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tasten

mhd. bis spez. · 23 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MNWB
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26 in 23 Wb.
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Eintrag · Mittelniederdeutsches Wb.

tasten swv.

Bd. 3-1, Sp. 803
tasten swv.: 1. durch Berührtwerden sinnlich wahrnehmen, spüren, empfinden, „Tasten volen sentire” (Voc. Strals. ed. Damme 404), „Vnde nach-deme dat se stedelker dende der werlt wen ereme gode, so schal se dryerleye wis wer-den ghe-pyneget in tastende: To deme ersten male schal se bernen in deme heten vure ... To deme anderen male so schal se lyden grote kulde ... To deme drud[d]en male schal se wesen in den handen der duuele” (Birgitta 208); — c. Acc. sô en t.-et hê de smerte nicht (Veghe 141), sô sleyt hê ôk wal sô hārde dat mens wal t.-et dattet wê dôt (ebd. 198), „De scholen se nemen myt ghewolt He sy iunck efte olt Unde sluten ene so vaste Dat he de boghe der schenen taste Unde dat he wedder werde tam” (Schachb. 158, V. 4629), (Sprw.:) wan me rit up stēven dat t. de bê(i)ne (Tunnicius 81). []2. durch Berühren sinnlich wahrnehmen, tasten, „tangere palpare palpitare” (Voc. Strals. ed. Damme 404), „Palpitare volken ... tasten” (Dief. nov. 38), (einer der fünf Sinne:) düt sîn de vîf sinne sên hö̂ren rü̂ken smecken t. (Ostfries. Rqu. ed. Borchling 171), alle pōrten der sinnen dȫr ôgen ôren rü̂ken smāken t. (Veghe ? Lect. 108), „dat smaken geuoelt smaken, dat ruken geuoelt rocke, dat tasten vynt subtilheit” (Hieron. Briefe a 238), „Se hebbet hande, ande ne tastet nicht ” (Westfäl. Ps. 111, Ps. 113, 15=7). 3. sich mit Hilfe des Tastsinnes orientieren, herumtasten, des dāges schȫlen sê in donkerhê(i)den kāmen unde tô middāge schȫlen sê t. als efte dat nacht wêre (Köln. Bibel Hiob 5, 14), „so wirt iw ock die verstant seines willens alle tit verdeckt sin, und moten, wo die blinden by tage thun, gaen tasten und tollen” (Münst. Gqu. 2, 302), „He krop in wol halff in vare Vnde ghynck tasten hir vnde dare” (im Hühnerstall; RV 60, V. 1554), (Sprw.:) „De qualyk suth schal best tasten” (Prov. Comm. 14). 4. etw. berühren, anrühren, „Siͤt mine hende vnde mine uote wente ik et suluen bin tastet Vnde siet wente de geyst ne heuet vlesck efte knoken also gy my sien hebben” (Buxteh. Ev. Luc. 24, 39), „Hefstu myt tastende edder mit umme vanghende edder mit kussende unkussche leue wult maken?” (Geffcken Bilderkat. 1, Beil. 137), „Ock so geue ick my schuldich in vnkueschen worden, in sange, in nachtpolutien, in tasten, in volen my suluen eder ander menschen” (Langenberg 94); — c. Acc. alsô ê(i)ner dê wonschede ... dat wat hê anvenge t.de dat dat tô golde wörde (Aegid. Rom. 7), „vnde we dar tastet iennich deer dat daer krupt effte slingert vp der erden effte iennich ander dat vnvledich is to tasten” (Köln. Bibel Lev. 22, 5; Lüb.: antasten, Halberst.: anrö̂ren), dat in Êgipten dü̂sternisse wêren dê me t. mochte (Veer utersten 71), A. ... hadde tô bê(i)dent halven grôte unde grōve dü̂sternisse dê me t. mochte alse twê mûren (Meier Autor xviiij); — (bei der Eidesleistung:) „dhe dho vor unsz midt wolbedachtem mode endrachtliken eyn yslick by sick midt synen uthgestreckenen vingheren tastende de hillighe scrifft tho den hilligen ewangelien sworen ... hadden” (Livl. Ub. II 2, 91). 