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Käse

mhd. bis spez. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Käse

Bd. 4, Sp. 226
Käse kEs, im Geb. der Schärfung -E:-; doch Nahe -ē-; uSaar, Trier-Hochw -ē:-; Saarbg hier u. da -e·i.-; Trier (n. Mos), Wittl, Bitb -ī:-; LRip, uWupp, Sol meist -ī:-; SNfrk -ī·ə.-; um Mörs-Rheinbg -ē·ə.-; MülhRuhr -ī·ă.-; Duisb -ē:-; Dinsl-Aldenr -ē-; um Rees-Overbeck kēzə Sg. t. [ kEs Pl. Rhfrk] m.: 1. wie nhd., schlechthin der Quarkkäse; K. machen (pöngeln Wippf): en enem Pöttche (Döppe, Bar) wiərd de afgeschäppte (abgerahmte) oder geschmändte Melch (Stif- oder Bottermelch) hengen opgesatz (hinten auf den Herd) (de M. opgohn lossen Waldbr, Gummb); de M. werd gebriht (gebrüht), gebrennt, gewärmt Rhfrk, Mosfrk, — geschrämpt Mayf, — gefängt WMosfrk); se darf ävver net an't Koche komme, se mott esu stell kruffe (kriechen), dat e net ze friəd (zähe) (kinselig, kiselig) wiərd on schön weche Klontere sich bilden (man nennt die sich scheidenden Matten ausgerunnene K., Matten, Hotten, Klattermelch); dann wiərd se afgesatt (vom Herde abgesetzt), u. über einem Eimer wird der K. durch en Seih (oder e Räss-che Korb), worüber das K.doch (Käsetuch) liegt, ussife (auströpfeln) gelosse; de Zibbele (Zipfeln) van dem K.doch werde zo enem Frong (Frung) beiənen gedriehnt, der K. wiərd ens düchtig usgepasch (ausgepresst) on em K.doch dofüər (draussen) an ene Finstertuər (Fensterhaken) opgehange, dat e gehüreg ussif (uströpsch); das Käsewasser (Dimmele, Sauerwasser, Serreng, Wässerich, Wässke, Wässich, Wei, Wicke, Tron; s. d. W.) wiərd us dem Emmer en et Ferkesdenge (-bütt) geschott (so beim Quarkkäse) NRip, Allg.; beim Topfk. kommen de Matte an (in) de Knappsack zum Drecknen (Trocknen); dann get de K. geroppt (gerupft) on kennt an't Deppe; wenn en afängt ze rieche, get e gerohrt (jeden Dag), bis e faul as; dann get e mat Ei afgekocht on Melch derbei geschott WMosfrk; im Klevld, wo K. nach Holländer Art hergestellt wird, wird in die geschöppte Melk Käselab (Strömsele) gegossen; mit dem Messer wird in die geronnene Masse ein grosses Kreuz geschnitten; dann wird heisses Wasser drüber gegossen, u. die dick Melk sinkt nach unten; diese d. M. wird dann gebrockt u. in die K.form getan; den Hahn an't Küwe ward losgedrähjt, on de Weij (K.wasser) löpp (läuft) in de Emmers (Eimer) för de Pogge (Schweine); in die K.form kommt ein Brett oder der Formendeckel auf den K.; vorher wird der K. in die Form mit der Hand gepresst; auf den Deckel kommt ein Gewicht; in der Form wird der K. ein paarmal gedreht; dann kommt er aus der Form in den Peckel (Salzlösung), der so stärk sin mott (muss), dat en Ei drin schwömmt; nach zwei Tagen kommt der K. auf den Schrank, dass er trocknet; hej dörf kene Zug (Windzug) krige, söns rett e (reisst er). — Landläufige K.sorten sind: der Quarkkäse, der mit sösser Melch agemach (agemengk) wird, genannt: weisser, weicher, süsser, foscher (frischer), steifer, abgelaufener, gemengter, (of)gestumpter