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sticken

ahd. bis spez. · 19 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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39 in 19 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

sticken vb.

Bd. 18, Sp. 2737
sticken, vb. , wie 2sticken, mit dem es histor. identisch ist, intensiv- oder iterativbildung zur idg. wurzel *steig-, bzw. zum st. v. stechen, vgl. Wissmann nom. postv. 191. 11) zufrühst als 'herrichten, gebrauchsfertig machen'; seit dem ahd.: distinat (disponit) castichit, kistikhit, kistigit ahd. gloss. 1, 108, 23 St.-S. (keron. glossar); concinnabat, componebat mahide ł stihita ahd. gloss. 4, 275, 7. insonderheit gebraucht vom ('spitzmachen') schäften und fiedern der pfeile, so mnd.: 10 sch. vor pyle to stickende (1370) Hamb. kämmereirechn. 119; 2 tunnen phile, 1 gesticket, 1 getullet ('mit tüllen versehen') (1395) C. G. Styffe bidr. till oekand. hist. 2, 1; aber auch auf hd. gebiet: iijc gestickter phyle rechenbuch (Frkft. 1427) 14; schifften einen boltz oder sticken manubrare voc. incip. teut. ante lat. (ca. 1495 Straszburg) s 8b; vgl. dazu pfeilsticker, sticker, m. 1 (u. sp. 2744) und Schultz f. leben 2, 200. vereinzelt von personen: gestellet und gesticket (gestaltet) sîn figûre schein alsus Konrad v. Würzburg troj. kr. 4546; dahin auch: (gott) schaffet vnd sticket wunderbarlicher weise, ein weibszbild im mutterleibe Mathesius w. 2, 34. 22) 'in ein gewebe mit fäden schmückende figuren einnähen'. in dieser bedeutung ist das wort auf den ältesten sprachstufen nicht belegt, es kommt wie im mengl. (sticchen = nengl. stitch) so auch erst im mhd., mnd. und mnl. auf, breitet sich in frühnhd. zeit erheblich aus und ist seitdem fester bestand aller sprachschichten. i wird vor allem von sächs., thür. und schles. schriftstellern des 17./18. jh., auch bei dem Franken Ayrer sowie auf schwäb. gebiet verschiedentlich zu ü gerundet (vgl. dazu Paul dt. gr. 1, 205). 2@aa) absolut gebraucht, gern parallel geordnet mit anderen (weibl.) fertigkeiten: jhre vier töchter spinnen, weben vnnd sticken J. Barth weiberspiegel (1565) g 1b; ich kan ohn ruhm wol halten hausz, so kan ich wol weben vnd stückn, von golt hauben vnd porten strickn J. Ayrer dramen 194 lit. ver.; sie ist zur häuszligkeit erzogen, spinnt, nehet, sudelt, stickt und flickt J. Rachel satyr. ged. 147 ndr.; nähe, sticke, also immerhin soviel als du für gut hältst Görres ges. br. (1858) 1, 74; das mädchen spielt guitarre, spricht französisch, tanzt, stickt und singt J. Nestroy ges. w. (1890) 5, 238; entsprechend beim subst. inf.: andere kunst mag man wol on schanden verachten, als malen, sticken, seitenspil, singen S. Franck chron. (1531) 96a; in ... stricken, sticken, klöppeln . war sie ... wohl ... geschickt Leipz. avant. (1756) 1, 264; zu hause beschäftigen sie sich mit nähen, stricken, spinnen und sticken Schiller 3, 544 G.; wie wenn von nähen und sticken der erwerb ihres daseins abhängig wäre Holtei erzähl. schr. 7, 61. ohne parallelbegriff: es herrscht in ihrer art, zu sticken, eben der gute geschmack, der in ihren briefen und gesprächen herrscht Gellert s. schr. (1784) 4, 225; stickramen müssen ebenfalls ins feuer, höchstens müssen die mädchen stehend sticken Fr. L. Jahn w. (1884) 2, 280; Anna lächelt verlegen und stickt eifrig weiter G. Hauptmann weber (1892) 49; mit benennung des verwendeten instruments: sticken mit der nadel Hulsius (1618) 2, 329a; ähnlich G. Freytag ges. w. 17, 68; weil Säugling ... sich zuweilen zu ihr setzte, mit ihr zu schwatzen, und ihre arbeit lobte, wenn sie im tambour ('stickrahmen', sonst meist tamburin, s. d. 2) stickte Nicolai Seb. Nothanker (1773) 2, 157; vgl. auch stücken 'auf der tambour brodiren' Stalder schweiz. 