lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

metze

mhd. bis spez. · 18 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
39 in 18 Wb.
Sprachstufen
7 von 16
Verweise rein
176
Verweise raus
135

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

metze

Bd. 12, Sp. 2149
metze , koseform eines weiblichen eigennamens. 11) zu grunde liegt nicht, wie gramm. 3, 692 zweifelnd angesetzt wird, der seltenere frauenname Madalhilt, sondern (vgl. Wackernagel kl. schriften 3, 166 fg.) der häufig vorkommende Mahthilt, später umgelautet Mehthilt, Mehtilt, und mit verlust des ersten gutturals ahd. Mathilt, latinisiert Mathildis (auch Mathilda, z. b. Hrotsvitha 310, 95 Barack); die tochter Adolfs von Nassau Mechtild wird im 14. jahrh. als Mäcz aufgeführt, vgl. Schm. 1, 1701 Fromm. der älteste beleg für die koseform, unumgelautetes Matza, aus dem 11. jahrh. wird gramm. 3, 788 beigebracht, es dauert auch später häufig: daʒ ungemach troumt mîner Matzen vert. Neidhart 103, 21; wâ ist mîn vrou Matze? der springe ich ze tratze. minnes. 2, 87a Hagen; er nam vrou Matzen bî der wîʒen hende. 3, 198b; bis es dem umgelauteten Metze weicht. die niederdeutsch entsprechende form ist Metta, Metje, Metke. 22) die häufige verwendung des namens läszt ihn in allgemeinere bedeutung übergehen, zunächst noch als name für eine, die man nicht näher bezeichnen kann oder will, und oft mit eben so allgemeinen männlichen eigennamen Matz, Kunz (th. 5, 2750), Betz, Heinz (th. 42, 889) verbunden: Matz, werfs der Metzen zu. Garg. 165b (im spielverzeichnis 117); wann Kuonz mit Mätzen danzen mag, in hungert nit ein ganzen dag. Brant narrensch. 61, 27; als name für ein bauernmädchen (wie im ring die braut Mäcze, Mäczli heiszt, der bräutigam Bertschi): er (der bauer) nimt die Metzen bi der hant, die gibt im einen kranz, er ist der Metzen eben derselbe fererswanz; die dörpel dreppeln hinden nach, das ist der Metzen eben und dem Conzen auch. Uhland volksl. 340; ein ring mit einem blawen stein wil Heinz der Metzen kaufen, damit sie in mit trewen mein, sol nicht im dorf umblaufen; desgleichen sich die Metz beweist den Heinzen zuo bedenken: umb rote senkel sie sich fleiszt, tuot sie dem Heinzen schenken. 640; als mägdename: liebe Metz wird in Kellers altd. ged. 87, 17 die kellnerin angeredet, die nachher 21 diu alte maget heiszt; Metz, geh, kauf ein vorhen und esch. H. Sachs 3, 3, 21b; bald zu einem appellativ geworden, küchenmetze küchenmagd: du stost do wie ein kuchemätz, dir fgt nun wol ein schüsselblätz. P. Gengenbach gouchm. 736; und unter fraumetz wird eine haushälterin begriffen und als bild einer solchen dargestellt: dʒ wär ain rechte frawmetz die also umb und umb künd hausz halten, als man frawmetz malet, da hat sy ainen korb mit ayern auf dem kopf, und ain schüsselkorb hinden auf dem rucken, und hat ain katzen auf der achsel. Keisersberg geistl. spinnerin (1511) O 3c; also solten die obern und die fürweser sein frawmetz, dʒ sy künden die schwestern fürsehen in den dingen die jnen not seind, und nichts dest minder jr herz bei got haben. ebenda. 