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Bekleiden

mhd. bis spez. · 18 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
18 in 18 Wb.
Sprachstufen
8 von 16
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Bekleiden v., trs.

Bd. 1, Sp. 444a
Bekleiden, v. trs. mit Kleidern versehen; dann überhaupt, überziehen, bedecken. I der Schifffahrt, die Anker bekleiden, die Flügel derselben zwischen zwei Bretter einfassen, damit sie im lockern Boden nicht um sich wühlen. Ein Zimmer, einen Altar bekleiden, mit Teppichen ausschlagen, mit Teppichen oder Decken behängen, bedecken. Eine Wand bekleiden, sie mit Täfelwerk versehen, mit Teppichen beschlagen, oder auch, sie mit Gewächsen überziehen. Die Thüren, die Fenster bekleiden, sie mit den hölzernen Einfassungen, den Futtern versehen. Einen Hut bekleiden, ihn mit dem Futter, der Einfassung, Schnur  versehen (staffiren). Dann, als mit einem Kleide schmücken. Die Sonne macht das Erdreich grün, Bekleidet Feld und Blumenstücke. — Günther. Wenn die Seele, mit Lichte bekleidet, dem Körper entflohn ist. Klopstock. I weiterer uneigentlicher Bedeutung. Jemand mit einem Amte bekleiden, ihm ein Amt verleihen, weil ehemahls die Fürsten ihren vornehmsten Hofbedienten jährlich gewisse Kleider gaben. So auch, ein Amt, eine Ehrenstelle bekleiden, damit bekleidet sein, sie verwalten; wofür man in O. S. häufig, aber unrichtig, Begleiten sagt. S. Begleiten. Das Bekleiden. Die Bekleidung. S. d.
1194 Zeichen · 24 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    bekleidenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +4 Parallelbelege

    be-kleiden swv. BMZ part. bekleit, bekleiden eigentl. u. bildl. Neif. Osw. Flore 3466. j.Tit. 4079. Troj. 1200. Pass. 11…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    bekleidensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    bekleiden , sw. V. Vw.: s. beklēden

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Bekleiden

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Bekleiden , verb. reg. act. 1. Eigentlich, mit einem Kleide, oder mit Kleidern anthun, mit Kleidern versehen, kleiden. D…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    bekleiden

    Goethe-Wörterbuch

    bekleiden vereinzelt ‘begleiten’ (sd) A mit etw bekleiden 1 mit Kleidung versehen, Kleidung anlegen; vereinzelt ‘sich b.…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Bekleiden

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Bekleiden , einen Baukörper mit einer Schicht andersartigen Materials bedecken; bei Erdarbeiten steile Böschungen mit sc…

  6. modern
    Dialekt
    bekleiden

    Schweizerisches Idiotikon · +1 Parallelbeleg

    bekleiden Band 3, Spalte 624 bekleiden 3,624

  7. Sprichwörter
    Bekleiden

    Wander (Sprichwörter)

    Bekleiden Besser vbel bekleidet, denn gar nacket. – Petri, II, 39.

  8. Spezial
    bekleiden

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    be|klei|den vb.tr. 1 (kleiden) vistí (vist) 2 (verkleiden) revestí (-tësc) 3 (bedecken) curí (cür) 4 ‹fig› (innehaben: e…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bekleiden

3 Bildungen · 0 Erstglied · 3 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von bekleiden

be- + kleiden

bekleiden leitet sich vom Lemma kleiden ab mit Präfix be-.

Zerlegung von bekleiden 2 Komponenten

bek+leiden

bekleiden setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

bekleiden als Zweitglied (3 von 3)

ümmebeklêⁱden

MNWB

uemme·bekleiden

° ümmebeklêⁱden , swv. : mit etw. umgeben, einfassen, „ Vor der infart hebben se ummebouwen lathen den vrithoff, darup gesegget haveren, mit…

ümmebekleiden

KöblerMnd

ümmebekleiden , sw. V. Vw.: s. ümmebeklēden