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pfanne

mhd. bis spez. · 18 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

pfanne f.

Bd. 13, Sp. 1614
pfanne, f. , ahd. pannâ und verschoben phannâ, phanne, fannâ, vannâ (Graff 3, 338), mhd. phanne, pfanne, nhd. pfanne (jetzt im sing. nur starkformig), ags. altfries. nd. panne, engl. pan, entlehnt aus dem gleichbed. mlat. panna (Du Cange 3, 1, 62), das nach der gewöhnlichen annahme aus griech.-lat. patina, patena entstanden sein soll (Schm.2 1, 428 mit einem 'vix!' von J. Grimm. Wackernagel umdeutsch. 38. Weigand2 2, 332, s. dagegen Kluge 251b). der ursprüngliche begriff liegt vielleicht in dem von Du Cange a. a. o. nachgewiesenen altfranz. panne 'vas fictile majus, in quo panni lexivio mundantur', so dasz panna von pannus abzuleiten wäre. 11) ein flach vertieftes metallgeschirr (blech-, eisen-, kupfer-, messingpfanne), etwas darin zu sieden, kochen, backen, braten (s.back-, brat-, kochpfanne u. dergl.). mit ahd. phannâ u. s. w. wird lat. patella, sartago, frixorium, frixa, trulla glossiert Graff a. a. o.; mhd. phanne, die küchenpfanne: manegen keʒʒel wît, haven unde pfannen, hey waʒ man der dâ vant. Nib. 720, 3; sô .. sûset wol mîn pfanne (vgl. pfannensang). Walther 34, 35; nû wart vil selten phanne gewermet dâ mit muose. Konrad troj. krieg 6070; nhd. kupferne, eiserne pfannen. Tucher baumeisterb. 289, 9 f.; obscen: alt pfannen pletzen, kessel flicken. fastn. sp. 375, 11. 793, 1; ist aber dein speisopfer etwas vom gebacken in der pfannen. 3 Mos. 2, 5; in der pfannen mit öle soltu es (speisopfer) machen. 6, 21; ich han mer den einmall wasser in ein pfannen gnon (genommen) .., das wasser gsalzen und den (dann) für den hunger usztrunken. Th. Platter 44 B.; Maria gab dem kindlein ein musz und Joseph hebt (hält) die pfanne. Kehrein kirchenl. 107, 29; da knetet sie ihm puddings ein und bäckt sie in der pfanne. Göthe 3, 114 H. in mannigfacher bildlicher verwendung, besonders in sprichwörtern: du bist ir nicht in der pfannen gebacken (stehst ihr nicht an). meister Altswert 152, 9, vgl. 242, 28; Venus. werst du nit gern by hübschen frowen .., die dir fröid kurtzwil könten machen, es wer manchem in der pfannen bachen. Gengenbach gouchm. 625; an der pfanne kleben bleiben, etwas an der pfanne kleben, an die pfanne backen lassen: dasz einem sein befohlen geschefft durch unfall verhindert, wol gar an der pfannen kleben bleibt. Kirchhof wendunm. 56a; [] (ich will euch) nichtz an der pfannen kleben lassen (nichts hingehen lassen, nichts schenken). Murner luth. narr 3574; die kelle nicht an der pfanne kleben lassen (rasch in der arbeit sein). Gotthelf schuldenbauer (1852) 82; Michel liesz den handel nicht an die pfanne backen (schob ihn nicht auf). erz. 1, 261; da er nicht gerne etwas an die pfanne backen liesz ... stand alsobald sein entschlusz fest. 2, 179; in eine pfanne treten und dadurch den inhalt derselben verderben, verschütten (vergl. einem ins fettnäpfchen treten. th. 3, 1775): der wittib einzige tochter, die kürtzlich in ein pfann getretten (ihre jungfrauschaft verloren hat). Simplic. 