33) weiter dann auch von einer unverheirateten, wie jungfrau oder dirne, ohne unehrbaren nebensinn: also grüszete der engel Mariam die jungfraw, sei gegrüszet du gnadenreiche oder holdselige, denn was heiszet gnade haben anders, denn holdselig sein? als wir von einer magd sagen, du feine freundliche metze. Luther 4, 179b; ein arme dienstmagd, wenn sie thut was sie thun sol, und ein christin dazu ist, so ist sie für gott im himel, ein schöne reine metz, das alle engel jr zu lachen, und lust zu sehen haben. 5, 358b; sie schmücken sie mit gold, wie ein metze zum tanz. Baruch 6, 8 (ὥσπερ παρθένω septuag.); sollen sie denn nicht finden und austeilen den raub, einem jglichen man eine metzen oder zwo zur ausbeute. richter 5, 30; wann er etwas mit flehen nicht erlangen kondte, dorfte er wie ein weib dazu weinen, darumb jhn auch Pius nante: Mariam pientissimam (ein sehr fromme metz), weil er so ein weibermann gleich einer weichen metzen war. G. Nigrinus papist. inquis. 580; im munde eines bauern: am tanz luogt er allweg, das jm die hüpschte metz aufzuoziehen ward. Wickram rollw. 62, 21 Kurz; vergl. dorfmetze theil 2, 1283 fg. 44) metze, jungfrau um die man wirbt, die zur ehe begehrt wird: so sagt hie der text, wie Abraham habe zur ehe genomen die Kethura .. ich wil hie aber nicht viel disputiren, was Abraham gelüstet habe, das er noch eine junge metze nimpt. Luther 4, 136a; wir wollen .. bekennen, das er ein narr sei, das er (Jacob) bisher sein leben also gewagt hat, und nu erst hin kompt und henget sich an eine metze, und als er betrogen wird, nimpt er die ander schwester, und dienet umb diese noch sieben jar. 161b; darumb wil der heilig geist nicht zörnen, ob eine metze einen knaben lieb hat, und wiederumb, also das sie lust haben ehelich zu leben. 162b; denn baal heiszt ein hausherr oder hauswirt, bula, eine hausfraw, welchs wort bula, nun auch deudsch worden ist, wie man spricht, mein holder bule, und ich mus einen bulen haben, welchs vorzeiten ehrlich eine metzen hies, darumb ein geselle bulet zur ehe, nu ists (das wort bulen) in andern verstand geraten. 8, 59a; die reichen muszten nemmen, die jnen am nechsten verwandt waren, auf dasz die armen metzen nicht sitzen blieben. tischr. 317a; als: wenn ein gesell zur metzen spreche, uber 2 jar, so will ich dich nemmen. 318b; (einem schuster) war sein erste fraw gestorben, mit der gut narung hett erworben. nu war er sonst auch fromb und bider, er nam ein junge metzen wider. B. Waldis Esop 4, 42, 6; er (ein witwer) nam ein junge, freche (muntere) metzen. 70, 13; wie schatz, geliebte: zu diser zeit (Johannistag) stecken die bawrenknecht grosze hohe dannenbeum ... und lassen den mit groszer mühe eingegrabnen baum, jrer metzen zur ehr, den ganzen sommer stehn. S. Frank weltb. 51b; er (ein bauer) lest sich nieman tretzen, wann er ist bei der metzen. Uhland volksl. 656; so sol man am tanz werben umb die metzen und sol gar hubschlich mit ir swetzen. fastn. sp. 856, 13; der ander sagt von seinem scherz, wie er sei gwesen ein buolherz, und wie er kundt so lieblich schwetzen mit seiner allerliebsten metzen. Grobian. H 4b (v. 2098); mit verächtlicher betonung: las einen andern zuhören seiner metzen, die da singt ein weltlich lied, dieser züchtigen jungfrawen höret billich zu ein fürst und herr, die jm ein geistlich, reines, heilsams lied singt. Luther 1, 477a; die gassentretter, und die göffel die durch die nacht kein ruow went han wann sie nit uff der gassen gan, und schlagent luten vor der tür, ob gucken well die mätz har für. Brant narrensch. 