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Asche

mhd. bis spez. · 25 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
44 in 25 Wb.
Sprachstufen
8 von 16
Verweise rein
186
Verweise raus
83

Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Asche

Bd. 1, Sp. 845
Asche, der bei der Verbrennung von Pflanzen- und Tierstoffen erhaltene feuerbeständige Rückstand. Alle Organismen bedürfen zu ihrer Entwickelung und Erhaltung mineralischer Stoffe, die im Körper bestimmte Funktionen ausüben und daher auch in den einzelnen Organen in ungleicher Menge und Mischung vorhanden sind. In Knollen und fleischigen Früchten überwiegt stets Kali, in Blättern Kalk und Silikate, in Samen Phosphate, Kali, Magnesia. Beim Verbrennen werden die Kohlenstoffverbindungen der Organismen in Kohlensäure, Wasser etc. verwandelt, und die mineralischen Stoffe bleiben als A. zurück. Indes sind diese großenteils nicht in der Form, wie sie in der A. vorliegen, in den Organismen enthalten gewesen. Die Salze der Pflanzensäuren z. B. erscheinen in der A. als Kohlensäuresalze. Auch ein Teil der Schwefelsäure- und Phosphorsäuresalze entsteht erst bei der Verbrennung, indem ihr Schwefel- und Phosphorgehalt in der leben den Pflanze und im Tier als Bestandteil von Eiweiß und ähnlichen Körpern zu denken ist. Alle grünen Pflanzen enthalten stets Phosphor, Schwefel, Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen, fast immer Chlor, Kieselsäure, Natrium, häufig Jod, Fluor, Mangan, selten oder äußerst sparsam Bor, Brom, Lithium, Rubidium, Baryum, Strontium, Aluminium, Zink, Kobalt, Nickel, Kupfer. Bei derselben Pflanze schwankt der Gehalt an A. und die quantitative Zusammensetzung derselben in gewissen Grenzen nach der Beschaffenheit des Bodens, dem Alter und Entwickelungszustand der Pflanze und vielleicht auch nach klimatischen Verhältnissen. Die A. der meisten Pflanzen reagiert alkalisch, nur wenige Pflanzenteile, namentlich proteinreiche Samen liefern eine durch Überwiegen der Phosphorsäure saure A. Gute Durchschnittszahlen gibt die Tabelle auf S. 846. Die Zahlen beziehen sich auf Reinasche, d. h. auf Rohasche, wie sie bei der Einäscherung gewonnen wird, abzüglich Kohleteilchen, Sand und Kohlensäure. Tierische A. ist durchweg reicher an Phosphorsäure, am meisten Phosphorsäure enthält Knochenasche; blutfreies Fleisch liefert kalireiche, Blut natronreiche A. Pflanzenasche gibt an Wasser kohlensaures, schwefelsaures, kieselsaures Alkali, Chlorkalium, Chlornatrium und etwaige Jod- und Bromverbindungen ab, während Kieselsäure-, Kohlensäure- und Phosphorsäuresalze von Kalk, Magnesia, Eisenoxyd und Manganoxyd ungelöst zurückbleiben. Strandpflanzen geben natronreiche, Landpflanzen kalireiche A. Die A. von Tangen ist reich an Jodverbindungen. Man benutzte die A. früher zur Pottasche- und Sodabereitung; außerdem dient A. zu porösen Herden für hüttenmännische Prozesse, als Dünger, zu Bädern, als schlechter Wärmeleiter zur Ausfütterung feuerfester Schränke, Steinkohlenasche zur Darstellung von Zement, Braunkohlenasche zur Ziegelfabrikation. Seetangasche (Kelp, Varech) zur Gewinnung von Jod- und Alkalisalzen, Knochenasche zur Gewinnung von Phosphorsäure und Phosphor etc. Vgl. Wolff, Aschenanalysen von landwirtschaftlichen Produkten etc. (Berl. 1871–80, 2 Tle.); Bunsen, Anleitung zur Analyse der Aschen- und Mineralwasser (2. Aufl., Heidelb. 1887). – Die A. ist fast bei allen Völkern Symbol der Vergänglichkeit. Das Bestreuen des Hauptes mit A. war bei den Israeliten ein Zeichen der Buße, Reue und Trauer. Auch in der alten christlichen Kirche gehörte das »Gehen in Sack und A.« zur Kirchenbuße.
3322 Zeichen · 47 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    ASCHEswm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +11 Parallelbelege