K., Bar-, Kar-, Flatsch-, Flöten-, Klatsch-, Patsch-, Platsch-, Matten-, Meng-, Püngels-, Rühr-, Schmanden-, Schmier-, Schlubbermilchs-, Schlettk., wisse Fummel, Mackei, je nach der Milchart fette (von nicht entrahmter Milch), oder magere K., Bottermelchs-, Kirnmelchs-, Stifmelchsk.; der in einem Topfe engemachte K. fault darin; er wird fauler, schärper, arger, bündiger, hausmacher K., Baueren-, Düppen-, Hawen-, Hock-, Mühnen-, Peffer-, Stinkk., gelber Geimer genannt; ein Gemenge von faule K. u. frischem K., unter Beifügung von Milch durch Kochen unter stetem Rühren hergestellt, heisst Rhfrk, Mosfrk, OBerg, Bergh, Grevbr, MGladb Düppen-, Koch-, Gummik., scharfe oder gekochte, segeren K.; mit der Hand kegelförmig geformter, auf dem Fensterbrett fast steinhart getrockneter K. ist der Hand-, Fauste-, Backstein-, Klotsch-, Knippk., harde K.; Käse, aus der Biestmilch bereitet, ist Biest-, Bitsch-, Kalver-, Kälfches-, Hünkelsk.; dann der Eierk. man lässt bis zwei l Vollmilch aufkochen, schüttet einen Teelöffel voll Mehl hinein, schlägt 5—6 Eier in einem Steintopf u. rührt sie durch die Milch; dann lässt man das Ganze kochen, bis die Masse steif ist Westerw, Siegld, Birkf; Grombirek. dass. mit Kartoffeln verrührt Birkf-NHosenb; Kräuterk. ist der grüne K., Kümmel-, Riwwelchesk.; dazu s. Fassel-, Brot-, Korb-, Hafer-, Mai-, Mutt-, Rändjes-, Stall-, Weidek. Rütting; fremde Sorten sind Limburger (lämmesche K., Hervere K., Hewer lingksk., Stinkk.), Holländer K. (holländsche K.), Schweizer K., Mainzer Käs-che, Kanterk. (auch Schiffmannsk.); dazu Ramudi Romadurk Eup (s. d. W.). — RA.: Wenn e Gewidder in der Loft es, werd (git) de Melch ger (gern) K. sie gerinnt. Hängk et an den Hurschten (Schornstein) un loss et fir K. auströpsen (auströpfeln)! Antw. auf die Frage: wo soll ich dat hinduhn? Trier Schleidw. In den K. sett Puff (Gang) drin Klevld. Dat geht dech joə af (geht dir von der Hand) wie Märtes-Nollesse-Frau et K. make Heinsb. K. mache hochmütig sein Ottw-Neunk. De bese (bösen) (weischte wüstesten) Weiwer mache die beste K. Simm, Birkf, Kreuzn. De Motter mich Botter, de Vatter mich K., wann e küt, dann kick (sieht) e sauer Aden-Liers. Loss Matten gewärd (in Ruhe), dann get et ach K. Bernk-Wolf, Birkf; get et M., get et och K. nur Geduld, es wird schon gehen Westerw. K. dräht (trägt) de Sack macht stark Merz-Bergen. K., Botter, Bruət schleiht alle (Heiden on) Törke duət Eup, Sieg, Monsch, Aach, Köln, Dür (alles musdut), all die Düvel duət Eup-Hergenr. K. un Brut machen de Backe rut Köln. Fresch Brut on weiche K., dat schlompt sich Goar-Boppard. K. un Brut es Vugelsdut Koch. Warme Tuffelsplätz (Kartoffelkuchen) on kale (kalter) K., dat es en got Gefräss Altk-Willr. Botter on K., e lecker Gefräss Gummb. B. is der Glieder Motter; K., dat es esu Gefräss Kobl-Rübenach. B., dat es mei Motter, awer K. es mei Her, drem essen ech en net ger (gern); de B. hält emmer stark, de K. fällt emmer en de Knehoke (Kniehaken) Neuw-Datzeroth. Wenn ech K. han, mag ech de B. net