62, 8. 55) metze, in unehrbare bedeutung übergetreten, die pfaffenköchin, zuhälterin eines pfaffen: ob er (der priester) ein metz bei im hat sitzen. Keisersberg christ. künigin ee 3b; da hat irer der merentheil ein eigen metzen am barren, die ziehen si köstlicher dan fromer burger wiber gezogen werden von iren eemannen. Schade sat. u. pasqu. 3, 65, 19; da ward funden, dasz es nit müglich were, den pfaffen ir metzen ab zuo stricken. deshalb ward erkant, man sölt der pfaffen mesz hören, ob si schon metzen in iren hüsern und bankarten hetten. 66, 7; laszt man dem priester, nach dem so er die absoluz bezalt hat, die metz im haus? 164, 35; ein pfaff, het ein gut vicarei und ein gar schöne metz dabei. B. Waldis Esop 4, 39, 4; die zuhälterin eines landsknechts: was het ein Switzer mit der lanzen hinden noch zottren, ein metz dye im nochgot, die frt er mit im, einen unflot. Keisersberg bilg. 37a; dann mancher, ob er wol daheim ein ehrbare ehefrauw, mit jhren kleinen kinderlein verlassen, hat hie (im lager) an sich eine frembde metze hangen. Kirchhof mil. disc. 114; der kriegsman redet Cordeli Huiuf, ein metz an: du wärist grad für mich ein meitle! ich muosz doch ouch ein metzen han, dann ich ie nit selb kochen kan, und bsunder in eim frömbden land. Manuel 323, 501 Bächtold; und die zuhälterin überhaupt: sy sig min mätz old sy min wib. trag. Joh. G 6; sy ist min wyb und nit min mätz. G 7. 66) metze ein leichtfertiges weibsbild: metzen in schamloser tracht erbern frowen entgegengestellt Brant narrensch. vorrede 114—123; ein keusches weib oder eine metze. colica vorrede; in demselben scharfen sinne wie wir auch dirne (nr. 3, theil 2, 1188) brauchen: meretrix metz Dief. 357c; gemein metz, scortum, scortulum, scortillum, prostibulum, propudium, lupa, meretrix, unflätige metzen, scraptiae Dasyp.; mätz oder huor, mercenariae stipis ancilla, meretrix, hoffliche und fast geschickte mätz, commoda et faceta meretrix Maaler 281d; sy zieren sich, wie es inen geliebt, wie gemeine metzen. Pauli schimpf 26; da kam ein hüpsche metz in den garten. 55; und bestellet ein gute metzen. 58; du solt dich an der hund hinken, der metzen winken, der frawen weinen, der kinder greinen, der krämer schwören nicht ein dinglein kehren. Fischart groszm. 117; nicht anders vermeinen, als dasz sie solchen geruch bei einer garstigen, unflätigen stinkenden metze oder huren bekommen. Tabernaem. 612; den umgang mit dieser schändlichen metze meiden. Salinde 110; uff fluochen, schweren bin ich geschwindt, täglich man mich bin mätzen findt. P. Gengenbach x alter 200; du bist ein alter thor, und hast uff dir jetz achtzig jor und wilt erst sin der mätzen knecht. 679; an farben bist du gleich den hetzen, und an geberden gailen metzen. Weckherlin 804; der metzen sonntag sprichwörtlich für eine zeit ungebundener lust, nach der örtlichen sitte namentlich des 15. jahrh., gemeinen weibern, die sonst in bezug auf ausgänge gebunden waren, éinen sonntag im jahre eine gröszere freiheit für lustbarkeiten einzuräumen: und wol sich daucht der metzen sontag sein. Bocc. (1580) 1, 60b; gedacht der metzen sonntag wer, die weil die schönen fräwlein nach jm schickten. wegkürzer 126a; als schimpfwort für einen buhler, der den metzen einen guten tag macht, ihnen viel zu verdienen gibt: dan gen fur dich zwen oder drei, so spricht der ein: sich der stat far (zuchtstier); der ander: jha, yder mansz nar. der lewt eszel heiszt yn der dritt, so spricht der vierd: ei lieber nit, man nent yn der metzen suntag. H. Folz in den fastn. sp. 1274. 