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Bürger

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GWB
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Eintrag · Goethe-Wörterbuch

Bürger

Bd. 2, Sp. 949
Bürgerin Frankf RAnw meist -u-; Kleinschrbg GWBB4,59,1 über 400 Belege, vorwiegend im literar Werk (mit Gebrauchsschwerpunkten in Egm, Lj, HermDor u autobiogr Schr)  1 Stadtbewohner, Angehöriger eines städtischen Gemeinwesens; mehrf der mit bes Rechten u Pflichten ausgestattete, (durch Vermögen, Einheirat ua) im Besitz des Bürgerrechts befindl Stadtbürger  in Städten .. die groß genug sind, eine ansehnliche Menge B. zu fassen, und wohl gelegen, um sie durch Handel und Wandel zu bereichern GWB26,69,7 DuW 2  [Vater:] wo nicht immer von oben die Ordnung und Reinlichkeit wirket, | Da gewöhnet sich leicht der B. zu schmutzigem Saumsal, | .. Darum hab’ ich gewünscht, es solle sich Hermann auf Reisen | Bald begeben, und sehn zum wenigsten Strasburg und Frankfurt GWBHermDor III 20  [Brackenb:] die Regentin soll besorgen, er [der Tumult] möchte sich hieher verbreiten. Das Schloß ist stark besetzt, die B. sind zahlreich an den Thoren, das Volk summt in den Gassen GWB8,199,18 Egm I  [betr Jenaer Aufenthalt des jungen Philosophen FAWeißhuhn] Der Stadtrath kann ihn nicht .. aufnehmen ohne daß er sich den gewöhnlichen Conditionen unterwirft. Man kann von ihm Beweiß verlangen: daß er 200 rh einbringt, er muß B. werden GWBB10,238,2 Schiller 25.2.95 GWBHermDor V 31 [Zit s v Bürgergewerbe] GWB8,172 Egm PersVerz GWBN9,402 Üb:JMüller [Zit s v Bürgerrecht] DjG3 3,364,11 RAnw [26.10.72] in autobiogr Schr u Br verschiedentl mit positiver Bewertung des Status als Bürger der Freien Reichsstadt Frankfurt (auch als ‘B. einer Republik’, ‘Republikaner’ bezeichnet; in Berührung mit Bed 4)  Am Vorabend des Wahltags [Wahl zum Röm König] werden alle Fremden aus der Stadt gewiesen .. und der Frankfurter B. dünkt sich nicht wenig, daß er allein Zeuge einer so großen Feierlichkeit bleiben darf GWB26,298,27 DuW 5  [G in Malcesine:] darf ich mich wohl rühmen, so gut als ihr, B. einer Republik zu sein, welche zwar an Macht und Größe dem erlauchten Staat von Venedig nicht verglichen werden kann, aber doch aus sich selbst regiert .. Ich bin nämlich von Frankfurt am Main gebürtig GWB30,47,21 ItR  Welcher reichstädtische B. wird läugnen, daß er .. den Rathsherrn, Schöff und Burgemeister im Auge gehabt und .. nach diesen .. Stellen emsig und vorsichtig gestrebt: denn der süße Gedanke, an irgend einem Regimente Theil zu nehmen, erwacht gar bald in der Brust eines jeden Republicaners GWB33,160,22 Camp GWBB10,43,13 KEGoethe 24.12.92 GWB26,106,7 DuW 2 im Vergl od vergleichenden Bezug GWBB43,170,17 Wachler [14.?]11.27 K GWBB17,245,28 Eichstädt 23.1.05   2 ‘akademischer B.’, einmal ‘B. der Akademie’: Angehöriger der gegenüber der städtischen Kommune selbständigen Universitätskörperschaft (civitas academica), am akadem Bürgerrecht, insbes an der Universitätsgerichtsbarkeit Teilhabender, überwiegend für Studierende (bes in Jena1))  Einung der Academischen B. zu militärischen Zwecken .. Landsturm GWBTgb 5.12.14  Fortsetzung der allgemeinen Litteraturzeitung in Jena .. Sagen Sie dieses allen treuen B-n der Akademie und Stadt GWBB16,280,23 Hendrich 31.8.03 K GWBB28,31,5 Voigt 22.3.17 GWBB7,223,20 CarlAug 30.4.86 GWBA(53,286,3) Votum üb Abschaffg Duelle [Jan 92] K   3 als Standesbegriff: Angehöriger des Bürger-, Mittelstandes; mehrf in Gegenüberstellung zu anderen Ständen (vgl Adel, Bauer), auch zum Soldatenstand; mit Charakterisierungen wie ‘wacker, redlich, ehrsam, trefflich, behaglich, ruhig, gewerbsam’ uä, übergehend zur Typenbezeichnung  [dt Verhältnisse im 18. Jh] Der Mittelstand hatte sich ungestört dem Handel und den Wissenschaften gewidmet und hatte .. sich zu einem bedeutenden Gegengewicht erhoben .. der B. hielt es unter seiner Würde durch eine seinem Namen vorgesetzte Partikel nach dem Schein derselben zu streben. Der Handelsmann, der Techniker, hatte genug zu thun GWB29,71,7 DuW 17  Wie alles war in der Welt entzweit, | Fand jeder in Mauern gute Zeit; | Der Ritter duckte sich hinein, | Bauer in Noth fand’s auch gar fein. | Wo kam die schönste Bildung her, | Und wenn sie nicht vom B. wär’? GWB51,151 ZXenNachl IX 928  NB der Herzog hat .. mir den Geheimden-raths Titel gegeben, es kommt mir wunderbaar vor dass ich so wie im Traum, mit dem 30ten Jahre die höchste Ehrenstufe die ein b. in Teutschland erreichen kan, betrete GWBB4,59,1 ChStein 7.9.79  [Egm zu den Brüsseler Bürgern:] Ein ordentlicher B., der sich ehrlich und fleißig nährt, hat überall so viel Freiheit als er braucht GWB8,211,10 Egm II  Der B. muß uns backen, | Den Adel muß man zwacken GWB52,354 Soldatenlied WallenstLager 5 [G/Schiller] GWB40,310,21 Rez:Grübel,Ged GWB51,12,3 ThS I 3 GWBNatT 2205 Gespr Eckerm 18.1.27 ‘der kleine B.’ GWB31,256,7 ItR GWB32,131,24 ebd gelegentl in krit Wertung: aus der Sicht des tüchtigen ‘Kerls’, des Genies; in der Adel/Bürger-Gegenüberstellung des Wilhelm Meister (Br an Werner Lj V 3) im Hinblick auf die dem Ideal harmonischer Persönlichkeitsentfaltung widersprechende einseitige Leistungs- u Erwerbsbestimmtheit des Bürgers; in der Spätzeit vereinzelt allgemeiner als Prototyp beschränkten Menschentums  [Herkules:] mich dünkt, bei uns wohnte sie [die Tugend] Halbgöttern und Helden. Meinst du, wir lebten wie das Vieh, weil eure B. sich vor den Faustrechtszeiten kreuzigen? Wir hatten die bravsten Kerls unter uns GWB38,33,20 GöttHeldWieland  Frei wären die Schweizer? frei diese wohlhabenden B. in den verschlossenen Städten? .. eingefangen von ihren Gewohnheiten und Gesetzen, ihren Fraubasereien und Philistereien GWB19,197,19 BrSchweiz I  in Deutschland ist nur dem Edelmann eine gewisse allgemeine, wenn ich sagen darf personelle, Ausbildung möglich. Ein B. kann sich Verdienst erwerben und zur höchsten Noth seinen Geist ausbilden; seine Persönlichkeit geht aber verloren .. .. Er darf nicht fragen: was bist du? sondern nur: was hast du? welche Einsicht, welche Kenntniß, welche Fähigkeit, wie viel Vermögen? Wenn der Edelmann durch die Darstellung seiner Person alles gibt, so gibt der B. durch seine Persönlichkeit nichts .. Jener darf und soll scheinen; dieser soll nur sein .. Jener soll thun und wirken, dieser soll leisten und schaffen; er soll einzelne Fähigkeiten ausbilden, um brauchbar zu werden, und es wird schon vorausgesetzt, daß in seinem Wesen keine Harmonie sei, noch sein dürfe, weil er, um sich auf eine Weise brauchbar zu machen, alles Übrige vernachlässigen muß GWB22,149,17 u 151,5 Lj V 3  Ein Mägdlein trug man zur Thür hinaus | Zu Grabe; | Die B. schauten zum Fenster heraus, | Sie saßen eben in Saus und Braus | Auf Gut und Habe. | Da dachten sie: man trägt sie hinaus, | Trägt man uns nächstens auch hinaus, | Und wer denn endlich bleibt im Haus | Hat Gut und schöne Gaben GWB3,183 Parabol 12,3 Gespr(He2,429) Riemer 5.3.09 in allegorisierender Darstellung zugl für das bürgerl Lustspiel  [Muse des Dramas:] Ein B. kommt .. | Mit Frau und Kindern häuslich eingezwängt, | Von Grillenqual, von Gläubigern gedrängt, | Sonst wackrer Mann, wohlthätig und gerecht, | Nach Freiheit lechzend, der Gewohnheit Knecht GWB131,118 ProlBln 