1, 623, 17; den feind in die pfanne (wie in den kessel th. 5, 621) hauen, zerhacken, vernichten. Frisch 2, 48b; da haut der weibliche tyranne die männerherrschaft in die pfanne. Stoppe Parnasz 408; da nun der held fiel und das muthlose heer .. sein heil in der flucht suchte, wurden die mehrsten von ihnen in die pfanne gehauen. Musäus volksm. 112; was nicht ganz davon in die pfanne gehauen wird, soll wenigstens nicht gesund nach hause kommen. Lessing 8, 48, vergl. 5, 358; sprichw. die pfanne ist so schwarz wie der hafen; was für die pfanne gut ist, ists auch für den stiel u. a. Simrock 421. 22) sudpfanne in einem brauhause, in einer salz-, zuckersiederei u. s. w., schmelzpfanne. Frisch 2, 48b. Jacobsson 3, 235a. 6, 727a. Chemn. bergm. wb. 383b, s.brau-, salz-, sud- (siede-), schmelzpfanne: salzköthe, darinnen in weiten pfannen das salz gesotten wird. Ettner unw. doctor 349; er soll die kugel versuchen warm, wie sie aus der pfanne kommt. d. j. Göthe 2, 329. 33) wärmpfanne Zedler 27, 1279: wie man dann im winter denen zuhörern auch wohl pfannen unter die füsze giebt. Haller tageb. 36 Hirzel. 44) übertragen auf eine pfannenähnliche vertiefung. 4@aa) anatomisch die gelenkgrube im schenkel- und armbeine zur aufnahme der kugel (theil 5, 2539) bestimmt, acetabulum Graff 3, 338. Frisch 2, 48b. encycl. wb. der med. wissenschaften 5, 136: denn nun hat unserer hüfte gelenk so behend in der pfanne den umschwung! Voss Arist., die wespen 1506; hiermit traf er Äneias das hüftgelenk, wo des schenkels bein in der hüfte sich dreht, das auch die pfanne genannt wird; und er zermalmt ihm die pfann'. Il. 5, 306, vgl. Bürger 162a. 224a; ich hatte viel, viel geschäfte, daran sich Herkules den arm aus der pfanne hätte heben mögen. d. j. Göthe 1, 44. 4@bb) die angel-, zapfenpfanne, worin sich eine (schleusen- oder thor-)angel, ein zapfen bewegt Hübner naturlex. 1397. Frisch 2, 48b. Voch baulex. 109. Bobrik 526b. 4@cc) an den früheren lunten- und steinschloszgewehren und kanonen das muldenförmige behältnis für das zündpulver, die zünd-, pulverpfanne: wan man pulver auf die pfanne schüttet, und die lunte aufsetzet. Schuppius 225; ich rührte zindpulver auf den deckel meiner zindpfannen, bliesz ab und baszte mit zweien fingern auf der pfann auf, wie bräuchlich ist; und ehe ich meinem gegentheil ... das weisze in augen sehen konte, schlug ich auf ihn an und brennte mein falsch zindkraut auf dem deckel der pfann vergeblich hinweg. Simpl. 1, 425, 27 ff.; ehe er sichs versahe, hatte ich die pfann offen und wieder angeschlagen. 426, 5; so brennt dir gantz gewisz das pulver von der pfanne. Günther 488; ich sasz auf meinem guten pferde und öffnete die pfanne meiner büchse. Göthe 34, 299; das andere pistol ist auch geladen und die pfanne mit pulver versehen. Zelter an Göthe 185 (2, 35); der mensch thut gar keinen schusz hinein und schüttet blosz etwas pulver auf die pfanne. Tieck ges. novellen 11, 100. 4@dd) grübchen an den mundwinkeln, s. pfännchen, pfännlein. 4@ee) was dachpfanne, breitziegel: pfannen- und mauersteine. Kobbe Bremen u. Verden 1, 125. Müller-Mothes 744a. 4@ff) mortarium, der platz, worin die maurer den mörtel anmachen Frisch 2, 48b. 55) im halleinischen salzsudwesen versteht man unter pfanne auch das zur sudpfanne nöthige brennholz; sie enthält 60 oder 120 klafter Schm.2 1, 427. Scheuchenstuel 177.
6392 Zeichen · 167 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    pfannesw. F., st. F.