2, 413); ein fünfter an der trommel, stickte ein blümchen in ihre stickerei Wieland s. w. (1863) 10, 169. kennzeichnung des benutzten materials, angeschlossen oft durch mit: zu ... wirken und zu sticken, mit geler seiden 2. Mos. 35, 53; (ein jüngling), der aller weyber arbeyt als spinnen, näen, mit seyden stücken ... wol kundt Montanus schwankbücher 37 lit. ver.; sticken mit seiden Hulsius (1618) 240a; ähnlich Ludwig (1716) 1863. 2@bb) mit obj.; dieses bezeichnet 2@b@aα) den durch die stickerei ausgezeichneten gegenstand. meist im akkus., so schon mhd.: die bluomen sint gewieret, diu krenzelin gepfieret, wie daz die vrouwen zieret, uf ir wilen in dem plan! ir wengel sint gerœtet, gegen den meijen entblœtet, sam ein rubin gelœtet: here, welch ein rîcher van darûz so wirt gestikket! Wizlav v. Rügen in: MSH 3, 82b; die fursten Juda in ihren purpurn oder seyden gestickten kleydern Luther 8, 27 W.; die jungfrawen (haben) ... jhre küssen gesticket Fischart Garg. 186 ndr.; unter einem herrlichen gestickten gezelt A. U. v. Braunschweig Octavia (1677) 1, 53; so wie ein künstler sonst den schönsten teppig stückt J. G. Neukirch anfangsgründe (1724) 789; so soll das mein zeitvertreib seyn, ihnen eine weste zu stücken Lessing 20, 271 L.-M.; schöne selbst gestickte strumpfbänder Caroline 1, 317 Waitz; ein paar gestickte schuh Ph. Hafner ges. lustsp. (1812) 1, 47; eine cigarre aus dem reichen täschchen, das ihm seine frau gestickt G. Keller ges. w. 5, 113; bildlich von geistigem (erst in neuerer zeit): ein so gestickter mantel fremder meinungen sollte die einfache formel des christenthums ... nicht werden Herder 19, 284 S.; weglegt er der täuschung mantel und der sinne gesticktes kleid Platen w. 1, 199 R. mit angabe des instruments: darnach sie (die juden) jhre seidenwad vnnd guldenstuck ... vnd dasz gantze sacristeigerät, haben mit jrer künstlichen nadel gestickt Fischart binenkorb (1588) 55a; ein kurzes oberkleid von feiner wolle, zierlich mit der nadel gestickt Freytag ges. w. 8, 8; mit hervorhebung des zur arbeit verwendeten materials, in den weitaus meisten fällen gold, silber, perlen, seide, edelsteine, selten anderes, vielfach angefügt durch mit: den heiligen rock mit golde, geler seiden und scharlacken gestickt Sirach 45, 13; der rock ein roter schamlot war gestickt mit golt vnd perlen gar Fischart Eulensp. 193 Hauffen; (kaiser Alexius gab) audienz, in dem er selbst kleider mit vnzehlichen perlen vnd edelgesteinen, seine diener aber mit gold vnd silber gestickt, anhatten Zinkgref apophthegmata (1628) 40; ihr schnupftuch, das reich mit gold gestickt war Göthe I 43, 201 W.; rothsammtene, mit perlen gestickte polster Gaudy s. w. (1844) 13, 30; röcke oder schauben mit gold gestickt F. M. Böhme gesch. d. tanzes (1886) 77; hierher gehören einige fälle älterer sprache, wo resultativ farbe für farbiges material steht: die königkliche mäntel, ... mit allerley vnterscheidenen farben gestickt J. Heyden Plinius (1565) 251; (sie lehrte uns) ein gewebetes tuch mit lebenden farben zu sticken Bodmer Noah (1752) 118; seltener, nur bis ins 18. jh. reichend, anknüpfung durch von: ein reiche decke von perlen gesticket (1472/73) Arigo decam. 