1821 Vs 68   4 Angehöriger eines (größeren) staatl Gemeinwesens, Staatsbürger, als landesherrlicher Untertan od Bürger einer Republik; mehrf der um das Gemeinwohl besorgte, an best Rechten teilhabende Mitbürger; mit Charakterisierungen wie ‘gut, wacker, wohldenkend, schätzbar, (un)ruhig, tätig, kriegerisch, wahr’  Wer ist das würdigste Glied des Staats! Ein wackerer B.; | Unter jeglicher Form bleibt er der edelste Stoff GWB1,355 VierJahresz 70( ~ 68)  [KF] Moser wollte als Staats- und Geschäftsmann wirken .. aber er wollte auch zugleich als Mensch und B. handeln und seiner sittlichen Würde so wenig als möglich vergeben. Sein Herr und Diener, sein Daniel in der Löwengrube .. Sie deuten .. auf eine Ungeduld in einem Zustand, mit dessen Verhältnissen man sich nicht versöhnen .. kann GWB26,122,5 DuW 2  [Machiavell:] daß es einem Könige anständiger ist, B. zweierlei Glaubens zu regieren, als sie durch einander aufzureiben GWB8,187,13 Egm I  [Elisab:] Wer fremde B. misshandelt verletzt die Pflicht gegen seine eigne Untertahnen GWB39,20,22 Götz1 I  der wohldenkende B. eines Staates [Staatsbürger GWB18,46,17] GWB18,403 Aufgeregten III 1 Var GWB23,147,10 Lj VIII 2 GWB36,329,11 Zu brüderlAndenk Wielands 1813 [für: citoyen] GWB45,14,14 RamNeffe GWB36,362,14 Trauerloge 1821 FJagemann GWB131,16 PaläophronNeoterpe 266 als Titel u Anrede des Staatsbürgers in der frz Republik (nach frz ‘citoyen’); ironisiert in der Revolutionsfarce ‘Der Bürgergeneral’; in Xen wohl iron anspielend auf Klopstocks frz Ehrenbürgerschaft  nach Paris an den B. Millin GWBB13,303,20 Cotta 7.11.98 in Br  B. Schnaps GWB17,267,19 Bürggeneral 6  Brüder B. GWB17,286,17 ebd 9  Agamemnon. | B. Odysseus! Wohl dir! Bescheiden ist deine Gemahlin, | Strickt dir die Strümpfe, und steckt keine drei Farben dir an2) GWB51,256 Xen 349(847) in erweitertem od prägnantem Gebrauch: in Gegenüberstellung zum Königtum der Repräsentant der Republik  [Chiron:] Hier trotzten Rom und Griechenland im Streite, | .. Der König flieht, der B. triumphirt3) GWBFaust II 7468 ‘der B. von Genf’, für Rousseau (nach dessen selbstgewähltem Beinamen ‘Citoyen de Genève’)4) GWB28,254,24 DuW 14   ― in unterschiedl Metaphorik, mBez auf (utop) Gesellschaft, Gemeinschaft, Sachbereich  wollt ihr bleiben und mitbewohnen die Insel [Utopien], | Müsset ihr euch erst würdig beweisen und tüchtig zum B. GWB1,300 Vs 88 Epist I GWBN6,224,9 Botanik   5 vereinzelt abgeblaßt iSv Mitbürger, Mitmensch; auch ‘der nächste B.’  du wünschest das Wohl des Menschengeschlechtes, | .. und ganz vorzüglich des nächsten | B-s GWB1,297 Vs 13 Epist I GWB16,134 MiedingsTod 36 GWBEger-Bürger GWBErdenbürger GWBHafenbürger GWBMit- GWBReichs- GWBStaats- GWBWelt- GWBmitbürgerlich GWBmittelbürgerlich GWBreichsbürgerlich GWBstaatsbürgerlich GWBweltbürgerlich GWBReichsbürgerlichkeit GWBeinbürgernSyn zu 1 GWBStadtbewohner zu 3 GWBBürgerliche zu 4 GWBStaatsbürgervgl zu 1 GWBBürgersleute zu 2 Schüler Student Studierende zu 3 GWBBürgersleute Philister zu 4 Untertan 1) zum rechtl Status der Univ Jena u ihrer ‘cives academici’ vgl Geschichte der Univ Jena, Festgabe zum 400jährigen Universitätsjubiläum, ed MSteinmetz, 1,1958, 35,73f,173, 326u332—334 2) vgl SchrGG 8,215f 3) mBez auf den Sieg des röm Konsuls L. Aemilius Paullus üb Perseus von Makedonien bei Pydna 168 v. u. Z. 4) zur Bed von Rousseaus Beinamen vgl genauer HMMilitz, ‘Bürger’ im Französischen. Zur Geschichte der Bezeichnungsgebung von den Anfängen bis zur Bürgerl Revolution (1799). LinguistStud 59, 1979,146fJosef Mattausch J. M.
10352 Zeichen · 130 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Bürger

