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Reserve

nhd. bis spez. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
8 in 8 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Reserve

Reserve

reservieren Vb. ‘aufbewahren, zurücklegen, aufheben, (sich) zurückhalten, (sich etw.) ausbedingen, (ein Recht) vorbehalten’ (1. Hälfte 16. Jh.), entlehnt, wohl unter Einfluß von gleichbed. frz. réserver (afrz. reserver ‘vorbehalten, aufsparen’), aus lat. reservāre ‘aufsparen, aufbewahren, vorbehalten’ (vgl. lat. servāre ‘erretten, erhalten, unversehrt bewahren, in acht nehmen, achtgeben’, s. konservieren). Seit Mitte des 19. Jhs. auch ‘(einen Platz) freihalten, vormerken (lassen)’. Dazu reserviert Part.adj. ‘zurückhaltend, kühl, abweisend, verschlossen’ (2. Hälfte 19. Jh., nach mfrz. frz. réservé ‘zurückhaltend, bedächtig’), ‘vorbestellt, freigehalten’ (um 1900) und Reserviertheit f. ‘kühles, zurückhaltendes Benehmen’ (2. Hälfte 19. Jh.). – Reserve f. ‘Ersatztruppe, Nachschub, zum Kampf einsatzbereite, noch zurückgehaltene Streitkräfte’ (Anfang 17. Jh.), danach ‘Gesamtheit der ausgebildeten, aber nicht aktiv dienenden Soldaten’ (2. Hälfte 19. Jh.), ‘Ersatz, Vorrat, Aushilfe’ (Anfang 19. Jh.; vgl. eiserne Reserve), ‘Vorbehalt, Zurückhaltung, Verschlossenheit, Kühle’ (Mitte 19. Jh.), Übernahme von gleichbed. mfrz. frz. réserve. Reservist m. ‘der Reserve angehörender Wehrpflichtiger’ (2. Hälfte 19. Jh.), frz. réserviste. Reservat n. ‘Sonderrecht bzw. Vorbehalt eines Rechts bei der Aufteilung von Befugnissen’ (Anfang 16. Jh.), ‘Schutz- und Wohngebiet für (vertriebene) Minderheiten’ und ‘Naturschutzgebiet’ (Anfang 20. Jh.), aus lat. reservātum ‘das Zurückbehaltene’, dem substantivierten Neutr. des Part. Perf. von lat. reservāre; bis ins 18. Jh. auch in der lat. Pluralform Reservata. Reservation f. ‘zwangsweise auf Reservate beschränkter Lebensraum der Ureinwohner’ (Anfang 20. Jh., entsprechend amerik.-engl. reservation), ‘Aufbewahrung, Freihaltung’ (19. Jh.), zuvor als juristischer Terminus ‘(innerer) Vorbehalt’ (18. Jh., vereinzelt schon Anfang 16. Jh.), entlehnt aus spätlat. reservātio (Genitiv reservātiōnis) ‘Erhaltung, Bewahrung, Verwahrung, Vorbehalt’. Reservoir n. ‘Sammelbecken, Wasserspeicher, Vorrat(sbehälter)’ (Anfang 18. Jh.), mfrz. frz. réservoir; dann auch (Anfang 20. Jh.) ‘(unerschöpflicher) Vorrat, Reservebestand, Nachwuchs(kräfte)’.
2180 Zeichen · 85 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Reserve

    Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer) · +1 Parallelbeleg

    reservieren Vb. ‘aufbewahren, zurücklegen, aufheben, (sich) zurückhalten, (sich etw.) ausbedingen, (ein Recht) vorbehalt…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Reserve

    Goethe-Wörterbuch

    Reserve 1 Rücklage, Vorrat; oft ‘etw in R. haben’: etw vorhalten, auch: in petto haben; auch ‘als R.’ für: als Ersatz wi…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Reserve

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Reserve , Truppentheil, der für den entscheidenden Augenblick zurückbehalten wird; Ergänzungstruppen.

  4. modern
    Dialekt
    Reserve

    Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Reserve resęrf, rezę·r.(ə)f  Allg. Sg. t. f.: 1. jet en R. han ein Rückhalt nach dem Nhd. Allg. — 2. der ausgebildete …

  5. Spezial
    Reserve

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Re|ser|ve f. (-,-n) 1 (Vorrat) resserva (-ves) f. 2 (Bedenken, Zurückhaltung) resserva (-ves) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit reserve

31 Bildungen · 31 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von reserve 2 Komponenten

res+erve

reserve setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

reserve‑ als Erstglied (30 von 31)

Reservehahn

SHW

Reserve-hahn Band 4, Spalte 1371-1372

Reservemann

SHW

Reserve-mann Band 4, Spalte 1371-1372

Reserveanker

RhWB

reserve·anker

Reserve-anker Rheinschiff m.: Notanker, ein zweiter etwas leichterer A., der mittels Ketten an einem Davit in der Nähe des Bugankers hängt.

Reserveanstalten

Meyers

Reserveanstalten vervollständigen die Bedürfnisse der österreichisch-ungarischen Armee für den Feld-, Festungs- und Gebirgskrieg; ihrem Zwec…

Reservearmee

GWB

reserve·armee

Reservearmee Ersatztruppe, bei einem vormaligen Einsatz noch zurückgehaltene Heeresabteilung; mBez auf den Italien-Feldzug Napoleons 1796/97…

Reservebataillon

GWB

reserve·bataillon

Reservebataillon im Bild für eine für Nachschub sorgende Weinsendung; in Aufnahme des Wortes „Reserve” für die Sendung von JJWillemer an Goe…

Reservedivisionen

Meyers

Reservedivisionen , Verbände mehrerer teils dauernd als Stammschiffe , teils nur während einiger Monate in Dienst gestellter Schiffe (Beisch…

Reservefonds

Meyers

reserve·fonds

Reservefonds (Erneuerungsfonds, Rücklage, Abschreibung) , der bei geschäftlichen Unternehmungen, namentlich bei Aktiengesellschaften und Gen…

Reservehändchen

RhWB

reserve·haendchen

Reserve-händchen -hę·ŋ.kχə Aach-Ld (o. O.) n.: ein R. gibt man, wenn man vor dem gewöhnlichen Händedruck auf besondere Art mit dem kleinen F…

Reservekasse

GWB

reserve·kasse

Reservekasse auch ‘Reserve-Casse’ finanzielle Rücklagen bildende, nicht zu den gängigen Ein- u Ausgaben gerechnete staatliche Geldmittel; im…

Reservelazarette

Meyers

Reservelazarette , zur Ergänzung der nicht ausreichenden Garnisonlazarette beim Ausbruch eines Krieges nach Art dieser letztern errichtete L…

Reservenährstoffe

Meyers

reserve·naehrstoffe

Reservenährstoffe (Reservestoffe) , Stärkemehl, Inulin, fettes Öl, Zucker- und Proteinsubstanzen, die bei den Pflanzen in gewissen Zellgeweb…

Reservepeter

RhWB

reserve·peter

Reserve-peter -pit Trier-Stdt m.: scherzh. zweiter Schatz des Mädchens, für den Fall, dass der erste untreu wird.

reservêren

MNWB

reserve·ren

+ reservêren , reservîren , swv. : 1. wahren, aufrechterhalten, dat vormiddelst etlichen ût dem ōlden râde ... worden r.-et unde behōlden al…

Reservestopsler

PfWB

Reserve-stopsler m. : 'Reserveleutnant', spöttisch, -stopsleʳ [ WD-Niedkch ].