77) die neuere sprache braucht metze nur noch in dieser bedeutung (6) als schelte, verhüllend für einen härteren ausdruck: metze pro hure, meretrix Steinbach 2, 60; eben so gewisz, als die tugend, in den liedern eines sich immer gleichen Epikureers, ziemlich das ansehen einer metze haben würde. Lessing 5, 7; die spartanischen jungfrauen scheuen sich nicht in einem aufzuge gesehen zu werden, wodurch in Athen die geringste metze sich entehrt hielte. Wieland 1, 148; es war unmöglich, eine ehrliche frau von einer metze an etwas anderm zu unterscheiden, als an der seltsamen affektazion, womit diese sich bemühten wie ehrliche frauen, und jene wie metzen auszusehen. 7, 79; o satyr! hast du nicht metzen genug, dasz du die tugend kränkst? Klinger Otto 15, 11; wenn der graf bei lesung des schreibens in verwirrung aufschlägt und schreit: sterb die metze! Fr. Müller 3, 220; an den pranger mutter und metze von tochter! Schiller kab. u. liebe 2, 6; weg von der metze, junge! 2, 7; die metze ist gutherzig — doch, das sind alle! 5, 7 (handschriftlich von Schiller geändert die buhlerin); wenn du mich wie eine gemeine metze mishandelst. ebenda; den weisen von Stagir entehret eine metze. Hagedorn 1, 86; wenn lästerung brüllet! wenn auf gottes altar sich die metze stellt! wenn das blut der gerechten flieszet! Stolberg 2, 146; angejochet an den hurenwagen bring ich sie die mätze Zypria. Schiller hist.-krit. ausg. 1, 187; ich seh wahrhaftig schon die zeit, dasz alle braven bürgersleut, wie von einer angesteckten leichen, von dir, du metze! seitab weichen. Göthe 12, 197; verflucht bin ich, wenn ich die metze nehme! (zur ehe). H. v. Kleist zerbr. krug, 6. auftr.; ich beug mich nicht vor jenen hübschen metzen, die schamlos prunken mit der eignen schand. H. Heine 15, 79. 88) metze, eine hündin. bairisch. Schm. 1, 1701 Fromm.; in Augsburg. Schmid 384. anders schlesisch: metze, quibusdam kalbe, junix, juvenca bos, quae vitula esse desiit, nedum tamen peperit. Steinbach 2, 60. 99) frau Metz, die scharfe Metz als geschützname im 15. 16. jahrh., niederd. Mette, Metteke, wie man sonst geschütze auch Grete, Ketterlein u. ähnl. nannte und sie so personificierte (vgl. Wackernagel kl. schr. 3, 93); in einem liede von der beschieszung von Hohenkrähen 1512, wo die geschütze als frawenzimmer und canterei eingeführt werden: fraw scharpfe Metz schickt hin ain post, tet die von Kräen grüszen. Uhland volksl. 472; im verein mit andern mit namen versehenen geschützen: die singerin singt den tenor schon, die nachtgall den alt in gleichem ton, scharpf Metz bassiert mit schalle, die schlang den discant warf darein. ebenda; appellativ geworden: die metzen oder mauerbrecherin. die scharfe metzen schoiszt 95—100 pfd. eisen, die halbe scharpfe metzen 80—95 pfd. feurbuch von 1591 bei Schm. 1, 1705 Fromm.
12778 Zeichen · 184 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    METZEswf. nom. propr.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +13 Parallelbelege