    Köbler Mhd. Wörterbuch

    pfanne , sw. F., st. F. nhd. Pfanne, Sudpfanne Vw.: s. badære-*, brāt-*, briu-, gluot-, hert-*, kol-, rœst-, smelz-*, vi…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Pfanne

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Pfanne , plur. die -n, Diminut. das Pfännchen, Oberd. Pfännlein. 1. Überhaupt, eine jede flach eingebogene oder vert…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Pfanne

    Goethe-Wörterbuch

    Pfanne 1 Metallgefäß a Bratgeschirr; öfter in Vbdgn wie ‘eben/frisch/heiß/warm aus der P.’, auch übertr auf aktuelle, ne…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Pfanne

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Pfanne , bekanntes, mehr breites als tiefes Gefäß, in der Regel zum Kochen, Sieden oder Schmelzen gebraucht; sodann eine…

  5. modern
    Dialekt
    Pfanne

    Bayerisches Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    Pfanne Band 2, Spalte 2,470–473

  6. Sprichwörter
    Pfanne

    Wander (Sprichwörter)

    Pfanne 1. De Panne schelt den Pott Schwartmiaul (Schwarzmaul). ( Lippe. ) – Firmenich, I, 270. 2. Der die Pfanne hält be…

  7. Spezial
    Pfannef

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    Pfanne , f чаша , ж

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit pfanne

471 Bildungen · 235 Erstglied · 236 Zweitglied · 0 Ableitungen

pfanne‑ als Erstglied (30 von 235)

Pfanne(n)