5. etw. durch Betasten untersuchen, prüfen, c. Acc. (Echtheitsprüfung von Schriftstücken:) „Welkere breve wii getasteth, bevolet, angeszen und gheleszen hebben, und de gesundt gansz ungeseriget, nicht darchgesteken, nicht uthgescrapeth, lede gansz und alles wankels anich bevunden hebben” (Livl. Ub. II 2, 51), „wente desse irghenanten breve ludt unnde formen inholdende also darbaven hebbe geszeen, tastet unnd averlesen in nynerleye []deyl gelastert” (Hans. Ub. 11, 507); — etw. ertasten, de pulsâdere t. (Nd. Jb. 21, 151), „Is eme dat houet toslaghen, dat it eme binnen tobroken is vnde de hut doch ganz is, so taste wor it eme tobroken si” (Utr. Arzneib. ed. Lindgren 62), „als se mit der hant tastede vnde geuolde, dat eyn man by er was, do wart se wunderliken sere vorvert” (Hieron. Briefe a 356); — (übertr.:) ausprobieren, „Ik bin sô mêr de êrste alse de leste, Lât tasten welk unser is de beste” (Claus Bur 31, V. 463). 6. tasten an/nâ/tô nach etw. langen, etw. zu ergreifen suchen, dô t.-ede ek wedder tô mînen klê(i)deren (Jungmark 38), alse desülvige dãrnâ t.-et dô heft K. den brêf wedder tô sik gerücket (Russow Livl. Chr. 1584, 49), des nachts brak hê up de kasten begant nâ dem gelde tô t. (D. v. Soest 267); — tô dēme swērde t. Krieg anfangen, „de pawes tastede to deme swerde” (SL 4, 513: Korner). 7. etw. berühren, anlangen, tasten an/in/ up, ên bilde van golde ... dat mākede ik tô mit kunsten vaste wannêr dat de lü̂de dâr up t. sô sprak dat und gaf ēn rēde (Danske Rimkrønike 3, 16, V. 485), sê quam mit der hant tô ēr unde t.-e up de lētmâte desser süster alsô lange dat sê van ērem t.de wēgen gesunt wart (Kath. v. Siena 121); — (symbolische Berührung als formale Bestätigung:) ênem in de hant t. sich gegenüber jemd. verbindlich erklären, unter Handreichung geloben, „Desses alles, als vorg. steit, hebbe wy gildemesters vorg. unde gantse ghemene amptes broders in unser gildemesters hant getastet, dat zamentliken vor uns unde unse nacomelinghe dat stede vast na data desser rullen to holdenn gelovet sunder argelist” (Osnabr. Gildeuk. 69), „dat se de warheit darup bi eren eiden wu vurg. hebben gesagt, und hebben des sempteliken mi richteliken in richter hant gelovet und getastet, dat dit wu vorg. war si” (Grimm Weist. 3, 121); — (bes. auch an Kleidungsstücken:) an den hôt t. als Ehrerweisung, als Gruß die Kopfbedeckung berühren, „Do reden de domheren unde stichtesman vor den tweͤn bischoppen unde dem Rade van Hildensem over unde en tasten nicht an oren hoͤt” (Brandis 13); (bei Aufnahme in eine Gilde:) „unde dan den oldesten olderman in dat benet tasten wen se em de gilde doin” (Krumbholtz Münst. Gewerbe 221), (bei Aufnahme in die Bürgerschaft:) „Wanne he den eyd ghedan hefft, so antwordet ome de borghermester edder deienne de des rades wort sprikt de borgherschop, also dat he one tasten let an syne koghelen edder an synen houet” (Ub. Brschwg. 