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mücke

mhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

mücke f.

Bd. 12, Sp. 2606
mücke, f. culex. 11) ahd. mugga, mucca, mhd. mugge, mügge, mucke, mücke, die unumgelauteten formen dauern auch im ältern nhd., jetzt noch in oberdeutschen mundarten; alts. muggia, niederd. mugge, niederl. mug; ags. mycg, mygg, engl. midge; altnord. mŷ, schwed. mygge, n. myg; die goth. form, die mugjô lauten müste, fehlt. das gemeingermanische wort läszt sich (im gegensatz zu dem th. 3, 1778 vorgetragenen) an urverwandte bildungen nicht anknüpfen, denn lat. mus-ca, griech. μυῖα, slav. mucha fliege, mušica mücke gehören nach den entsprechenden lautgesetzen nicht hierher. vielleicht ist der name des insects nur nach dem brummlaut desselben gegeben, und also ebenfalls, wie das vorige subst., auf muck, schweiz. mugg zurückgehend; wofür die gleich zu gebende alte schwankende bedeutung des wortes spricht, die überhaupt nur ein insect mit brummendem flügelschlag zu meinen scheint. 22) die ältere hochdeutsche sprache scheidet mücke von fliege nicht scharf (th. 3, 1778. 1779), eben so wenig von schnake und motte; ahd. ist mucca neben culex auch cynips und cynomyia (Graff 2, 654); mhd. tinea, muock Dief. nov. gloss. 365a; cinifex, muck, snaken, kleine mocken 90a; muck, culex, cinifex idem, et parum differunt. voc. inc. theut. o 2b; musca, ein muck, flüge Dasyp.; der vogel (die schwalbe) wirt gespeiset in seim flug von den snâken und von den mucken oder von den fliegen in dem luft. Megenberg 200, 13; musca haiʒt ain muck oder ain flieg. 304, 17; die muggen, culex, musca Maaler 294c; mücke, mucke, musca, culex Stieler 1260; ich wil euch hie der mucken weren, das die fliegen nit auf euch sizen, eur zarte angsicht euch zu schmizen. H. Sachs fastn. sp. 2, 74, 126; diese verwechselung ist landschaftlich: an einigen orten werden die fliegen mit dem nahmen mücken belegt, die mücken aber schnacken genennet. öcon. lex. 1657; der verfasser meint süddeutsche gegenden, wie denn Fischart im lob der mucken das der fliegen singt und mucke und schnake trennt: die muck unter den tierlein klein, die von natur geflügelt sein, ist nicht das geringste fürwar, sondern an seiner grösze zwar den schnaken überlegen frei. v. 1; Frisch 1, 671b gibt mucke, musca als oberdeutsch, mücke, culex als niederdeutsch, vergl. nach schwäbischer redeweise: ain thorechter mentsch, genannt der pastor, (hat) im sullen der mucken weren. Zimm. chron. 1, 485, 5; wickelkinder, die ihre laken vergolden, eingeschnurrte mütterchen, die ihnen die mücken wehrten. Schiller räuber 2, 3; doch trennt nach niederdeutschem brauche die schriftsprache auch in nicht wissenschaftlicher rede mücke von fliege, nicht immer so von schnake, das auch wie mücke gebraucht wird: (ich brach) in gotteslästerliche reden aus und versicherte, dasz diese schnaken allein mich von dem gedanken abbringen könnten, als habe ein guter und weiser gott die welt erschaffen. der alte fromme herr rief mich dagegen ernstlich zur ordnung, und verständigte mich, dasz diese mücken und anderes ungeziefer erst nach dem falle unserer ersten eltern entstanden, oder wenn deren im paradiese gewesen, daselbst nur angenehm gesummet und nicht gestochen hätten. Göthe 26, 30. — der käfer meloe vesicatorius, der zum blasenziehen auf der haut gebraucht wird, heiszt spanische fliege und spanische mücke. Nemnich 3, 546; da saugt mir das mädel ... überhimmlische alfanzereien ein, das läuft dann wie spanische muken ins blut. Schiller kab. u. liebe 1, 1. 