sinn (sehen), sat der Mann, du schmert he sech de K. üvver de B. Eusk-Billig, Schleid-Heimb. Ech son (sage) dem K. en't Gesicht, dat mir B. lewer es May-Saffig. De weks (weichste) K., de deht et net; die Schenk (Schinken), die klenk Neuss-Kaarst. Faule K. es morges Gold un omeds Blei Westerw. F. K. un Appeltrank, dovan wiərd mer gar net krank Ahrw, Kobl-Metternich. De K. schmät (schmeckt) et bes, wenn de Wörm dren send Bergh-Blatzh, — wenn einem de Steərzen (der Würmer) lans de Mul schlonn MülhRh-BGladb. Drei Jure un vier K. sen siewe Stinkerte Birkf, Ottw, Bernk. Vom faulen K. heisst es: göf Acht, dat der der K. net fortläft (-läuft)! Westerw; de K. ös su ful, dat e sech an't lofe git Sieg; wo mih der K. stenkt, wo besser dat he ös Altk-NFischb. Reiche Märercher (Mädchen) on arm Manns K. sein am schwöndsten reif Neuw-Rodenb, Simm-Rheinböllen, Eup-Moresnet. De Her kiəhrt de K. kehrt das unterste nach oben, deckt alles auf, verschafft sich von allem Einblick Eup. Der scheppt sich a (auch) meh K. eraus, als wie er Brot hat der Wichtigtuer Saarbr-Sulzb. Mer kann suviel K. essen, ehr mer en Pund Fet (Fett) un (in) de Leif kret, wie mer Schni (Schnee) brauch, fir e Bakowen ze hetzen Wittl-Greimerath. Die schmieren de K. op de Botter sind verschwenderisch Bitb-Ehlenz; die schm. de K. aus ener Schottel handeln einträchtig Prüm-Burb. De en iss gern K., on de andere geht gern en de Kerch man hat allerlei Leute uWupp. Su lang hen noch wache (weichen) K. össt, ös em nöt ze trauen mag er noch so alt sein, so ist er doch noch etwa zum Heiraten geneigt Trier. Ess K., da liəhrschte peifen (flöten)! Mosfrk, Allg.; de peift grad, als wenn e K. gess hätt Goar-Boppard. De kann sönge wie en Nachtigall, de K. fress (d. h. wie eine Krähe) Rheinb-Queckenbg. In Weess (Geld-Weeze) frete se K. Neckspr. Klev-Goch. De Bur es et gröttste (grösste) Bies, he verköpp (verkauft) de Botter on frett de K. (on esst de weche K.) SNfrk, Rip; de Bur, dat es en Bies, de ett (isst) et Fett on verköpp de schleite (schlechten) K. MGladb-Kleinenbr. Herrgott, sacker, die Schness, fress K.! Fluch Saarbr-Sulzb. Fress de K. mat dem Popeier! Bitb-NWeis. Nau freck (verende) on (awer) fress K.! Ausruf der Verwunderung Daun, Koch, Kobl, May. Wer war das? Antw.: De käne K. esst Neuw-NWamb. Was haben wir gekocht? Antw.: Riwwelchessupp un K. Saarbr-Püttl. Gehe ich mit? Antw.: Bliff bi din Moder un sägg, du häs K. gefrete Duisb. Krisch (kreische, weine) mar net, Kengk (Kind), et es noch K. do! scherzh. Beruhigung Geilk-Beggend, Daun-Tettschd. Kas, lecker Aas (liebes Kind)! Düss-Stdt. Do fel (fiel) mer och at (schon) de K. vam Brut mir sank der Mut; der Kluge löt (lässt) de K. net vam Br. falle Rip; der reusst (reisst) ane an (fährt einen an), dat anem der K. vam Stöck fällt May-Collig. Den lött (lässt) sech de K. nit nehme er besteht auf seinem guten Rechte Rees, Mörs, Geld, Kemp; der lött sech nit den K. van der Botter nemmen uWupp. Es soll emol äner kumme, der K. geborgt will hon! ich fürchte