Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
TASTE swv.
a. ohne zusatz. muosten si dô tasten Mar. himelf. 1168. hende haven und niht dasten Altenberger hs. (vgl. H. zeitschr. 6,532) bl. H, 4. a. mîne pfaffen die suln obene predigen, niderhalben tasten (in obscönem sinn) Walth. s. 162.
b. mit adverbien. lâʒt ab, ê daʒ ich nâher taste Frl. 251,19.
c. mit accus. lieʒ sich grîfen u. tasten amg. 33. a.
d. mit präpos. des muoʒ mir jâmer tasten inʒ herze Parz. 615,30. dâ wurde wênec nâch dem bade getast, eʒ wære warm oder kalt das. 285,9. mit henden ich umb mich tast Hätzl. 1,30,46.
d. mit adverbialpräpos. wart sich selber ane tasten mit beten und mit vasten s. m. 227,26. hât der antwurter hinz im icht wider ze clagen, daʒ die selb ansprâch antast Münch. str. 510.
2. falle mit einem klatschlaute nieder. vgl. baier. taschen, täschen, tätscheln Schmeller 1,459 und tatsche. daʒ er nider taste und im der schiltrieme brast Lanz. 1933. daʒ diu spîse tast ûʒ dem mund hin ûf daʒ knie Ls. 3,404. die törpel sprungen alsô vaste daʒ in daʒ strô taste ûʒ den schuohen ûf den plân das. 411. vgl. Hätzl. 2,67,162. 282.