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ruhe

mhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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14 in 13 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

ruhe f.

Bd. 14, Sp. 1417
ruhe, f. quies. II. Form und verwandtschaft. schon bei Frisch 2, 134c wird ruhe zusammengestellt mit griech. ἐρωή, rast, pause (πολέμου Ilias 16, 302 und 17, 761), eine annahme, die noch heute als wahrscheinlich gilt (Fick4 1, 530). altnord.,n., schwed. rô; ags. rôw; mndl. roeuwe, rouwe, ruwe; mnd. rouwe, rôwe; nnd. rouwe, rôwe, rou(e), rô(e) zeigen die verbreitung des wortes. den regelrechten entsprechungen des älteren hd., ahd. ruowa, mhd. ruowe stehen zahlreiche nebenformen zur seite. so begegnet in einer der ältesten hd. quellen, die den alten vocal ô des wortes noch gewahrt hat, schon auslassung des stammhaften w: rôa fragm. theot. 5, 12. in altem ablautsverhältnisse zu ruhe steht das oft vorkommende ahd. râwa, mhd. râwe (ê : ô), von dem sich im nhd. keine spuren erhalten haben. auch auf niederdeutschem sprachgebiete findet sich râwe Schiller-Lübben 3, 514b, doch auch hier lassen sich in den neueren mundarten kaum noch reste davon mit sicherheit erkennen. bedeutungsunterschiede zwischen dieser form und der uns geläufigen scheinen nicht bestanden zu haben. verkürzt wird ruowe im mhd. zu ruow und ruo: wan flüg er (die eule) des tages, sô schriren in all ander vogel an und lieʒen in kain ruow haben. Megenberg 208, 30; durch den hern Êrecken beliben sî dâ die nacht ze ruo nâch sîner unmaht. Erec 7039. die nhd. entsprechung dafür ist ruh, das besonders in stehenden verbindungen wie ruh und frieden, ruh und rast gebraucht wird (s. unter II, 5). das mittlere nhd. zeigt für diese form eine gewisse vorliebe, so Günther; Schottel 1389 und Steinbach 2, 309 geben es als alleinige form. im 16. jahrh. ist das auslautende w noch manchmal erhalten: ruow Dasypodius neben unruo; ruow Maaler 338b; dann Luther hats nür angedast und doch drum ghabt kein ruow noch rast. Schade sat. u. pasqu. 2, 248, 1936. häufiger bietet das frühere nhd. die volle form mit w: da er im mittag schlief, an seiner rûwe was. Aventinus 1, 932, 20; hernach thet er sich gar zu ruwen. Zimm. chron. 4, 240, 11. mit verhärtung des w zu b: alda hat er darnach etliche jar in gueten rueben gelept. Zimm. chron. 2, 407, 36. der ausfall des inlautenden w erzeugt die form rue, die dem ahd. rôa entspricht (s. oben). sie begegnet schon früh im md.: durch rue si gedâchten wol herbergen. pass. 143, 16 Köpke; so dann auch im älteren nhd.: demnach hab ich mir der weil genommen, .. tag und nacht kain rûe gehabt. Aventinus 1, 6, 28. daneben erscheint das wort im 16. jahrh. in heutiger gestalt, mit diakritischem h: wie aber desshalb (des grafen tod) beschach zu angeender nacht, so kompt sein gaist gleich zu seiner hausfrawen in ir kamer, rupft sie und will ir kain ruhe lassen. Zimm. chron. 4, 101, 27; lasz dich bey leib nicht mercken das: so bleibstu wol mit ruhen leben. Grobianus 49, 1444 neudruck. besonderes interesse verdient die form ruge, die sich am häufigsten in mitteldeutschen quellen des 15. und 16. jahrh. findet, jedoch schon aus früherer zeit zu belegen ist: lege dich an dîne rûge. leben d. heil. Ludwig 28, 8; ruge, pausa Dief. gl. 418a, quies 479b, requies 494a: das diese dingk in ruge gesatzt wurden. Spittendorff 180, 10; das dieselbigen (gebrechen) in eine ruge gestalt wurden. 185, 25. so auch bei Luther als regelmäszige form: und dürfftest dich des trösten, das hoffnung da sey, und würdest mit ruge ins grab komen. Hiob 11, 18; da euch one unterlas ewer gewissen solt beiszen, und straffen, und keine ruge lassen. 6, 278a. verkürzt zu rug Dief. gl. 494a. mit nd. färbung des vocals roge Dief. gl. 418a. zur erklärung dieser bildungen wird man auf die form rue zurückgehen müssen und das g als einen spirantischen übergangslaut aufzufassen haben, wie er in ähnlichen fällen schon aus ahd. quellen nachzuweisen ist (vgl. dazu Braune ahd. gramm. § 110). mit dem anfang des 17. jahrhunderts scheinen diese formen aus der schriftsprache zu verschwinden, doch zeigen heutige mundarten ähnliches, so lautet das wort im aargauischen ruej Hunziker 212. in oberdeutschen mundarten macht sich das alte stammhafte w noch vielfach bemerkbar: schwäb. ruwung, gruben, rübig Schmid 440; schweiz. rueb, rueben, rüebig Stalder 2, 287; appenzell. rûeb, rûeba, rüebig Tobler 372b. diphthongierten vocal zeigt das oberpfälzische rou Schm. 2, 3 Frommann (vergl.hout für hut in der Nürnberger mundart Frommanns zeitschr. 