mich nicht uNahe. Wat gelt der K.! Frage zur Drohung, Aufforderung, Wette Birkf. Barthelemis verbiet Botter on K. verbietet das Vesperbrot Prüm, Allg. (Var. s. bei Bartholomäus); sent B. verbütt de line Flöute (leinene Hosen) en makt der fette K. Eup. — Su weiss wie K. Trier, Allg.; en Gesicht hon wie e K. (en schimmeliger K.) Mosfrk; dou siehs ut we Bottermelk (Kiərmelch) en K. Eup, NBerg. Su gruəss wie ene K. Eup-Raeren; de ös drei K. huh Rip, Allg. Dat es löfeg (dünnflüssig) wie K. Aach-Burtschd. Dat schmicht wie faulen K. Aden, Allg.; der Kerl stenk wie f. K. Allg. Ich schlonn dich Knubbele (Beulen) op der Kopp wie ne holländsche K.! MGladb. — De hat K. anplaz Geherns em Kopp Düss-Eller. He sengt, äs of he en Kösch (Kruste) K. en der Hals häu singt schlecht Aach-Kohlschd. Met dem Metz (Messer) schneck (schneidet) mer och weche Botter on helle K. Dür-Langerwehe, — warm Wasser o faule (wäche) K. Rhfrk. Dat es de Katt (Katze) de K. anbefohlen wo ein Unzuverlässiger die Aufsicht erhält Geld, Nfrk, Rip, — avertraut uWupp; der wellt de K. van de Katt verwahre loəte Eup. Geih, bepiss deim Vatter de K.! zu einem, der herumsteht u. nichts zu tun hat Merz. Ech sen esu satt (möd), ech kann net mihK.sage; ich hauen dich, datste net mihK.sage kas; de es ze domm, förK.ze sage LRip, Wippf, Birkf. — Der hält sich dran wie de Narr am K. ist eifrig bei etwas Wend, Saarbr. Die han et esu driəl (geschäftig) wie sebbe (7) Wiver an enem K. Sieg-ODollend. Der ös och de Katz an der K. gewes sie ist geschwängert Rheinb-Queckenbg. Angenies (Agnes), die Kott (Katze) ös an der K., der Hongk ös an de Botter, ich sag et för Motter! MGladb-Helenabrunn. De mächt sech aus em K. aus dem Staube Neuw-Isenbg. Do haschte jo de Katz bei de K. gesetzt den Bock zum Gärtner gemacht Saarl-Schaffhsn. Gangk hem on driss (scheisse) denger Motter en de K.! Sieg-Bergh. E Röggelche met K. Köln. Dat es de Staat vam grönen K.! eine notwendige Eigenschaft NBerg, Birkf; och, wat kennt der Bur vam gr. K.! du verstehst doch nichts davon Mettm-Vohwinkel; no barsch (berste) doch am gr. K.! bei Unerwartetem Gummb-Nümbrecht. De gefällt mer net ze Bruət on net ze K. er gefällt mir von keiner Seite Sieg. — Scherzfr. Warem schabt mer de K.? Antw.: Wenn er Ferere (Federn) hätt, däht mer'n roppe Rhfrk. — Im Kindersp. Eier, Botter, K. ein Kind gibt seiner Hascherin drei kräftige Stösse, dann laufen beide durch den Zwischenraum, der von einer Reihe Mädchen mit hochgehobenen Armen gelassen ist; kein Zwischenraum darf überschlagen werden; die Hascherin muss die erste Läuferin überholen u. anschlagen Wittl, May-Naunh. Bauer, setz de K. op! ein auf einem grossen Steine aufgesetzter kleinerer St. wird von den Spielern herabgeworfen Neuw-Dattenbg. Wenn ein Kind huckepack getragen wird, spricht der Träger: K. kafen, K. fäl (feil)! Saarl-Lisd; buckele, b., K., wer käft faule K.? Zell-Enkirch; käft der f. K.? Mos; danach heisst das Spiel K. drahn Simm-Ebschd, — verkafe Saarbr-Burb; faule K. drohn Prüm; of