1, 160); — in den hôt t. in den Hut des Richters fassen (symbolische Handlung bei der Übertragung von Gütern, vgl. Grimm RA 1, 204 ff.), „als de landes knechte syck oeren hoeuetmanne []mit uprichtunge der vynger thom stryde verplichten; de pleiten willen, mit hantastunghe, uplatunge doen willen, in den hoit tasten” (Münst. Täufer 1, 141); — (zum Zeichen der [erneuten] Inbesitznahme:) tasten ȫver etw., „De ander muth dat Pert winnen also: He schal gahn dem Perde ahn de Vordern halve, und schall sinen luͤchternen Voeth setten up des Perden Vordervoeth, und schal aver dath Perth tasten, und neme mith der luͤchternen Hanth dath Pert by dem luͤchtern Ohre, und schall leggen de vordern Hant up de Hilligen und schall sweren, dath ith Pert sin were” (Dreyer Nebenst. 382). 8. c. A./D. p. + Erg. jemdn. mit Gewalt berühren, handgreiflich angehen, „Doch tastede ene Reynke twysschen de ogen, He worwundede en sere dorch de hud, So dat Ysegrym eyn oghe ghynck vth” (RV 219, V. 6352), ênen tasten bet in de swārden jemdm. tüchtig zusetzen, über jemdn. herfallen (Nd. Jb. 23, 123), êner vrouwen unhö̂vische t.-et bûten den klê(i)deren 3 schillinge binnen klê(i)deren 9 schillinge (Ostfries. Rqu. ed. Borchling 57). 9. tasten in in etw. hineingreifen, „Do sprak he to en de myt my tastet in den nap de schal my vorraden werden” (Buxteh. Ev. Marc. 14, 20), unde schal ôk nêment in ēre körve ofte mollen t. bî 4 schillingen (Kieler Burspr. 174); — dêp in de bȫrse t. tief in die Tasche greifen, viel Geld aufbringen, „so wij verstaen, hebben andere natien en affsnede mitten voirscreven hertoch to makende deper in de boerse tasten moten dan wij” (Hans. Ub. 11, 411), (Rda.:) tô dêp in den swê(i)deler t. sehr dick auftragen, aufschneiden (Nic. Gryse Laienbibel 2, Z 2); „Du kannst so meisterlick deep in de Secke tasten, Du nimst dat beste Mehl, de Buer beholt de Klie” (im Wortspiel zum Müller gesagt; Lauremberg 9); — ênem in de munt t. jemdm. Worte in den Mund legen, jemdm. etw. beilegen, „Do sprak Bernt erbenompt: ‚Her olderman, gi dorven uns so depe in de munt nicht tasten'. Do antwerde de olderman, he ene wolde nemande in de munt tasten, men he sede de warheit” (Hans. Ub. 8, 21), „Wat gy uns dep in den munt tasten!” (ebd. 9, 389). 10. tasten an an etw. festhalten, etw. ergriffen halten, dãrunder hadden wî êne grôten rammen dãran t.-eden 120 man unde lêpen de sü̂derkerkdȫr entwey (Staatsb. Mag. 9, 708); — (rechtssymbolisch:) an dat touw/sê(i)l t. als (gefangener) Missetäter an das Geschirr eines Vertreters der Obrigkeit bei dessen Einzug in die Stadt fassen wodurch Geleit gewährt werden muß (vgl. dazu Reval Geleitsb.-Bruchst. XXIII f. u. Johansen Deutsch 325), „Anno xxxvj den ersten dach vam februario is ingekamen tho Reuell de hochwerdyghe her ... D: O: meyster tho Lyfflantt, vnd hefft mytt syck []yngefortt desse nachfolgende vor doethslegers, de welck an datt touw getastett hadden” (Reval Geleitsb. 64), (ähnl.:) „dusse nageschreven synt degene, de myn g. l. here mede inforde, de an dat seill tasten und sich hadden laiten inschriven” (Chr. d. d. St. 24, 142). 11. tasten an/in/tô etw. in Anspruch nehmen, nutzen. — 11.1. (Vorräte) antasten, zu verbrauchen beginnen, dô t.