2, 416b). die flexion des wortes ist im mhd. die starke; vereinzelt begegnen schwach flectierte formen: hernach thet er sich gar zu ruwen. Zimm. chron. 4, 240, 11. bei der abstracten natur des wortes ist der plural selten: sô daʒ (das meer) der ober wint verlât und eʒ mit ganzen ruowen stât. Hartmann v. Aue büchl. 1, 354; flammende freuden, auch unter den sanftesten ruhen des lebens auf das höhre zu schaun, und bald dem tode zu lächeln! Klopstock Mess. 18, 531. IIII. Bedeutung und gebrauch. II@11) ruhe ist zunächst das nachlassen, aufhören von anstrengung, mühe, arbeit und die damit verbundene erholung. so wird es gebraucht von der pause im kampfe, von der rast des streiters: (die kämpfer) satzten sich ze ruowe hie unz sî diu müede verlie. Iwein 7249; so, da hinweg sie gedrängt die feindliche gluth an den schiffen, athmeten auf die Achaier; doch nicht war ruhe der feldschlacht. Voss Il. 16, 303. so auch vom wegemüden wanderer: dô di wegemüedenruowe genâmen. Nib. 1571, 1; da streckt' ich mich ins gras zur ruh und sah dem spiel der blätter zu. Geibel 1, 66. als unterbrechung der arbeit erscheint das wort deutlich in dem bair. e~rue dreschen, die garben einmal überdreschen, bis rast gemacht und das angelegte umgewandt wird. Schm. 2, 3 Frommann. nach vielen verrichtungen ruh suchen. Steinbach 2, 309; nach der arbeit zur ruh kommen. 2, 310; sich keine ruh gönnen; tag und nacht keine ruhe haben. ruhe nach krankheit, erholung: der stain gibt trôst nâch leiden und ruo nâch kranchait. Megenberg 468, 28. mundartlich für linderung eines körperlichen schmerzes Schütze 3, 277. ruhe nach geistiger anstrengung: dem hirne ein wênig ruowe lîhen. jüng. Tit. 6148; die seele weisz von keiner ruh, sie zeugt gedancken aus gedancken. Günther 134. ruhe des gemüths nach qual und sorge: weh mir, wie hat der herr jamer uber mein schmertzen zugefügt, ich seufftze mich müde und finde keine ruhe. Jer. 45, 3; doch die ruh vom elend kommt auf sie (die seele) nicht. Klopstock Mess. 12, 844. auch das thier findet in der rast, der ruhe seine erholung: laszt unser heerd nu führen heim und ihr die ruhe gönnen. Spee trutzn. 153, 168 Balke. in der landwirtschaft nennt man das brachliegen des ackers die ruhe desselben. Adelung: ruhe, die man den weinbergen giebt. Frisch 2, 134a. auf die bedeutungsverwandtschaft mit rast, das auch etymologisch mit ruhe zusammengestellt wird (vgl. Lexer mhd. wb. 2, 345), weist die alte verbindung ruhe und rast (vgl. unten 5). II@1@aa) als ausdruck für den zustand der behaglichkeit, in dem sich der von körperlicher und geistiger mühe befreite befindet, erscheint ruhe ursprünglich in wendungen wie die folgenden, die dann meist auch eine freiere bedeutung bekommen: in (älter mit) ruhe, guter ruhe sein: weil sie daheimen in gueter rhue sein. specul. vit. 7 neudruck; liesz den garten fest beschlieszen zu, meint, ich wär nu da mit guter ru. P. Rebhun Susanna 277 Tittmann. in ruhe leben: leb also in stiller ruo. H. Sachs fastn. sp. 1, 26, 137 neudruck; das erbtheil Josephs (Deutschland) lebt in ruh. Günther 135; he satt in gôde rô. ten Doornkaat Koolman 3, 47a. so allgemein etwas in ruhe thun: bisz zur erndte denke ich hier zu bleiben, um die kur in ruhe zu gebrauchen. Hölty 252; in guter ruh ein pfeifchen rauchen; einst, da der pabst noch in ruh statthalterte. Voss 2, 253; hier ... verweilten in ruh die gnädige gräfin und die gepriesene tochter Amalie. Luise 3, 18. ruhe haben: hatte ich nicht gute ruge. Hiob 3, 26. sprichwörtlich: wer will haben ruow bleib bei seiner kuow. Frank sprichw. 