ausbilden Etwa 700 Belege. Die Bedeutungsentwicklung ist deutl von der des Simplex mitbestimmt, im allgemeinen jedoch stärker resultativer Gebrauch1),
vereinzelt gesteigertes ‘bilden’. Begriffskonstituierende Elemente aus dem myst-pietist, neuplaton Einflußbereich, aus der von der Leibniz- u Shaftesbury-Rezeption, von Pädagogisierungs-, Humanisierungs- ua Tendenzen bestimmten breiten Bildungsdiskussion der Zeit2).
Früheste Verwendung im natphilos-organolog Sinne in PhysiognFragm, individuelle Umprägung iZshg mit der Entwicklung des Metamorphosegedankens in den natwiss Schriften der 80er u 90er Jahre. Übertragung morph Inhalte auf geistige, künstler, histor ua Entwicklungen zT im Einflußbereich von Herders universalhistor Bildungsbegriff. Hohe Gebrauchsfrequenz zZt der kunsttheoret u kunstpädagog Bemühungen um 1800, später häufig auch in kulturmorph Sicht. Auf allen Gebieten als gesetzmäßiger, ‘stufenweiser’ Vervollkommnungs- u ‘Steigerungs’-Prozeß, von klassizist Zeit an zunehmend iVbdg mit Maß- u Ordnungsvorstellungen A
für den menschl Bildungs- u Erziehungsprozeß (mehr als die Hälfte der Belege) 1 a
für die harmon, in tätiger Auseinandersetzung mit der Umwelt sich vollziehende Entwicklung, Selbstbildung der Persönlichkeit; in Erörterung der hemmenden od fördernden Rolle einwirkender Faktoren (des geistig-sittl ‘Klimas’ u des ständ Milieus), im Problemzusammenhang von Freiheit u Bedingtheit menschl Existenz, prägnant als materielle u geistige Daseinskomponenten integrierender morph Prozeß sowie als Postulat; PartPrät iUz ‘einfach’, ‘roh’, ‘gebildet’, ‘ungebildet’, mehrf ‘sich zu der Gestalt, dergestalt a.’; überwiegend refl [
Wilh:] mich selbst, ganz wie ich da bin, auszubilden, das war dunkel von Jugend auf mein Wunsch und meine Absicht .. in Deutschland ist nur dem Edelmann eine gewisse allgemeine, wenn ich sagen darf personelle, Ausbildung möglich. Ein Bürger kann .. zur höchsten Noth seinen Geist ausbilden; seine Persönlichkeit geht aber verloren GWB22,149,2 Lj V 3 Physisch-klimatische Einwirkung auf Bildung menschlicher Gestalt .. läugnet niemand, aber man denkt nicht immer daran, daß Regierungsform eben auch einen moralisch-klimatischen Zustand hervorbringe, worin Charaktere auf verschiedene Weise sich a. GWB7,40,7 DivNot Betrachten wir uns in jeder Lage des Lebens, so finden wir, daß wir äußerlich bedingt sind .. daß uns aber jedoch die höchste Freyheit übrig geblieben ist, uns innerhalb unsrer selbst dergestalt auszubilden, daß wir uns mit der sittlichen Weltordnung in Einklang setzen .. können .. Dieß .. steht .. als Aufgabe vor uns, deren Auflösung wir unsre Tage durchaus zu widmen haben GWBB45,32,5 Gf Brühl 23.10.28 daß man .. genüglich beschäftigt und vorzüglich auf That aufmerksam gemacht und zu ihr berufen werde. An und in dem Boden findet man für die höchsten irdischen Bedürfnisse das Material, eine Welt des Stoffes, den höchsten Fähigkeiten des Menschen zur Bearbeitung übergeben; aber auf jenem geistigen Wege werden immer Theilnahme, Liebe, geregelte freie Wirksamkeit gefunden. Diese beiden Welten [
repräsentiert durch Montan u Makarie] gegen einander zu bewegen, ihre beiderseitigen Eigenschaften in der vorübergehenden Lebenserscheinung zu manifestiren, das ist die höchste Gestalt wozu sich der Mensch auszubilden hat GWB25
1,273,2 Wj III 14 GWB21,139,2 Lj II 3 = GWB51,194,25 ThS III 1 GWBB22,309,10 Schlosser 31.3.12 GWB51,149,17 ThS II 5
uö b
für die körperl-geistige Entwicklung des (jungen) Menschen; PartPrät auch iSv erwachsen, voll entwickelt; mehrf im physiognom Sinne u in Erörterung funktionalist Theorien; poet in der Naturanrufung (Er [
Faust] hebt einen Bettvorhang auf.) .. Natur! Hier bildetest in leichten Träumen | Den eingebornen Engel aus; | Hier lag das Kind! .. Und hier mit heilig reinem Weben | Entwirkte sich das Götterbild GWBFaust I 2711 ~ GWBUrfaust 563 Kinder .. Erwachsene .. ausgebildete Männer [