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Der Bürger , des -s, plur. ut nom. sing. Fämininum die Bürgerinn, von dem Worte Burg, so fern es ehedem einen befestigte…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Bürger

    Goethe-Wörterbuch

    Bürger in Frankf RAnw meist -u-; Kleinschrbg B4,59,1 über 400 Belege, vorwiegend im literar Werk (mit Gebrauchsschwerpun…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Bürger

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Bürger , Angehöriger eines Gemeinwesens, insbes. Staatsbürger, Gemeindebürger. Man spricht auch von akademischen Bürgern…

  4. modern
    Dialekt
    Bürgerm.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Bürger m. : Heute 'Einwohner einer Stadt, eines Dorfes'. Das is e hiesicher Beʳjeʳ [ KU-Kaulb , allg.]. Vielfach untersc…

  5. Sprichwörter
    Bürger

    Wander (Sprichwörter)

    Bürger 1. Boerger und Buern scheidet nichts wann die Muern. – Pistor., III, 16. 2. Burger vnd bawer scheydet nichts denn…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit buerger

246 Bildungen · 219 Erstglied · 23 Zweitglied · 4 Ableitungen

Ableitung von buerger

buerg + -er

buerger leitet sich vom Lemma buerg ab mit Suffix -er.

Zerlegung von buerger 2 Komponenten

buer+ger

buerger setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

buerger‑ als Erstglied (30 von 219)

Bürgeradel

Campe

buerge·radel

◎ Der Bürgeradel , des — s, o. Mz. 1) Die Würde eines Bürgers in der ersten engsten Bedeutung, die adelige Würde der vornehmsten Bürger in d…

Bürgerausschuß

Meyers

buerger·ausschuss

Bürgerausschuß , in den Freien Städten Hamburg und Lübeck (s. d.) ein Ausschuß der Volksvertretung (Bürgerschaft), der gewisse minder wichti…

bürgerausschusz

DWB

buerger·ausschusz

bürgerausschusz , m. delecti cives, Runde deutsches priv. recht §. 434 : ich komme mit dem bürgerausschusz. Göthe 14, 280 .