-eden sê an de pērde unde êten dê (SL 4, 513: Korner), „Hir seten de van Rostock imme Sacke, de wat hadde, de mochte dar tho tasten” (Rost. Veide 18). — 11.2. Geld- oder Sachwerte anderer in Anspruch nehmen, sich an etw. bedienen, „werit also, dat den dren steden irghenomed in dem puntgelde gebrek worde, so schullen se tasten in den tolne up Schone” (Hanserec. I 2, 282), „vnses Hern Voegeler moegen in den Hoff tasten ind neemen dry, vyer vyff off seyss Hoenre tot Behoue der Haueke wanne yn des noit is” (Seibertz Ub. 2, 531, Anm.). — 11.3. (Ländereien) in best. räuml. Umfang nutzen, in Gebrauch nehmen, „Overt se en sullen mit ihrer honnichweide und holthouwunge in der vorgedachtenn frouwen ebtischin unnd eres conventes syde nicht furder, over noch deper in de wiltnisse tasten, den se alrede gedaen hebben” (Livl. Güter-Uk. 1, 285), „daer umme so gheve ick Here myneme soene unde Rynnve myner dochter nu daer wedder voer de 30 grase landes ... myt sodane beschede, dat Rynnve schal so deep in dat lant ofte arve tasten als Here” (Oldenb. Ub. 6, 243), „Worup gefunden, dat twischen hir und tokumpstich Jacobi ein jder sinen Dick dermaten maken schall, dat de eine Rode van den Palen und Hovede des Dickes blive, und wor de Wetterung to nah is, moth man in dat Land tasten, und dat de Wagenweg schall bliven, und de Dick bestendig gemaket werden” (Hammerbr. R. 141). — 11.4. rechtl. Ansprüche durch Zugriff auf Geld- oder Sachwerte befriedigen, dê jēne den hê schüldich is schȫlen t. in sîn gût nâ sîneme dôde (Nowg. Schra 107), „Jtem dat de schult alzo groth were, datme mit deme buwgude vnde mededele vnde herwede nicht betalen konde, so schalme tasten an des mannes vrigen acker vnde an ere vplatinghe” (Altdithm. Rqu. 32); mit Beschlag belegen, „bi fursten, heren vnde steden, is in sodanner nod ghetasted vp dat redeste, mit namen vp de sultegudere, nicht in roues wise” (Chr. d. d. St. 36, 236). — 11.5. etw. als Eigentum beanspruchen, (bes.:) Erbschaften einfordern, antreten, „Halffbroder vnde süster, vedder, oem vnd medder, disse tasten alle mit halfer hand to dem erue” (Ostfries. Rqu. ed. Richthofen 563). 12. gewaltsam vorgehen, übergreifen, (bes.:) rauben, de mansveldeschen rü̂ter und knechte []t. ôk wê(i)delĩken in dem vürstendôme ümme Brûnswîk belēgen und brochten den rôf in Brûnswîk (Oldecop 338), c. Präp. up (zur Angabe des Gegners:) „dat de fursten von Brunswick den von Salder in oren landen, up den bischop to Hildensem to tasten, geleide geven wolden” (ebd. 55), „Und als de vornemen, dat de Hollanders mit den hertoch van Sassen gehandelt, hebben se voert up de Hollanders getastet, nemen one viff grote schepe, wurpen de luide alle over boert” (Beninga ed. Hahn 1, 533); up de strâten t. Straßenraub begehen, „up de straten tasten, praedam agere de transeuntibus” (Hoffmann Findlinge 1, 163), desülve denne mēde uppe de keyserlĩken vreyen strâten get.-et hebbe unde den unschuldigen kôpmanne berôvet (Lüb. Briefe 45); — c. Präp.
12153 Zeichen · 270 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    tastenstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    tasten stm. tactus gl. Mone 5,85.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    tastensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    tasten , sw. V. nhd. tasten, durch Berührung sinnlich wahrnehmen, spüren, empfinden, herumtasten, berühren, anrühren, un…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Tasten