2, 84a; freier: die bücher haben ruh. Günther 620. ruhe haben vor jemandem, vor etwas Adelung; bei Schiller hier für: für meinem zorn haben sie ruhe. Fiesco 2, 2. freier, in ironischem sinne: du wirscht guata ruh vor'n reichthum haben, nicht dazu gelangen, mundartlich. Satorius 178. in älterer sprache in gleichem sinne ruhe von: wann der leib nimmt ab, nimmt verstand dann zu; seele hat als vor (vorher), mehr vom leibe ruh. Logau 2, 131, 63. in ruhe vor jemandem, etwas bleiben: damit .. wir denn in guter ruh vor jm bleiben möchten. Galmy 167. in (älter mit) ruhe lassen: lasz mich mit sive in ruhe, fac me missum. Stieler 1634; fraw glueck, schweig und las mich mit rw! H. Sachs fastn. sp. 6, 68, 71 neudruck; mamsellchen, lasz sie mich in ruh. Hölty 6; laszt meines vaters haus in ruh! Uhland 21. jemandem ruhe, keine ruhe lassen: gots knopf, las dem wirt sein ru! fastn. sp. 567, 20; dem bösewicht wird alles schwer, er thue was er thu! der teufel treibt ihn hin und her und läszt ihm keine ruh. Hölty 186. jemandem ruhe machen, geben, schaffen: der stahl schafft einig ruh, dem käyser, dir, und mir. A. Gryphius (1698) 1, 13; es giebt noch andere mittel, stillere, wodurch sich die beherrscherin von England vor meinem anspruch ruhe schaffen kann. Schiller M. Stuart 1, 6. freier: denn sonst ergriff es (das neidervolk) auch den rüst-zeug kluger waffen, die weiszheit darzuthun, der wahrheit ruh zu schaffen. Günther 411. ruhe suchen, ruhe finden, ruhe gewinnen: der herr gebe euch, dasz jr ruge findet eine jgliche in jres mans hause. Ruth 1, 9; (der reiche) nymmer forth kain ruo gewint. H. Sachs fastn. sp. 1, 26, 128 neudruck; ach es wird keiner seine ruh zu hause finden. Schiller Tell 3, 1. verbunden erscheinen ruhe und bequemlichkeit: die mir nunmehr gegönnte ruh und bequemlichkeit benutzte ich, um ferner manches zu ordnen und aufzubewahren, was ich in den wildesten zeiten bearbeitet hatte. Göthe 30, 157. die erwünschte ruhe heiszt sanft, süsz: ich fand ein bett zu süszer ruh auf weichen grünen matten Uhland 61. stille ruhe: erst (wenn du das regiment erlangst) hett dein stille rhu ein end, du würst ein knecht der unterthanen. H. Sachs fastn. sp. 1, 109, 305 neudruck; ich will mich an den eingang sezen und haben da ain stille rue. 6, 67, 37. ohne, sonder ruh: dann beginnen schnell die binderinnen, binden sonder ruh. Hölty 175; ermatten musz, was ohne ruhe schweift. Arndt (1860) 171; auf seelische ruhe bezogen (vgl. 2): durch das meer der träume steuert ohne ruh, steuert meine seele deiner seele zu. Geibel 2, 25. der gast, der ohne sich auszuruhen wieder fort geht, trägt die ruhe mit hinaus: geh lieber gast, nicht von diesem haus, ohne dich auszuruhn, dasz du uns nicht tragst die ruhe hinaus mit deinen staubigen schuhn. Rückert 318. so auch mundartlich: en'n de raue mêenömen. Schambach 168b; nimm mi de rau' nîch mit. Danneil 170b; i' will di ruah nît 'naustrôg'n. Frommann 6, 322, 320. der übliche grusz eines vorübergehenden an einen im felde liegenden oder sitzenden ist im hessischen: ist die rau gut? Vilmar 333. dauernde ruhe, erholung von mühe und sorge erhofft der mensch vom lebensabend, oder von einer sorgenfreieren, friedlichen lebenslage, daher in diesem sinne sich zur ruhe setzen u. ähnl.: hernach thet er sich gar ze ruwen. Zimm. chron. 4, 240, 11. sich zur ruh begeben, otium sequi. Steinbach 2, 309; dagegen bei Stieler: er will sich zur ruhe begeben, animum induxit ... rationem, vel conditionem vivendi ingredi, vel potius uxorem sibi petere. 1634; es wird dein hohes amt dir schlechte ruhe gönnen. Drollinger 289. II@1@bb) besonders häufig ist ruhe die erholung, welche körper und geist im schlafe finden: darumb er .. da er im mittag schlief, an seiner rûwe was, mitsampt seinem sun .. erwürget ward. Aventinus 1, 932, 20; der schlaf bringet den leib zur ruhe, somnus requietem corporibus affert. Stieler 1634; schlaff mit rhuo on sorgen hin, bisz dir die sonn in d'augen schein. Grobianus 74, 2419 neudruck; wann alles um die nacht empfindet seine ruh, so wach ich gantz allein und thu kein auge zu. Schuppius schriften 138; der leib eilt nun zur ruhe. P. Gerhardt 60 Gödeke; der schlaff trit wald und städten zu, gönnt vieh und menschen ihre ruh. ged. der Königsberger 148 neudruck; schönste ligstu schon zur ruh? schlafen deine zarten glieder? G. H. Schreiber nachschöszl. (1664) 51; wie, edler sir, noch nicht zur ruh? der könig schläft schon. Schiller Macb. 2, 2; (die junggesellen:) hälfte des betts giebt hälfte der ruh, uns behaget das ganze! Voss 5, 176. dichterisch: schlafet in ruh. Geibel 1, 144; es schläft das meer in ruh. 106. beim schlafengehen wünscht