em f. K. drohn Trier-Thörnich. F. K. ein Kind in hockender Stellung, die Arme um die Beine verschränkt, wird von zwei andern in dieser Stellung eine Strecke weit getragen und darf die Arme nicht loslassen Aden-Herschb. — Im Kinderld. Ene, mene, dunke, funke, rabe, schnabe, ticke, tacke, Käse make, one, Bohne, rot! Abzählr. Mörs-Orsoy. Bas dau bis (böse), ess e Schläppchen K., trink e Dröppchen Wein, da ges dan noch es (einmal) gedöllig (geduldig)! Trier-Schleidw. A.: Em Wald staht e Häus-che. B.: Ech och. A.: Do wunnt (wohnt) en Förschter dren. B.: Ech och. A.: Der hät K. B.: Ech och. A.: De K. es faul. Sagt nun B. ech och, so wird er ausgelacht Koch. — Volksbr. Wenn en melkige Kuh rein es, dann hät de Meid (Magd) ene K. verdent Kref-Osterath. Wer den K. so dick aufs Brot schmiert, dass die Nase hineinreicht, muss dies beichten Prüm-Schlausenb. Wird dem Freier K. vorgesetzt, so gilt dies als Absage Hunsr. Einen an Lungenentzündung Erkrankten hüllt man in ein Tuch ein, das mit Quarkkäse ausgelegt ist Verbr. — 2. übertr. a. der sinnl. Bed. sich nähernd, in Wend.: α. singe K. krige einen lebensgefährlichen Unfall erleiden; de krit singe K. sein Fett weg; do haste der K. Aach; domet hatt he sin Kies-chen fort (drop) einen Nasenstüber Köln-Stdt. — β. sich K. gewe sich wichtig machen, prahlen Saarbr, Ottw. Mer moss sich net meh K. gen, wie mer Brot hat Ottw-Uchtelfang. — γ. ich han mer der K. dran gesse den Ekel Köln-Poulh. — δ. es is K. dummes Geschwätz, Reden, die man nicht gerne hört; du michst der och en K. zesammen; (dumme) K. schwätzen; mach K.! Nahe, Goar, Saar, Mos, Eif, Neuw. — ε. dat es en ale (faule) K. eine alte, längst bekannte Geschichte uMos, Neuw, Eup-Moresnet, Erk-Terheeg, Rees. RA.: Aler K. stänkt Neuw-Rodenb. — ζ. der Mann es K. verloren Bo. — b. Käseartiges. α. weisser Schleim in den Augen- und Mundwinkeln Allg. — β. K. brechen beim Erbrechen der Säuglinge Allg. — γ. nasser Abfall von Papier in der Papiermaschine Dür-Winden. — δ. Mark des Holunders Eup-Raeren, Aach-Merkst; et es noch K. der Nusskern ist noch weich Sieg. — ε. Budder un K. zwei fleischige Teile der Nachgeburt Simm-Laub. — ζ. kE:sχə der strunkartige, feste innere Teil des Kohlkopfes Kobl-Rübenach. — c. kE:sχə verächtl. Kopf Ahrw-Hepping. — d. Pflanzen. α. kE:sχər Früchte der gemeinen Malve, malva neglecta Rhfrk, Mosfrk, Bo-Küdinghv; kī·ə.skəs SNfrk; kEskəs Mörs, Klev, Rees; harde Käs uNahe; hollandse K. Rees-Drevenack. — β. Löwenzahn, taraxum Neuw. — e. afgebrochene K. scherzh. Knirps Düss-Stdt. — f. Käs-che kleiner Klicker Altk-Herdorf. — g. Neckn. für die Bewohner verschiedener Dörfer, Bernk-Mülh, May-Glees; Käs-cher Kreuzn-Sobernh, Bernk-Filzen.
14705 Zeichen · 402 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    KÆSEstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    KÆSE stm. käse. ahd. châsi Graff 4, 500; lat. caseus Grimm gesch. d. d. spr. 1005; doch vgl. H. zeitschr. 7, 468 wo Grim…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Käse