des hommes faits] GWB45,281,9 Diderot,Malerei Brutus .. Schau die unerschütterliche Gestalt! Diesen ausgebildeten Mann, und diesen zusammen geknoteten Drang .. Nur der mächtigste und reinste Geist hat diese Bildung ausgewürkt GWB37,355,22 PhysiognFragm daß Functionen großen Einfluß auf die Ausbildung der Glieder haben, aber die Fähigkeit zu diesem oder jenem Zweck ausgebildet zu werden, muß zum Grunde liegen GWB45,266,22 Diderot,Malerei Anm G-s
uö c
Anlagen, Fähigkeiten, ‘Organe’ uä entfalten, entwickeln, schulen; mehrf im Postulat der (kompensierenden) Ausbildung aller (auch entgegengesetzter) ‘Kräfte’ u als (zT negativ bewerteter) Individualisierungsprozeß; auch als Bestandteil des pädagog Konzepts in Lj u Wj Wer nicht überzeugt ist, daß er alle Manifestationen des menschlichen Wesens, Sinnlichkeit und Vernunft, Einbildungskraft und Verstand, zu einer entschiedenen Einheit a. müsse, welche von diesen Eigenschaften auch bei ihm die vorwaltende sei, der wird sich in einer unerfreulichen Beschränkung immerfort abquälen GWBN11,75,11 Rez:Stiedenroth 1824 der freie und scharfe Blick, den ihm [
dem Abbé] die Natur über alle Kräfte, die im Menschen nur wohnen, und wovon sich jede in ihrer Art a. läßt, gegeben hat. Die meisten Menschen .. sind nur beschränkt; jeder schätzt gewisse Eigenschaften an sich und andern; nur die begünstigt er, nur die will er ausgebildet wissen .. der Abbé .. hat Sinn für alles .. es zu erkennen und zu befördern .. Nur alle Menschen machen die Menschheit aus, nur alle Kräfte zusammengenommen die Welt GWB23,216,16u20 Lj VIII 5 daß jeder etwas Eigenes in sich hat, das er auszubilden gedenkt, indem er es immer fortwirken läßt .. Beseh ich es recht genau, so ist es ganz allein das Talent, das in mir steckt, was mir durch alle die Zustände durchhilft, die mir nicht gemäß sind GWBB26,312,22 Zelter 26.3.16 Alles was wir Erfinden, Entdecken im höheren Sinne nennen, ist die bedeutende Ausübung, Bethätigung eines originellen Wahrheitsgefühles, das, im Stillen längst ausgebildet, unversehens mit Blitzesschnelle zu einer fruchtbaren Erkenntniß führt. Es ist eine aus dem Innern am Aeußern sich entwickelnde Offenbarung GWBN11,128,9 MuR(562) GWB24,235,14 Wj II 1
uö, sehr häufig ‘Anlagen, (Kunst-)Talent, Naturell, Neigung, Gabe a.’, wiederholt ‘Geschmack, (Kunst-)Sinn, Sinne; Geist, Geistesgaben, Geisteskraft; das Innere, sein Innerliches, Innerstes; Gemüt, Gefühl, Seele a.’; relativ selten ‘(gesellige) Tugenden, moralische Natur; Takt, Lebensart, Sprache, Stimme a.’ 2
für die bereichsgebundene, fach- od berufsorientierte Ausbildung a
künstler; (iS klassizist Normvorstellungen) Betonung der fördernden Rolle von Vorbildern, ‘Mustern’, von planvollem Naturstudium, ‘ausbildenden Reisen’ (bes der Italienreise), von Bildungszentren, dem wechselweisen Einfluß von Künstler u ‘Kenner’ uä; bes in kunstpädagog Äußerungen um 1800, später auch häufig in Empfehlungsschreiben u in Beurteilung junger Künstler; überwiegend refl u Part attr [
üb dichter Versuche von SMereau ua] Unsere Frauen sollen gelobt werden, wenn sie so fortfahren, durch Betrachtung und Übung sich auszubilden. Am Ende haben die neuern Künstler sämmtlich keinen andern Weg. Keine Theorie giebt’s .. keine entschiedne Muster sind da GWBB12,177,19 Schiller 1.7.97 Haben wir .. dem Künstler gerathen, sich von allgemeinen Naturwirkungen einen Begriff zu machen, um diejenigen kennen zu lernen die ihn besonders interessiren, theils um sich nach mehr Seiten auszubilden, theils um das was ihn betrifft besser zu verstehen GWB47,15,19 PropylEinl Baumeister Heß, durch Lehre und Beispiel seines Herrn Vaters, durch a-de Reisen und das Anschauen der großen, geschmackvoll hier schon errichteten Gebäude geübt und erregt GWB34
1,105,12 KuARheinMain Frankf Nirgends in Deutschland ist ein Mittelpunct gesellschaftlicher Lebensbildung, wo sich Schriftsteller zusammen fänden und nach Einer Art, in Einem Sinne, jeder in seinem Fache sich a. könnten GWB40,199,26 Literar Sansculottism daß mich Ihr Studium meines Gedichtes [
HermDor] .. beschämt haben würde .. Sie wissen selbst, wie sehr wir in dem Kreise, in dem wir nun schon eine Zeit lang zusammen leben, uns wechselseitig auszubilden unaufhörlich gearbeitet haben GWBB13,215,23 WHumboldt 16.7.98 K GWBB28,162,9 JPLanger 4.7.17 GWBB43,143,3 Rauch 3.11.27
uö b
