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Geschlecht

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Campe
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23 in 14 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Geschlecht Das

Bd. 2, Sp. 330b
Das Geschlecht, des — es, Mz. die — e und die — er. 1) Überhaupt die Ähnlichkeit der Gattungen und Arten der Dinge, der Ibegriff ähnlicher Gattungen. I gemeinen Leben werden Geschlecht, Gattung, Art oft mit einander verwechselt, in den Wissenschaften aber, besonders in der Naturbeschreibung werden sie genau unterschieden und einander untergeordnet, so daß das Geschlecht die Gattungen und Arten unter sich begreift, selbst aber unter der Klasse, oder wenn man zwischen Klasse und Geschlecht noch ein Glied einschieben will, unter der Ordnung begriffen ist. Die Klassen endlich begreift das Reich unter sich. Ein Thiergeschlecht. Das Geschlecht der Hunde. Ein Pflanzengeschlecht. Besonders die Ähnlichkeit der zur Fortpflanzung nöthigen Theile und vorzüglich alle einander hierin ähnliche Einzelwesen zusammengenommen. Das männliche Geschlecht. Das weibliche Geschlecht, welches, wenn von Menschen die Rede ist, auch das andere und das schöne auch wol das schwächere Geschlecht genannt wird. Ein Nachkomme, ein Erbe männliches oder männlichen Geschlechts. Bei den alten Griechen lebten beide Geschlechter abgesondert von einander. Bei manchen Pflanzen sind die Geschlechter getrennt, befinden sich nicht auf einer und derselben Pflanze. I der Sprachlehre hat man den Ausdruck Geschlecht auch eingeführt um die Art der jedesmahligen Verbindung eines Grundwortes mit dem Deuteworte der, die oder das zu bezeichnen und die verschiedene Form der Fürwörter und Beilegungswörter, die sich nach jener Verbindung der Grundwörter, auf die sie sich beziehen, richtet. Die mit dem bestimmten Deuteworte der oder dem unbestimmten ein verbundenen Grundwörter, sind nach dieser unbequemen Benennung männliches (generis masculini), die mit die oder eine verbundenen, weibliches (generis feminini) und endlich die mit das oder ein verbunden sächlichen oder ungewissen Geschlechts (generis neutri) genannt. Will man den Ausdruck Geschlecht beibehalten so würde die Verschiedenheit des Geschlechts der Wörter nach Ramler am besten durch erstes, zweites, drittes Geschlecht ausgedruckt werden; sonst aber könnte man vielleicht besser erste, zweite, dritte Gattung der Wörter dafür gebrauchen. S. C. Verdeutschungswörterb. Genus. 2) Die Gleichheit des Herkommens, besonders die von einem gemeinschaftlichen Stammvater abstammenden Personen zusammengenommen; eine Familie. Das menschliche Geschlecht, alle Menschen zusammengenommen, sofern man sie alle von Adam abstammen läßt. Ein zahlreiches Geschlecht. Er ist der letzte dieses ausgebreiteten Geschlechts. Ein Geschlecht stirbt aus, das andre blühet auf. Ein bürgerliches, ein vornehmes, ein adeliges Geschlecht. Von einem guten, berühmten Geschlechte sein. Zu nahe in das Geschlecht heirathen, in die Verwandtschaft. Auch die Folge der einzelnen Glieder eines Geschlechts auf einander in absteigender Linie wird ein Geschlecht genannt. I den Reichsstädten wird unter Geschlecht vorzugsweise nur ein rathsfähiges (patricisches) Geschlecht gemeint. 3) Alle in einem Zeitraume lebende Menschen zusammengenommen (Generation). Dies Geschlecht wird nicht vergehen. Alle kommenden Geschlechter. Nicht bloß im O. D. sondern auch bei den Dichtern lautet die Mehrzahl öfters Geschlechte. — die Geschlechte der Menschen. Klopstock. Die Kinder der Lüfte, die leichten Geschlechte Der Vögel, — — Lichtwer. I O. und N. D. ist dafür auch das einfache Schlacht oder Schlecht nicht unbekannt.
3430 Zeichen · 44 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Geschlecht

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Das Geschlecht , des -es, plur. die -er. 1. Überhaupt, die Ähnlichkeit der verschiedenen Gattungen und Arten der Dinge, …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Geschlecht

    Goethe-Wörterbuch

    Geschlecht NomSg auch -e, DatPl -en (im Reim) 6,5 Div Hegire 8 , vereinzelt Kleinschr 1 durch gemeinsame Abstammung verb…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Geschlecht

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Geschlecht (genus) , der Inbegriff lebendiger in ihrer Bildung übereinstimmender Wesen, z.B. Menschen-G., Thier-G., Pfla…

  4. modern
    Dialekt
    Geschlëcht

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    G e schlëcht [Klǽχt Str. ; Kláχt K. Z. ; Pl. –ər] n. Geschlecht. — Bayer. 2, 500.