33) die mücken fliegen, summen, schwärmen, spielen, tanzen, nach schwäbischem ausdruck geigen, wenn sie im sonnenscheine auf und ab sich bewegen; stechen, belästigen; das die mucken dem rindvihe kein schaden thuen, so seud lorbeer in öl und schmier das vihe mit dem öl. Herr feldb. 116a; ein schwarme von mücken, agmen, exercitus culicum. Stieler 1260; das stechen der mücken, punctiuncula culicum. ebenda; von heeren blutgieriger mücken zerstochen zu werden. Kästner verm. schriften 1, 24; andere, die die mücken stechen. H. v. Kleist Käthchen von Heilbronn 1, 1; da woll wir uns paden oben unter der steinen prucken, do peiszen uns weder premen noch mugken. fastn. sp. 120, 18; umb mich die mucken teten prummen, kruchen unter die augen mein, zu dem maul ausz, zu der nasen ein. 565, 16; die fliegen wissen sich zu rächen: auch mücken fehlt es nicht an keckheit, noch an macht. Hagedorn 2, 23; wann die mücken teiche kräuseln, wann der frosch sich, quackend, bläht. Stolberg 1, 233; zahllos tanzten summende mücken im röthlichen reigen. 383; auch schwärmen so wild am bache die mücken. Voss Luise 1, 26; wie edel es (das pferd) die mücken von sich scheucht. Tieck Octavian. 387; ich komm aus Warwand, wo Sylvester .. die mücken klatscht, die um sein mädchen summen. H. v. Kleist familie Schroffenstein 1, 1. 44) mücke in redensarten und bildern. 4@aa) sprichwörtliches. wenn die mücke ein hühnerei legen will, ists ihr tod. auch die mücke hat ihre milz. die mücken sehn all einander gleich. die mücke fliegt so lang ums licht bis sie sich versengt. man musz nicht nach jeder mücke schlagen. Simrock sprichw. 383; hungrige mücken beiszen schlimm. ebenda; (er wolle) gebeten haben, weil die alte amptleut von den bauren nuhnmehr fast satt gemacht, jhnen dieselbe zu lassen. dan jm fall er jhnen etwa hungerige mucken wieder dahien setzte, würden die arme leut gar ausgesogen werden. Zinkgref apophth. 1, 318; wan sie seint mager mucken, sugent das blut gar usz. Keisersberg narrensch. 104b; drum hat Diogenes vorlangst den heuchler (schmarotzer) schnöd vergleichet schier auf erden dem schedlichsten thier. Nicesias der nent sie mucken, die eim sein guet und pluet verschlucken. H. Sachs fastn. sp. 2, 24, 375; einschenken bis oben, dasz die mücken darüber schwimmen kunten. Philander 2, 212; wann er wissen wolte, wie ein herr recht hauszhalten solle, so ... könne er einmal graf Königsmark die visite geben, da werde er sehen, dasz dieser held, und in aller welt berühmte soldat, auch wisse, wie man der mücken solle zur adern lassen. Schuppius 28; die mücke an der wand irrt ihn, sibi ipsi displicet. Serz 102a; wo sich die (beiden städte) zu ergeben wegern, so musz als sterben, was drinn ist, auch die muck, die an der wand pist. J. Ayrer 147d (739, 15 Keller); er kompt alzeit wider wie ein muck. S. Frank sprichw. 1, 14a; mancher ziert die gesellschaft wie ein bock den marstall, wie ein muck den brei. Lehmann 175; schwärmen .. wie ein muck in einer drummel. Philander 1, 474; umfallen wie eine mücke: ha! wenn sie euch unter dem beile so zucken, ausbrüllen wie kälber, umfallen wie mucken. Schiller hist.