652 lit. ver.; ich wil sunst nichtz haben dan den gestickten ermel an euweren rock, der was von berlin vnd edlen gesteinen gestickt Pauli schimpf u. ernst 203 lit. ver.; zieht aus die kleider zart vnd rein, von gold vnd purpur schön gestickt (1606) W. Spangenberg ausgew. dichtg. 208 Martin. vereinzelt und jung in: nein, einem banner sei du gleich, in dreiszig farben froh gestickt Geibel w. (1888) 1, 208. präpositionaler hinweis auf die ein- oder aufgestickten bilder, anfügung stets durch mit: banire vnd fenchen mit gulden buchstaben gesticket (15. jh.) Stolle thür. chr. 107 lit. ver.; das kleydt ..., das mit güldenen bildern ... gestickt war buch d. liebe (1587) 213d; ein kleid ..., das mit lauter kronen ... gesticket ist Gottsched ged. (1751) 1, 314; sie hatte einen mit lilien und rosen, und goldenen blumen gestückten äuszerst dünnen schleyer Heinse s. w. 3, 560 Schüdd.; eine schöne seidene haube, welche mit tauben und papageien und vielen figuren gestickt war G. Freytag ges. w. 18, 56. hier und da, bes. in ält. sprache, steht statt des bearbeiteten gegenstandes der stoff, aus dem er gefertigt ist: dein (der stadt Tyrus) segel war von gestickter seiden aus Egypten Hesekiel 27, 7; das die weiber gestickete vnd geschmückete leinwad vmb sich gehänget J. Micrälius altes Pommerland (1640) 1, 19; das jhr keiner kein güldin stuck, noch kein gestickten sammet, es sei röck oder schauben, tragen soll Moscherosch gesichte (1650) 2, 397; geschenke ..., die aus juwelen, geschnittenen steinen und gestickten stoffen bestanden Göthe I 23, 286 W. seit dem 19. jh. sporadisch in präpos. fügung mit an: sie saszen im halbkreise und stickten an einem groszen tapetenstück G. Keller ges. w. 6, 58; stets wird an neuen fahnen, an neuen meszgewändern gestickt L. Steub drei sommer in Tirol (1895) 1, 53. 2@b@bβ) die entstehende schmuckform; teils als bloszer akkus.: die wappen sticken N. v. Castelli it.-teutsch. wb. (1741) 1, 17b; das unterkleid, auf welchem du gestickte figuren siehst Göthe I 49, 84 W.; ich sehe dich die blumen, die du hast gestickt mit händen, stets mit augen baden Fr. Rückert w. (1867) 3, 168; mit materialangabe: und trüge dieser jeglicher an seinem kleidt ein solches thier oder kenzeichen mit goldt oder silber gesticket B. Hertzog chron. Alsat. (1592) 2, 69; öfter erweitert um präpos. richtungsangabe, die vielfach, bereits seit frühnhd. zeit, durch in angefügt ist: auch ist des stifts houbtfane, darin s. Moritz gestückt gewesen, herin bracht (ca. 1565) chr. d. dt. st. 27, 46, 3; die worte sprach ich ihr bei ihren schmerzen ein, die sie mit eigner hand in dieses tuch gestücket und mit berühmter kunst mit farben hat geschmücket P. Fleming dt. ged. 1, 511 Lappenberg; eine schöne ... decke, darein des himmels lauff künstlich gesticket volksb. v. geh. Siegfr. (1726) 83 ndr.; und diese geschichte sticktest du in ein kostbares gewebe? Schiller 6, 251 G.; unter tränen in mein wappen hast du gestickt ein blutend herz Arent-Conradi-Henckell mod. dichtercharaktere (1885) 154; daneben, seit mitte des 17. jh. bezeugt, auch durch auf: namen, wort und gemählde, auf grau atlas aufs künstlichste gestikket G. Neumark neuspr. teutsch. palmbaum (1668) 65; (er) liesz sich auf seine hutschnur diese worte stücken Gotth. Schuster christerbaul. sendschr. (1742) 957; fahnen ..., worauf der name des candidaten und sein wahlspruch gestickt ist Archenholz England u. Italien (1785) 1, 22; ein schöner purpurmantel wars, auf den sie gar artig Amorn gestickt maler Müller w. (1811) 1, 141; künstliche schriftzüge, ... auf den sammet des blauen himmels gestickt O. Ludwig ges. schr. 2, 407; oft mit materialangabe: an einem weissen seidenen bande, darein der liljenzunft, und sein zugeteilter nahme, mit rosenfärbiger seide, gestükt stehet Ph. Zesen helik. rosentahl (1669) 46; in der cristnacht pflegt der pabst ein geweyhet schwerd sammt einen fürstlichen keplein, darauf mit schönen perlen eine taube gestickt ist, einen grossen herrn oder fürsten zu schenken v. Fleming d. vollk. teutsche soldat (1726) 202b; auf dem flor war ein herz in gold gestickt J. Kerner bilderbuch (1849) 287; im bild übertragen auf geistiges: sie tadelte blos Lianens neigung, immer fantaisieblumen in ihr leben zu sticken Jean Paul s. w. (1827) 23, 136. 2@cc) bildlich übertragen als 'schmücken, zieren', bes. im 17./18. jh., später seltener, meistens in gehobener, poetischer sprache. 2@c@aα) von der erde, die mit gewächsen geziert ist: sie gehen offters auff das feld und die gestükten auen J. Scheffler sinnl. beschr. (1677) 84; da wirst du gleichförmig sehen der wisen ihr gestickte arbeit Abr. a s. Clara Judas (1686) 1, 19; den boden stickten violen, krokus ... mit schimmernden schmelze C. C. L. Hirschfeld theorie d. gartenkunst (1779) 2, 72; der gefällige lenz sticket ihm teppiche mit violen und güldenklee v. Salis ged. (1793) 76; glockenblum und primel späht über das gestickte beet Freiligrath ges. dichtg. (1870) 5, 168; hierher auch: schön das kleid mit licht gesticket, schön hat Flora euch geschmücket Schiller 11, 10 G. (im ged. 'die blumen'). 2@c@bβ) vom mit sternen geschmückten himmel: (gott, der) die himel schmücket, wie ein teppicht, vnd sticket vnd wircket allerley sternlein drein J. Mathesius Sarepta (1571) 31b; darnach stickte (gott) die schöne blaue himmelsdecken mit ... sternen Abr. a s. Clara etwas f. alle (1711) 2, 176; nie breitet um die stille welt die nacht ihr trauriges gewand, nie sticken die goldnen sterne des Olympus zelt Schiller 6, 402 G.; ihren königsmantel sticket hell mit lilien die nacht Fr. Rückert w. (1867) 2, 37. 2@c@gγ) sonstiges, meist preziösem gebrauch entstammend: die luft ist ganz mit schwertern gestickt Fr. Rückert Firdosi 2, 442 Bayer; besonders von überladener sprache: (wir) staunten über ihres ausdrucks blümlichkeit ... und sprachen: wenn du also die rede stickest Fr. Rückert w. (1867) 11, 303, vgl. in seiner blumengestickten rede Börne ges. schr. (1840) 5, 120; ferner: der hof (in Dresden) und der glanz war katholisch und zumeist mit italienischen prinzessinnen gestickt Laube ges. schr. (1875) 9, 118; redensartl. übertr.: wiewol wir jn (den Wälschen) jetzt recht die jacken mit gottes wort gar weydlich sticken (ihnen warm machen) B. Waldis Esopus 2, 49 Kurz. 2@c@dδ) reflexiv: de wyve sticken sik den helen dach lank (1513) Tunnicius 1169 Hoffm.; so fing er (der amerikanische jäger) an, sich symmetrisch zu sticken und zu mahlen Herder 13, 313 S.; der himmel fing von neuem an zu blauen, die erde sich mit jungem grün zu sticken Herwegh ged. e. lebend. (1841) 160. — vgl. auch die zusammensetzungen besticken und durchsticken.
13410 Zeichen · 352 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    stickensw. V. (1a)