man angenehme ruh: fort, angenehme ruh! Hölty 8. zur ruhe gehen, wie schlafen gehen. übertragen von der sonne: schaut: die sonne geht zur ruh. ged. der Königsberger 7 neudruck; wo kein mond strahlt, keine sonne leuchtet, die täglich, hat sie sich müde gewandelt, zur ruhe geht in unserm meere. Grillparzer 4, 36. sich zur ruhe begeben: inn mittlerer nacht, ehe sie sich zur ruh begaben, giengen sie zuvor an das lufftigste ort, welchs offen unnd frey stund. Garg. 184b; welche stadt (Mastricht) früh morgens, da bürger und soldaten sich zur ruhe begeben, mit stürmender hand überwältigt worden sey. Schiller 8, 173; sich zur ruhe legen: nun merk ich erst, wie müd ich bin, da ich zur ruh mich lege. W. Müller (1868) 1, 56. übertragen: der Elb-strom lege sich zur ruh. Günther 138. sich zur ruhe schicken. wenn ich früh den tag erblicke, dank ich gott für mein gesicht, wenn ich mich zur ruhe schicke, preis ich ihn aus gleicher pflicht. Lichtwer 274. auch in der wendung der ruhe pflegen häufig in diesem sinne: ich zog aber vor .. nachts in dem groszen schlafwagen der ruhe zu pflegen. Göthe 30, 14. so deckt sich der bedeutung nach manchmal ruhe und schlaf: indessen hat sein (des Cephalus) wehklagen alles, was in den waldigen bergeshöhen lebt und webt, aus der morgendlichen ruhe aufgeregt. Göthe 44, 132; die vögelein, so ihre gottheit fühlen, erwachen aus der ruh. Hölty 167 Halm. doch nicht immer gibt der schlaf dem menschen ruhe. der dichter singt von den weltlich gesinnten: sie schlafen ohne ruh, arbeiten immerzu, sind tag und nacht geflissen. P. Gerhardt 87 Gödeke. II@1@cc) nach den mühen des lebens findet der mensch im tode ruhe: die ruh der arbeit ist der tod. Steinbach 2, 309; zur ruhe kommen, mori. Frisch 134b; dort erst (im grabe) find ich die ruh. Fr. Müller 3, 334; ich aber fürcht des todes nicht, wan er macht .. meiner arbeyt rhu. H. Sachs fastn. sp. 1, 32, 355 neudruck; es kommen stund und zeiten, da man euch (den gliedern) wird bereiten zur ruh ein bettlein in der erd. P. Gerhardt 61 Gödeke; ich habe meinen lauff vollführet, drum gönnt mir einst die späte ruh (im grabe)! Drollinger 123; im grab ist ruh! H. Heine 15, 50; der todesschlaf heiszt die letzte ruhe: sichre freyheit vor dem jammer! holde grufft, vergnügungs-kammer: sanfftes lager letzter ruh! Günther 81. jemanden zur letzten ruh begleiten: dem leich-processe nach, der ietzt, da licht und nacht noch in der dämmrung streitet, ein pfand von deiner eh zur letzten ruh begleitet. Günther 820. die ruhe der todten: störe nicht die ruh' der todten! Uhland 270. einen zur ruhe bringen, sepelire Frisch 2, 134a. zu ruhe tragen, im bilde: auch abends, wann die braune nacht den tag zu ruh getragen. Spee trutzn. 65, 6 Balke. II@22) der begriff der inneren ruhe entwickelt sich aus dem der erlösung von mühe, sorge, leid weiter zu dem des gleichmaszes, des ungestörten zustandes der seele. vor allem ist es der glaube, der dem herzen ruhe verleiht: nemet auff euch mein joch und lernet von mir, denn, ich bin senfftmütig, und von hertzen demütig, so werdet jr ruge finden für eure seele. Matth. 11, 29; sollten die hohen wahrheiten der religion, welche die wahre ruhe und das glück des geistes in mehr als einer welt betreffen, weniger geschickt seyn, grosze redner zu bilden, als die vorfälle vor den gerichten der alten? Gellert 5, 275; wie lange soll ich armes kind der seelen ruh entbehren? P. Gerhardt 253 Gödeke; auf dich, mein gott! kommt alles an, .. bekehre mich, hernach den feind, und lasz mich, wo es rathsam scheint, von nun an trost und ruh ergetzen. Günther 88. ruhe in gott: der kleine geist, fand er in gott die ruh, schlieszt vor der welt sich ängstlich bangend zu. Geibel 2, 127. der gläubige nennt gott seine ruhe: dir, der du meine ruh, dancksag ich umb mitnacht für dein gerechtes recht. Weckherlin 267. ein schuldloses gewissen, friede im herzen ist zur inneren ruhe nothwendig: nie wird dem an ruh gebresten, wer nur fried im herzen hält. Spee trutzn. 