bürgerbewafnung

DWB

bürgerbewafnung , f. cives armati: läszt die soldaten abziehen, übergibt die sicherheitssorge einer bürgerbewafnung. Dahlm. franz. revol. 18…

Bürgerbewegung

GWB

buerger·bewegung

Bürgerbewegung pl, für tumultartige Unruhen von Weim Bürgern gegen den Stadtrat Zusammenhang der neuesten B-en wegen Restitution der Einquar…

Bürgerbörder

PfWB

Bürger-börder Pl. : Parzellen in einem Grabengelände von RO-O'mosch; sie wurden seit 1774 alle 6 Jahre unter die Bürger der Stadt verlost un…

bürgerbuch

DWB

buerger·buch

bürgerbuch , n. album, bürgerrolle: Frischlin nomencl. 393 ; diese aber wie jene waren berechtigt nach Rom zu ziehen und sich in das bürgerb…

bürgerbücher

DWBQVZ

buerger·buecher

bürgerbücher: die bürgerbücher von Cölln an der Spree 1508--1611 u. 1689--1709 u. d. chronikalischen nachrichten d. ältesten Cöllner bürgerb…

Bürgerdekret

GWB

buerger·dekret

Bürgerdekret -c- für ‘Bürgerdiplom’ (sd) B13,84,21 Schiller 3.3.98 Josef Mattausch J. M.

Bürgerdiplom

GWB

buerger·diplom

Bürgerdiplom Urkunde zur Verleihung der Staatsbürgerrechte an einen Ausländer 1) Von Ihrem B. wollen wir Ihnen eine vidimirte Abschrift, mit…

Bürgerdracht

WWB

buerger·dracht

Bürger-dracht f. Börgerdracht bürgerliche Tracht, sittsame Kleidung ohne Prunk ( Osn Klön ).

Bürgerē²d

WWB

buerge·red

Bürger-ē²d m. ⟨ „ Börgereed “ ( Osn Klön ), „ -eid “ (Lip Oesterh ) ⟩ Bürgereid.

Bürgerehre

GWB

buerger·ehre

Bürgerehre Gespr(He2,70) Oehlenschläger Apr/Jun 06 [veröff 1829] [ Zit s v Bürgerrecht ] Josef Mattausch J. M.

bürgerei

DWB

buerge·rei

bürgerei , f. cives, bürgerschaft, einwohnerschaft: verzeuch, der himmel hat gefährten dir geboren und neue bürgerei dem himmel. Gryphius 1,…

bürgeren

WWB

buerg·eren

bürgeren sw. V. börgern (bei kleinen Leuten) mit dem Ochsen von einem zum anderen ziehen zum Arbeiten ( Rek Er).

Bürgerende

RhWB

buerge·rende

Bürger-ende -ę·ŋ.k Bergh , Dür n.: das Quantum aus dem Gemeindewald, das jede Familie, die 10 Jahre in der Gemeinde wohnt, erhält, meist zwe…

buerger als Zweitglied (23 von 23)

Schildbürger

RDWB1

Schildbürger m шильдбюргеры, жители города Глупова, глуповцы, головотяпы Opfer eines Schildbürgerstreichs - жертва головотяпства

ausbürger

DWB

aus·buerger

ausbürger , m. im deutschen recht einer, der erworbnes bürgerrecht auch auswärts beibehält, vgl. Oberlin 73 : da entstand, als der umfang de…

Flöhbürger

Wander

floh·buerger

Flöhbürger Flöhbürger (s. Spiessbürger). Es sind (echte) Flöhbürger. In Welt und Zeit (Stuttgart 1822), V, 322, heisst es: »Flöhbürger bewoh…

Freybürger

Adelung

frey·buerger

Der Freybürger , des -s, plur. ut nom. sing. 1) Ein freyer Bürger, zum Unterschiede von den ehemahligen leibeigenen. 2) Ein Bürger einer fre…