-krit. ausg. 1, 130; oder später kommt der grosze abend des himmels, da ihr alle, zahlloses heer von mächtigen sonnen, werdet, wie mücken am sommerabend in teiche sich stürzen, mit erbleichenden strahlen herunterfallen vom himmel! Stolberg 1, 193; des himmels flamme leck euch weg wie mücken. Rückert 130; müssen wir schon wieder da sitzen, und mücken fangen, weil wir die jüngsten sind? Klinger Otto 37, 20 (müszig sein, nichts zu thun haben); so sperr das maul weit auf, und gin, als wölst du mucken fahen mit. Grobian. B 1a (v. 285); das hütlin lern herumbher trehen, dasz dir die erbarn gest zuo sehen. fah mucken, oder fantasier, wie du selbst kanst erdenken schier. B 4a (v. 472); aus der bibelsprache: jr verblente leiter, die jr mucken seiget, und kamel verschluckt (οἱ διλίζοντες τὸν κώνωπα, τὴν δὲ κάμηλον καταπίνοντες). Matth. 23, 24; der bann ist ja not, aber herrgott, er mus nicht mücken seigen, und kamel verschlingen, sonst wirdt nichts daraus. Luther 5, 87a; indem doch euer herz ein pharisäer ist, der eine mücke säugt und zehn camele frist. Günther 534, vgl. dazu mückenseiger; der tadler rührt im schlamm, macht mücken zu kameelen. Lichtwer schriften 245; das ich anzeige die verkerte meinung deren, die mucken fahen und elephanten lassen faren. Luther 1, 264b; der (ja) wol gar aus einer mücke einen elephanten machen will. Erasmus lob der narrheit deutsch (Leipzig 1735) 8; und musz ich meine red abschneiden, auf das man mich beschuldig nicht desz, so man im sprichwort sonst spricht, als wolt ich in geringen sachen die muck zum elephanten machen. Fischart lob der mucken v. 332; damit er hoffet auch die teufel zu bekeren, so er noch nie eine mucke bekeret hat, oder bekeren kan. Luther 8, 43b; können aber kein exempel geben, das jemals ein mensch gewest sei, der durch solchen schemhamphoras, ein einiges wunder, einer mücken werd, gethan habe. 88b; bei uns Deutschen, die wir ... nit so viel erbarkeit, ehr und zucht haben, als ein mucke mag auf dem schwanz wegfüren. Musculus hosenteufel (1556) E 4b; ein mück füret es auf dem schwanz über Rhein. Agr. spr. 195a; ein müke führet es auf dem schwanz hinweg. Schottel 1136a; swaʒ ir ie prîses hânt bejaget, der ist alsô gefüege, daʒ in ein mügge trüege wol in ir snabel über sê. troj. krieg 12694; gebundne tapferkeit erschlägt auch keine mücke. Günther 570. 4@bb) mücke gern als bild für den kleinen oder schwächlichen menschen: diesz blümchen jugend — wär es ein veilchen, und er träte darauf, und es dürfte bescheiden unter ihm sterben! damit genügte mir, vater. wenn die mücke in ihren strahlen sich sonnt — kann sie das strafen, die stolze, majestätische sonne? Schiller kab. u. liebe 1, 3; in verächtlicher rede: ho! seind das reuter oder mucken? Weckherlin 529; von der erde im gegensatz zur allwelt: das weltenmeer ohne ufer und ohne grund quillet hier, versieget dort; die mücke, die erde, fliegt um das sonnenlicht, und sinkt in das licht und zerbröckelt — o Julius, wer erblickt und erhält das flatternde stäubchen (den menschen) auf der mücke? J. Paul Hesp. 2, 250. 4@cc) die weiszen mücken, die schneeflocken: im winter wann die weiszen mucken fliegen, so müssen sich die webersknaben schmiegen. Uhland volksl. 703; eiserne mücken, kugeln in der schlacht: da musz ich hart zu felde liegen. die eiszern mucken umb mich fliegen. H. Sachs fastn. sp. 1, 120, 172. 