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Schlägel

nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Wander
Anchors
12 in 10 Wb.
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Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Schlägel

Bd. 3, Sp. 213
Schlägel 1. Schlegel und Weg sollen den Förster wecken. – Graf, 363, 426. Das Wegholen von Holz aus fremdem Forst ward, wenn es unter Anwendung der Axt geschah, als kein Diebstahl betrachtet (s. Hauen 8, und Axt Nachtr.); das Fahren mit dem Wagen sollte die Förster zu zeitigem Einschreiten wecken. Hatte der Mann das Holz aufgeladen und aus der Waldmarkung gebracht, oder, nach andern Weisthümern, war das Rad dreimal umgegangen, oder, nach andern, waren die Hinterräder der Holzfuhre zu stehen gekommen, wo die Vorderräder gestanden hatten; so konnte er hinterdrein den Mann nicht mehr pfänden. Kam aber der Förster noch dazu, als der Mann mit dem beladenen Wagen wegfuhr, so konnte er dem Wagen nachgehen, seine rechte Hand unter den Gürtel stossen und mit der linken beständig Holz vom Wagen ziehen, bis er in des Mannes Hof kommt; folgt er ihm aber in den Hof nach, und der Mann kehrt sich um und schlägt ihn, so soll darob weder Gericht noch Rath ergehen. (Grimm, Weisth., I, 414, 431 u. 716.) 2. Was taugt der Schlägel ohne Stiel, so man Blöcher spalten will. – Simrock, 9060. 3. Wenn's keinen Schlägel gibt, so gibt's vielleicht einen Stiel. Lat.: Aptetur reliquo, qui non est aptus in uno. (Sutor, 114.) 4. A wird a mohl uffa Schlägel sch--. – Robinson, 360. 5. Den Schlegel weyt werffen. – Agricola II, 135; Egenolff, 35a. »Also, das man jn schwärlich kan widerfinden, ist waidelich liegen, ins feld hinein, das man nicht waiss wa hinauss.« 6. Er hat den Schlägel zu weit geworfen. Bei Sutor (480) für die lateinische Redensart: Haeret in vado, unter Beifügung der sinnverwandten deutschen: Er steckt, kon nit mehr weck. Er steht auf eim Fuss. 7. Er kann den Schlägel nicht finden. Mhd.: Genuoge hânt des einen site und sprechent sus, swer irre rite, daz der den slegel fünde. (Parzival.) (Zingerle, 133.) 8. Me muess em's mit Schlegel und Wegge1 ybleue. (Solothurn.) – Schild, 91, 380. 1) Keil, um das Holz zu spalten. – Wenn man jemand etwas Geistiges mit Gewalt beibringen muss.
2007 Zeichen · 42 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schlägel

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Schlägel , des -s, plur. ut nom. sing. von dem Zeitworte schlagen und der Ableitungssylbe -el, ein Subject, ingleich…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schlägel

    Goethe-Wörterbuch

    Schlägel selten -e- 1 bergm: Fäustel, Fausthammer; häufig ‘S. und Eisen’, einmal neben ‘Hammer’ Steinschneider [ J ] Mül…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schlägel

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Schlägel ( Fäustel ), Arbeitswerkzeug der Bergleute, ein auf beiden Seiten des starken Stiels (Helm) gleichgestalteter, …

  4. modern
    Dialekt
    Schlägel

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Schlägel 'Werkzeug zum Schlagen' s. Schlegel .

  5. Sprichwörter
    Schlägel

    Wander (Sprichwörter)

    Schlägel 1. Schlegel und Weg sollen den Förster wecken. – Graf, 363, 426. Das Wegholen von Holz aus fremdem Forst ward, …

  6. Spezial
    Schlägel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Schlä|gel m. (-s,-) 1 (Holzhammer) maciüa (-ües) f. , maza (mazes) f. , mazot (-oc) m. 2 (schwerer Hammer) pirun (-s) m.…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schlaegel

49 Bildungen · 36 Erstglied · 13 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von schlaegel 2 Komponenten

sch+laegel

schlaegel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schlaegel‑ als Erstglied (30 von 36)

schlägelarbeit

DWB

schlaegel·arbeit

schlägelarbeit , f. im bergwesen, arbeit mit schlägel und eisen ( s. schlägel 1, e ) Veith 418 : die schlägel- und eisenarbeit ist unter all…

schlägelarm

DWB

schlaegel·arm

schlägelarm , m. bei den ölmüllern ein langer baum, der an der schlägelwelle befestigt ist und den preszkeil der öllade treibt. Campe.

schlägelaxt

DWB

schlaegel·axt

schlägelaxt , f. axt zum eintreiben von keilen, schweiz. schlegelachs. Hunziker 222 .

