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Erlangen

mhd. bis spez. · 19 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
19 in 19 Wb.
Sprachstufen
8 von 16
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66
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41

Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Erlangen

Bd. 6, Sp. 50
Erlangen, unmittelbare Stadt im bayr. Regbez. Mittelfranken, in einer gut angebauten Ebene, am Einfluß der Schwabach in die Regnitz u. am Ludwigskanal, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien München-Bamberg-Hof, E.-Gräfenberg und E.-Herzogenaurach, 280 m ü. M., besteht aus der Altstadt und der Neustadt. Der schönste Platz ist der Marktplatz, woran das ehemalige Schloß (jetzt Universitätsgebäude) und das Rathaus liegen, und auf dem das 1843 bei Gelegenheit der Säkularfeier der Universität enthüllte, von Schwanthaler modellierte Standbild des Markgrafen Friedrich von Bayreuth und ein Kunstbrunnen stehen. Auf dem Altstädter Holzmarkt erhebt sich das Kriegerdenkmal, auf dem Kaiser-Wilhelms-Platz das Denkmal Kaiser Wilhelms I. und auf dem Luitpoldplatz das Standbild des Universitätsprofessors Herz. Unter den gottesdienstlichen Gebäuden (6 evangelische und eine kath. Kirche, eine Synagoge) ist die neue Stadtkirche mit 68 m hohem Turm hervorzuheben. Von andern Gebäuden sind zu erwähnen: das Kollegiengebäude im Schloßgarten, die Gebäude der zur Universität gehörigen Hilfsanstalten, der Redoutensaal, das Schauspielhaus etc. Bemerkenswert ist auch das marmorne Kanaldenkmal (von Schwanthaler, seit 1846), die Verbindung der Donau mit dem Main darstellend. Die Zahl der Einwohner beträgt (1900) mit der Garnison (ein Infanterieregiment Nr. 19 und ein Feldartillerieregiment Nr. 10) 22,953 Seelen, davon 15,334 Evangelische, 6639 Katholiken und 198 Juden. Die Industrie ist vertreten durch Spinnerei und Weberei, eine Fabrik für Glas, Spiegel und Zinnfolien, eine elektrotechnische Fabrik, eine Portefeuille-, Schreibwaren- und Kartonnagenfabrik, Fabrikation von Bürsten, Elfenbein-, Horn- und Metallwaren, Handschuhmacherei, Mühlenindustrie, Bierbrauerei etc. Unter den Bildungs und andern öffentlichen Anstalten nimmt die 1743 vom Markgrafen Friedrich von Bayreuth gestiftete Universität den ersten Rang ein. Die Zahl der Dozenten betrug 1902/1903: 67, die der Studierenden 998. Mit der Universität in Verbindung stehen eine Bibliothek mit 215,000 Bänden, eine geologische, mineralogische, zoologische, anatomische und Münzsammlung, ein Krankenhaus und 6 andre klinische Anstalten, ein pharmakologisches, ein physikalisches und ein zoologisches Institut, ein botanischer Garten mit botanischem Institut etc. Sonst hat E. ein Gymnasium, eine Realschule, eine Hebammenschule, ein Rettungshaus (in Buckenhof), eine Kreisirrenanstalt etc. Von Behörden haben in E. ihren Sitz: ein Bezirksamt, Amtsgericht und ein Forstamt. In der Nähe der Burgberg mit schönen Anlagen und dem Schießhaus sowie der beliebte Ausflugsort Ratsberg. – E. (früher Erlongen) ist alt und gehörte zum Radenz- oder Rednitzgau. Es kam 970 an das Bistum Würzburg und 1017 an Bamberg und erhielt 1046 eine Burg. 1361 ward E. an Böhmen verkauft und 1398 zur Stadt erhoben. 1416 ward diese an den Burggrafen Johann III. von Nürnberg verpfändet. Die Reformation ward hier bereits 1526 eingeführt. Unter Markgraf Albrecht Alkibiades, an den E. 1541 gefallen war, wurde es 24. Mai 1553 von den Nürnbergern geplündert. Im Dreißigjährigen Kriege ward E. 1631 von den Schweden verheert und 1632 von den Kaiserlichen überrumpelt und niedergebrannt. 1791 kam es an Preußen, fiel 1807 mit dem Fürstentum Bayreuth an Frankreich, aber schon 1810 an Bayern. E. ist Geburtsort der Nationalökonomen K. Rau und Ad. Wagner, des Physikers S. Ohm, des Malers K. Haag und war langjähriger Aufenthaltsort der Dichter Rückert und Platen, der Philosophen Fichte und Schelling. Vgl. Lammers, Geschichte der Stadt E. (Erlang. 1841); Stein und L. Müller, Die Geschichte von E. in Wort und Bild (das. 1898).
3652 Zeichen · 54 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    erlangenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +4 Parallelbelege