    METZE swf. nom. propr. für Margaretha oder für Mechthild? ein sehr gewöhnlicher name namentlich für frauenzimmer geringe…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    metzeF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    metze , F. nhd. „Metze“, Weib, leichtfertiges Mädchen, Buhlerin junger Geistlicher Vw.: s. hāder- Hw.: vgl. mhd. metze (…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Mêtze

    Adelung (1793–1801) · +13 Parallelbelege

    1. Die Mêtze , plur. die -n, die Fleischbank, S. Adelung Metzig ,

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    1Metze

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    1 Metze auch ‘Meze’ u ‘Mz.’ Hohlmaß für Getreide Ich lasse ihnen [ Pferden ] den Tag 3 M-n geben da können sie sich scho…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Metze

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Metze , Fruchtmaß von verschiedener Größe. z.B. in Württemberg = 1 / 4 Simri, in Bayern = 1 / 6 Schaff, in Preußen und S…

  6. modern
    Dialekt
    Metzef.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Metze 1 , Metzge , Metzig f. : 1. 'Metzgerei, Metzgerladen', Metz (męds) [ KU-Schönbg Ulm IB-Ensh Ommh Zweibr RO-Lettw K…

  7. Spezial
    Metze

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Met|ze f. (-) (Hohlmaß, 1/3 Star) dërta (-tes) f.

Verweisungsnetz

157 Knoten, 216 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 28 Hub 1 Wurzel 4 Kompositum 114 Sackgasse 10

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit metze

159 Bildungen · 113 Erstglied · 46 Zweitglied · 0 Ableitungen

metze‑ als Erstglied (30 von 113)

Metze I

SHW

Metze I Band 4, Spalte 645-646

Metze II

SHW

Metze II Band 4, Spalte 645-646

metzeambehte

KöblerMhd

metze·ambehte

metzeambehte , st. N. nhd. Eichamt für Messgefäße Q.: Urk (1299), WeistÖ E.: s. metze, ambehte W.: nhd. DW- L.: WMU (metzeambet 3535 [1299] …

Metzedikt

DRW

metz·edikt

Metzedikt, n. Erlaß, der die Erhebung der ¹Metze (III 1) regelt vgl. Metzordnung 1674 CCMarch. VI 2 Nachlese 13 Faksimile 1685 CCMarch. IV 4…

Metze (Dirne)

Wander

metze·dirne

Metze (Dirne) Metze (Dirne). 1. Der Metzen ein Dantz, der Märgen jhr Hans, der Frawen dess Mannss, eim jungen Lappen ein Krantz, dem Spiler …

metzegelt

KöblerMhd

metze·gelt

metzegelt , st. N., st. M., st. F. nhd. Metzgeld, eine Geldablösung Q.: DRW (1410) E.: s. metze (3), gelt W.: nhd. DW- L.: DRW

metzegeschefte

KöblerMhd

metze·geschefte

metzegeschefte , st. N. nhd. „Metzengeschäft“, Schmuserei Q.: Ring (1408/1410) E.: s. metze (F.), geschefte W.: nhd. DW- L.: Hennig (metzige…

Metze II

RhWB

Metze II = Metzgerei s. bei metzeln II;

Metzeinnahme

DRW

metz·einnahme

Metzeinnahme, f. Einkünfte aus der Erhebung der ¹Metze (III 1) zoll-, ziese- und metzeinnahmen 1645 ProtBrandenbGehR. III 124 Faksimile in d…

Metzeinnehmer

DRW

metze·innehmer

Metzeinnehmer, m. Beamter, der die ¹Metze (III 1) einzieht vgl. Metzbediente, Metzenknecht, Metzenschreiber, Metzer, Metzerherr, Metzermeist…

Metzelfett

SHW

Metzel-fett Band 4, Spalte 645-646

Metzelhund

SHW

Metzel-hund Band 4, Spalte 645-646

metzelbank

DWB

metzel·bank

metzelbank , f. schlachtbank ( vergl. metzbank): macellum metzelbank Dief. 341 a ; ( du ) liferst uns zur metzelbank wi schafe. Melissus ps.…

Metzelbas

RhWB

metzel·bas

Metzel-bas Verbr. wie metzeln m.: Maurermeister. RA.: En Fläss (Flasche) Win kann in de Sommer nit te süt (süss) sin, säj M. Hoffmann, en (u…

