lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

klappern

mhd. bis spez. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
19 in 15 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
Verweise rein
48
Verweise raus
38

Eintrag · Rheinisches Wb.

klappern

Bd. 4, Sp. 624
klappern, kläppern -a-, –ę- wie bei Klapper sich verteilend Allg. schw.: 1. klapperndes Geräusch verursachen, mit sachl. u. persönl. Subj.; dat Fenster klappert, dat es net rechtig zo; et Müllerad klappert; der Wage klappert üvver de Stross; dem kl. de Daler en der Täsch er ist reich Rip, Allg.; dem kl. de Knoche im Leib so mager ist er Ottw-Elversbg; de Zeh (Zähne) kl. em vor Kälte; him klappert de Bocks vo lauter Angst Bitb, Allg.; er hat mir em Reis-che am Finster gekläbbert Simm-Laub; hei klappert met et Geld in de Täsch; wen klappert dor mät de Klompe öwer den Hof? Mörs-Orsoy, Allg.; op de Dör kl. Rees, Allg.; met de Zäng für Kält kl. Rip, Allg.; met de Deck för K. kl. Eup-Lonzen; met de Ogen kl. durch eifriges Hinsehen jmds. Aufmerksamkeit erregen Barm; of de Bällere kl. mit zahnlosem Munde kauen Koch-Bertrich (-ę-); mat de Fangern kl. mit den Fingern schnalzen Bitb-Betting; der Hond klappert fletscht die Zähne Ahrw-OWinter, Mörs-Alpen; der Has klappert mit den Ohren Rhfrk. RA.: Kl. höart tum Haundwerk man muss Reklame machen Mülh-Ruhr, Allg. Dem klappert dat Maul wie ner Geiss, wenn se frisst Goar-Braunshorn. Marie, M., Marotz, wat klappert dir de Botz (Hose)! Rip. Et klappert an (in) der Gass die Frau hat ein Kind zu erwarten Trier-Zemmer. Er stroft die Leire (Leute), das et klappert Simm. En es so dir (mager), dat en klappert Trier, Saar, Lennep-Dahlhsn, Klev, — e kl. wie e Wan (Wagen) Merz-Bergen, — e mot de Ben zesammeklappert Monsch-Rollesbr. Kadderinche, Philipinche, gehschte met mer en's Gras? Dort peife die Velcher (Vögelchen), dort kläppert der Has Wend-Remmesw. — Im bes. a. meist -a- rasch hintereinander mit der Peitsche knallen; hart kl. Nahe, Hunsr, Koch-Lahr Lütz, Kobl-Vallendar, Neuw-OKasb; doch -ę- Birkf-Hettenr Idar Leisel NBromb Wilzenbg, Wend-Ausw, Bernk-Allenb. RA.: Et is Fohrmann so alt, er klappert noch amol gere Alter schützt vor Torheit nicht Simm. Wer die Geischdel hat, der klappert wer die Macht hat, gebraucht sie Birkf, Kreuzn. — b. mit der Klapper 1 b, der Kartagskl., klappern (-a- u. -ę- wie bei Klapper) Allg.; dabei rufen die Klapperjungen die verschiedenen Gelegenheiten u. Zeiten aus, bes. in den kath. Geb. des Rhfrk u. Mosfrk, weniger in der Erzdiözese Köln: Kläpper, kl., Hohnekrach, iwermor es Usterdag! (zu Karfreitag) Bernk-Wehlen, Mos verbr.; klapper, kl., Meddig, wer hongerig es, de geiht nom Schaf (Schrank)! (zur Zeit des Mittaggeläutes) Schleid-Dollend; klappere, kl., Mettag, we geiss hät, de lach, we net geiss hät, de krisch! Eusk-Wichterich, Rheinb-Meckenh; zwölf Uhr, zw. U., wer noch net gesse hät, es ze [] bedure! Köln-Rodenk; klappere, kl., ful Mäd (Magd), stand op! (zur Zeit des Morgengeläutes) Eusk-Esch; Morgensklock, M., we noch net op es, es eme Schlofskopp! Köln-Rodenk; Mittag, M., krach, mor is der Dag, krit jeder sei Sach; M., M., Huhnekrach, mor is häliger Osterdag! (zu Karsamstag) Merz-Nunk; M., et Hohn hät gelag, et leit