Schlierschd -ei-; nw. einschl. Wend-Reichenb Ausw Breungenborn Ehlenb Kefersh Sienhachenb Otzw Sienhoppstädten nach Ottw u. dem Hochw hinein -ēi-; Nahbollenb OReidenb Gehw -ē-]; Mosfrk an der Saar n. einschl. Saarl-Überherrn Bisten Neuforw Lisd Hülzw Schwarzenholz -e·i.- [Stdt Schwalb -ī:]; nw. einschl. Saarbg-Sinz Faha Collesleuken Kirf Kelsen Beurig, Biebelhsn -ī:; sonst Mosfrk -ī:-, –ē:- [um Bernk -e·i.-]; OAltk, Siegld m; sö. Siegld-Burb Eiserf NSchelden Seelb Weidenau NDielfen Salchend ; Rip m:t; OBerg ; am ORande møy; NBerg ö. einschl. Barm-Beienbg, Lennep-Remlingr Hohnsbg Herweg Hahnenbüchen mt; w. einschl. Lennep-Erbschlö Lüttringhsn Stdt Schückhsn zum oberg. ORande hin møy; Elbf m·ă.t; südl. Lennep-Dhünn Wermelsk Burg, Sol-Stdt Gräfr Itter Ohligs -ȳ:-; nach dem Rip zu -:-; das Zwischenstück -ȳ·ə.-; Eup mø, mø·y.; lrhn. herrscht das rip. m:t etwas bis einschl. NMonsch, Aach-Stolbg Eschw, Jül-Aldenhv Linnich, Erk-Holzw Borschemich, Grevbr-Garzw Belmen Orken Hemmerden, nach NO umbiegend über MGladb-Steinforth Liedbg Steinhsn, Neuss-Glehn Grefr Neusserweyhe Weissenbg, Kref-Osterath Schweinh Oppum Bockum bis Ürding [wobei etwa an einem schmalen Streifen am Rhein etwa n. Düss-OKassel Heerdt, Neuss-Büderich, Kref-Osterath Willich mø·y.t herrscht]; n. dieser m:t-L. herrscht Aach, SNfrk m:χ, seltener -ø·y.- [doch n. u. w. einschl. Erk-OKrüchten Tetelr Merbeck, Kemp-Leloh Fischeln Hehler Naphsn Hausen Busch Dülken Schirick Süchteln Vorst Hagenbr, über Geld-Leuth nach Kaldenk m·y., seltener -ø·y.; n. Kemp-Hagen, MGladb-Klörath Neersen Kref-Fischeln myχ]; bis einschl. Geld-Niederd Herongen Wankum Harzbeck, Kemp-Schmalbr Broich SHubert Orbd Hüls, scharf nach N. umbiegend bis Mörs-Niep Vluyn Rheinkamp Vierbaum Baerl mȳ:(t); n. davon mȳ:, my; rrhn. MülhRuhr, Duisb mȳ:t; sonst m, doch mø innerhalb Rees-Wackenbr Vinkel Obrighv Lackhsn; my in Rees-Fluiren Diersfordt u. innerh. Ork Meer Wesel u. w. Dornick; mȳ n. Dinsl-Gertherd Damm Gartrop Hünxerwald Bruckhsn Stdt Welmen Isselr Mehr bis Rees-Grietherort Speldrop Heeren Adj.: 1.a. durch Anstrengung, Erschlaffung, Krankheit ermüdet; verstärkt hond(s)-, maden-, stervens-, dut-, üvvərm.; m. on matt (s. d. W.). — M. sen; m. on af sen; m. en alle Glidder sen; ech sen noch ze m., für mech ze setze; ech sen su m., dat ech m. sen, dat ech net mih kann, dat ech net mih gappe kann, dat ech net mih op de Ben stohn kann, dat mer de Oge zofalle, dat ech mech bal de Trapp eroptrecke moss, wie wann ech hondert Stonn ze Foss gegange wör (usf.) Rip, Allg.; sich m. schaffe, lafe, renne, schwätze, schreie usf. Rhfrk, Allg.; he gof sech net m. liess nicht nach Berg; ech han m. Ben Rip, Allg. RA.: Ech sen su m. wie ene Hongk (Hund) Rip, Allg., — e Peərd Verbr., — as en Maj (Made) Klevld, Trier-Mehring, — be en Käsmod May-Trimbs, — wij ne Bär, den de ganzen Dag gedanzt hät Mörs-Xanten, — en Apen Ess-Werden, — Mei (Bote mit einer Hundekarre) sinne Pie (sein Hund) Heinsb, — as enen Dorsser (Drescher) Klev, Saarl-Differten, — wie en Schürendrescher