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Tasten , verb. regul. act. & neutr. im letztern Falle mit dem Hülfsworte haben, mit der flachen oder ausgespannten Hand …

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    tasten

    Goethe-Wörterbuch

    tasten [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Tasten

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Tasten (ital. Tasti , lat. Claves ), bei Klavierinstrumenten (Pianoforte, Orgel) die in bequem spielbarer Form geordnete…

  6. modern
    Dialekt
    tasten

    Bayerisches Wörterbuch · +6 Parallelbelege

    tasten Band 3, Spalte 3,1276

  7. Sprichwörter
    Tasten

    Wander (Sprichwörter)

    Tasten Wiltu nicht tasten, so magstu fasten. – Grubb, 308.

  8. Spezial
    tasten

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    tas|ten vb.tr. palpé (-pa), pié ite.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit tasten

41 Bildungen · 7 Erstglied · 30 Zweitglied · 4 Ableitungen

Zerlegung von tasten 2 Komponenten

tas+ten

tasten setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

tasten‑ als Erstglied (7 von 7)

Tastenbrett

Campe

tasten·brett

Das Tastenbrett , — es, Mz. — er , das Brett, auf welchem die Tasten eines Tonwerkzeuges angebracht sind und diese Tasten zusammengenommen s…

Tastengeigewerk

Campe

○ Das Tastengeigewerk , — es, Mz. — e , ein Geigewerk, oder ein Tonwerkzeug mit Darmsaiten, die durch Bogen angestrichen werden, welche man …

tastenleiter

DWB

tasten·leiter

tastenleiter , m. die eisernen oder kupfernen stifte, womit die ( orgel- ) tasten versehen werden, unter denen sie als ein gelenk in einem q…

tastenschwanz

DWB

tasten·schwanz

tastenschwanz , m. der hintere unverborgene theil der ( orgel- ) tasten, woran die stifte angebracht sind. ebenda.

Tastenspiel

Campe

tasten·spiel

○ Das Tastenspiel , — es, Mz. — e , ein Wort wie Saitenspiel, ein Tonwerkzeug zu bezeichnen, welches auf Tasten gespielet wird, ein Klavier,…

Tastenwerk

Campe

tasten·werk

Das Tastenwerk , — es, Mz. — e , ein Werk mit Tasten, ein Tonwerkzeug mit Tasten.

tastenzähner

DWB

tastenzähner , m. eine fischsippe ( salarias ) mit zahlreichen, spitzen, dicht neben einander stehenden zähnen, die beweglich sind wie die t…

tasten als Zweitglied (30 von 30)

ane tasten

MWB

ane tasten swV. ‘jmdn./etw. berühren, anfassen, an etw. rühren’ Lancelot tast den sarck ane zum schwern ende und hub yn Lanc 615,21; her ist…

ane tasten

Lexer

aneta·sten

ane tasten BMZ antasten, angreifen, einen mit dem krieg an t. Mh. 3,271 ; die feinde an t. u. niderwerfen Mh. 1,427 ;

antasten

DWB

anta·sten

antasten , attrectare, palpare, angreifen, anpacken, anrühren, nnl. aantasten, meistens hart und freventlich. wer disen man oder sein weib a…

betasten

DWB

beta·sten

betasten , dasselbe, doch weit gebräuchlicher und edler als die vorausgehenden verba. schon mhd. ach rîcher got, und wær daʒ wâr, sô wolt ic…

dȫrtasten

MNWB

doer·tasten

° dȫrtasten, swv. : etw. erschöpfend untersuchen , c. Acc. „ unde wante wy denne nach unseme lubeschem rechte de sake doer getastet , overwo…

durchtasten

DWB

durch·tasten

durchtasten , 1 1. untrennbar, mit den händen untersuchen, durchforschen, befühlen, palpando pertractare. die köchin durchtastet alle hühner…

dörchtasten

KöblerMnd

dörchtasten , sw. V. nhd. „durchtasten“, erschöpfend untersuchen Q.: Lüb. Urt. 4 243 E.: s. dörch (1), tasten W.: s. nhd. durchtasten, sw. V…

entasten

RDWB1

ent·asten

entasten обрывать / оборвать ветки, обрубать / обрубить ветки

ertasten

DWB

ert·asten

ertasten , 1 1) attingere, contrectare, betasten, berühren: mhd. swie grôʒ, swie lanc, swie breit ein walt ist, den ëʒ ( das thier Antilopus…

getasten

KöblerMhd

geta·sten

getasten , sw. V. nhd. „antasten“, anfassen, befühlen Q.: Parad (1300-1329) (FB getasten) E.: s. ge, tasten W.: nhd. DW- L.: Lexer 398a

hanttasten

KöblerMnd

hant·tasten

hanttasten , V. nhd. Hände reichen?, Handschlag machen?, mit der Hand berühren? Vw.: s. hanttast (1) E.: s. hanttast (1) L.: MndHwb 1/2, 229…

intasten

MNWB

int·asten

intasten , swv. , intrans. nur übertr. 1. i. tô in jem.es Erbteil eingreifen, sich einmischen , erbberechtigt werden. 2. i. in gewalttätig e…

tōtasten

KöblerMnd

tōt·asten

tōtasten , V. nhd. zutasten, zugreifen, helfend zugreifen, zulangen, angreifen Hw.: vgl. mhd. zuotasten E.: s. tō (2), tasten W.: s. nhd. (ä…