noch kei Ei em Schaf (Schrank)! Ahrw-Westum, Aden; et es M., et es M., schneid Zopp en siewen Kemp (Trog) voll fir än Mann! Merz-Hilbring; et laut (läutet) M., bakt Pangkich! Saarbg-Soest; Ovendsklock, O., we kei Ei git, es ene Plackkopp! Köln-Rodenk; zom iərschtemol, weər net komme well, de blif do! (zur Messe) Schleid-Wollenbg; se Hauf, se H., wer zwei Bän hat, der lauf; wer änt hat, der heps; wer känt hat, der retsch, se Hauf, se H., Eier eraus, Speck eraus, sonscht kemmt der Wolf en aner Haus! Saarbr-Leb (u. so mit Var. in der Diözese Trier allg.); et lett ze Haf, we net gohn kan, de lof! Bitb-Mettend; ze H., ze H., en de Krützgang! Prüm-Stadtkyll; zom irschtemol, zom i. (u. ebenso zom zweitemol), Vinle blau, zo Hof, zo H., zo H., klapper, kl. Rusekranz, zo H., zo H., zo H.! Dür-Poll; kl., kl., klen, wer net komme well, de blif dohem! Dür-Girbelsd; et erscht on't letzt mol vor en't hälig Amt! Saarl-Rodenk; zom iərztemol, zom zweitemol, zosamme, z., we mer kei Ei git, moss sich schamme! Köln-Rodenk, om acht Uhr geht de Andacht an, morge frih wolle mer de Eier han! (Karfreitag) Ottw-Landsw; klappere, kl., op hem an! wenn der Zug der Klappernden die Runde gemacht hat Eusk-Wichterich; die Löck, die L., stoht op, heft dat hellig Krütz op! (am Ostermorgen) Ahrw-Ramersb; raus, r., zum hälligen Grof! Saarbg-Soest; zu Ostern sammeln die Klapperjungen Eier ein, singend: Eier eraus, oder mer schecken ich (euch) de Wolf (Wiesel) an (in) et Haus! Bitb, Malzkochen raus oder Klapper an't Haus! Trier-Schweich; Mohn, siwen Eier oder en Hohn! Bitb-Bickend; he kunn de Jonge, die geklappert han; die hädden och geərn en Osterei; ei of zwei, ei of drei un ene düchtege Weck dobei! Köln-KlKönigsd; bis etwa 1880 wurden auch Eier für den Küster gekläppert May-Hatzenport. — c. et kläppert die Glocke schlägt einseitig an zur Wandlung Mörs-Xanten, Klev-Üdemerbr. — d. mit der Kläpper klappern, vom Nachtwächter Klev, Rees; Kläpperkes make an der Schelle ziehen zum Unfug, von Kindern Klev. — e. -ę- mit zwei zwischen den Fingern geklemmten flachen Knochen oder Steinen ein klapperndes Geräusch machen Kref. — f. mit dem Scheidhämmerchen den gerösteten Eisenstein beklopfen, so dass die etwa noch in ihm vorhandenen Verunreinigungen ausgeschieden werden Altk, Siegld. — g. -Eə- beim Bügelsp. mit dem Schläger den Ring berühren, was nicht gilt MGladb. — h. stets -ę-, –e- Eier kl., zu Schnee schlagen, in [] die Suppe schl. Rhfrk, Kobl, Koch; das Blut des geschlachteten Schweines schlagend rühren, dass es nicht klümpert Kreuzn, Goar, Kobl, Koch; -a- Trier-Beuren. — 2. übertr. a. -a-, –ę- schwatzen, ausplaudern Simm-Laufersw, Saar, WMosfrk (Mos bis Koch), Malm, Schleid, Eusk, Rheinb, Köln, Bergh, Dür, Aach-Eschw, Neuw, Sieg; die Elster klappert rätscht Malm-Losh. — b. -ę- fortlaufen, aus Furcht Saarbr, Merz, Saarbg; hörbar, laut kommen, hin- u. herlaufen Daun, Rees, Mörs; de ganzen Dag de Dör herinkl. Mörs. — Abl.: die Klapper(er)ei, dat Geklapper(sch), der Klapperer [Kartagsklapper Kobl-Ld (-ę-), Kemp-Ödt (-ę-)], die Klappersche (Schwätzerin).
6091 Zeichen · 114 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    klappernswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +6 Parallelbelege

