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Traube

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Adelung
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Traube

Bd. 4, Sp. 649
Die Traube, plur. die -n, Diminut. das Träubchen, Oberd. Träublein. 1. * Im weitesten und eigentlichen Verstande, eine Menge mehrerer nahe beysammen befindlicher Dinge. Im Hochdeutschen ist diese Bedeutung zwar veraltet, allein, sie ist noch aus ihren Ableitungen und den verwandten Sprachen erweislich, wo dieses Wort theils eine Menge mehrerer einzelner Dinge, theils auch einen Klumpen, eine Masse bedeutet. Zum ersten Falle gehöret unser Intensivum Trupp, das im gemeinen Leben übliche Trippel oder Trüppel, das Angels. Drafe und Schwed. Dreif, ein Haufe Menschen, und andere mehr. Im Nieders. ist Druffel sowohl eine kleine Traube, als auch eine Mehrheit nahe bey einander befindlicher Dinge. Ein Drüffel Birnen, ein kleiner Zweig mit nahe bey einander sitzenden Birnen. Drüffel-Äpfel, welche nahe bey einander sitzen. Zur Bedeutung des Klumpens, der Masse, gehöret das Schwed. Drifva, ein Schneehaufe, eine Trift Schnee, das Böhm. Trapel, ein Erdklos, und unser Traube in Traubenbohrer, ingleichen Trüffel. 2. In engerer Bedeutung ist eine Traube ein Zusammenhang mehrerer nahe bey einander befindlicher Blumen oder Beeren, welche vermittelst kurzer Stängel an einem gemeinschaftlichen Hauptstiele befestigt sind. Eine Blumentraube. Im engern und gewöhnlichern Verstande wird es von solchen bey einander befindlichen Beeren gebraucht. Eine Johannisbeertraube, Weintraube u. s. f. Im engsten Verstande steht Traube oft für Weintraube. Die Trauben sind noch nicht reif. Disteln tragen keine Trauben. Trauben lesen. Der Saft der Trauben, in der dichterischen Schreibart, der Wein. Anm. In der zweyten Bedeutung bey dem Ottfried Trubo, bey dem Notker Drubo, im Nieders. Druve, im Dän. Drue, im Schwed. Drufva, und mit einem andern Endlaute in einigen gemeinen Mundarten auch Trauch, S. Traubenbohrer, im Ißländ. Druga, und im Griech. τρυγη. Es stammet allem Anscheine nach von treiben ab, indem die Bedeutung der Menge und Masse in mehrern Fällen eine Figur der heftigen Bewegung ist.
1996 Zeichen · 38 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Traube

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Traube , plur. die -n, Diminut. das Träubchen, Oberd. Träublein. 1. * Im weitesten und eigentlichen Verstande, eine …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Traube

    Goethe-Wörterbuch

    Traube [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Traube

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Traube , eine Art des Blütenstandes (s. d., S. 93).

  4. modern
    Dialekt
    Traube

    Bayerisches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    Traube Band 4, Spalte 4,200f.

  5. Sprichwörter
    Traube

    Wander (Sprichwörter)

    Traube 1. Besser man esse die Trauben als den Stock. – Sailer, 111. 2. De Druwen sitt suer, sach de Voss, as he nit derb…

  6. Spezial
    Traube

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Trau|be f. (-,-n) 1 üa f. 2 (Weintraube) pica d’üa f. ✒ die Trauben sind sauer, sagte der Fuchs canche la olp n’arjunj n…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit traube

382 Bildungen · 359 Erstglied · 23 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von traube 2 Komponenten

tra+ube

traube setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

traube‑ als Erstglied (30 von 359)

traubefehl

DWB

traube·fehl

traubefehl , m. : komm'n sie ( anrede ) gleich mit nach's consistorium, da will ich 'n traubefehl holen J. J. Chr. Bode Thomas Jones (1786) …

Traube II

RhWB

Traube II das Wort ist allg., lautend wie Schraube (s. d.), also Rhfrk drau(f), Pl. -auwə, –auə [ Birkf -ōwə ], Demin. -aibχə, –aiwəlχə; Mos…

Traubel I

Idiotikon

Traubel I Band 14, Spalte 58 Traubel I 14,58

Traubel II

Idiotikon

Traubel II Band 14, Spalte 58 Traubel II 14,58

Traube, Ludwig

Meyers

traube·ludwig

Traube, Ludwig , Mediziner, geb. 12. Jan. 1818 in Ratibor, gest. 11. April 1876 in Berlin, studierte in Breslau und Berlin, ließ sich daselb…

Traubenhut

SHW

Trauben-hut Band 1, Spalte 1663-1664

traube als Zweitglied (23 von 23)

bärentraube

DWB

baeren·traube

bärentraube , f. arbutus uva ursi. bekannter unter den namen mehlbeere, preiselbeere, wolfsbeere.

bechertraube

DWB

becher·traube

bechertraube , f. ein hölzernes werkzeug der töpfer, womit sie tellern und schüsseln gleiche tiefe geben. der grund dieser benennung unbekan…

fuchstraube

DWB

fuchs·traube

fuchstraube , f. 1 1) vitis vulpina, eine traubenart mit kleinen schwarzen beeren von stinkendem fuchsartigen geruche. 2 2) solanum nigrum, …

Heuntraube

Wander

heu·n·traube

Heuntraube Wer Heuntrauben isst, darf sich nicht zu fest einnesteln. – Nass. Schulbl., XIV, 5. 1 ) Eine von den Hunnen im Jahre 906 eingefüh…

katzentraube

DWB

katzen·traube

katzentraube , f. der mauerpfeffer, katzenträubel Frisch, katzenträublein Lonicerus 92 , Rädlein : bitter und herb wie aloes, maurpfeffer un…

mehlstraube

DWB

mehl·straube

mehlstraube , f. : mehlstrauben, sind ein buttergebackens von mehl. öcon. lex. 1582. vergl. straube .

weintraube

DWB

wein·traube

weintraube , f. , mhd. und frühnhd. vorwiegend m., s. auch unter traube th. 11, 1, 1, 1286. mhd. wîntrûbe mhd. wb. 3, 118 b , Lexer 3, 919 ,…

wintertraube

DWB

winter·traube

wintertraube , f. , traube, die klein bleibt und nicht zur entwicklung gelangt, vgl. wyntertraub labrusca Diefenbach gl. 314 b , wintertraub…

wolf(s)traube

DWB

wolfs·traube

-traube , f. , pflanzenname für nachtschatten, solanum nigrum Fischart onomastica (1574) 261 ; Holl (1833) 260 a ; v . Perger (1858) 1, 175 …

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Cotta, M. (2026). „traube". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/traube/adelung?formid=T00993
MLA
Cotta, Marcel. „traube". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/traube/adelung?formid=T00993. Abgerufen 12. May 2026.
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Cotta, Marcel. „traube". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/traube/adelung?formid=T00993.
BibTeX
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