Sieg, MülhRh, — ene Kaukelemanne (Stehauf männchen) Eup. — Ech sen m. bis onger de Ärme Düss. Ech sein m., ech bruch heut Owend nit gewegt (gewiegt) ze wern Altk-NFischb. Er es so m., er kann nemmeh Pereche (Peterchen) san Birkf; ich bön ze m., för bau (bald) ze saje Aach-Breinig. Ek ben so m., ek kann genne Pier (Wurm) van de Röster trecke Geld. Ech sen emmer m. on af, Her Dokter, verschrift mer e Sofa! Eusk-Lechenich. Ful sönd geschwend m. Aach, Monsch. De Beging (Nonne) hat en Hüll gewäsche, do wor sie och m. MülhRh. We m. es, de räs (rastet) sich op em Meshof (Misthaufen) Dür, Bitb. Vun Zosinn (zusehen) wed mer nit m. Köln. De kann sech op em Schobbedöppche m. danze er kommt mit seiner Arbeit nicht vom Fleck Ahrw-Sinzig; de läuf sich op em Mülləbes (Mühlfass) m. Ahrw-Stdt. Er (der Träge) dräht sich m. an em leren Sack Merz-Nunk. Kall (schwätz, redd, bubbel) dech mar net m.! gib doch das Reden dran, schweig, du überzeugst mich nicht Nfrk, Rip. Schänn (schimpfe) dich m., det döht mir net weh! Siegld. — Der Träge mach sech net gern m.; mach dech net m.! es ist doch verlorene Mühe, rege dich nicht auf Rip, Allg. — En as m. am (im) Gesicht (an den Awen) die Augen fallen ihm zu, er ist schläferig Trier, Wittl, MüEif, Jül, Sieg-ODollend, Gummb, MGladb, Erk. — b. träge; de Fritz es en gode Jong, he es bluss jet m.; he es en bess-che m.; de es alt fröh morgens m.; he es an en Sitt jet m.; he es ze m., für füranzekomme, de Ben opzehevve, ze schwätze (usf.); he wiərd at m., wann he andere arbede sieht Rip, Allg.; he arbed m. Köln-Pingsd, MülhRh-NGrützenb; de es m. möt drei ö geschrevve Neuss; dat es och ene M.ə, ene m.ə Broder (Jong) Allg., — ene m.ə Grosche Dür-Geich, — en m.ə Köttel Düss, — Kreger (Krieger), — Gesell, Ohm Ahrw-OWinter. — De m.ə Bauer (Bäcker usf.) der sein Gewerbe aufgibt u. Wirt wird May. — Der Möder scherzh. Handlanger MGladb-Neersen, Kref-Stratum. — Der Möje scherzh. der Ochse MGladb-Giesenk. — c. überdrüssig, in Wend., wie: Ich sin die Sach awwer m.; dat (des) sin ich m.; ich sin et (des) m.; ech sen et m. möt ührem Spektakel; de werd dat (des, es) net m.; se krieə et (es) m. Rhfrk, Allg.; ech ben denger (deiner) lang m. gewes Rip. RA.: Ech bön et su m. wi Bockespopp (Buchweizenbrei), — äs Kotz Heinsb, — wie kaue (kalter) Brei Aach, — ko Popp Geld-Leuth. Sing gou (gute) Dag m. siə ruhige Verhältnisse gegen eine sehr zweifelhafte Zukunft eintauschen Aach. De et Leəve m. es, de hingt sich an de Galgen Heinsb-Hillensbg. — d. ermüdend; et es m. Wedder; dat es en m. Arbet Rip, Nfrk. — 2. übertr. a. scherzh. betrunken Kemp-Lobberich. — b. ausgesogen, vom Felde Rip. — c. m. Wedder matte Wetter im Bergwerk Altk, Siegld. — d. et hält sek möu am Ren es kann nicht zum Regnen kommen Gummb-Stdt. — e. m:χ brünstig, von der Kuh Aach-Warden Hehlr, Jül-Freialdenhv Gereonsw, Geilk-Brachelen Beeck Honsd Immend Lindern Lowerich Prummern Puffend Ütterath Würm, Erk-Doveren; m:t Erk-Gerderhahn.
6281 Zeichen · 170 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Müde

