Mittelstand A
mittlere Gesellschaftsschicht(en); Bürgertum; bes im Hinblick auf Bildung, Lebensumstände, kulturelle, wirtschaftliche u polit Bedeutung, nationale Spezifika uä; auch iUz ‘Adel’ u im Zshg mit der Frz Revolution; auch ‘wohlhabender, redlicher M.’ uä; einmal im Gleichnis vom Milchtopf In Deutschland war es noch kaum jemand eingefallen, jene ungeheure privilegirte Masse [
des Adels] zu beneiden..Der
M. hatte sich ungestört dem Handel und den Wissenschaften gewidmet und hatte freilich dadurch, so wie durch die nahverwandte Technik, sich zu einem bedeutenden Gegengewicht erhoben GWB29,70,19 DuW 17 Drang der Deutschen nach eigner innerer Cultur..im Gegensatz mit der französischen. Literarische Cultur, besonders des M-es, Sich durch den Adel bis zu den Fürsten verbreitend GWB53,383,4 DuW Plp 85 Gemmingen Deutscher Hausvater..bleibt viele Jahre das Lieblingsstück des M-es. Antiaristocratische Motive gewinnen die Überhand GWB28,369 DuW Schema Ich sah mir ab, wie sich ein gewisser
M. hier [
in Verona] trägt und lies mich völlig so kleiden. Ich hab einen unsäglichen Spas daran GWBT1,204,4 v 17.9.86 [
Schnaps, mit Röses Milchtopf, zu Märten:] Ihr habt den ursprünglichen Zustand der Gleichheit verlassen..Da ihr zusammen noch reine Milch wart, fand sich ein Tropfen wie der andere..Nun aber seid ihr sauer geworden..Ihr habt euch geschieden..Und ich finde die Reichen, die unter dem sauren Rahm vorgestellt werden..Die Reichen schwimmen oben..Ich schöpfe sie also ab..Und wie ich den Rahm abgehoben habe, find' ich die Schlippermilch..Das ist so der hübsche, wohlhabende
M. GWB17,287,23 Bürggeneral 9 B49,46,10 Zelter 20.8.31 Gespr(He2,470) Riemer 13.8.09 B15,137,14 Knebel 3.11.00 28,368 DuW 12 Var [gebildeter Stände GWB28,157,5] GWB41
1,18,15 Übs:JvMüller,FriedrII [G/Riemer] [die untern Stände
Var]
uö B
mittlere(r) Zustand, Position, Wert 1
qualitativ a
für: zwischen Gegensätzen die Mitte haltende (Beleuchtungs-)Verhältnisse Das Organ des Sehens ist..auf einen
M. angewiesen. Hell, Dunkel und die zwischen beiden entspringenden Farben sind die Elemente, aus denen das Auge seine Welt schöpft und schafft GWBN5
1,336,16 Fl Nachtr b
für eine durch das Zusammenwirken gegensätzlicher innerer (‘poetische Stimmung’) u äußerer Gegebenheiten (‘Gegenstand, der nicht ganz poetisch ist’) resultierende Gestimmtheit, seelische Verfassung, ästhetische Disposition (‘scheinbare Sentimentalität’) GWBB12,435 Schiller 16.8.97 K [Mittelzustand
R] [
Zit s v Mittelzustand 1bβ] c
für einen (quälenden) Zustand der Unentschiedenheit, Mangel an Bestimmtheit; im vergl Zshg [
bei Übersendung des ersten Hefts von Herders ‘Adrastea’] Der Verfasser..scheint mir sich wie im Fegefeuer zwischen der Empirie und Abstraction, in einem sehr unbehaglichen M-e zu befinden, indeß ist weder an Inhalt noch an Form etwas über das sonst gewohnte GWBB15,200,10 Schiller 18.3.01 d
für einen ambivalenten, eine Festlegung vermeidenden Standpunkt; im Zshg mit Goethes Polemik gegen Newton Nun sucht sich aber unser Sophist zwischen diesen beiden Arten die Sache darzustellen und zu denken einen
M., wo er, je nachdem es ihm nützt, eine von den beiden Arten braucht GWBN2,259,3 FlP 582 2
quantitativ: für den Mittelwert des Barometer- od Thermometerstands Es bezeichnet..diese [
Mittel-]Linie den, aus mehrjährigen gehörig beobachteten Barometerständen eines Ortes berechneten Durchschnitt..Wenn nun für jede höhere und tiefere Ortslage ein solcher
M. erst auszuforschen ist, so gibt die Berechnung..die Auskunft, daß bei uns in Weimar [
bei] 27 Zoll 6 Linien ungefähr diese Gränze zu ziehen ist GWBN12,96,2 Witterungslehre 1825 bitte, mir den Barometerstand vom 4. August bis 4. September aufzeichnen zu lassen, wobey ich den
M. Ihres Quecksilbers bemerkt wünschte GWBB43,55,3 Nees [6.?9.27] K
Syn zu A
Bürger Bürgerschaft Bürgerstand Mittelklasse Stand(dritter S.) zu B1 Mittelzustand zu B2 Mittel Martina EicheldingerM.E.