im Erkenntnisprozeß, method; bes durch Entwicklung best Rezeptionsorgane ‘sich am (Erkenntnis-)Gegenstand a.’ [
Baco v Verulam] zeigt zuerst .. daß der Forscher sich zu diesem wichtigen Geschäfte [
der Naturerkenntnis] besonders auszubilden habe .. die Forderungen, die er an den Beobachter macht .. die neuen Organe mit denen er ihn ausrüstet GWBN5
1,162,2 ÜbNewt DivRefrangib Für Philosophie .. hatte ich kein Organ, nur die fortdauernde Gegenwirkung, womit ich der eindringenden Welt zu widerstehen und sie mir anzueignen genöthigt war, mußte mich auf eine Methode führen, durch die ich die Meinungen der Philosophen, eben auch als wären es Gegenstände, zu fassen und mich daran auszubilden suchte GWBN11,47,10 EinwirkgNeuPhilos indem ich dabey [
Arbeit an Fl] genöthigt war sowohl gegen Erfahrung als Theorie Face zu machen, und mich also nach beyden Seiten gleich auszubilden suchen mußte GWBB15,6,16 Jacobi 2.1.00 Ob der Mensch dereinst dahin gelangen werde, sich dergestalt auszubilden, daß seine Vorstellungsart mit dem Wirken der Natur zusammenfalle GWBN4,429,2 FlH Plp
uö ideolog [
Gräfin:] Zu keiner Ungerechtigkeit will ich mehr schweigen .. und wenn ich auch unter dem verhaßten Namen einer Demokratin verschrieen werden sollte. [
Hofrat:] ich freue mich Sie wieder zu finden wie ich Abschied von Ihnen genommen und noch ausgebildeter. Sie waren eine Schülerin der großen Männer die uns durch ihre Schriften in Freiheit gesetzt haben, und nun finde ich in Ihnen einen Zögling der großen Begebenheiten GWB18,46,12 Aufgeregten III 1 c
berufl, fachl, handwerkl er [
GPGötze] könnte bey dem Wasser Berg und Schloßbau den Commissionen .. an Handen gehen, und ich würde der Zufriedenheit genießen Ew. Durchl. Dienst einen nützlichen treuen Subalternen ausgebildet zu haben GWBB30,54,4 CarlAug 20.3.94 Dr. Eckermann, ein .. bedeutender Herankömmling, der sich .. an meinem Thun, Schreiben, Treiben und Lassen ausgebildet hat GWBB38,154,7 Reinhard 2.6.24 wird die vorliegende günstige Gabe [
‘Vorbilder für Fabrikanten u Handwerker’ u ‘Vorlegeblätter für Zimmerleute u Maurer’] bey uns .. manches Talent vorbereiten helfen, um sich der weitern höheren und praktischen Belehrung in jenem a-den Kreise .. würdig zu machen GWBB45,235,7 Minist Inn Bln 5.4.29 K
uö d
im akadem Bereich selbst der [
akadem] Nachwuchs sei schon ernster gesinnt; man verlange nicht nach einer abenteuerlichen hohlen Freiheit, sondern nach einer a-den reichen Begränzung GWB34
1,89,20 KuARheinMain Köln [
betr die iZshg mit der Abschaffung der Duelle an der Univ Jena geforderten student Ehrengerichte] Es ist pädagogisches Institut, daß in gewissen Puncten nicht vorwärts geruckt wäre, wo man nicht junge Leute durch Ämter, Urtheil über ihres gleichen auszubilden suchte GWBA(53,287,24) Votum [nach 5.1.92] K
uö 3
im engeren Sinne pädagog; mehrf (in Darstellung der Erziehungsprinzipien der Turmgesellschaft) Erörterung der fördernden Rolle des Irrtums; meist refl u in pass u zuständl Beschreibung, verhältnismäßig selten als Tätigkeit des Erziehers [
Gehilfe:] an meinen Zöglingen dasjenige rein auszubilden was sie bedürfen, wenn sie in das Feld eigener Thätigkeit und Selbstständigkeit hinüberschreiten; daß ich mir sagen könnte: in diesem Sinne ist an ihnen die Erziehung vollendet GWB20,284,21 Wv II 7 Haben Sie denn, fragte Wilhelm, bei der Erziehung Ihrer kleinen weiblichen Welt auch die Grundsätze jener sonderbaren Männer angenommen? lassen Sie denn auch jede Natur sich selbst a.? lassen Sie denn auch die Ihrigen suchen und irren, Mißgriffe thun, sich glücklich am Ziele finden, oder unglücklich in die Irre verlieren? Nein! sagte Natalie GWB23,177,24 Lj VIII 3 GWB23,168,9 Lj VIII 3 [
für: élever] Tancred 323
uö 4
als National-, Volks- u Standesbildung; meist nach 1800 die deutsche Nation muß es ihren Wünschen gemäß finden, daß vieljährige Bemühung, sich in einem höhern Sinne auszubilden, auch andern Völkerschaften zu Gute komme, deren Bestreben, gleichmäßig in humaner Cultur fortzuschreiten, sie jederzeit anerkannt .. hat GWBB45,81,7 Koller Buchh 12.12.28 K [