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Müde , -r, -ste, adj. et adv. von einer Arbeit, vom Wachen, oder durch eine Bemühung der nöthigen Kräfte beraubt. 1) Eig…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    müde

    Goethe-Wörterbuch

    müde bes beim jungen Goethe sowie in den zweigliedrigen Formeln ‘müd und matt/satt’ oft apokopiert; etwa die Hälfte von …

  3. modern
    Dialekt
    müdeAdj.

    Pfälzisches Wb. · +5 Parallelbelege

    müde Adj. : 1. 'nach Schlaf, Ruhe verlangend; erschöpft', mied (mīd) [verbr., Christmann Kaulb 28, 79 Mang 140 Müller Di…

  4. Sprichwörter
    Müde

    Wander (Sprichwörter)

    Müde 1. Der muss sehr müde sein, der auf Nesseln schläft. 2. Er ist müde, matt, marode, faul und commode. – Klix, 40. 3.…

  5. Spezial
    müde

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    mü|de adj. 1 (schlafbedürftig) stüf (-s, -a) 2 (erschöpft) stanch (-nc, -ncia) 3 (überdrüssig) stüf (-s, -a). ▬ müde Aug…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit muede

54 Bildungen · 47 Erstglied · 6 Zweitglied · 1 Ableitungen

muede‑ als Erstglied (30 von 47)

Muᵉdeǟrde

WWB

Muᵉde-ǟrde f. mit Mischtorf vermengte Erde ( WmWb ).

Muᵉde-l

WWB

mu·deal

Muᵉde-al m. [WMünsterl Rek] platter, gedrungener Aal (in trübem Wasser).

Müde (der)

Wander

muede·der

Müde (der) 1. Mit einem Müden ist leicht anbinden. Lat. : A lasso rixa quaeritur. ( Seneca. ) ( Binder II, 8. ) 2. Wer mit einem Müden arbei…

Muᵉdedut

WWB

muede·dut

Muᵉde-dut m. Schöpfnapf mit langem Stiel für Mischtorfreste ( WmWb ).

muᵉdefet

WWB

muede·fet

muᵉde-fet Adj. [WMünsterl] ganz fett, sehr dick (auch: vom Schwein, von der Gans). De Gaus is moddefett ( Bor Di).

Muᵉdegat

WWB

muede·gat

Muᵉde-gat n. 1. Morastloch, sumpfige, schmutzige Stelle ( WmWb ). — 2. Grube, die nach dem Abtorfen zurückbleibt ( WmWb ). — 3. Abflussloch:…

Muᵉdegrāwe

WWB

muede·grawe

Muᵉde-grāwe m. [WMünsterl] 1. schlammiger Graben ( WmWb ). — 2. Kanal, Graben für Abwässer.

Muᵉdegrē²pe

WWB

muede·grepe

Muᵉde-grē²pe f. Gabel mit breiten Zinken (zum Umschichten von Torfresten oder Komposterde) ( WmWb ).