76, 31 Balke; es entspringt der helden-muth von dem redlichen gewissen. ohne welches geist und blut niemahls wahre ruhe genieszen. Günther 92; meine ruh' ist hin, mein herz ist schwer. Göthe 12, 177. die ruhe des weisen ist verbunden mit richtiger erkenntnis der dinge: schätze verachten, weil sie zu unserm glücke nicht nothwendig sind, ist ruhe und grösze der seele. Gellert 7, 75; wie selig lebt ein mann, der in gelehrter ruh die welt verlachen kan. Günther 520. die innere ruhe gibt vor allem wahres glück, wahre freudigkeit: überwölkt ist meine ganze seele, ruh und freude sind von mir entflohn. Hölty 61 Halm; in der freiheit drauszen stürmt es wild, glück und ruhe haschest du vergebens. Arndt 123. sie wird durch den affect, die leidenschaft gestört: herr prinz von Homburg, dir empfehl' ich ruhe! H. v. Kleist 2, 19; fahr wohl, des herzens ruh! Shakesp. Othello 3, 3. daher heiszt es: mühsam seine ruhe bewahren. ruhe und affect als gegensätze: (ein mädchen) reizend im zustand der ruhe, hinreiszend und herrlich im zustand des affects. Schiller 6, 90. verbunden erscheinen ruhe und gleichmuth: die emigrirten ... hetzten deshalb an den obersten behörden, denen aber zum ruhme zu rechnen ist, dasz sie in diesem wie in andern fällen, sich mit geziemender hoher ruhe und anständigem gleichmuth betragen. Göthe 30, 43. etwas mit ruhe ertragen: heute will ich mit ruhe ein paar stunden die schlechten späsze ertragen. Göthe 16, 215. der verständige liebt seine innere ruhe: kein mann, der seine ruhe liebt und bei sinnen ist, wird so ein spitzges nadelküssen nehmen. Schiller Turandot 2, 1. etwas geschieht um jemandes ruhe willen: um ihrer ruhe willen musz es ihr verschwiegen bleiben. Schiller Piccol. 3, 5. für jemandes ruhe besorgt sein: ihre frau schwester, die .. für ihre ruhe nur gar zu zärtlich besorgt ist. Gellert 4, 110. jemandes ruhe stören: es trifft mich, wie gesagt, zwar scharff; doch mag ich deine ruh nicht stören, und was ich nicht besitzen darff, das will ich still und ewig ehren. Günther 366. jemanden um seine ruhe bringen, um seine ruhe betrügen: disz niederträchtige vergnügen (die freude am geld) soll mich nicht um die ruh betrügen. Günther 172. die erfüllung eines wunsches, lösung eines missverständnisses u. dgl. stellt die getrübte innere ruhe wieder her: so höret nur ein einziges wort — es wird euch all eure ruhe wiedergeben. Schiller räuber schausp. 3, 1; schon dieser grund allein — damit Linda ihren vater und sie alle endlich die ruhe der klarheit fänden — bestimme ihn für eine frühe heimliche verbindung beider durch den ehrlichen Spener. J. Paul Tit. 5, 3. durch körperliche bewegung versucht man, der empfindungen, welche die ruhe des innern trüben, herr zu werden: knapp', sattle mir mein Dänenrosz, dasz ich mir ruh erreite. Bürger 214 Sauer. die erfüllung des letzten, höchsten wunsches gibt dem menschen die ewige ruhe, die ruhe der seligen: die merteler kâmen an die êwigen rûwe, dâ si inphingen daʒ lôn, daʒ si erarnet hetten. myst. 1, 84, 17; mnd. in deme sevenden dage .. ruowede got na sineme werke. darmede betekende he uns de ewigen rovwe. sächs. weltchron. 67, 27 mon. Germ.; ewige ruhe, vita aeterna, seu beatorum Stieler 1634; dein (Jesu) seufzen und dein stöhnen und die viel tausend thränen, die dir geflossen zu, die sollen mich am ende in deinen schosz und hände begleiten zu der ewgen ruh. P. Gerhardt 74 Gödeke. zur ewigen ruhe eingehen. in gleichem sinne gottes ruhe: du giengst in gottes ruh! Hölty 63 Halm. gott nimmt den seligen in seine ruhe: wann, gelehrt von himmels weisen, wir des vaters liebe preisen, der aus irrthum, schmach und gram uns in seine ruhe nahm. Voss 4, 85. die wendung jetzt hat die arme seele ruhe, die natürlich zunächst auf die ewige ruhe geht, hat den allgemeinen sinn angenommen, das langersehnte bekommen haben, zufrieden sein: gënd-em's, sô het si arm sêl ruej. Hunziker 212. II@33) auch in sinnlicher bedeutung entwickelt ruhe den begriff des beharrens in einem zustande und wird so der gegensatz zu bewegung: aller bewegunge ende ist diu ruowe. mystiker 2, 214, 23; der arzt verordnet dem einen kranken bewegung, dem andern ruhe; ruhe und mäszigkeit heilen das fieber. Simrock 8586. landschaftlich: die leibliche ruhe nicht haben, keinen augenblick still, immer in bewegung sein (meist von lebhaften kindern). Spiesz 199. so dann auch von dingen; zunächst wol von belebt gedachten, dann allgemein: das meer wanns hebt ohn maaszen, mags doch nit lang bestahn, pflegt bald sich niederlassen, nimmt ruh begierlich an. Spee trutzn. 