    Köbler Ahd. Wörterbuch

    sticken , sw. V. (1a) Vw.: s. stikken*

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    stickenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +5 Parallelbelege

    sticken swv. BMZ mit feinen stichen erhobene figuren nähen, sticken, stipare Dfg. 553 a . acupicta, gestickt ib. 11 b . …

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    stickensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +11 Parallelbelege

    sticken , sw. V. nhd. sticken, stecken, aufstecken, sich schmücken, sich zieren, herrichten, gebrauchsfertig machen, sch…

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Sticken

    Adelung (1793–1801) · +10 Parallelbelege

    Sticken , verb. regul. welches in doppelter Hauptbedeutung üblich ist. 1. Eine Art der künstlichen Nähterey, eine gemach…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    sticken

    Goethe-Wörterbuch

    sticken [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  6. modern
    Dialekt
    sticken

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    sticke n I [tìkə u. tekə O. ] Pfähle einrammen, insbes. (abs. oder tr.) die Rebpfähle einsetzen, die Reben mit Pfählen…

  7. Sprichwörter
    Sticken

    Wander (Sprichwörter)

    Sticken Sticken (s. Stecken, Subst.). 1. Da will ik en Sticken bistêken. ( Holst. ) – Schütz, IV, 196. Das will ich mir …

  8. Spezial
    sticken

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    sti|cken vb.tr. cují fora.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit sticken

69 Bildungen · 22 Erstglied · 42 Zweitglied · 5 Ableitungen

Zerlegung von sticken 2 Komponenten

stic+ken

sticken setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

sticken‑ als Erstglied (22 von 22)

stickenalt

DWB

sticken·alt

stickenalt , adj. , niederrhein., ' alt ( vom bier )' Rovenhagen wb. d. Aach. mundart 139 . dazu das subst. stickenalt, ntr., ' altes, abgel…

sticke(n)de

MNWB

stick·ende

sticke(n)de, pps. adj. , in bestimmten festen Vbdg.n de s. stunde hōlden die genaue volle Stunde einhalten, tô (up) der s.n stunde pünktlich…

stickendüüster

MeckWB

sticken·dueuester

stickendüüster stockdunkel Mi 86 b ; Mantz. Ruh. 7, 54; allgem.; meist präd.: 'wenn idt ... des Nachtens stycken dster ys' Gry. Lb. 1, R 2 …

stickendun

MeckWB

sticken·dun

stickendun völlig betrunken: Weck wieren stickenduhn van Branwien un van Bier Babst 1, 7. Me. 4, 845.

stickendǖster

KöblerMnd

stickendǖster , Adj. nhd. stockfinster Hw.: s. stickedǖster E.: s. sticke (1), dǖster (1) W.: s. nhd. (ält.) stickendüster, Adj., stockfinst…

stickenheit

MeckWB

sticken·heit

stickenheit heiß zum Ersticken: Junimaand was dat un stickenheit Bri. 3, 161; vgl. stickheit .

sticken II

ElsWB

sticke n II [tìkə u. tekə O. U. W. ] mit Seide sticken; mit Wolle erhabene Figuren nähen. D Schwester het m i r e Paar Schue h g e stickt …

sticken IV

RhWB

sticken IV nur vereinzelt; Kompos. u. Abl. gehen weiter schw.: 1. -ik- husten; he feng an te st. on te hosten. — 2. -ek-, ein Feuer st., ers…

Stickenpierd

MeckWB

sticken·pierd

Stickenpierd n. wie Stäkenpierd 1: Uns Stickenpird de sünt so stat'sch Egg. Trems. 137.

Stickenrecht

MeckWB

sticken·recht

Stickenrecht n. a. Spr. Recht der Subhastation, vgl. Sticken 1c: 'so mOegen Se ... de Pande vorkopen to dem sticken, alse sticken recht ys' …

stickenschlag

DWB

sticken·schlag

stickenschlag , m. , zu sticken, m. ( s. o. ), ' schlag mit der stricknadel ', vereinzelte bildung bei J. H. Voss : oft sagen junge männer m…

stickenskunst

DWB

stickens·kunst

stickenskunst , stückenskunst , f. , dass. wie stickkunst, stickerkunst ( s. d. ), vereinzelt bei Ayrer : sagt, köndt jhr auch ein mannsbild…

sticken als Zweitglied (30 von 42)

gesticken

KöblerMnd

*ge·sticken

*gesticken , (Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. un- E.: s. ge, sticken (1)

tōmsticken

KöblerMnd

*tōmsticken , sw. V. nhd. zaumsticken, zaumbenähen Hw.: s. tōmstickære E.: s. tōm (2), sticken (1)

afsticken

MNWB

afsticken , swv. , abstecken, Land abstecken , abgrenzen, begrenzen, auch im übertragenen Sinne.

anesticken

KöblerMnd

anes·ticken

anesticken , sw. V. nhd. anstecken, anzünden, entzünden, anspornen, anstechen Hw.: vgl. mhd. anestecken E.: s. ane (2), sticken W.: s. nhd. …

besticken

DWB

bes·ticken

besticken , acu pingere: ein kleid mit gold besticken; und sahen sie alle beide nicht anders aus, als ob sie mit perlen bestickt weren gewes…

Drahtsticken

MeckWBN

draht·sticken

Wossidia Drahtsticken m. webersprl. wie Spaulsticken 2 Gü Güstrow@Diekhof Diekh .

durchsticken

DWB

durch·sticken

durchsticken , ganz mit stickerei versehen, wie aussticken Stieler 2157 . phrygia arte totum opus ambire Bödeker Grundsätze der deutschen sp…