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Käse , des -s, plur. ut nom. sing. geronnene Milch, der von dem wässerigen Theile geschiedene schleimige und gallert…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Käse

    Goethe-Wörterbuch

    Käse (im Reim u regionalsprachl) auch ‘Käs(’)’, Käss T1,6,23u7,5 a aus Milch durch Säuerung gewonnenes (Grund-)Nahrungsm…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Käse

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Käse , der aus der Milch abgeschiedene und infolge der weitern Behandlung eigentümlich veränderte Käsestoff. Man bewirkt…

  5. modern
    Dialekt
    Käsem.

    Pfälzisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Käse m. : 1. a. 'Quark', Kees (kēs) [verbr. mittl. u. nördl. WPf NPf u. VPf mancherorts südl. WPf (einschl. SWPf) verbr.…

  6. Sprichwörter
    Käse

    Wander (Sprichwörter)

    Käse 1. Achternaë êten sî Käse, sagen die Westfalen. Auch die Ostfriesen. ( Kern, 963; Hauskalender, III. ) Holl. : Acht…

  7. Spezial
    Käse

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Kä|se m. (-s,-) 1 ciajó m. 2 (Käsesorten) ciajos m.pl. 3 (in Kegelform gemacht) zigher (zigri) m. 4 ‹pop› (Unsinn) ciajó…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kaese

297 Bildungen · 270 Erstglied · 27 Zweitglied · 0 Ableitungen

kaese‑ als Erstglied (30 von 270)

käseapfel

DWB

kaese·apfel

käseapfel , m. eine art äpfel, nach folg.: kuglecht als ein weisz kesäpfelein. Bocc. 1, 152 b ; vgl. käsebirn

Käseaufschnitt

PfWB

kaese·aufschnitt

Käse-aufschnitt m. : 'Mischung verschiedener Käsesorten, in Scheiben geschnitten', Käsufschnitt [Kaislt]. —

Käsebakterien

Meyers

kaese·bakterien

Käsebakterien , die das Reisen des Käses bedingenden Spaltpilze. An diesem Prozeß scheinen zahlreiche Bakterienarten nebst einigen Hefeforme…

käsebank

DWB

kaese·bank

käsebank , f. tabula casearia J. G. Haas, bank zur quark- und käsebereitung; so z. b. im Osterlande.

käsebaum

DWB

kaese·baum

käsebaum , m. von zwei arten tropischer bäume, rhizophora caseolaris, bombax ceiba.

Käsebeere

PfWB

kaese·beere

Käse-beere f. : 'Malve (Malva neglecta)', Keesbeercheʳ [ Wilde 168 (KB-Eisbg)]; vgl. Käse 2 d α . Syn. s. Käseblume . —

käsebettler

DWB

kaese·bettler

käsebettler , m. schimpfname von mönchen: ach ihr keespetler habet der christenheit mehr schades gethan dan iiij. tausend juden. Carlstad wi…

Käsebirne

PfWB

kaese·birne

Käse-birne f. : eine Birnensorte, Käsbeeʳ [ KB-Kriegsf LU-Opp ]. Südhess. III 1159 ; Rhein. IV 232 . —

Käseblatt

LDWB2

kaese·blatt

Kä|se|blatt n. (-[e]s, ...blätter) (minderwertige Zeitung) jornalët (-ëc) m. , foliet da nia m.