19, 52 Balke. im bilde: leer der busen, dessen arme wellen nur lust zu spielen noch und furcht vor strafe aus ihrer dumpfen ruhe manchmal weckt. Grillparzer 3, 191. ruh der waffen: ach, dasz uns doch gott sagte zu des krieges schlusz, der waffen ruh und alles unglücks ende. P. Gerhardt 22 Gödeke. ein messer zur ruhe legen, so legen, dasz es nicht verletzen kann: hätte ein solcher kerl nit verdient, dasz man ihn mit bloszem rücken in die heisze asche setzte, und liesze ihn so lange zappeln, bisz man ein messer zur ruhe gelegt hätte. Weise erzn. 128 neudruck. etwas in ruhe setzen, stellen, in älterer sprache in freierer fügung: das diese dingk (die schatzung) in ruge gesatzt wurden, bis unser gnediger herr, der neue bischoff, bestetiget wurde. Spittendorff 180, 10; das sie die gebrechen, die in der stadt zu Halle weren, das dieselbigen in eine ruge gestalt wurden. 185, 25; der hahn steht in der ruhe, an einem feuergewehre, wenn er nicht gespannt ist. Adelung. ein gewehr in ruh setzen, es sichern; gewehr in ruh! als militärisches commando. dann allgemein: ein körper ist in ruhe, wenn er seinen ort nicht verändert, sich nicht beweget. Adelung; ruhe ist die beharrliche gegenwart an demselben orte. Kant 8, 461. aber nicht das verharren an einem ort allein, sondern überhaupt das gleichmäszige verharren eines körpers in einem zustande wird als ruhe bezeichnet. so spricht man von ruhe in der bewegung; im marsche des soldaten musz ruhe sein. II@44) von der allgemeinen bedeutung des gleichmäszigen beharrens in demselben zustande aus nimmt die bedeutung des wortes nun verschiedene färbungen an: II@4@aa) ruhe wie unthätigkeit, müszigkeit: disz arm' und blinde volck verfault in nasser ruh, und traut sich, was es rühmt, im hertzen selbst nicht zu. Günther 411; denn der mensch verkümmert im frieden, müssige ruh ist das grab des muths. Schiller braut von Mess. 1, 7 v. 884; was locket ihr, was winkest du o vaters hof und garten? wie darf ich nun in schnöder ruh des stillen feldes warten? Schenkendorf (1815) 130. II@4@bb) wie stille, geräuschlosigkeit: ruhe gebieten: ruhe gebot der wirth. Göthe 1, 311. gieb ruhe, lärme nicht so. Adelung; ruhe als zuruf: bei eurem eide! ruh! Schiller Tell 2, 2. mit, zu ruhe sein, in älterer sprache wie still sein: nun schweigt, ir herrn, und seit mit ru. fastnachtsp. 391, 1; (zur klagenden seele:) sei zu ruh, und harr der gnaden, die für uns hat unser gott. Weckherlin 160. auch wie aufhören: sei der ding zu rhu. H. Sachs bei Schm. 2, 3. ruhe halten, schweigen; älter so ruhe haben: so habet ruh und schweigt fein still! Ayrer 2528, 22. tiefe ruhe wie tiefes schweigen: die winde, die wogen alle lagen in tiefer ruh. Uhland 207. stumme ruhe: die mitternacht zog näher schon; in stummer ruh lag Babylon. H. Heine 15, 63. mit verinnerlichung der beziehung: erhabene ruhe einer kirche; ruhe eines grabes, eines kirchhofs: bald wird des grabes ruhe mich decken. Hölty 79; könig: hier (in Spanien) blüht des bürgers glück in nie bewölktem frieden, und diese ruhe gönn' ich den Flamändern. marquis: die ruhe eines kirchhofs. Schiller don Carlos 3, 10. ruhe in der natur: er (der gesang) paszt vollkommen für einen müszigen einsamen schiffer, der auf der ruhe dieser canäle in seinem fahrzeug ausgestreckt liegt. Göthe 38, 195; es ist ein wundervoller traum in mir eingeschlossen ... ich nenne es die welt der bewegung als gegenstück jenes allgemeinen eindrucks äuszerer ruhe, den jeder anblick der natur in ihren verschiedenen erscheinungen zurückläszt. Arnim Hollins liebel. 29. ruhe vor dem sturm; über allen gipfeln ist ruh'. Göthe 1, 109; und aus der schöpfung heil'gem leben, aus ihrer ewig heitren ruh strömt mit geheimniszvollem weben verjüngung euch und klarheit zu. Geibel 2, 97. II@4@cc) wie ordnung, regelmäsziger zustand. so als gegensatz zu krieg und aufruhr: da ward fried und ruge im land zwey jar. 1 Macc. 9, 57; die öffentliche ruhe stören. Adelung; alles hingegen würde in die vorige ruhe zurücktreten, alle widersetzlichkeit aufhören ..., sobald es sr. majestät gefiele, diesen menschen (Granvella) vom ruder des staats zu entfernen. Schiller 7, 124; dragoner werden von Nordheim requirirt, die ruhe (in Göttingen) herzustellen. Oppermann 100 jahre 2, 9. so auch