Metzelbeil

PfWB

metzel·beil

Metzel-beil n. : 'Metzgerbeil'; a. 1529: Item 4 βδ vor ein metzell byhel in spital kaufft [GgHospR]; vgl. Hack-, Haubeil . —

Metzelbursche

PfWB

metzel·bursche

Metzel-bursche m. : 'Metzgerbursche', Metzelboʳsch [LU-Muttstdt Lu'haf ( Krell 37)], -boʳscht [ LU-Friesh ]. Südhess. IV 645 .

metzelei

DWB

metze·lei

metzelei , f. das niedermachen, zu stücken hauen, blutbad ( vgl. metzeln 1): in dem innern sturm und wilden drang der bürger-metzelei. Shake…

metzelen

KöblerMhd

metz·elen

metzelen , sw. V. nhd. „metzeln“, schlachten Q.: EvSPaul (1300-1350) (FB metzeln) WeistGr E.: s. metze, metzelære W.: nhd. metzeln, V., metz…

metze als Zweitglied (30 von 46)

Beymètze

Adelung

bey·metze

Die Beymètze , plur. die -n, eine Metze, welche an einigen Orten außer der gewöhnlichen Mahlmetze der Obrigkeit gegeben wird, und gemeinigli…

bruckmetze

MWB

bruck·metze

bruckmetze swM. Maß für Obst, das als Brückenzoll gefordert wird: swer obs in die stat fuͤret, ez sei gruͤn oder duͤrr, traet der wagen eine…

dienestmetze

MWB

dienest·metze

dienestmetze swM. ‘Maßeinheit (für Getreide)’ XXII modii avene mensure parve, dienstmetzen, quorum metrete XX faciunt unam metretam magnam U…

dorfmetze

DWB

dorf·metze

dorfmetze , f. wie dorfmädchen, mit verächtlicher nebenbedeutung, ein gemeines und leichtfertiges bauernmädchen; vergl. Zarncke zu Brants Na…

edelsteinmetze

KöblerMhd

edelstein·metze

edelsteinmetze , sw. M. nhd. Edelsteinschneider ÜG.: lat. gemmarius Gl Q.: Gl, Voc (14./15. Jh.) I.: Lüt. lat. gemmarius? E.: s. edele, stei…

gesmetze

Lexer

ges·metze

ge-smetze stn. coll. zu smaz, geschwätz. welcher vil gesmätz kan machen Vintl. 9062.

grasmetze

DWB

gras·metze

grasmetze , f. 1) bauernmagd: von der gras metzen. Herman von Sachsenhayn ( titel ) liederbuch d. Clara Hätzlerin 278 a Haltaus; dasz die mö…

habermetze

KöblerMhd

haber·metze

habermetze , sw. M. nhd. „Hafermetze“, ein Hafermaß Vw.: s. klōster- Q.: WeistÖ (1452) E.: s. habere, metze (3) W.: nhd. DW- L.: LexerN 3, 2…

hadermetze

DWB

hader·metze

hadermetze , f. schelte, zunächst für ein zanksüchtiges weib, da metze ursprünglich koseform des in niedern schichten früher sehr gewöhnlich…

Halbmetze

Wander

halb·metze

Halbmetze Da möchte man in die Halbmetze fallen. ( Meiningen. ) Drückt Erstaunen, Ueberraschung u.s.w. aus.

halpmetze

MWB

halp·metze

halpmetze swM. ‘halber metze ’, Hohlmaß: swaer obez her fueret ane stuͤbche, der sol daz verkaufen bi dem metzen, bi dem halpmaetzen, bi dem…

heimetze

KöblerMhd

heim·etze

heimetze , sw. Sb. nhd. „Heimzen“ (ein Getreidemaß) Hw.: s. heimetzen Q.: DRW (1250), Urk E.: s. metze W.: nhd. (ält.) Heimzen, M., Heimzen …

hādermetze

KöblerMnd

hādermetze , F. nhd. „Hadermetze“, zänkisches Weib, zanksüchtiges Weib E.: s. hāder, metze W.: s. nhd. Hadermetze, F., Hadermetze, zanksücht…

kamermetze

KöblerMhd

kamer·metze

kamermetze , sw. M. nhd. ein amtliches Getreidemaß Q.: WeistÖ (Ende 14. Jh.) E.: s. kamere, metze (3) W.: nhd. DW- L.: DRW

kastmetze

Lexer

kast·metze

kast-metze swm. s. v. a. kastenmütte. zehn kastmetzen arweiʒ Urb. B. 1,105. B. 2,513 ff.