mBez auf Borchardts Übs eines in Rußland ersch Aufsatzes üb das Helena-Zwischenspiel] eine hohe ästhetische Cultur in ihrem .. Sprachkreise .. war es mir doch gewissermaßen unerwartet, in Bezug auf mich jene so zarten als tiefen Gefühle in dem entfernten Osten aufblühen zu sehen, wie sie kaum holder und anmuthiger in den seit Jahrhunderten sich a-den westlichen Ländern zu finden seyn dürften GWBB44,79,17 Borchardt 1.5.28 er dachte nicht, daß die platte Menge sich aufrichten, sich a., ja sich hoch erheben könne, um Verdienst, Halb- und Unverdienst zu unterscheiden GWB36,283,19 BiogrEinzh Kotzebue GWB41
2,6,26 Rez:JSchopenh,Gabriele
uö B
für kreative Prozesse u (vereinzelt) für Aktivitäten im gesellschaftl-institutionellen Bereich 1
für mentale Prozesse a
von Gegenständen der Einbildungskraft u Phantasie: sich jdn, etw vorstellen, (in allen Einzelheiten) vergegenwärtigen, imaginieren; prägnant als ‘schöpferischer’ Akt u analog zum künstler Schaffensprozeß Das ist ja eben die göttliche Kraft der Liebe, von der man nicht aufhört .. zu sagen, daß sie in jedem Augenblick die herrlichen Eigenschaften des geliebten Gegenstandes neu hervorbringt, in den kleinsten Theilen ausbildet, im Ganzen umfaßt GWB47,177,25 Samml 6 Bey Ihnen .. ist unsre Einbildungskraft gegenwärtig gewesen, immer aber in der peinlichen Lage, sich nichts bestimmtes a. zu können GWBB19,225,19 FAWolf 3.11.06 [
nach dem Abschied von Marianne am 25.9.15] Möchten sie mich Beyde nicht aus ihrer Mitte lassen! .. Überlassend sich, in feinen Gemüthern, nach Analogie eigner Gefühle, die inneren Zustände auszubilden GWBB26,100,24 Rosine Städel 10.10.15 GWBNatT 703 GWB13
1,151 NachspIffland,Hagestolzen 324 [G/Peucer]
uö b
Gedanken, Begriffe, Ideen, Hypothesen, Theorien uä (weiter-)entwickeln; in anatom Studien auch: den ‘(generellen) Typus’ ableiten; mehrf als Vorstufe schriftl Fixierung od prakt Verwirklichung u im Frühstadium künstler Produktion, wiederholt als allmähl Reifungsprozeß So ungeduldig es [
das Genie] sich .. bei der Beobachtung zeigt, so fest finden wir es, auf einer einmal gefaßten Idee zu beharren und so thätig sie auszubilden GWBN5
1,164,6 ÜbNewt DivRefrangib [1793?] daß ich .. mir einen Begriff der verschiedenen Gestalten und ihres Entstehens im Einzelnen auszubilden suchte GWBN6,169,10 MetamPfl Nacharb uSammlg [1817] [
am Schluß einer osteol Tab] Aus dem angegebenen läßt sich schon ein genereller Typus für diesen Theil a. N8, Tab nach 136 ZwKnoch ich darf nichts neues unternehmen. Vielleicht bildet sich die Idee zu einem Mährchen, die mir gekommen ist, weiter aus .. kann ich .. das Schiffchen auf dem Ocean der Immagination recht herumjagen, so giebt es doch vielleicht eine leidliche Composition GWBB12,31,20 Schiller 4.2.97 indem ich einen [
poet] Gegenstand der mich ergriff .. so lange in meinem innern Sinn trug .. bis daraus etwas entstanden war .. das ich, nachdem ich es Jahre lang im Stillen ausgebildet, endlich auf einmal, gleichsam aus dem Stegreife und gewissermaßen instinctartig, auf das Papier fixirte GWBN4,285,18 FlH VI Konfess dVerf GWB35,148,26 TuJ [
für: modeler] GWB41
2,342,12 Anz:Soumet,Elisabeth [
für: excolere] GWBN3,321,28 FlH V Boyle
uö ‘Plän(e) a.’, auch refl jenes frühere Verhältniß zu Ihnen beiden .. Betrachtet man .. wie eine gesteigerte Thätigkeit auch späterhin nicht nachläßt, entschiedene Pläne vollkommen auszubilden, um das zu erreichen, was man früher für wünschenswerth gehalten GWBB34,289,10 WHumboldt 18.6.21 [
für: concevoir] Mahomet 629
uö ‘mit ausgebildeter Absicht’ Gespr(Bi2,523) nach Laube 1817/21 c
iS einer schöpfer Rezeption, auch: gedankl, in der Phantasie weiter ausführen Freunde und Liebhaber .. die unser Andenken frisch erhalten, a. und fortpflanzen .. Dank für Ihren herrlichen Brief [
v 14.4.19 (ed Biedermann 200ff), der eine enthusiast Würdigung des Maskenzugs v 1818 enthält] GWBB31,127,17 Rochlitz 18.4.19 Hier [
in den Noten] findet sich abgemessen, was zu Aufklärung des Textes erfordert wird .. deßhalb sich denn daraus alles, was man in einem solchen Werke sucht, Anschauung, Effect, Begriff, nach eines jeden Lesers Fähigkeit und Bedürfniß vollkommen a. und beleben kann GWB41
