Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Traube f.
Traube f.
Traube f. ‘Fruchtstand des Weinstocks’, übertragen ‘dicht gedrängte Menge’, besonders von Menschen. Die Herkunft des nur im Dt. und Nl. begegnenden Substantivs ahd. thrūbo m. (um 800), trūbo m., trūba f. (11. Jh.), mhd. trūbe, troube m. f., asächs. thrūƀo, mnd. drūf, drūve, mnl. drūve, nl. druif ‘Traube’ ist ungewiß. Stellt man eine Verbindung her zu ostfries. drubbel, druppel ‘Klumpen, Knäuel, Haufen, Menge’, drūf ‘fest, dicht gedrängt’, drufel ‘Büschel von Früchten oder Beeren’, nd. Drubbel ‘Haufen, Klumpen, Menge’, schweiz. Truppele ‘Haufen, Vieh, Menge Haselnüsse’, bair. Trauppen ‘Haufen von Einzelsachen, -wesen’, kann von einer Bedeutung ‘Büschel, Klumpen’ ausgegangen werden. Alle weiteren Anknüpfungen, z. B. an aslaw. trupъ ‘Leichnam, Aas’, russ. trup (труп) ‘Leiche’ und lit. trupà ‘Brocken, Schutt, Trümmer’, sind höchst unsicher. Anlautendes t- hat sich erst allmählich durchgesetzt, bei Luther noch draube.