klōsterhabermetze

KöblerMhd

klōster·habermetze

klōsterhabermetze , sw. M. nhd. „Klosterhafermetze“, ein Hafermaß Q.: WüP (1475) E.: s. klōster, habere, metze (3) W.: nhd. DW- L.: DRW

klōsterkornmetze

KöblerMhd

klōster·kornmetze

klōsterkornmetze , sw. F. nhd. „Klosterkornmetze“, ein Getreidemaß Q.: WüP (1475) E.: s. klōster, korn (1), metze (3) W.: nhd. DW- L.: DRW

klōstermetze

KöblerMhd

klōster·metze

klōstermetze , sw. F. nhd. „Klostermetze“, ein Getreidemaß Q.: WüP (1475) E.: s. klōster, metze (3) W.: nhd. DW- L.: DRW

kornmetze

DWB

korn·metze

kornmetze , f. calamenta, eine kornmetzce Bresl. voc. des 15. jh., kornmetzen Dief. 88 b , korenmetz n. gl. 65 a , also gleich kornminze. so…

koufmetze

Lexer

kouf·metze

kouf-metze swm. auf dem markt gebräuchl. kornmass. er giltet 6 chaufmetzen rokken Urb. Pf. 27.

kriegsmetze

DWB

kriegs·metze

kriegsmetze , f. in mühlen, metze die auszer der ordentlichen metze vom scheffel abgegeben werden muszte, urspr. in kriegszeiten zur erhaltu…

lantmetze

KöblerMhd

lant·metze

lantmetze , sw. M., sw. F. nhd. ein landesübliches Hohlmaß Q.: WeistÖ (1494) E.: s. lant (1), metze (3) W.: nhd. DW- L.: DRW

mahlmetze

DWB

mahl·metze

mahlmetze , f. metze getreide oder mehl, welche der müller von jedem scheffel gemahlenen getreides oder mehles als lohn erhält. auch abgabe …

marketmetze

KöblerMhd

market·metze

marketmetze , sw. M. nhd. Marktmetze, ein amtlich geeichtes Marktmaß Q.: Urk (1351), WeistÖ E.: s. market, metze (3) W.: nhd. DW- L.: DRW

Marktmetze

DRW

markt·metze

Marktmetze, f. solle man den marktmetzen ... mit gemaines markt marktzaichen aufrichtig brennen und verzaichen 1590 NÖsterr./ÖW. VIII 447 Fa…

mühlmetze

DWB

mühlmetze , f. mahlmetze. Adelung : swer habern ze müle renlt oder melt, von dem sol der mülner nemen ainen mülmetzen habern oder vier halle…

Mühlmetze

DRW

Mühlmetze, f., daneben Mühlmetzen, m., Mühlmatte, f., (Mühlenmette), f. I in einer Mühle (I) gebräuchliches Hohlmaß, nach dem der dem Müller…

mülmetze

KöblerMhd

mülmetze , sw. M. nhd. Mühlmetze, Mahlmetze Hw.: vgl. mnd. mȫlenmette Q.: NP, NüP, StRAugsb (1276), Urk E.: s. mül, metze (3) W.: nhd. (ält.…

Propstmetze

DRW

propst·metze

Propstmetze, f. wie Propstmaß uff die propstmaß [aL.: probstmezen] gehorten die stattkornmezen das 16. teil und das 32. tail der stattkornme…

pēmetze

KöblerMnd

pēmetze , M. Vw.: s. pōmes