    ASCHE swm. die äsche, ein forellen ähnlicher flußfisch ( ahd. asco Graff 1,492 ). fdgr. 2,106. s. Schm. b. wb. 1,122. Sc…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    ascheF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +9 Parallelbelege

    asche , F. nhd. eine städtische Münzstätte E.: s. asche (1) L.: MndHwb 1, 126 (asche) Son.: örtlich beschränkt, in Braun…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Ásche

    Adelung (1793–1801) · +8 Parallelbelege

    Die Ásche , plur. car. 1) Eigentlich und in der weitesten Bedeutung, so viel als Staub. Diese Bedeutung ist zwar größten…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Asche

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    2 Asche s Esche Gertrude Harlass G. Ha.

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Asche

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +3 Parallelbelege

    Asche , der nach der Verbrennung eines organischen Körpers zurückbleibende Stoff, der alle die Theile enthält, welche du…

  6. modern
    Dialekt
    Asche

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    Asche Band 1, Spalte 1,621–623

  7. Sprichwörter
    Asche

    Wander (Sprichwörter)

    Asche 1. Asch' vor, Asch' nach. – Simrock, 599. 2. Das bläset die Asche von der Glut. – Grimm, I, 579. Erregt Sehnsucht.…

  8. Spezial
    Asche

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Asche f. (-,-n) 1 cënder m. 2 ‹fig› (sterbliche Überreste) cënder m. ✒ von der Asche in die Glut springen salté dal cënd…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit asche

599 Bildungen · 260 Erstglied · 339 Zweitglied · 0 Ableitungen

asche‑ als Erstglied (30 von 260)

aschegrau

SHW

asche-grau Band 1, Spalte 355-356

Aschebe

RhWB

asch·ebe

A-schebe ši·ə.wə Gummb ; šī·ə.f Waldbr ; r- Waldbr-Eichen; šepə MGladb-Rheind f.: die beim Brechen abfallenden stenglichen, holzigen Tei…

Aschebedeckt

Campe

asche·bedeckt

◬ Aschebedeckt , adj. u. adv. mit Asche bedeckt, verweset. — — — Die aschebedeckten Gebeine Simeons sendete jetzt von der Erde Staub der Che…

Ascheberg

Meyers

asche·berg

Ascheberg , Dorf im preuß. Regbez. Münster, Kreis Lüdinghausen, hat eine kath. Kirche, Strontianitbergbau, Dampfmühlen und (1900) 3137 Einw.…

aschebernen

KöblerMnd

asche·bernen

aschebernen , sw. V. nhd. Holz zu Asche brennen Hw.: s. aschenbernen E.: s. asche (1), bernen L.: MndHwb 1, 126 (asche[n]bernen)

aschebôde

MNWB

asche·bode

aschebôde , f. , Aschbude, Bude zum Aufbewahren der Asche (als Handelsartikel).

aschebödeln

MeckWB

aschebödeln Verb zum Vorig. in Asche, Schmutz wühlen, bildlich vom Geizhals: 'aschebödelt, smorotzet und lusepunget sich im Hunger und Kumme…

Aschebüdel

MeckWB

asche·buedel

Aschebüdel Aschm. Aschenbeutel: N. kümmt mit 'n Aschebüdel! zum müde werdenden Kind Pa Sporn ; Wi; im Wagen-Rätsel Wo. V. 1, 119 a ; wichtig…

aschebōde

KöblerMnd

aschebōde , F. nhd. Aschebude, Bude zum Aufbewahren der Asche E.: s. asche (1), bōde L.: MndHwb 1, 126 (aschebôde)

aschebȫdel

KöblerMnd

aschebȫdel , M. nhd. „Ascheputtel“, Schmutzfink E.: s. asche (1), bȫdel W.: vgl. nhd. Aschenputtel, M., Aschenputtel, DW 1, 583, DW2 3, 333?…

aschedach

MNWB

asche·dach

aschedach , aschendach , ascherdach , Mittwoch vor Invocavit, Beginn der 40tägigen Fastenzeit vor Ostern.

