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taste

mhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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10 in 10 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

taste f.

Bd. 21, Sp. 156
taste, f. werkzeug zum tasten, finger- oder griffbrettchen an clavieren u. s. w., gewöhnlich im plural (ital. tasti): bei einigen werden diese tasten schlüssel genennet (s. klave th. 5, 1040), weil sie durch berührung der saiten den laut gleichsam aufschlieszen, besser aber scheint es man nenne sie tasten, weil sie begriffen und betastet werden. Mattheson kleine generalbaszschule 69; die langen tasten sind gemeiniglich von schönem ausländischen brasilien- oder ebenholz gemacht und die kurzen, die etwas erhaben über den langen liegen, sind gemeiniglich mit elfenbein belegt. Jacobsson 4, 376b; sie haben lernen müssen die tasten zu treffen und auf den saiten herumzuspringen. Göthe 36, 34; seine stimme ging wie der wind, und seine finger flatterten über den tasten. 36; er probirte erst die einzelnen töne und tasten. Heinse Hildeg. (1857) 43; Franz Liszt hatte sich ans fortepiano drängen lassen, strich seine haare aufwärts über die geniale stirn, und lieferte eine seiner brillantesten schlachten. die tasten schienen zu bluten. H. Heine 4, 267. bildlich: wie traurig! dasz an diesem harmonisch gestimmten klaviere (dem talentvollen studenten) sich doch zuletzt eine taste (die intoleranz) fand, welche nicht ansprach. Matthisson schriften 2, 78.
1269 Zeichen · 19 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    TASTEswv.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)

    TASTE swv. taste, befühle. ital. tastare , prov. tastar , franz. tâter ; nach J. Grimm in H. zeitschr. 6,8. gesch. der d…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    TasteDie

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Die Taste , Mz. — n . 1) Das Tasten, das Gefühl; ohne Mehrzahl 2) Derjenige kleine Theil an manchen Tonwerkzeugen, auf w…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Taste

    Goethe-Wörterbuch

    Taste [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Taste

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

    Taste , lat. clavis, nennt man bei Klavieren, Orgeln und ähnlichen Instrumenten denjenigen hebelartigen Theil, durch des…

  5. modern
    Dialekt
    Taste

    Bayerisches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    Taste Band 3, Spalte 3,1275

  6. Spezial
    Taste

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Tas|te f. (-,-n) tasta (-tes) f. ▬ schwarze (weiße) Taste tasta foscia (blancia) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit taste

27 Bildungen · 23 Erstglied · 1 Zweitglied · 3 Ableitungen

taste‑ als Erstglied (23 von 23)

tasteln

DWB

tast·eln

tasteln , verb. ein wenig oder leicht tasten, s. betasteln Lexer nachtr. 74 und vgl. täschtlen bei tätscheln; scherzhaft für klavierspielen:…

tasten

FWB

1. ›etw. / jn. (mit den Händen) berühren; suchend fühlen, tasten‹; ütr. auch ›erkennen‹.; 2. ›nach etw. trachten; etw. suchen‹; Ütr. zu 1.; …

Tastenbrett

Campe

tasten·brett

Das Tastenbrett , — es, Mz. — er , das Brett, auf welchem die Tasten eines Tonwerkzeuges angebracht sind und diese Tasten zusammengenommen s…

tastend

Idiotikon

tast·end

tastend Band 13, Spalte 1977 tastend 13,1977

Tastengeigewerk

Campe

○ Das Tastengeigewerk , — es, Mz. — e , ein Geigewerk, oder ein Tonwerkzeug mit Darmsaiten, die durch Bogen angestrichen werden, welche man …

tastenleiter

DWB

tasten·leiter

tastenleiter , m. die eisernen oder kupfernen stifte, womit die ( orgel- ) tasten versehen werden, unter denen sie als ein gelenk in einem q…

tastenschwanz

DWB

tasten·schwanz

tastenschwanz , m. der hintere unverborgene theil der ( orgel- ) tasten, woran die stifte angebracht sind. ebenda.

Tastenspiel

Campe

tasten·spiel

○ Das Tastenspiel , — es, Mz. — e , ein Wort wie Saitenspiel, ein Tonwerkzeug zu bezeichnen, welches auf Tasten gespielet wird, ein Klavier,…

Tastenwerk

Campe

tasten·werk

Das Tastenwerk , — es, Mz. — e , ein Werk mit Tasten, ein Tonwerkzeug mit Tasten.

tastenzähner

DWB

tastenzähner , m. eine fischsippe ( salarias ) mit zahlreichen, spitzen, dicht neben einander stehenden zähnen, die beweglich sind wie die t…

Taster I

Idiotikon

Taster I Band 13, Spalte 1980 Taster I 13,1980

Taster II

Idiotikon

Taster II Band 13, Spalte 1980 Taster II 13,1980

tastereⁿ

Idiotikon

tastereⁿ Band 13, Spalte 1981 tastereⁿ 13,1981

tasterig

RhWB

taste·rig

tasterig -ā- Geld-Kevelaer Adj.: gerne tastend, befingernd.

tastern

PfWB

tast·ern

 tastern schw. : = tasten 1 b, taschdere (tašdərə) [ Don-Ulmb Gal-Wiesenbg Lindenf Reichenb Josbg Gelsend Bagbg ]. — Iterativ zu tasten . —…

Tastert

RhWB

tast·ert

Tastert -ā-, Pl. -tə Geld-Stdt m.: verächtl. langsamer, träger Mensch.

tasterzirkel

DWB

taster·zirkel

tasterzirkel , m. oder taster, was dick-, greifzirkel Hübner naturlex. 1839 . Bobrik 686 b ; bildlich: die geierkralle ( theil 4 1 2, 2562 n…

tasteⁿ I

Idiotikon

tasteⁿ I Band 13, Spalte 1976 tasteⁿ I 13,1976

Tasteⁿ II

Idiotikon

Tasteⁿ II Band 13, Spalte 1980 Tasteⁿ II 13,1980

taste als Zweitglied (1 von 1)

Ableitungen von taste (3 von 3)

betaste

BMZ

betaste swv. betaste, befühle. daʒ betasten diz berüeren der sünden widerstreit, Gieß. hs. s. 366. vgl. MS. 2,24. a. betasten mit henden Jer…

ertaste

BMZ

ertaste swv. bekomme durch tasten. ein swert irtaste in di hant Jerosch. 111. b.

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APA
Cotta, M. (2026). „taste". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/taste/dwb
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Cotta, Marcel. „taste". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/taste/dwb. Abgerufen 12. May 2026.
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Cotta, Marcel. „taste". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/taste/dwb.
BibTeX
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