ausbrennen schw flekt ‘ausgebrennt’1) GWBTgb 19.4.16 GWB39,6,15 Götz1 I 1 zu Ende brennen a von Licht, Feuer, Flamme uä, auch im Bild [Knabe Lenker mBez auf Poesie u Geistesgaben:] Auf dem und jenem Kopfe glüht | Ein Flämmchen das ich angesprüht, | Von einem zu dem andern hüpft’s, | An diesem hält sich’s, dem entschlüpft’s | Gar selten aber flammt’s empor, | Und leuchtet rasch in kurzem Flor; | Doch vielen, eh’ man’s noch erkannt, | Verlischt es, traurig ausgebrannt GWBFaust II 5639 uö b PartPrät in der im 18. Jh usuellen Vbdg ‘ausgebrannter Vulkan’ für erloschener Vulkan [üb Tischbeins Entw einer Urlandschaft] Berge mit herrlichen Wäldern bewachsen, Schluchten von Wasserbächen ausgerissen, ausgebrannte Vulcane, kaum noch leise dampfend GWB30,208,14 ItR uö 2 abbrennen, durch Feuer zerstören a vom Inneren eines Gebäudes, auch im Bild früh 6 nach Creuzburg, dort gezeichnet die ausgebrannte Kirche [vgl Corpus I, Nr211] GWBTgb 13.9.79 Mir ist es, wie es einem Geiste seyn müßte, der in das ausgebrannte, zerstörte Schloß [in das versengte verstörte Schloß AA92,25 Werth1 II] zurückkehrte, das er als blühender Fürst einst gebaut, und mit allen Gaben der Herrlichkeit ausgestattet, sterbend seinem geliebten Sohne hoffnungsvoll hinterlassen hätte AA92,25 Werth2 II [Hzg in Klage um Eugenie:] Wie öde, hohl und leer | Liegt alles vor mir da, und ausgebrannt, | Ein großer Schutt, die Stätte meines Glücks GWBNatT 1268 uö b ‘jdn a.’: jds Hab u Gut durch Feuer zerstören [Bauer:] Und doch will ich lieber von ihnen gebrandtschatzt und ausgebrennt werden, es kommt auf ein bissel Zeit und Schweis an so erhohlt man sich wieder GWB39,6,15 Götz1 I 3 a mit Feuer aushöhlen [mBez auf Floß- od schwimmende Brücken] Ausgebrannte hohle Bäume benützten sie um Brücken über Kanäle damit zu bauen GWBTgb 13.6.01 b idVbdg ‘aus- und aufbrennen’: Weinfaß mit Schwefel ausbrennen, um den Wein haltbar zu machen das Vortheilhafte des Aus- und Aufbrennens der Weinfässer durch Schwefel GWBN4,143,16 FlH VI Chemiker 4 etw herausbrennen sobald nur die Feuchtigkeit [aus der Asche] ausgebrannt ist, welche die Tinctur verursachte, so wird der Überrest weiß [adusto ~ ἐκκαυθέντες] GWBN3,25,3 FlH I Theophr GWBN3,45,22 ebd im Bild [G, mBez auf KFCramers ‘Klopstock, in Fragmenten aus Briefen von Tellow an Elisa’:] Sie sollen nicht bloß die Seide [dh die mit Goldfaden umwickelte Seidenseele des Brokatgewebes] draus a., sondern das Metall selbst so lange durchs Feuer gehen lassen, und so lange schmelzen, scheiden und läutern, bis vom ganzen Werk nichts als der Titel Klopstock übrig bleibe Gespr(He1,248) Wieland an Merck 8.11.77 5 ‘(gut) ausgebrannt sein’: Feuer- und Hitzeeinwirkungen lange genug ausgesetzt sein Ziegeln und Kalck allgemeine Klage nicht gut ausgebrannt GWB53,421,8 Plp [für: cotto] GWB44,60,18 Cell III 5 vgl zu 1 GWBerlöschen zu 1 u 2 GWBabbrennen zu 2 GWBAsche(in A. legen) GWBaufbrennen GWBbrandschatzen GWBbrennen niederbrennen verbrennen versengen sengen 1) in Frankf Dialekt beliebt (vgl Götz Wb s v)Uwe Petersen U. P.