2,213,23 Rez:Weber,ElegDichter dHellenen führen wir die Namen gleichzeitiger Künstler .. dem Leser vor und überlassen ihm, sich einen flüchtigen Entwurf jenes großen Zusammenwirkens selbst auszubilden GWB44,302,6 CellAnh II GWBB46,216,18 Röhr 20.1.30 K GWB41
1,179,15 DreiKönig
uö 2
ein Kunstwerk hervorbringen, gestalten, vollenden (vereinzelt auch im künstler-handwerkl Bereich u von wiss od kunsttheoret Schriften); überwiegend mBez auf literar Werke; frühester Beleg: FGA a
allg für den künstler Umsetzungsprozeß: einen Gegenstand, Stoff, ein ‘Argument’ uä bearbeiten, gestalten; mehrf im Vergl des Kunstwerks mit dem ‘lebendigen’ Organismus; vereinzelt (ironisierend) refl [
Übs aus Plotin, Enneade V 8,1] Nehmet an .. zwei steinerne Massen seien neben einander gestellt, deren eine roh und ohne künstliche Bearbeitung geblieben, die andere aber durch die Kunst zur Statue .. ausgebildet [
exculta] worden GWB48,196,15 MuR(634) = GWBB19,55,10 Zelter 1.9.05 [
Erklärung der 1825 an G-s Haus angebrachten symbol Bilder] Die Urne .. auf einem buntgestreiften Teppich .. wolle sagen: daß auch das Leblose durch echten Kunstsinn zu so hoher Schönheit könne ausgebildet werden, um in Absicht auf gehörige gefällige Form mit dem vollkommensten Organismus zu wetteifern GWB53,217,12 ein Werk aus Wissen und Einbildungskraft zusammenzuweben: zwei einander entgegengesetzte Elemente in einem lebendigen Körper zu verbinden .. Kein seltsameres Unternehmen läßt sich wohl denken, als die Geognosie zu einem didaktischen Gedicht und zwar einem ganz imaginativen auszubilden GWB41
2,227,18 Üb Lehrged Pand 33 GWB27,116,9 DuW 7 GWB30,167,16 ItR GWBB33,55,24 Zelter 6./7.6.20
uö b
für die detaillierte Behandlung, Ausschmückung des Kunstwerks; PartPrät auch iSv reich ausgestattet, verziert; mehrf stil- u gattungskonstituierend od in Bezeichnung best Werkstufen [
Vergl der auf Vorarbeiten beruhenden Kupfer zu den Taf 5 u 6 mit AAndreanis nach den Gemälden angefertigten Holzschnitten (s Schuchardt 1,44)] Jene ersten Anfänge sind völlig unschuldig, naiv, obschon reich .. die andern aber .. sind ausgebildet, kräftig, überreich GWB49
1,279,11 Mantegna,Triumphzug doch war sie [
die Geschichte von den ‘wunderl Nachbarskindern’] in den Hauptzügen nicht entstellt, nur im Einzelnen mehr ausgebildet und ausgeschmückt, wie es dergleichen Geschichten zu gehen pflegt, wenn sie erst durch den Mund der Menge und sodann durch die Phantasie eines geist- und geschmackreichen Erzählers durchgehen GWB20,336,10 Wv II 11 begegnen wir kleinen Anecdoten .. Hie und da treffen wir auf ausgebildetere Erzählungen GWB25
2,109,16 Wj [nur 1821] [
für: concerter] GWB40,222,10 Stael,Dichtgn [
für: développer] GWB41
2,185,25 Anz:Oeuvres dramat de G
uö iUz umbilden [
Homer] der wahrscheinlich unmittelbar aus der Sage geschöpft, bei dem sie zwar schon dichterisch ausgebildet, aber noch nicht durch spätere Denkweisen umgebildet oder gar mit fremden Zierrathen entstellt worden GWB48,60,9 Preisaufg 1803 c
für die Arbeit an wiss od kunsttheoret Schriften; mehrf ‘ein Ganzes, etw zu einem Ganzen a.’ [
nach Rückkehr aus der Schweiz] Meyer hat Ihnen schon etwas von unsern neusten [
kunsttheoret] Speculationen eröffnet und sich sehr Ihrer Theilnahme und Einwirkung gefreut. Sobald ich mich von meiner Zerstreuung erholt habe, will ich unsere Thesen aufsetzen, um alsdann darüber conferiren und ein glückliches Ganze a. zu können GWBB12,357,11 Schiller 22.11.97 GWB32,303,2 ItR GWBN7,360 Morph Plp
uö 3
im gesellschaftl-institutionellen Bereich a
iSv schaffen, gründen Der Kaiser konnte eine Anstalt [
das Reichskammergericht] nicht begünstigen .. weit größere Ursache hatte er sein eignes Gericht, seinen eignen Hofrath auszubilden GWB28,126,6 DuW 12 b
iSv vervollkommnen für dich und mich finde sich dort [
in Frankf] kein Heil. Lass uns in Thüringen auf unserer alten Stelle verharren und unsre Gesellschaft nicht erweitern sondern a. GWBB20,187,17 Christiane 25.10.08 C
für histor Prozesse, Entwicklungen, Geschehnisabläufe (überwiegend nach 1800); wiederholt iVbdg mit Grad- u Richtungsadv 1