¹Muᵉdeke

WWB

mud·eke

¹Muᵉdeke f. [WMünsterl Tek Kos Lhs Wie Sos] 1. Morast, (zäher) Schlamm; Schmutz in Gassen ( Kos Dü ). Dao unnen sit ’n Wagen in de Muaotke f…

Muᵉdekeekke

WWB

Muᵉdeke-ekke Mūkeecke Ecke für das Gerümpel ( Isl Is).

muᵉdekerig

WWB

mudeke·rig

muᵉdekerig Adj. [ Det sowie Stf] 1. (z.B. von einem Teich) modrig ( Det Is ). — 2.1. faulig ( Det Is ). — 2.2. (von Obst) überreif, edelfaul…

muᵉdekesk

WWB

muᵉdekesk Adj. [ Lhs Bek Unn Sos, sonst verstr.] 1. morsch ( Tek Me ). — 2. edelfaul (Frbg.). ⟨ muks(k) [ Lhs Bek], sonst ›muᵉks(k)‹ mit Kür…

muᵉdekig

WWB

muᵉdekig Adj. [ Lhs Bek] edelfaul. ⟨ mūkig u. ›muᵉkig‹ mit Kürzendiphthong ⟩

Muᵉdekplak

WWB

Muᵉdek-plak m. Mukpläcken (Pl.) durch langes Lagern entstandene Flecken im Leinen und anderen Stoffen ( Det Is).

Muᵉdekūle

WWB

muede·kule

Muᵉde-kūle f. a) Sumpfloch, sumpfige Stelle. — Ra.: Moss van dien Hatte keine Moddekuhle maaken Gedanken und Gefühle offen aussprechen (vgl.…

Muᵉdele

WWB

mud·ele

Muᵉdele f. Mūele leichte, lose, dunkle Walderde unter dem Laub ( Olp Rh).

muᵉdelen

WWB

muede·len

muᵉdelen V. 1. moddeln in Edelfäule übergehen ( Kos Gb ). — 2. glimmen. Et mūelt noch es brennt (glimmt) noch (die mit Rasen zugedeckten Rei…

muᵉdelig

WWB

muᵉdelig Adj. [Lippe Ravensbg Bek HPaderb sowie WMünsterl] 1. weich, breiartig: De Mispel is moddelig ( WmWb ). — 2. faulig und daher in der…

Muᵉdelok

WWB

muede·lok

Muᵉde-lok n. a) Sumpfloch, sumpfige Stelle. — b) Kuhle, die nach dem Abtorfen zurückbleibt ( WmWb ).

muᵉdenhaftig

WWB

mueden·haftig

muᵉdenhaftig Adj. (von Geruch oder Geschmack) modrig. De Ool schmäcket muhnhaftig ( Det Is).

Muᵉdepanne

WWB

muede·panne

Muᵉde-panne f. [WMünsterl] 1. Schlammschaufel (mit Rand und langem Stiel, für Mischtorfreste). — 2. Schaufel zum Kornschaufeln (Frbg.) ( Ahs…

Muᵉdepap

WWB

muede·pap

Muᵉde-pap m. [WMünsterl] Schlamm, aufgeweichte Erde (Kinderspr.).

müder

FWB

1. ›Leibchen, Kleidungsstück von Frauen‹.; 2. ›sichtbare Gestalt; Körper; Person‹.; 3. ›Wesen, reine Verkörperung von etw. (z. B. der ritter…

muede als Zweitglied (6 von 6)

amtsmüde

RDWB1

amts·muede

amtsmüde (Lakune) уставший от исполнения служебных обязанностей; кому-л. служба надоела

Hunderackermüde

Wander

Hunderackermüde Hunderackermüde sein. – Frischbier 2 , 1751.

lebensmüde

DWB

lebens·muede

lebensmüde , adj. : lebensmüde, bejahrte männer. Göthe 23, 14 ; ruhe, du bist meine göttin! lebensmüde geh ich auf deinen tempel zu, denn un…

nimmermüde

DWB

nimmer·muede

nimmermüde , adj. niemals ermüdet: durch nimmer-müde mühe. anm. zum Simplic. 1, 36; nimm uns, die nimmermüden, als marketenderinnen mit! Göt…

todmüde

DWB

tod·muede

todmüde , adj. was todesmüde: todmüde sein. Ludwig 1986 ; sie schliefen jetzt wie todmüde menschen. Arnim kronenw. 1, 115 ; ich hatte mich t…

Ableitungen von muede (1 von 1)

unmüde

DWB

unmüde , adj. adv. , gth. v. müde 3, 2. an. úmóðr. mnl. onmoede 1 . indefessus Sachses gl. 438 a , Schröer 1243 , Diefenbach gl. 294 c , 296…