55) fliegende mücke, eine augenkrankheit, bei der der kranke mücken vorbei fliegen zu sehen glaubt (vgl. dazu mückenmal, mückensehen): wie im auge mit fliegenden mücken, so ists mit sorgen ganz genau ... die klare welt, bleibt klare welt: im auge nur ists schlecht bestellt. Göthe 4, 377. 66) mücke, name eines gerätes bei den winzern, 'womit die weinreben von dem stiel oder kamm der traube im fasse abgerissen werden, damit man solche ganz allein auspressen kann.' Jacobsson 3, 93a; andere, wann sie die trauben also zutretten haben, so kämmen sie selbige, das ist: sie reiszen im vasse mit einem hübschen gäbelchen, das sie mücken nennen, umher, dasz die beere von den kämmen sich abreiszen. Hohberg 3, 1, 269b. bei den jägern heiszt die stellstange oder forkel auch mücke. 77) mücke, das knöpfchen am schieszgewehr, das korn, auch fliege, vergl. theil 3, 1780; einem auf der muck haben Schm. 1, 1567 Fromm., ein absehen haben, zum ziele haben, wie auf dem korne haben th. 5, 1818: habt ihr mich auf der muck? wollt ihr mich ins gerede bringen? Kurz sonnenwirth s. 18; einen auf die mugge nehmen, nach ihm zielen (mit witz, stichelreden), oder über ihn mehr als eine gewöhnliche aufsicht halten. Stalder 2, 218. 88) mücke, das schönpflästerchen, schminkpflästerchen, aus dem franz. mouche. Stalder a. a. o. vgl. musche. 99) mücke, im plur. mücken oder älter unumgelautet mucken, umgedeutet aus dem völlig verschiedenen fem. mucke, oben sp. 2605; vgl. daselbst unter nr. 4. die umdeutung ist deutlich erfolgt, sobald das subst. in beziehung zur thätigkeit des insects erscheint, oder sobald schon die formel mucken, mücken im kopfe gebraucht wird: läus im belz und mucken im kopf. Fischart flöhhaz (1610) 3b; aber was hat jhn für ein muck gestochen, dasz er jetzund, weisz nicht seit wann, nichts als studieren thut? Garg. 242b; einsmals, als jm (einen zu zeiten verrückten) die mucken stiegen. Frey garteng. 83; er hiesz aber mit nahmen Griller, und kommt von jhm das sprichwort her, dasz man sagt, derselb hab grillen, dem es nicht geht nach seinem willen .. sie hiesz aber die Muckenketh, und von jhr rühret her, dasz man spricht, dasz dieselb hab mucken, die sich ungern läst unterdrucken. Phil. Lugd. 3, 263; ich will es (ein geschenk) meinem herrn schon zustellen, wann ihm die mucken ein wenig verflogen. Simpl. 3, 406 Kurz; wer nicht tauben hat, der hat mucken. Lehmann floril. 1, 117; (ein mann) der mehrer mucken im kopf hat, als gewest seind zur zeiten Pharaonis in Egypten. Abr. a S. Clara Judas 1, 20; waren ihm doch mit den ersten strahlen des glücks alle mucken aufgewacht, die ihm in früherer zeit in den kopf gesetzt waren. Arnim 1, 313; ich geh in den gedanken umb, wie in flöhen umbgeht der hund. wil gehn auf die stuben jetzund, bisz mir die mucken thun versteigen. J. Ayrer fastn. sp. 135a (3013, 25 Keller); wenn ich oft so sitz, und mücken fange, die selbst liebe nicht, noch wein aus dem kopf mir jagen. Blumauer 1, 212; wollt eure dummen köpf belehren und euren weibern die mücken wehren, die ihr nicht gedenkt ihnen zu vertreiben. Göthe 13, 104; blaue mücken, vgl. dazu blau theil 2, 82: wer blaue mücken heget im kopf, und sich aufs eisz zu schlafen niederleget. Rist Parn. 248.
13221 Zeichen · 229 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    mückeswf. stf.