in allg Typologie wissenschafts- u kulturhistor Epochen; PartPrät iGz ‘dunkel’, ‘verworren’, ‘barbarisch’ u zu ‘frisch’, ‘einfach’, koordiniert mit ‘abgeschlossen’, ‘großartig’ u mit ‘überbildet’, ‘verbildet’ ua Der schwache Faden, der sich aus dem manchmal so breiten Gewebe des Wissens und der Wissenschaften durch alle Zeiten, selbst die dunkelsten und verworrensten .. fortzieht, wird durch Individuen durchgeführt .. Sie stehen .. mit der Menge im Gegensatz, ja im Widerstreit. Ausgebildete Zeiten haben hierin nichts voraus vor den barbarischen GWBN3,134,22 FlH III Daß die Weltgeschichte von Zeit zu Zeit umgeschrieben werden müsse .. Bei seinen großen Verdiensten hegte und pflegte es [
das 18. Jh] manche Mängel und that den vorhergehenden Jahrhunderten, besonders den weniger ausgebildeten, gar mannichfaltiges Unrecht GWBN3,239,27 FlH IV GWB7,112,11 DivNot Vergleichg
uö 2
in speziellerem Bezug a
für die Entwicklung, Vervollkommnung, Ausprägung einzelner Kunststile, Kunstgattungen, künstler Disziplinen, Techniken, ‘Schulen’ uä (ungefähr zwei Drittel der Belege mBez auf bildKunst); wiederholt in Kennzeichnung klass Kunstperioden (auch in Beurteilung des zeitgenöss Entwicklungsstandes); die Vbdg ‘ausgebildete Kunst’ in fast formelhafter Wiederholung, zT iUz naturhaften Kunstformen, vereinzelt (in Meyer-Text) in negativer Charakterisierung einer ‘Dekadenz’-Periode; auch iGz ‘verbilden’ Durch Winckelmann sind wir dringend aufgeregt, die Epochen zu sondern, den verschiedenen Stil zu erkennen, dessen sich die Völker bedienten, den sie in Folge der Zeiten nach und nach ausgebildet und zuletzt wieder verbildet GWB30,264,10 ItR Polygnot .. lebte vor der neunzigsten Olympiade, zu einer Zeit, wo die Plastik sich schon beinahe völlig ausgebildet hatte GWB48,100,15 Polygnot Sollten sie [
die Tafeln des 1809 in einem Grab bei Cumae entdeckten dreiteiligen Stuckreliefs] von alten griechischen Cumanern verfertigt sein, so müßten sie vor die Zeiten Alexanders gesetzt werden, wo die Kunst noch nicht zu dieser Leichtigkeit und Geschmeidigkeit in allen Theilen ausgebildet war GWB48,150,11 TänzerinGrab daß man diese Naturlieder mit einer ausgebildeten deutschen Dichtkunst ungünstig zu vergleichen .. gedenke GWB41
2,149,12 SerbLieder GWBN3,94,24 FlH II Kolorit griech Maler [Meyer] 49
1,Tab zu 430 Steindruck GWB49
2,84,8 VorzüglWerke vRauch
uö b
mBez auf einzelne wiss (vereinzelt religionsphilosoph) Richtungen, Disziplinen; überwiegend refl Diese [
die Mathematik] muß sich .. unabhängig von allem Aeußern erklären, ihren eigenen großen Geistesgang gehen und sich selber reiner a., als es geschehen kann, wenn sie wie bisher sich mit dem Vorhandenen abgibt und diesem etwas abzugewinnen .. trachtet GWBN11,130,24 MuR(573) die Schüler einer Gefühls- und Vernunft-Religion; wenn die letzteren nicht eingestehen wollen, daß die Religion vom Gefühl anfange, so wollen die ersten nicht zugeben, daß sie sich zur Vernünftigkeit a. müsse GWBN11,75,27 Rez:Stiedenroth 1824
uö idVbdg ‘fort- und ausbilden’ s fortbilden von wiss (vereinzelt klerikalen) Einrichtungen, Instituten Die chemische Anstalt hat sich durch den Fleiß und die Bemühung des Professor Dr. Döbereiner schon glücklich ausgebildet A(ZfBfr NF 9 II,1918,303) Bericht 7.11.11 K
uö c
für sprachl Entwicklungen; mehrf im Hinblick auf literar Entwicklungen u mBez auf Bühnensprache Die literarische Epoche, in der ich geboren bin, entwickelte sich .. durch Widerspruch. Deutschland, so lange von auswärtigen Völkern überschwemmt .. in gelehrten und diplomatischen Verhandlungen an fremde Sprachen gewiesen, konnte seine eigne unmöglich a. GWB27,72,9 DuW 7 Theater .. In Frankreich weniger Pfuscherey beim Dilettantism wegen ausgebildeter Sprache GWB47,301,38 ÜbDilettantism Schema [G/Schiller] Kein Provincialismus taugt auf die Bühne! Dort herrsche nur die reine deutsche Mundart, wie sie durch Geschmack, Kunst und Wissenschaft ausgebildet und verfeinert worden GWB40,139,19 Regeln fSchausp [G/Eckerm] [
üb das florentin Idiom] eine ausgebildete [
più culto] und gefällige Sprache GWB43,8,2 Cell Vorr