Frohnbürger

Adelung

frohn·buerger

Der Frohnbürger , des -s, plur. ut nom. sing. eigentlich, ein Bürger, welcher der Stadt, oder einer Anstalt in derselben umsonst, oder zur F…

himmelsbürger

DWB

himmels·buerger

himmelsbürger , m. mhd. himelburger, der im himmel eingebürgert ist, zunächst im christlichen sinne von den selig verstorbenen: ( Christus w…

inbürger

DWB

inbu·erger

inbürger , m. der das bürgerrecht an dem orte hat, wo er wohnt, gegensatz von ausbürger ( theil 1, 842).

mitbürger

DWB

mit·buerger

mitbürger , m. concivis, mhd. mite-burgære Lexer wb. 1, 2179 . 1 1) in der älteren sprache in einem bestimmt eingeschränkten, gesellschaftli…

Pactbürger

Adelung

pact·buerger

Der Pactbürger , des -s, plur. ut nom. sing. in einigen Städten, ein Schutzverwandter, ein Einwohner, welcher nur unter einer gewissen Bedin…

Pelzbürger

Wander

pelz·buerger

Pelzbürger Er ist ein Pelzbürger. – Frischbier 2 , 2887. Ein städtischer Kleinbürger, der Landwirthschaft treibt. Der Name kommt daher, weil…

pfahlbürger

DWB

pfahl·buerger

pfahlbürger , m. , spätmhd. phâlburger ( Lexer 2, 223 ), mlat. in der goldenen bulle pfalburgeri ( vgl. Becker weltg. 4 7, 171), auszerhalb …

pflugbürger

DWB

pflug·buerger

pflugbürger , m. was pfahlbürger Wehner observ. pract. 393 bei Frisch, vgl. ackerbürger .

ringbürger

DWB

ring·buerger

ringbürger , m. ein bürger, dessen haus am ringe, dem marktplatz ( s. ring sp. 993 unter 9) steht. die ringbürger in ungarischen städten gen…

schaufelbürger

DWB

schaufel·buerger

schaufelbürger , m. , gleichbedeutend mit pfahlbürger, ursprünglich wol ein mit der schaufel arbeitender tagelöhner. Campe. die pfahlbürger …

schildbürger

DWB

schild·buerger

schildbürger , m. zunächst ist das wort wol aufzufassen wie spieszbürger, als spottname für die bewohner der städte; die bezeichnung mag in …

Spießbürger

Pfeifer_etym

spiess·buerger

2Spieß m. alte Wurf- und Stoßwaffe, ahd. spioʒ (um 800; vgl. als Jagdwaffe swīnspioʒ, 8. Jh.), mhd. spieʒ ‘Kampf-, Jagdspieß’, auch ‘Spießtr…

stadtbürger

DWB

stadt·buerger

stadtbürger , m. ein das bürgerrecht, die freiheiten und gerechtsame einer stadt genieszender: stattbürger, cittadino Hulsius (1618) 238 a .…

waldbürger

DWB

wald·buerger

waldbürger , m. 1 1) waldbewohner, auch von thieren. Adelung. 2 2) der theilhaber einer bestimmten zeche, der gewerke ( vgl. waldwerke ), be…

weltbürger

DWB

welt·buerger

weltbürger , m. , lehnübersetzung von griech. κοσμοπολίτης , die bereits im 17. jh. vereinzelt erscheint, jedoch erst im 18. jh. — vom vorbi…

Ableitungen von buerger (4 von 4)

unbürger

DWB

unbürger , m. , ein unverbürgerter ( Schmeller 1, 277 ; Fischer 1, 1535 ; Staub - Tobler 4, 1585 ; Zedler 49, 1490 ) einwohner, non-cittadin…

unbürgerlich

DWB

unbürgerlich , adj. adv. , in der regel gegentheil von bürgerlich . steigernd plus quam civiliter Ovid ( met. 12, 583 heiszt es aber unbilli…

verbürger

DWB

verbürger , m. eine person, welche etwas verbürgt, auch sich verbürgt. Heinsius volksth. wb. 4 2 , 1272 .

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APA
Cotta, M. (2026). „buerger". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/buerger/gwb?formid=B05138
MLA
Cotta, Marcel. „buerger". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/buerger/gwb?formid=B05138. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „buerger". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/buerger/gwb?formid=B05138.
BibTeX
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