Kǟseblō¹me

WWB

kaese·blome

Kǟse-blō¹me f. 1. Malve (Malva sylvestris) [ Min Lippe Höx Wbg, sonst verstr.]. — 1.1. Wegmalve (Malva neglecta) ( Min Wh ). — 1.2. Stockros…

käseblume

DWB

kaese·blume

käseblume , f. käseblümchen , n. die weisze windblume, buschwindröschen, anemone nemorosa, auch katzenblume. Nemnich ; rhein. aber der löwen…

käsebohrer

DWB

kaese·bohrer

käsebohrer , m. hohler bohrer zum anbohren und untersuchen der groszen käse, nl. kaasboor; auch käsestecher, nd. kesesteker brem. wb. 2, 763…

käsebor

DWB

kaes·ebor

käsebor , f. was käsekorb, ahd. châsibora fiscina: kespor calathus. voc. th. 1482 q 3 b ; ' mulctrale, vas .. in quo fit caseus, ein keesbor…

Käsebord

PfWB

kaese·bord

Käse-bord n. : = Käsebrett , Keesboʳd [ LU-Alsh Neuhf Altr ]. —

käsebrecher

DWB

kaese·brecher

käsebrecher , m. in der Schweiz, ein quirl zum zerkleinern der geronnenen milch. Stalder 2, 90. 304 . eigentlich käsbreche f., s. breche 2, …

Käsebrenke

PfWB

kaese·brenke

Käse-brenke f. : 'viereckiges Holzgefäß, selten Bottich, Kübel oder Blechwanne zur Käsebereitung', Keesbrenk [ KB-Gauh Kriegsf LU-Alsh/Gr As…

Käsebrett

PfWB

kaese·brett

Käse-brett n. : 'Brett, auf das die frisch geformten Handkäse 1 zum Trocknen gesetzt werden', Keesbrett [verbr.], -breet [ KU-Adb A'glan Wol…

käsebrief

DWB

kaese·brief

käsebrief , m. da hat er ( der pabst ) feil butterbrieve, eierbrieve, milchbrieve, kesebrieve, fleischbrieve. Luther 7, 555 a ( Wittenb. 157…

Käsebrotgeiger

PfWB

kaesebrot·geiger

Käsebrot-geiger m. : 1. 'Musikanten, die von Ort zu Ort ziehen', gleichsam 'für ein Käsebrot geigen', Käsbrotgeieʳ [ LU-Ruchh ]. — 2. Uzname…

Käsebrotschank

PfWB

kaesebrot·schank

Käsebrot-schank m. : in der RA.: Er isch krank hinnerm Keesebrotschank, wer bei gutem Appetit vorspiegelt, krank zu sein [ GH-Kand ].

kæsebrüeje

Lexer

kaese·brueeje

kæse-brüeje stf. käsebrühe, molken. kâsprüge Netz 2097. kæsbrüe Germ. 9,200. S.Gall. ord. 189. kespru, caseatum Voc. 1482.

käsebrühe

DWB

kaese·bruehe

käsebrühe , f. wol wie käsewasser, molken: ich supp dich ( wein ) lieber in mein haubt dann ein käsbrü, da ein kranker an glaubt. weinsegen …

kaese als Zweitglied (27 von 27)

Eyerkäse

Adelung

Der Eyerkäse , des -s, plur. ut nom. sing. in den Küchen, in Milch gequerlte Eyer, welche über einem Kohlfeuer so lange erwärmet werden, bis…

Geißkäse

Adelung

geiss·kaese

Der Geißkäse , des -s, plur. ut nom. sing. im Oberdeutschen, der Ziegenkäse.

handkäse

DWB

hand·kaese

handkäse , m. kleiner, aus freier hand geformter käse: der Ammerländer handkäse zeichnet sich durch einen eigenthümlichen pikanten geschmack…

Hasenkäse

Wander

hasen·kaese

Hasenkäse Einem einen Hasenkäse schenken. – Murner, Vom luth. Narren in Kloster, X, 94. »Ja, wan alle rechten das gedencken, ein hessin kess…

kräuterkäse

DWB

kraeuter·kaese

kräuterkäse , m. mit kräutern angemachter käse. M. Kramer 1787 , Adelung. vgl. krautkäse .