    Findebuch (Mhd. Wortschatz) · +1 Parallelbeleg

    mücke swf. PsM. RvZw. RWchr. Enik. GTroj. Eckh.i-iii Parad. Minner.ii SAlex. stf. Hiob

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    mückepl.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    mücke , pl. , Launen, böse Einfälle, Nücken, sîne m. nicht lâten in seinen schlechten Launen nicht nachlassen. Vgl. nück…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Mücke

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Mücke , plur. die -n, ein Nahme verschiedener einander in der äußern Gestalt ähnlicher Insecten mit zwey Flügeln, we…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Mücke

    Goethe-Wörterbuch

    Mücke -uk- (Schreiberhand) 17,336 Var , -uck- N4,nach 512 1 kleineres, zweiflügeliges u blutsaugendes Insekt; Stechmücke…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Mücke

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Mücke , Heinrich , Maler, geb. 9. April 1806 in Breslau, gest. 16. Jan. 1891 in Düsseldorf, bildete sich seit 1824 auf d…

  6. modern
    Dialekt
    Mückef.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Mücke , Mucke 2 f. : 1. a. 'Stubenfliege (Musca domestica)', Mick (mig) [verbr. (außer NPf, wo hierfür Schnake gilt), He…

  7. Sprichwörter
    Mücke

    Wander (Sprichwörter)

    Mücke 1. Auch eine Mücke hat ihre Milz. – Eiselein, 476; Simrock, 7115. Lat. : Habet et musca splenem. ( Eiselein, 476. …

  8. Spezial
    Mücke

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Mü|cke f. (-,-n) 1 (kleine Fliege) moscorun (-s) m. 2 ‹entom› zanzara (-res) f. ▬ die Mücke n stechen i moscoruns mord. …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit muecke

137 Bildungen · 125 Erstglied · 11 Zweitglied · 1 Ableitungen

muecke‑ als Erstglied (30 von 125)

mückelîn

Lexer

mueck·elin

mückelîn stn. ib. dem. zum vorig. Berth. 554,10. Msh. 2,217 b . Renn. 13806.

mückenauge

DWB

muecken·auge

mückenauge , n. : reizende göttin! ich wünschte mir kleine, kleine mückenaugen, um alle ihre reize und schönheiten im detail zu durchschauen…

Mückenball

RhWB

muecken·ball

Mücken-ball mugə- (alter umlautloser Pl.) May-MüMaif m.: Tanzbelustigung zu Lichtmess, wozu die dienenden Mägde, die Lichtmess ihre Stelle w…

Mückenbart

PfWB

muecken·bart

Mücken-bart m. : 'kleiner, dünner Bart', Mickebooʳt [ ZW-Bechhf ]; vgl. Mücke 3 a α . Rhein. V 1331 . —

Mückenbeiessen

RhWB

muecken·beiessen

Mücken-beiessen n.: in der Antw. auf dieselbe Frage: Schnokesopp on M. May-Kollig ; Grünschelegemös (Stachelbeerengemüse) met M. May-Wassena…

mückenbein

DWB

muecken·bein

mückenbein , n. 1 1) bein einer mücke, oder wie einer mücke oder fliege: er hat mückenbeine, lange dünne beine ohne waden. 2 2) name des rau…

Mückenbückel

RhWB

Mücken-bückel -ø- Sieg-Mülld m.: in der Antw. auf die Frage: wohin gehst du? Nom Klotzm.

Mückenbümmeln

RhWB

muecken·buemmeln

Mücken-bümmeln -bø.m.ələ Aach-Warden , Dür-Gürzenich ; møkələmbø·m.əl Sieg-ODollend in der Wend.: Ech wönsch dech noə M.! auf den Blocksberg…

Mückendecke

RhWB

muecken·decke

Mücken-decke -dek Simm-Ebschd , Birkf f.: D. für das Zugtier, zur Abwehr der Fliegen.

Mückendiffcher

RhWB

Mücken-diffcher Bitb-Fliessem Pl.: Bartnelke, dianthus barbatus.

mückendreck

DWB

muecken·dreck

mückendreck , m. dreck, kot einer mücke oder fliege. auch name einer schneckenart, conus stercus muscarum.

mückenente

DWB

muecken·ente

mückenente , mückente , f. anas muscaria, fliegenente, die gern mücken und fliegen fängt. Nemnich ; muggent, anas muscaria Maaler 294 c .