ümmetasten

MNWB

uemme·tasten

° ümmetasten , swv. : herumfühlen, herumtasten , „ Vmmetasten circumtangere” (Voc. Strals. ed. Damme 441).

umbetasten

Lexer

umbe·tasten

umbe-tasten swv. BMZ umtasten, -fassen, -schlingen. ze bilde ich ein siule mit armen umbetaste Hadam. 159.

umhertasten

DWB

umher·tasten

-tasten : sie, im zimmer umhertastend, stöszt die lampensäule um Göthe 41, 1, 191 W.; andere wespen ( liefen ) hin und her, mit den ... fühl…

umtasten

DWB

umtasten , vb. 1) untrennbar, ringsum betasten, umgreífen, umfássen: ze bilde ich ein siule mit armen umbetaste, ob sich diu in min herze bi…

undertasten

MNWB

undert·asten

undertasten , swv. : untersuchen, überprüfen , „ dann tho undertasten, wes gemothes ore gnaden in dussem handel liden konde ” (Oldenb. Ub. 6…

vertasten

DWB

vert·asten

vertasten , verb. , wie versuchen gebildet (fair- type ). 1 1) ' antasten, betasten, anfassen, angreifen, versuchen, untersuchen ' : pertaxa…

¹vȫrtasten

MNWB

voer·tasten

1 °vȫrtasten , swv. , vorgreifen, (im Erbe) vorangehen (Ostfries. Rqu. ed. Richthofen 261, vgl. mnl. voretasten ).

vortasten

DWB

vort·asten

vortasten , verb. , fühlend, suchend mit den händen vorwärts greifen Campe : und so klomm er denn, mit den händen vortastend, die dunkle, st…

vörtasten

KöblerMnd

vörtasten , sw. V. nhd. „vertasten“, abtasten, vorsichtig feststellen, antasten, betasten, anfassen, angreifen, versuchen, untersuchen, vorf…

vȫrtasten

KöblerMnd

vȫrtasten , sw. V. nhd. „vortasten“, vorgehen, vorangehen Q.: Ostfries. Rqu. ed. Richthofen 277 E.: s. vȫr (4), tasten W.: s. nhd. vortasten…

ümmetasten

KöblerMnd

ümmetasten , sw. V. nhd. „umtasten“, herumfühlen, herumtasten Q.: Voc. Strals. ed. Damme 441 (um 1600) E.: s. ümme (1), tasten W.: s. nhd. u…

ōvertasten

KöblerMnd

ōvertasten , sw. V. Vw.: s. ȫvertasten

ūttasten

KöblerMnd

ūttasten , sw. V. nhd. „austasten“, ausgreifen, Hand anlegen (zum Arbeiten), machen, herstellen E.: s. ūt..., tasten L.: Lü 464a (ûttasten)

ȫvertasten

KöblerMnd

ȫvertasten , sw. V. nhd. angreifen, beeinträchtigen, übertreten (V.), missachten E.: s. ȫver (1), tasten L.: MndHwb 2, 1322 (ȫvertasten) Son…

Ableitungen von tasten (4 von 4)

betasten

DWB

betasten , dasselbe, doch weit gebräuchlicher und edler als die vorausgehenden verba. schon mhd. ach rîcher got, und wær daʒ wâr, sô wolt ic…

ertasten

DWB

ertasten , 1 1) attingere, contrectare, betasten, berühren: mhd. swie grôʒ, swie lanc, swie breit ein walt ist, den ëʒ ( das thier Antilopus…

getasten

KöblerMhd

getasten , sw. V. nhd. „antasten“, anfassen, befühlen Q.: Parad (1300-1329) (FB getasten) E.: s. ge, tasten W.: nhd. DW- L.: Lexer 398a

vertasten

DWB

vertasten , verb. , wie versuchen gebildet (fair- type ). 1 1) ' antasten, betasten, anfassen, angreifen, versuchen, untersuchen ' : pertaxa…