    klappern swv. BMZ klappern. dâ clapperde daʒ gesteine Roth. 4551. daʒ leber und lunge klappernt von sînes rosses sprunge…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Klappern

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Klappern , verb. reg. neutr. welches das Hülfswort haben erfordert, und das Iterativum und Intensivum von klappen ist, e…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    klappern

    Goethe-Wörterbuch

    klappern auch subst Inf 1 hart klingende, kurze Geräusche wiederholt hintereinander von sich geben od verursachen; auch …

  4. modern
    Dialekt
    klappernschw.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    klappern , kläppern schw. : 1. 'klapperndes Geräusch hervorbringen', klappere (glabərə) [verbr. WPf (ohne O-PS) u. NPf m…

  5. Sprichwörter
    Klappern

    Wander (Sprichwörter)

    Klappern 1. Am Klappern kann man nicht erkennen (merken), wie die Mühle mahlt. Frz. : Vous ne oriez (n'entendriez pas) p…

  6. Spezial
    klappern

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    klap|pern vb.intr. tlaperné (-nëia), rebate (rebat, rebatü), slangherné (-nëia). ▬ taktmäßiges Klappern (besonders beim …

Verweisungsnetz

71 Knoten, 71 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 4 Hub 1 Kompositum 52 Sackgasse 14

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit klappern

33 Bildungen · 7 Erstglied · 24 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von klappern 2 Komponenten

klapp+ern

klappern setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

klappern‑ als Erstglied (7 von 7)

klappernarr

DWB

klapper·narr

klappernarr , m. nugator, garrulus Frisch 1, 519 b aus Keisersbergs narrenschiff 24 a . s. DWB klappern 2.

Klappernoors

MeckWB

Wossidia Klappernoors m. Schelte für Knaben, der mit Türen klappert oder sie nicht schließt Pa Parchim@Ganzlin Ganzl .

Kláppernúß

Adelung

klapper·nuss

Die Kláppernúß , plur. die -nüsse, in einigen Gegenden, ein Nahme der Pimpernüsse, weil sie klappern wenn sie geschüttelt werden; Staphylea …

klappernusz

DWB

klappernusz , f. die pimpernusz, staphylea pinnata, weil sie geschüttelt klappert, nd. kläternöte pl. Adelung ; siebenbürgisch klpernss Ha…

klappern als Zweitglied (24 von 24)

ABKLAPPERN

DWB2

DWB2 ABKLAPPERN vb. abgeklappert part.adj. vereinzelt früh, ‘ DWB2 abschwatzen ’ ⟨1530⟩ die maultaffern ( schwätzer ) , die unserm .. got se…

afklappern

MeckWB

Wossidia afklappern eine Gegend durchstreifen, abjagen, z.B. vom umherziehenden Händler: hei klappert all de Dörper af allgem.; Reut. 3, 256…

anklappern

DWB

anklapp·ern

anklappern , crepitare: der storch kommt angeklappert, naht sich klappernd.