Idiotikon

Pfanne(n) Band 5, Spalte 1104 Pfanne(n) 5,1104

Pfanne(n)blëtz

Idiotikon

Pfanne(n)blëtz Band 5, Spalte 281 Pfanne(n)blëtz 5,281

Pfanne(n)blëtzer

Idiotikon

Pfanne(n)blëtzer Band 5, Spalte 289 Pfanne(n)blëtzer 5,289

Pfanne(n)chnëcht

Idiotikon

Pfanne(n)chnëcht Band 3, Spalte 727 Pfanne(n)chnëcht 3,727

Pfanne(n)chratz

Idiotikon

Pfanne(n)chratz Band 3, Spalte 929 Pfanne(n)chratz 3,929

Pfanne(n)chuecheⁿ

Idiotikon

Pfanne(n)chuecheⁿ Band 3, Spalte 141 Pfanne(n)chuecheⁿ 3,141

Pfanne(n)flad

Idiotikon

Pfanne(n)flad Band 1, Spalte 1168 Pfanne(n)flad 1,1168

Pfanne(n)girtli

Idiotikon

Pfanne(n)girtli Band 2, Spalte 444 Pfanne(n)girtli 2,444

Pfanne(n)lumpeⁿ

Idiotikon

Pfanne(n)lumpeⁿ Band 3, Spalte 1280 Pfanne(n)lumpeⁿ 3,1280

Pfanne(n)lupferli

Idiotikon

Pfanne(n)lupferli Band 3, Spalte 1361 Pfanne(n)lupferli 3,1361

Pfanne(n)lȫter

Idiotikon

Pfanne(n)lȫter Band 3, Spalte 1501 Pfanne(n)lȫter 3,1501

Pfanne(n)pitteⁿ

Idiotikon

Pfanne(n)pitteⁿ Band 4, Spalte 1856 Pfanne(n)pitteⁿ 4,1856

Pfanne(n)rameⁿ

Idiotikon

Pfanne(n)rameⁿ Band 6, Spalte 892 Pfanne(n)rameⁿ 6,892

Pfanne(n)ruess

Idiotikon

Pfanne(n)ruess Band 6, Spalte 1456 Pfanne(n)ruess 6,1456

Pfanne(n)rūmeteⁿ

Idiotikon

Pfanne(n)rūmeteⁿ Band 6, Spalte 924 Pfanne(n)rūmeteⁿ 6,924

Pfanne(n)rūmeⁿ

Idiotikon

Pfanne(n)rūmeⁿ Band 6, Spalte 916 Pfanne(n)rūmeⁿ 6,916

Pfanne(n)schaleⁿ

Idiotikon

Pfanne(n)schaleⁿ Band 8, Spalte 547 Pfanne(n)schaleⁿ 8,547

pfanne als Zweitglied (30 von 236)

Äpfelpfanne

Campe

Die Äpfelpfanne , Mz. die — n, in den Küchen, ein Geräth das beim Äpfelbraten gebraucht wird.

Abtropfpfanne

Campe

Die Abtropfpfanne , Mz. die — n, in den Papiermühlen, ein länglich viereckiger Kasten, über welchen die Papiermasse auf der Form gesetzt wir…

Amtspfanne

Adelung

amts·pfanne

Die Amtspfanne , plur. die -n, in den Salzwerken, diejenige Pfanne, in welcher die Amtssohle gesotten wird.

badærepfanne

KöblerMhd

badære·pfanne

badærepfanne , sw. F., st. F. nhd. „Baderpfanne“, zur Ausstattung des Bades gehöriges Geschirr Q.: SchöffIglau E.: s. baden, pfanne* W.: nhd…

Bëchpfann(e)

ElsWB

bech·pfanne

Bëchpfann(e) f. Brandfackel am Kirchturm aufgesteckt S. ‘d pachpfanä bränä n an dr Khïïrchä’ Landsman Lied. 70.

Beckenpfanne

PfWB

becken·pfanne

 Becken-pfanne f. : ' Backpfanne '. a. 1587: 1 klein beckenpfan [Westpfälz. Geschichtsblätter 1903, S. 48 (ZW-Hornb)].

beipfanne

DWB

bei·pfanne

beipfanne , f. im salzwerk, eine vom feuer der groszen pfanne mit erwärmte nebenpfanne.

bettpfanne

DWB

bett·pfanne

bettpfanne , f. vas lecto calefaciendo, nnl. bedpan: wann ich dem junker das bette wärmen solte, nahm er mir unterweilens die bettpfanne aus…

Beypfanne

Adelung

bey·pfanne

Die Beypfanne , plur. die -n, in den Sächsischen Salzwerken, eine Pfanne neben der großen, welche von ihrem Feuer zugleich mit erwärmet wird…

Bleypfanne

Adelung

bley·pfanne

Die Bleypfanne , plur. die -n, ein eisernes Gefäß in den Schmelzhütten, worein das Bley nach dem Frischen geschöpfet wird.

Blutpfanne

RhWB

blut·pfanne

Blut-pfanne -pa·n. Trier-Osbg , Sol-Ohligs f.: die Pf., die beim Schlachten des Schweines das Bl. aufnimmt.

Brasspfanne

RhWB

brass·pfanne

Brass-pfanne -pa·n. f.: 1. Leckermaul, Prasser, Schmarotzer Geld . — 2. dickes Weib MülhRuhr , Duisb . — 3. dicker Hinterer Mörs .

bratpfanne

DWB

brat·pfanne

bratpfanne , f. sartago, nnl. braadpan, ags. brædponne, dän. bradpande.

Brechpfanne

RhWB

brech·pfanne

Brech-pfanne -pa·n. MGladb-Rheind f.: gepresster Pappdeckel als Sohle an billigen Schuhen.

briupfanne

KöblerMhd

briu·pfanne

briupfanne , F. nhd. „Bräupfanne“, Braupfanne, Siedepfanne ÜG.: lat. sartago Gl, Voc Hw.: vgl. mnd. brūwpanne Q.: Gl, SH, Urk, Voc, Wachtelm…