Duurnsticken

MeckWBN

Wossidia Duurnsticken m. dass. Sta Stargard@Neuenkirchen Neuenk .

einsticken

DWB

eins·ticken

einsticken , acu pingere: gewand in welches gold eingestickt ist; eingestickte blumen.

en(t)sticken

MNWB

ent·sticken

en(t)sticken , un- , swv. , 1. trans. entzünden , entflammen, in Brand stecken. 2. anstecken (von Krankheiten). 3. intrans. in Brand geraten…

ersticken

DWB

ers·ticken

ersticken , 1 1) intr. suffocari, ahd. arsticchan ( Graff 6, 627 ), mhd. ersticken: in ir eigen pluote erworden si lâgen ersticket und verdo…

grāfsticken

KöblerMnd

grāf·sticken

grāfsticken , M. nhd. Grabstichel, Griffel Hw.: s. grāfstickel E.: s. graf, sticken L.: MndHwb 1/2, 147 (grafstickel)

irsticken

KöblerAhd

irsticken , sw. V. (1a) Vw.: s. irstikken*

ȫversticken

MNWB

oever·sticken

*° ȫversticken , ōver- (aver-) , swv. : (im Hutmacherhandwerk:) c. A. r. (Hüte) mit einer Schnur, Borte oder anderem Schmuck versehen, drê r…

parlesticken

MNWB

parle·sticken

° parlesticken , swv. : mit Perlen besticken (nur substantiv.:) dat hê vȫr p.t entvangen heft dördehalfhundert mark lü̂b. (Lüb. Zust. 3, 154…

pîlsticken

MNWB

pils·ticken

° pîlsticken , swv. : Pfeile herstellen, schäften und fiedern (Stadthagen Stadtrechn. 124 u. ö.).

Prünsticken

MeckWBN

Wossidia Prünsticken m. vereinzelt wie Wustprün Wo. Sa.

pīlsticken

KöblerMnd

pīl·sticken

pīlsticken , sw. V. nhd. Pfeile herstellen, Pfeile schäften und fiedern Q.: Stadthagen Stadtrechn. 124 (1378-1401) E.: s. pīl (1), sticken (…

schrīfsticken

KöblerMnd

schrīfsticken , N. nhd. Griffel? ÜG.: lat. stilus E.: s. schrīf, sticken (4) L.: MndHwb 3, 143 (schrîfsticken)

schrūfsticken

KöblerMnd

schrūfsticken , M. Vw.: s. schrūfstik L.: MndHwb 3, 151 (schrūfstik)

tõhôpesticken

MNWB

tohope·sticken

° tõhôpesticken , swv. : c. A. r. nähen zusammennähen , „ he hefft ... ein Lumpenwerck gewercket / vnde einen Prachermantel thohope gesticke…

umbesticken

Lexer

umbe·sticken

umbe-sticken swv. s. v. a. umbestecken. mit liljen umbesticket (: gezwicket) Msh. 3,430 b .

Ableitungen von sticken (5 von 5)

besticken

DWB

besticken , acu pingere: ein kleid mit gold besticken; und sahen sie alle beide nicht anders aus, als ob sie mit perlen bestickt weren gewes…

en(t)sticken

MNWB

en(t)sticken , un- , swv. , 1. trans. entzünden , entflammen, in Brand stecken. 2. anstecken (von Krankheiten). 3. intrans. in Brand geraten…

ersticken

DWB

ersticken , 1 1) intr. suffocari, ahd. arsticchan ( Graff 6, 627 ), mhd. ersticken: in ir eigen pluote erworden si lâgen ersticket und verdo…

unsticken

KöblerMnd

unsticken , sw. V. Vw.: s. entsticken

versticken

DWB

versticken , verb. 1 1) allgemein gebräuchlich zu sticken ' mit kleinen stichen erhabene figuren auf einen stoff nähen '. 1@a a) ' zum stick…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „sticken". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 11. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/sticken/dwb?formid=S46592
MLA
Cotta, Marcel. „sticken". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/sticken/dwb?formid=S46592. Abgerufen 11. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „sticken". lautwandel.de. Zugegriffen 11. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/sticken/dwb?formid=S46592.
BibTeX
@misc{lautwandel_sticken_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„sticken"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
  url          = {https://lautwandel.de/lemma/sticken/dwb?formid=S46592},
  urldate      = {2026-05-11},
}