uö idVbdg ‘aus- und fortbilden’ Wie man der französischen Sprache niemals den Vorzug streitig machen wird, als ausgebildete Hof- und Welt-Sprache sich immer mehr aus- und fortbildend zu wirken GWBN11,119,3 MuR(710)
vereinzelt für die klischeehafte Verfestigung eines wiss-fachsprachl Jargons GWBN4,188,9 FlH VI d
von menschl Beziehungen, Verhältnissen, ‘Sitten’ uä; auch biograph [
im Quartier des Wandererbundes] eine große Tafel über einer Thüre ..: Ubi homines sunt modi sunt; welches wir deutsch erklären, daß da wo Menschen in Gesellschaft zusammen treten, sogleich die Art und Weise wie sie zusammen sein und bleiben mögen, sich ausbilde GWB25
1,65,7 Wj III 1 daß bei uns Empfindung, Sitten und Denkweise so verschieden von jener östlichen Nation [
der Inder] sich ausgebildet haben GWB36,193,9 TuJ GWB31,69,16 ItR
uö vereinzelt mBez auf den menschl Lebensgang Findet sich hingegen in besonders begabten Menschen jenes gemeinsame Bedürfniß .. zu allem was die Natur in sie gelegt hat, auch in der äußeren Welt die antwortenden Gegenbilder zu suchen .. so kann man versichert sein, daß auch so ein für Welt und Nachwelt höchst erfreuliches Dasein sich a. werde GWB46,20,18 Winckelm e
im behördl-organisator Bereich Die Gunst des Bundestages [
Befürwortung der Privilegierung der Ausg.l.H. bei den Mitgliedsstaaten] wird dir .. durch die Zeitung bekannt geworden seyn, wir wollen abwarten wie sich die Sache weiter ausbildet GWBB39,182,9 Zelter 11.4.25 GWBB45,10,12 Zelter 5.10.28 D
natwiss, überwiegend iS der morph Theorie (zwei Drittel der Belege vor 1800, frühester Beleg: ZwKnoch 1784) 1
im Bereich der organ Natur: für die gesetzmäßige, nach den Prinzipien der Stetigkeit u Versatilität sich vollziehende Entwicklung pflanzl, tier u menschl Organismen od ihrer Teile nach urbildl Grundmodellen; PartPrät iSv hoch, voll entwickelt, auch allg typisierend u in entwicklungsgeschichtl Sicht; mehrf als umwelt- od funktionsbestimmter Prozeß, wiederholt in Darstellung des Kompensationsprinzips od ‘abnormer’ (sd) Entwicklungen, vereinzelt in Auseinandersetzung mit zeitgenöss natphilos Theorien; iVbdg mit qualifizierenden Angaben wie ‘höher’, ‘feiner’, ‘unsäglich’, ‘kräftig’, ‘in verschiedenen Stufen’, ‘in einer gewissen, stetigen Folge’ u iUz ‘einfach’, ‘zurückgezogen’, ‘mißgestaltet’, ‘entwickelt’; überwiegend refl u PartPrät attr (auch im Komp u Superl) u präd Die Metamorphose ist ein Naturgesetz nach welchem die Pflanzen in einer stetigen Folge ausgebildet werden GWBN13,120,10 Morph Plp Ideale Einheit: Wenn diese verschiednen Theile [
der Pflanze] aus einem idealen Urkörper entsprungen und nach und nach in verschiedenen Stufen ausgebildet gedacht werden GWBN6,306,12 PhysiolPfl Naturgeschichte, welche den ganzen Vorrath mehr oder weniger ausgebildeter Naturgeschöpfe zusammenstellt und besonders die Kennzeichen ihrer äußerlichen Gestalt bemerklich macht GWBN12,241 Morph Plp So wird man die Wirkung des Klimas .. auch zur Bildung der Säugethiere sehr mächtig finden. Wärme und Feuchtigkeit .. bringt .. unerklärlich scheinende Ungeheuer hervor, indessen Hitze und Trockenheit die vollkommensten und ausgebildetsten Geschöpfe .. hervorbringen GWBN8,20,24 VglAnatomie 4 1795 So ist sie [
die Natur] schon wenn sie vier ausgebildete Füße beybehalten will sehr genirt. Weil es ihr an Stoff gebricht, sehr überwiegend an einem andern Theile zu werden GWBN13,230,6 Morph Plp Im Grunde haben auch beide Hypothesen [
Präformationstheorie u Epigenese] keinen Einfluß auf unsere Ausführung, indem wir nur die Theile nehmen, wie wir sie gewahr werden, und sie also immer entweder entwickelt oder ausgebildet sind GWBN6,315,6 Morph FrühEinl GWBN6,405,25 MetamIns GWBN12,243 Morph Plp
uö ‘aus- und umbilden’ wie ‘bilden und umbilden’ zur Bezeichnung des Metamorphosegedankens daß alle vollkommnern organischen Naturen .. nach Einem Urbilde geformt seien, das nur in seinen sehr beständigen Theilen mehr oder weniger hin und her weicht und sich noch täglich durch Fortpflanzung aus- und umbildet GWBN8,71,10 Vortr VglAnatomie 2 1796