mückenfänger

DWB

muecken·faenger

mückenfänger , m. der mücken fängt: mücken- oder fliegenfänger, musca, cnipologus, culicilega, muscipeta Stieler 394 , also auch in übertrag…

mückenfang

DWB

muecken·fang

mückenfang , m. 1 1) fang von mücken oder fliegen: wie sie ( die spinne ) behend und fleiszig an dem feinen wundernetzchen spann zum schlaue…

Mückenfenster

PfWB

muecken·fenster

Mücken-fenster n. : 'mit feinmaschigem Drahtgeflecht gegen Mücken und Fliegen gesichertes Fenster', -fenschdeʳ [LA-Wollmh, mancherorts, Beam…

Mückenfett

PfWB

muecken·fett

Mücken-fett n. : 'fiktives, imaginäres Fett', ironisch oder bei Aprilscherzen, bei denen man Unbedarfte M. holen läßt, -fett [Pirmas], -fitt…

Mückenflügel

PfWB

muecken·fluegel

Mücken-flügel m. : 'Flügel einer Fliege, Mücke', -flijel [ NW-Kallstdt ], -flichl [ BZ-Dierb ]. —

Mückenfresser

PfWB

muecken·fresser

Mücken-fresser m. : 1. a. 'schwächlicher Mensch', -fresseʳ [ ZW-Battw ]. — b. 'Kleinigkeitskrämer' [vereinzelt, Krieger 11]; vgl. Linsenspal…

mückenfreund

DWB

muecken·freund

mückenfreund , m. freund, den mücken oder fliegen vergleichbar ( die sich nur sammeln, wo es etwas für sie zu schmausen gibt ): ein unbarmhe…

muecke als Zweitglied (11 von 11)

bachmücke

DWB

bach·muecke

bachmücke , f. tipula rivalis, schnecke auf feuchten wiesen, an bächen.

gesmücke

BMZ

ges·muecke

gesmücke swv. das verstärkte smücke. swâ sich liep gesmücket zuo liebe MS. 2,205. a. wie er sich gesmücke dar zuo, daʒ er die sêle ziehe all…

grasmücke

DWB

gras·muecke

grasmücke , f. wegen dän. græssmutte, wörtlich ' grasschlüpfer ', nd. heckenkrüper, engl. nettlecreeper ( vgl. auch für den zaunschlüpfer sc…

Hungermücke

Wander

hunger·muecke

Hungermücke Es sind Hungermücken. Wie man im gemeinen Leben die Schmarotzer nennt. Die Redensart kommt wahrscheinlich aus dem Lateinischen, …

lichtmücke

DWB

licht·muecke

lichtmücke , f. 1 1) der leuchtkäfer, lampyris. Nemnich 2, 319 ; liechtmugk, ein besondere mugk in Italia, scheint zuo nacht im fliegen zuo …

nachtmücke

DWB

nacht·muecke

nachtmücke , f. 1 1) liechtmugk oder nachtmugk, die zuo nacht in das liecht fleugt, lampyris. Maaler 272 d . 2 2) leuchtkäfer, Johanniskäfer…

rossmücke

DWB

ross·muecke

rossmücke , f. 1) die viehbremse, tabanus, oestrus: die rosszmuck, oder hundsmuck. ein gattung deren brämen, die den thieren das bluot auszs…

stechmücke

DWB

stech·muecke

stechmücke , f. , bezeichnung der zoologischen sippe ' culex ', insbesondere der gröszeren geringelten stechmücke culex annulatus L. und der…

wassermücke

DWB

wasser·muecke

wassermücke , f. über dem wasser fliegende oder darauf laufende mücke oder ähnliches insect: ciniphes, ein wassermück, hat lange beyn Alberu…

weidenmücke

DWB

weiden·muecke

weidenmücke , f. eine in der nähe von weiden lebende grasmückenart Adelung 4, 1449 , sonst weidenzeisig ( s. u. ). 2) der fitislaubvogel, ph…

Ableitungen von muecke (1 von 1)

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „muecke". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/muecke/dwb?formid=M07726
MLA
Cotta, Marcel. „muecke". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/muecke/dwb?formid=M07726. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „muecke". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/muecke/dwb?formid=M07726.
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