  5. Sprichwörter
    Geschlecht

    Wander (Sprichwörter)

    Geschlecht 1. Besser der erste des Geschlechts als der letzte. Frz. : Il vaut mieux être le premier de sa race que le de…

  6. Spezial
    Geschlecht, natürlichesn

    Dt.-Russ. phil. Termini · +8 Parallelbelege

    Geschlecht , n , natürliches род , м , естественный → FiloSlov Sexus, m

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit geschlecht

161 Bildungen · 143 Erstglied · 14 Zweitglied · 4 Ableitungen

Ableitung von geschlecht

ge- + schlecht

geschlecht leitet sich vom Lemma schlecht ab mit Präfix ge-.

geschlecht‑ als Erstglied (30 von 143)

Geschlechtabteilung

GWB

geschlecht·abteilung

Geschlechtabteilung Abteilung einer botan Gattung [ betr Cottas Schrift ‘Die Dendrolithen in Beziehung auf ihren inneren Bau’ ] bemerke ich,…

geschlechtart

DWB

geschlecht·art

geschlechtart , f. wie geschlecht 6: die Egypter ehrten vor einen gott alle geschlecht-arten der thiere und pflantzen. Comenius orbis pict. …

geschlechten

DWB

geschlechten , verb. nacharten: geslechten, parentare Dief. 413 a , wie nd. slachten, slechten brem. wb. 4, 796. Firmenich 1, 103, 8. 469, 4…

geschlechtepheu

DWB

geschlecht·epheu

geschlechtepheu , m. die um sich greifende geschlechtliche sinnlichkeit unter dem bilde des alles überwuchernden epheus: die schmarotzerpfla…

geschlechter

DWB

geschlechter , m. 1 1) geschlechtsgenosse: geschlechter, von einem hausz und geschlecht, völcker ( leute ) eines geschlechts, gentilis, qui …

geschlechterin

DWB

geschlecht·erin

geschlechterin , fem. zu geschlechter 2, patricierin Stieler 1803 : ein geschlechterin zu Augspurg, Franckfort am Main, Nürnberg. J. Amman f…

geschlechterstaat

DWB

geschlechter·staat

geschlechterstaat , m. staat, in welchem die staatlichen aufgaben noch nicht vom staate, sondern von der familie oder dem geschlecht erledig…

geschlechterstamm

DWB

geschlechter·stamm

geschlechterstamm , m. tribus per gentes distinctae, geschlechterstämme ( φυλαὶ γενικαί ) Niebuhr 1, 340 u. ö.

geschlechterstube

DWB

geschlechter·stube

geschlechterstube , f. gesellschaftshaus der patricier, in den meisten ehemaligen oberd. reichsstädten Schmid schwäb. wörterb. 465 .

geschlechtertanz

DWB

geschlechter·tanz

geschlechtertanz , m. höfischer tanz der reichsstädtischen patricier, namentlich auf ihren hochzeiten, s. Böhme gesch. des tanzes 69 fg.: jh…

geschlechtig

DWB

geschlechtig , adj. sexualis: die dritte person des persönlichen geschlechtigen pronomens. oben theil 2, 1478; in zusammensetzungen, zweiges…

geschlechtlich

DWB

geschlecht·lich

geschlechtlich , adj. und adv. zum geschlecht gehörig, im geschlechte gegründet, dem geschlechte nach, generisch: der geschlechtliche name, …

geschlechtling

DWB

geschlecht·ling

geschlechtling , m. : die geschlechtlinge, die söhne des ältesten geschlechts im volk. Dahn urgeschichte 1, 158 .

geschlecht als Zweitglied (14 von 14)

Armengeschlecht

Wander

armen·geschlecht

Armengeschlecht Wer will in das Armengeschlechte, der maure, baue viel und – rechte. – Pistor., III, 15.

eulengeschlecht

DWB

eulen·geschlecht

eulengeschlecht , n. , eulenart: sie halten sich bei ihrer unwissenheit für glücklich, sie scheuen das licht der gelehrsamkeit. 'das eulenge…

katzengeschlecht

DWB

katzen·geschlecht

katzengeschlecht , n. genus felinum. Göthe 55, 309 : Robespierre wird nächstens beweisen, dasz die tiger zum katzengeschlechte gehören. Dahl…

Mannsgeschlecht

DRW

manns·geschlecht

Mannsgeschlecht, n. I von männlicher Art; häufig in der Wendung: j.s Erbe Mannsgeschlecht zur Bezeichnung der erbberechtigten männlichen Nac…

menschengeschlecht

DWB

menschen·geschlecht

menschengeschlecht , n. 1 1) geschlecht der menschen, die gesamten menschen: sieh, ich kann das menschengeschlecht nicht begreifen, das so w…

pfaffengeschlecht

DWB

pfaffen·geschlecht

pfaffengeschlecht , n. : er ist pfaffengeschlecht ( hat die gesinnung und handlungsweise eines pfaffen ). Frank sprichw. 2, 73 a ; es ist ei…

schwalbengeschlecht

DWB

schwalben·geschlecht

schwalbengeschlecht , n. art der schwalben: zu winterszeyt wychend alle schwalmengschlächt an warme ort. Gesner - Heuszlin vogelbuch 213 b ;…

Schäfergeschlecht

DRW

schäfer·geschlecht

Schäfergeschlecht, n. Abstammung aus einer Schäferfamilie vgl. Schäferssohn [zur Metzgerlehre zugelassen war, wer] nicht von schäffergeschle…

Ableitungen von geschlecht (4 von 4)

geschlechte

PfWB

ge-schlechte Adv. : ' gerade ', in der Verb. geschläächde voll 'gestrichen voll' [ ZW-Krähbg ] ; vgl. gehauft . — Zu mhd. sleht(e) (Adv.) 'g…

ungeschlecht

DWB

ungeschlecht , n. , für neutrum ( s. geschlecht II 4 h), gelegenheitsbildung A. G. Kästner 2, 150 . —

ungeschlechtlich

DWB

ungeschlechtlich , adj. adv. , gth. v. geschlechtlich: zwei ungeschlechtliche fortpflanzungen K. E. v. Baer red. u. aufs. 2, 445 ; L. Hoffma…

urgeschlecht

DWB

urgeschlecht , n. , geschlecht mit ur- C 4 c. zum plur. urgeschlechte graf. Stolberg 5, 21 s. geschlecht I 3. 1 1) uraltes, ursprüngliches g…