ordnungsgemäszes verhalten: sprichwörtlich ruhe ist die erste bürgerpflicht, worte des grafen Schulenburg - Kehnert in einem nach der schlacht bei Jena veröffentlichten manifest (vgl. Wander 3, 1764). auch titel eines romans von W. Alexis. jemanden zur ruhe bringen wie zur ordnung bringen: sie (die lords) sind gegangen, das aufgebrachte volk zur ruh zu bringen. Schiller M. Stuart 4, 11. II@55) formelhaft verbunden erscheinen ruhe und rast: mittelengl. tô rô and tô reste. Bosworth-Toller 803a; die .. begebenheiten lieszen den parteyen weder ruhe noch rast. Göthe 24, 73; ir (der conventualen) kainer hat nit überlast, mit wollust hand sie ruw und rast. Zimm. chron. 4, 399, 18; das krencket meinen son so fast, het darnach weder ruh noch rast. H. Sachs fastn. sp. 1, 2, 40 neudruck; bei ir (der bäurin) het ich (der frörer) kein ru noch rast. meisterl. 271, 17 Gödeke; ja sollt ich je noch hoffen alsdann auch rast und ruh wann müd und lasz geloffen der tag sich rieglet zu. Spee trutzn. 19, 26 Balke; drob hatte der hochstolzirende gast bei nacht und bei tage nicht ruhe noch rast. Bürger 33b; ich wandre sonder rast und ruh'. W. Müller (1868) 1, 59; seit du zum erstenmale mich angesehen hast, da schwärmen meine gedanken und haben nicht ruh noch rast. Geibel 1 (1880) 91; nun such' ich wohl durch land und see, und habe nicht rast noch ruh. 140. weitere belege unter rast oben sp. 150 und 151. nd. nich rist noch rou: in städern ist nich rist noch rou. Voss 2, 123. gern werden auch ruhe und friede zusammengestellt: (die Baiern) so .. bisher mit rûe, mit frid gewesen warn. Aventinus 1, 934, 33; wo der glaub rechtschaffen ist, da ist gott mit allen seinen gütern und segen, ist alles schlecht, eitel friede und ruge, obgleich der glaube noch schwach ist. Luther 4, 104a; denn ich habe .. kein bitter noch böse hertz .., darumb habe ich auch friede und ruge. 6, 8b; man soll ihne (den fürsten) wider zu gnaden kommen lassen, denn sonst sei kain fridt, noch ruw nimmer da. Zimm. chron. 4, 10, 10; in dieser geistlichen nachbarschaft schien auch den weltlichen bewohnern ruh und friede verheiszen. Göthe 30, 149; eine solche anstalt (ein kloster), aus ruh und frieden entsprungen, auf ruh und friede berechnet, nahm sich freilich unter diesen umständen (im kriege) wunderlich aus. 171; fried und ruhe suchtest du (Rousseau) vergebens, fried und ruhe fandst du hier (im grabe). Schiller 1, 220; und wenn man sich zu retten gehn wollte dem friedhof zu, sich dort in friede zu betten, war dort auch nicht friede noch ruh. Rückert (1882) 1, 138. ein epigramm Logaus ist betitelt friede und ruhe: die ruh hat guten fried, und friede gute ruh, die welt laufft immer noch dem kriege weiter zu. 1, 85, 53. II@66) ruhe personificiert: tochter Edens, o ruh, die du die finsternisz stiller haine bewohnst, unter der dämmerung mondversilberter pappeln, mit verschlungenen armen weilst. Hölty 74; süsze ruhe schlinget hier (auf dem dorfkirchhof) die arme um des landmanns urne. 49. den abendstern nennt der dichter den gespielen der ruh: hingegossen, auf thau, blick ich den abendstern, den gespielen der ruh, blick ich den mond hinan. Hölty 75. II@77) ruhe wie ruhestätte: dis (Zion) ist meine ruge ewiglich, hie wil ich wohnen, denn es gefellet mir wol. ps. 132, 14. besonders gebräuchlich in namen für schlösser, ruheplätze u. dgl. wie Wilhelmsruh, Louisenruh. Campe. der jäger nennt ruhe den ruheplatz des wildes, das bett. Adelung. für die letzte ruhestätte, das grab: und jm die ruh, als man het solln, nicht in der kirch vergönnen wolln. B. Ringwald spec. mundi (1590) L 5b; wünschest, dasz in der stillen erde, ferne von sonne und vogelschall, dir die ruhe gegraben werde. Arndt 25. die bedeutung ruheplatz, ruhepunkt hat das wort auch in technischen bezeichnungen. so ist ruhe bei der flinte gleichbedeutend mit rast. Jacobsson 2, 261a und 4, 552a. in der mechanik ist ruhe der punkt, wo ein hebel aufliegt. Campe.
29440 Zeichen · 556 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    rûhestf.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    riuhe , rûhe stf. BMZ rauchheit, behaartheit. daʒ wîp ûʒ grôʒer riuhe sach Wig. 162,31. sîn blœʒe ist dîner riuhe ( bart…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    rûhe