aschedene

DRW

asche·dene

aschedene zu scheiden friesisch I Vergleich II (Vom Erblasser vorläufig vorgenommene) Teilung des zu vererbenden Vermögens vanHelten,Ostfrie…

Aschehong

Meyers

asche·hong

Aschehong , Torkel Halvorsen , norweg. Jurist und Politiker, geb. 27. Juni 1822 in Id (Smaalenene), seit 1862 Professor der Rechtswissenscha…

aschehûde

MNWB

asche·hude

aschehûde , f. , Aufbewahrungsplatz für Asche vor dem Weitertransport? S. aschebôde .

aschehūde

KöblerMnd

asche·hūde

aschehūde , F. nhd. „Aschehut“ (F.), Aufbewahrungsplatz für Asche vor dem Weitertransport? E.: s. asche (1), hūde L.: MndHwb 1, 126 (aschehû…

ascheidig

RhWB

asche·idig

a-scheidig :šē:dχ Rheinb-Eicherschd Adj.: falsch, verschlagen; der es ene o.ə Lomp. S. ascherig.

ascheieren

LothWB

asche·ieren

a-scheieren D. Si. in die Scheune bringen s. Scheier = Scheune. — lux. 11 ebenso.

ascheje

LDWB1

ascheje [a·schẹ̄·je] interj. ja was, sapperlot, wohl kaum, was du nicht sagst, kann das denn sein? → scheje, sapralot.

Asch-Ejektor

Meyers

Asch-Ejektor ( Aschenauswurf ), ein Dampfstrahlapparat zum Hinauswerfen der Asche aus Schiffen.

aschekuoche

MWB

asche·kuoche

aschekuoche swM. in Asche gebackener Kuchen: da ich [...] trinke der welte wasser und isse mit grosser jamerkeit / den eschekuͦchen miner bl…

aschelwodenensdach

KöblerMnd

aschelwodenensdach , M. nhd. Aschermittwoch E.: s. asche (1), wodenesdach L.: Lü 23b (aschelwoensdach)

Aschemation

Herder

Aschemation , in der Rhetorik der Fehler, wenn von den Redefiguren nicht der rechte Gebrauch gemacht wird.

asche als Zweitglied (30 von 339)

nasche

KöblerMhd

*nasche , st. M. Vw.: s. ge- E.: s. naschen W.: nhd. DW-

stofasche

KöblerMnd

*stofasche , F. nhd. „Staubasche“ Hw.: s. stofaschich (1), stofaschich (2) E.: s. stof, asche (1) W.: s. nhd. Staubasche, F., Staubasche, DW…

brasche

BWB

-brasche Band 3, Spalte 3,77

Einkaufstasche

RDWB1

Einkaufstasche f сумка, кошёлка устар. , разг. , торба устар. , разг. Einkaufstasche in Form eines Netzes - авоська устар. , разг. ; торба (…

Einwegflasche

RDWB1

Einwegflasche f одноразовая бутылка

Flasche

RDWB1

Flasche f übertr. валенок разг. , тюфяк перен. , лапоть перен. , разг. , слюнтяй презр. , слабак презр. , рохля презр. , мокрая курица (чаще…

Kulturtasche

RDWB1

Kulturtasche f auch Kulturbeutel m сумочка для туалетных принадлежностей, косметичка

Laufmasche

RDWB1

Laufmasche f петля поехала (напр., на колготках, на вязаном свитере)

Mehrwegflasche

RDWB1

Mehrwegflasche f бутылка многоразового использования

Plaudertasche

RDWB1

Plaudertasche f язык без костей идиом. , разг. ; язык как помело идиом. , разг. , осужд. ; трепло разг. , осужд. ; балаболка разг. ; болтун;…

Westentasche

RDWB1

Westentasche f etw. wie seine ~ kennen idiom. - знать как свои пять пальцев идиом. , разг. ; знать, уметь найти что-л.; ориентироваться с за…

Ángeltásche

Adelung

angelt·asche

Die Ángeltásche , plur. die -n, der Nahme eines Wasservogels, welcher sich besonders in den Nordischen Gewässern aufhält, und bey dem Linné …

bêrvlasche

MNWB

ber·vlasche

bêrvlasche , f. , Gefäß zur Aufnahme von Bier ( „ eyn grot hölten b. ” ).