    er-langen swv. BMZ unpers. lang dünken, langweilen Parz. wen mohte dâ erlangen Wig. 270,27 ; mit gen. Parz. Trist. daʒ m…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    erlangensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    erlangen , sw. V. nhd. erreichen, erlangen, bekommen, erhalten (V.), erwirken, durchsetzen, verlangen, reichen, überreic…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Erlangen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Erlangen , verb. reg. act. bis an etwas langen, d. i. reichen. 1. Eigentlich. Es stehet mir zu weit, ich kann es nicht e…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    erlangen

    Goethe-Wörterbuch

    erlangen auch (PartPrät) subst 1 an einen (ersehnten) Ort, ein Ziel gelangen; auch metaphor [ Vesuv ] so erlangten wir d…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Erlangen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Erlangen , bayer. Stadt an der Regnitz, dem Ludwigskanal und der Süd-Nordeisenbahn, mit 11750 E., Hut-, Strumpf-, Tuchfa…

  6. modern
    Dialekt
    erlangentrans.

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    erlangen a. Spr. trans. an einen Ort gelangen, erreichen: 'Dat wy den Berch Moria erlangen' Schlue 25. Mnd. erlangen.

  7. Sprichwörter
    Erlangen

    Wander (Sprichwörter)

    Erlangen 1. Was man nicht erlangen kann, danach sehnt man sich am meisten. Holl. : Wat iemand niet kan geworden, dat is …

  8. Spezial
    erlangen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    er|lan|gen vb.tr. 1 (erwerben) arjunje (-nj, arjunt) 2 (bekommen, erhalten) ciafé (-fa) ▬ die Freiheit erlangen arjunje …

Verweisungsnetz

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit erlangen

9 Bildungen · 0 Erstglied · 9 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von erlangen

er- + langen

erlangen leitet sich vom Lemma langen ab mit Präfix er-.

Zerlegung von erlangen 2 Komponenten

erlan+gen

erlangen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

erlangen als Zweitglied (9 von 9)

abverlangen

DWB

abverlangen , expostulare, abfordern: hernach vier backenzähn und eine hand voll bart dem alten herren abverlangen. Wieland; nimm den ring z…

anerlangen

DRW

aner·langen

anerlangen etwas (gerichtlich zugewiesen) erhalten 1401 WienGQ. II 1 S. 344

anverlangen

DWB

anverlangen , expetere, verlangen, an einen wie abverlangen von einem verlangen: die anverlangte abschrift; etwas gerichtlich anverlangen. v…

Hinunterlangen

Wander

hinunter·langen

Hinunterlangen Das ist zum Hinunterlangen und nichts hervorbringen. ( Nürtingen. ) Halb aus Aerger, halb aus Staunen.

ȫverlangen

MNWB

oever·langen

ȫverlangen , ōver- , swv. : übergeben, aushändigen , bezahlen, „transporrigere transtendere” (Voc. Strals. ed. Damme), nēgenteyn mark stenda…

überlangen

DWB

ueber·langen

überlangen , v. , nebenform überlängen. wie beim simplex dringt in obd. dialecten der umlaut vom verbum lengen ( ahd. ) herein ( s. o. th. 6…

underlangen

KöblerMnd

under·langen

underlangen , Adv. nhd. untereinander, gegenseitig E.: s. under (1), langen (3) L.: MndHwb 3, 2, 261 (underlange/underlangen), Lü 431b (unde…

ōverlangen

KöblerMnd

ōverlangen , sw. V. Vw.: s. ȫverlangen

ȫverlangen

KöblerMnd

ȫverlangen , sw. V. nhd. überreichen, übergeben (V.), aushändigen, bezahlen, ausliefern ÜG.: lat. transporrigere, transtendere E.: s. ȫver (…