‘das Ausgebildete’: iUz dem ‘Einfachen’ für die hochentwickelte, ausgeprägte osteol ‘Form’ sowie allgemeiner für die empir Erkenntnis zugängl Naturerscheinung iUz dynam Kategorien Man wird bei jedem Knochen versuchen, die Abweichungen in denen er sich zeigt in einer gewissen anschaulichen Ordnung vorzutragen, dergestalt daß man sich vom Einfachen zum Vielfachen und Ausgebildeten, oder umgekehrt, eine Reihe darlegt GWBN8,44,11 VglAnatomie 7 1795 Geoffroy .. sucht in’s Ganze zu dringen, aber nicht wie Buffon in’s Vorhandene, Bestehende, Ausgebildete [< Lebende, Auftretende], sondern in’s Wirkende, Werdende, sich Entwickelnde GWBN7,186,2 PrincPhilZool II 1832 2
im Bereich der anorgan Natur a
für den Kristallisationsprozeß u allg für primäre (mineralog od geolog) Gestaltungsprozesse; überwiegend nach 1806 [
Sammlung vulkan Produkte aus Ital] Lava mit völlig ausgebildeten Granaten
3) GWBN13,380,20 MinGeol Plp Der Feldspath fängt an, sich auf die bekannte Weise innerhalb der Granitmasse zu gestalten. Sehr oft .. finden sich die Krystalle völlig zusammen und bilden sich zur Hauptform
4) aus; aber auch manchmal ergreift dieses werdende Bilden einen bildsamen Granit und nimmt ihn mit in sich auf .. daß man daran wie an allen monstrosen Ausgeburten der Natur, das Eintreten der ideellen Gestalt in die Wirklichkeit, das sich uns bei regelmäßigen, vollendeten, abgeschlossenen Formen geheimnißvoll verbirgt .. mit dem Sinn und der Einbildungskraft einigermaßen erreichen kann GWBN9,44,12 AnLeonhard 25.11.07 Um sich aber von solcher Gestaltung der Steinmassen den Begriff zu erleichtern, so fingire man, daß ein Gitterwerk durch sie durchgehe .. diese Trennung sei anzusehen als ideell, als potentiâ .. indem an großen Gebirgskörpern oben angedeutete Formen bald einzeln ausgebildet hervortreten, bald aber in große Massen .. versteckt gedacht werden müssen GWBN9,235,6 GestaltgAnorgMassen [1824] GWBN10,256 MinGeol Plp
uö b
physikal; mBez auf die Chladnischen Klang-, die entopt Farbenfiguren uä Phänomene daß die bekannten Kreuze nicht etwa aus zwei sich durchschneidenden Linien entstehen, sondern aus zwei Haken, welche sich, aus den Ecken hervor, gegen einander bewegen, wie es bei den Chladnischen Tonfiguren der Fall ist, wo solche Haken gleichfalls von der Seite hereinstreben, um das Kreuz im Sande auszubilden GWBN5
1,279,8 EntoptFarb 23 1820 [
üb eine vom Blitz getroffene Windmühle bei Greifswald] daß die Holzsubstanz .. von der negativen, die Materie kugelig gestaltenden elektrischen Thätigkeit sphärisch ausgebildet [
Döbereiner in den von G benutzten Vorlagen: zu Kugeln ausgeformt, kugelig geformt] worden. Diese Kugeln wären alsdann ein polares Seitenstück zu Lichtenbergs elektrischen Figuren GWBN11,241,21 PhysChemMechanProbl [Döbereiner/G] GWBN5
1,235,23 EntoptFarb [Seebeck]
→ GWB
unausgebildet GWB
wohlausgebildet vgl zu A GWB
aufklären(aufgeklärt) GWB
entfalten(sich e.) GWB
entwickeln(sich e.) GWB
entwirken(sich e.) GWB
exkolieren GWB
fortbilden(sich f.) GWB
heranbilden(sich h.) GWB
herausbilden(sich h.) GWB
kultivieren qualifizieren(sich q.) schulen steigern(sich s.) üben veredeln vervollkommnen(sich v.) vollenden(sich v.) zu A3 GWB
auferziehen GWB
erziehen unterrichten zu B 1 a GWB
einbilden GWB
imaginieren vorstellen zu B 1 b GWB
aufstellen GWB
entwickeln GWB
formieren GWB
herausbilden zu B 2 GWB
ausarbeiten GWB
ausfertigen GWB
ausführen GWB
ausgestalten GWB
gestalten(sich a.) GWB
ausschmücken GWB
ausstatten GWB
auszieren GWB
bearbeiten GWB
behandeln GWB
extendieren GWB
formen GWB
formieren(sich f.) GWB
herausbilden GWB
hervorbringen verschönern verzieren vollenden zu C GWB
aufsteigen GWB
entwickeln(sich e.) GWB
kultivieren steigern(sich s.) verfeinern zu D GWB
entwickeln(sich e.) GWB
formieren GWB
Gestalt(G. annehmen) GWB
gestalten(sich g.) wachsen werden 1) vgl auch (Zit Sp 1105,71
) die gegensätzl Vorstellung einer ‘unendlichen Ausbildung’ 2) zur Begriffsentwicklung vor G vgl ISchaarschmidt, Der Bedeutungswandel der Worte ‘bilden’ u ‘Bildung’, 1931; Neudr in: Kleine pädagog Texte, 1965 3) üb die Rolle von Kristalleinschlüssen in Basalt u Lava in der vulkanist-neptunist Auseinandersetzung s MSemper, Die geolog Studien G-s, 1914,85f 4) vgl GWBN9,10,8ff
u Corpus V B,85 Nr202Gertrude Harlass G. Ha.