schlägelchen

DWB

schlaegel·chen

schlägelchen , n. 1) deminutiv zu schlag mit doppelter ableitung: schlägelein, demin. das, alias schlägelchen, levis ictus, lenis manu monit…

schlägeleisen

DWB

schlaege·leisen

schlägeleisen , n. im hüttenwesen ein drei ellen langes, vorn zugespitztes eisen zum losbrechen von bühnen, stühlen und ofenbrüchen. Jacobss…

schlägelfasz

DWB

schlägelfasz , n. rührkübel, vergl. schlägelmilch. Schm. 2, 519 .

schlägelgesell

DWB

schlaegel·gesell

schlägelgesell , m. bergmann, der mit einem andern an demselben orte in der grube arbeitet ( s. schlägel 1, e ). Jacobsson 7, 226 a : ein be…

schlägelgrube

DWB

schlaegel·grube

schlägelgrube , f. der tiefste ort in einem fischteiche, wo das wasser mittelst des schlägels ( s. das. 4, b ) abgelassen werden kann, locus…

schlägelhacke

DWB

schlaegel·hacke

schlägelhacke , f. : von einer schlägl- oder andern hacke 4 xr. tirol. weisth. 3, 274, 43; ain grosze schleglhack. 4, 278, 17; im glossar er…

schlägelicht

DWB

schlaege·licht

schlägelicht , adj. et adv. aberrans, exorbitans, labens, indecorus, invenustus, inconveniens, et indecore, intempestive, pueriliter, frigid…

schlägelkönig

DWB

schlaegel·koenig

schlägelkönig , m. , vgl. schlägler: voran drei schlegelkönge, zu fusz, demüthiglich. Uhland ged. (1864) 362 .

schlägelkopf

DWB

schlaegel·kopf

schlägelkopf , m. pferdekopf, der um die stirn und ganaschen sehr stark und um das maul sehr dünn ist, auch hasenkopf. Nemnich, vgl. theil 4…

schlägelkrieg

DWB

schlaegel·krieg

schlägelkrieg , m. , unter diesem namen ist der krieg zwischen dem grafen Eberhard von Würtemberg und dem grafen von Eberstein, in welchem d…

schlägelkübel

DWB

schlaegel·kuebel

schlägelkübel , n. butterfasz ( vgl. schlägelfasz): camella milch napff, botter vad, slegel kubel. Dief. nov. gl. 69 a .

schlägellahm

DWB

schlaegel·lahm

schlägellahm , adj. bei den jägern von einem hirsche, der an einem schenkel ( s. schlägel 2) lahm ist. Campe.

schlägelmilch

DWB

schlaegel·milch

schlägelmilch , f. buttermilch ( vergl. schlägeln 1, d ). Jacobsson 7, 226 a , ahd. slegilmilo und slegimelo ( vgl. schlagmilch) Graff 2, 72…

Schlägelnuß

Campe

schlaegel·nuss

Die Schlägelnuß , Mz. — nüsse , die längliche der Quere nach in zwei Fächer abgetheilte Nuß, Frucht eines 2 bis 3 Ellen hohen, immer grünen …

schlägelnusz

DWB

schlägelnusz , f. die malabarische nusz, justicia adhatoda. Nemnich.

schlaegel als Zweitglied (13 von 13)

Bahnenschlägel

Adelung

bahnen·schlaegel

Der Bahnenschlägel , des -s, plur. ut nom. sing. bey den Bergleuten, der große Hammer, womit die Bahn des großen Schmiedehammers wieder ausg…

holzschlägel

DWB

holz·schlaegel

holzschlägel , m. 1 1) hölzerner schlägel zum eintreiben der eisenkeile beim spalten des brennholzes: die schidachs und den holsschlegel. fa…

Kalbsschlägel

Adelung

kalb·s·schlaegel

Der Kalbsschlägel , des -s, plur. ut nom. sing. S. Adelung Kälberstoß und Adelung Schlägel .

rehschlägel

DWB

reh·schlaegel

rehschlägel , m. coxa capreoli. Stieler 1814 : zemmer und knöpf von hirzen, rechschlegel, hinderlauf, bug vom rech. Garg. 53 b ; da in sein …

Rothschlägel

Adelung

roth·schlaegel

Der Rothschlägel , des -s, plur. ut nom. sing. in einigen Gegenden, ein Nahme des Gimpels oder Rothvogels, S. Adelung Dompfaff . Die letzte …

thonschlägel

DWB

thon·schlaegel

thonschlägel , m. schlägel, womit der thon zu runden klumpen zusammengeschlagen wird, um die fetten und mageren theile gehörig zu vermischen…

trommelschlägel

DWB

trommel·schlaegel

trommelschlägel , m. , im älteren nhd. und mundartlich auch trommenschlegel. 1) hölzerner stock, mit dem die trommel geschlagen wird; meist …

wallschlägel

DWB

wall·schlaegel

wallschlägel , m. ein längliches viereckiges brett mit einem schräg eingesetzten stiel, das zum gleichschlagen der rasenstücke zur bekleidun…