Aufklappern

Campe

auf·klappern

Aufklappern , v. trs. durch Klappern, klapperndes Geräusch aufwecken. Einen aufklappern. Das Aufklappern. Die Aufklapperung.

erklappern

DWB

erk·lappern

erklappern , was erklappen 1: doch mich weckt das donnergetöse der spritzenden räder, und des raschen gespanns dumpfig erklappernder huf Sal…

hinausklappern

PfWB

hinaus·klappern

hinaus-klappern schw. : 'mit der Peitsche hinausjagen ', in der RA.: Die g'heert uf 's Rad g'setzt un mit der Knottelpeitsch zum Dorf nausge…

hinterdreinklappern

GWB

hinterdrein·klappern

hinterdreinklappern in Vergegenwärtigung der unterschiedl Geräusche bergab kollernden Gesteins [ auf dem Vesuv; Auswurf von Gesteinsbrocken …

hinunterklappern

GWB

hinunter·klappern

hinunterklappern Philinen .. die .. die Treppe hinunter klapperte [ mit den Absätzen ihrer Pantoffeln ] 1) GWB 21,153,9 Lj II 4 1) zur mytho…

maulklappern

DWB

maul·klappern

maulklappern , n. klappern mit dem maul, schwätzen, prahlen ( vgl. DWB klappern 2, th. 5, 973 fg. ): eben so ( närrisch ) thut dieser geist …

Mitklappern

Campe

mit·klappern

Mitklappern , v. intrs . u. ntr . mit haben. — klatschen , v. intrs . — klettern , v. intrs . — klimmen , v. intrs . — klimpern , v. intrs .…

nachklappern

DWB

nachklapp·ern

nachklappern , verb. : wo die nymphen bei stillem mondschein oft nach meiner flöte tanzen, wenn die hüpfenden faunen auf iren crotalen mir n…

rutklappern

MeckWB

rut·klappern

Wossidia rutklappern Lärm schlagen beim Abzug unbeliebter Inspektoren, Statthalter und Mamsellen Ma Malchin@Quitzenow Quitz ; s. -käteln; ve…

Tähnenklappern

MeckWBN

Wossidia Tähnenklappern n. Zähneklappern Müll. Reut. 136 a .

tausamenklappern

MeckWB

tausamen·klappern

Wossidia tausamenklappern mühsam sammeln: rod' Sand tosamklappern Ro Rostock@Warnemünde Warn . Zu 'Klapper' der Aussätzigen und Almosensamml…

utklappern

MeckWB

Wossidia utklappern 1. mit der Maschine ausdreschen Sta; Wa Waren@Jabel Jab ; mit de Lokomobil un Döschmaschin ne Kurnmiet utklappern Hack. …

verklappern

DWB

verk·lappern

verklappern , verb. durch klappern wegscheuchen, beschädigen. in dieser bedeutung bei Heinsius 4, 2, 1308 a aufgeführt, sonst nicht belegt. …

vorklappern

DWB

vor·klappern

vorklappern , verb. , mit dem dat.: ihr möget demnach euren kindern klappern aus Welschland, Pohlen, Franckreich ... holen lassen und ihnen …

zähneklappern

DWB

zaehne·klappern

zähneklappern , verb. , weiterbildung zum vorigen, gleicher bedeutung, heute üblicher, frühnhd. zeneclappern, -klapern, frendere Dief. 246 c…

Zähnklappern

Campe

zahn·klappern

Zähnklappern , — s , o. Mz . das Klappen oder Klappern mit den Zähnen, da die Zähne unwillkührlich zusammenschlagen, z. B. vor Frost. »Da wi…

Zuklappern

Campe

Х Zuklappern , v. intrs . s. Campe Zu 2. 2).

Ableitungen von klappern (2 von 2)

erklappern

DWB

erklappern , was erklappen 1: doch mich weckt das donnergetöse der spritzenden räder, und des raschen gespanns dumpfig erklappernder huf Sal…

verklappern

DWB

verklappern , verb. durch klappern wegscheuchen, beschädigen. in dieser bedeutung bei Heinsius 4, 2, 1308 a aufgeführt, sonst nicht belegt. …