krautkäse

DWB

kraut·kaese

krautkäse , m. caseus autumnalis, herbst- oder weinkäse. Stieler 910 . nd. krûdkese, mit gewürznelken, safran oder kümmel gewürzter käse. br…

kreuzkäse

DWB

kreuz·kaese

kreuzkäse , m. caseus alpinus Stieler 910 , z. b. in Tegernsee im 16. jh. Germ. 9, 197, creuzkäs von Werd Garg. 55 a (89), d. i. Donauwörth,…

kuhkäse

DWB

kuh·kaese

kuhkäse , m. caseus bubulus Frisch 1, 554 a , kühkäse Stieler 810 , Aler , Steinb., kühekäs Rädlein.

Pappelkäse

Adelung

pappel·kaese

Der Pappelkäse , des -s, plur. ut nom. sing. im gemeinen Leben, die platt runden Samenkörner der Pappel, besonders der Hasenpappel oder Gäns…

Parmesān-Käse

Adelung

parmesan·kaese

Der Parmesān-Käse , des -s, plur. ut nom. sing. eine Art wohl schmeckender Käse, welcher von der Stadt Parma in der Lombardey seinen Nahmen …

Quargkäse

Adelung

quarg·kaese

Der Quargkäse , des -s, plur. ut nom. sing. eine Benennung der einheimischen aus gelabter Kuhmilch bereiteten Käse, welche auch Kühkäse und …

quarkkäse

DWB

quark·kaese

quarkkäse , m. caseus in formam melae manu pressus, quargkäse Stieler 1489 , quarkkäse, ein kleiner käse von abgerahmter kühmilch, in keinem…

Sahnenkäse

Adelung

sahne·n·kaese

Der Sahnenkäse , des -s, plur. ut nom. sing. eine Art Käse, wo der süßen Milch, aus welcher sie verfertiget werden, ihre Sahne gelassen wird…

Schabenkäse

Wander

schaben·kaese

Schabenkäse Der ist ain schabenkäss. – Hauer, Mij 2 . Auch bei Fischart (Gesch.): »Ich reiss nit sehr nach gut, als mancher Schabkäs thut.« …

schafkäse

DWB

schaf·kaese

schafkäse , m. 1 1) aus schafmilch bereiteter käse, caseus ovillus. Stieler 910 . Frisch 2, 157 a , auch schafskäse: weil die schaaf- und zi…

schmierkäse

DWB

schmier·kaese

schmierkäse , m. käse, der sich schmieren läszt, caseus pulmentarius Stieler 910 ; alter schmierkäs. ehe eines weibes 23.

Schweinekäse

PfWB

schweine·kaese

Schweine-käse m. : 'Schweinsfüße in Gelee', Schwinekäs [Bliesgau (PfId. 130)]. Rhein. VII 2043 . —

Schweinskäse

Adelung

schweins·kaese

Der Schweinskäse , des -s, plur. ut nom. sing. in den Küchen, eine Speise, welche aus den klein geschnittenen und mit Gewürzen vermischten f…

streichkäse

DWB

streich·kaese

streichkäse , m. , zu streichen C 1 b, mit bier oder anderer flüssigkeit erweichter oder streichfähig gemachter käse, s. Jacobsson technol. …

topfkäse

DWB

topf·kaese

topfkäse , m. , geringer, alter käse, meist aus abfällen, den man in einem gefäsz gähren und scharf werden läszt, worauf er durchgeknetet wi…

ziegenkäse

DWB

ziegen·kaese

-käse , m. , käse aus ziegenmilch; in gebirgsgegenden geschätzte nahrung: Hübner zeitgslex. 31 4, 1018 a ; sein geschmack wird von Amaranthe…

ziegerkäse

DWB

zieger·kaese

zieger-käse , m. , käse aus zieger; als abgabe an den zinsherrn: zigerkes ( bei Zürich 14. jahrh. ) weisth. 1, 4; H. Fischer 6, 1195 ; Marti…