    Mittelniederdeutsches Wb.

    rûhe s. *° rûie.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Ruhe

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Die Ruhe , plur. die -n, von dem Zeitworte ruhen. Es ist in einer doppelten Hauptbedeutung üblich. I. Als ein Abstractum…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Ruhe

    Goethe-Wörterbuch

    Ruhe vielfach ‘Ruh’, gelegentl ‘Ruh'’ (insbes im Vers) 1 (vorübergehendes) Innehalten von einer Tätigkeit, Anstrengung, …

  5. modern
    Dialekt
    Ruhe

    Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Ruhe das Wort ist allg.; es ergeben sich vier grössere Räume, bei denen die Grundlage des Wortes verschieden ist: α. auf…

  6. Sprichwörter
    Ruhe

    Wander (Sprichwörter)

    Ruhe 1. Alles mit Ruhe, sagte der Schuster, und ass die Grütze mit der Ahle. Dän. : Smuk langsam, sagde han, som øste ve…

  7. Spezial
    Ruhe

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ru|he f. (-) 1 (Gelassenheit) calma (-mes) f. 2 (Stille, Schweigen) chît m. 3 (Friede) pesc f. 4 (Gemächlichkeit) baldëz…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ruhe

287 Bildungen · 127 Erstglied · 158 Zweitglied · 2 Ableitungen

ruhe‑ als Erstglied (30 von 127)

Ruhebank

SHW

Ruhe-bank Band 4, Spalte 1511-1512

Ruhebaum

SHW

Ruhe-baum Band 4, Spalte 1511-1512

Ruhefang

SHW

Ruhe-fang Band 4, Spalte 1511-1512

Ruhegewann

SHW

Ruhe-gewann Band 4, Spalte 1511-1512

Ruhehaus

SHW

Ruhe-haus Band 4, Spalte 1511-1512

Ruhekaute

SHW

Ruhe-kaute Band 4, Spalte 1511-1512

Ruhekissen

SHW

Ruhe-kissen Band 4, Spalte 1511-1512

Ruheort

SHW

Ruhe-ort Band 4, Spalte 1513-1514

Ruhepause

SHW

Ruhe-pause Band 4, Spalte 1513-1514

Ruheplatz

SHW

Ruhe-platz Band 4, Spalte 1513-1514

Ruherech

SHW

Ruhe-rech Band 4, Spalte 1513-1514

Ruhestein

SHW

Ruhe-stein Band 4, Spalte 1513-1514

Ruhestopfer

SHW

Ruhe-stopfer Band 4, Spalte 1513-1514

Ruhestunde

SHW

Ruhe-stunde Band 4, Spalte 1513-1514

Ruheweide

SHW

Ruhe-weide Band 4, Spalte 1513-1514

Ruhezeit

SHW

Ruhe-zeit Band 4, Spalte 1513-1514

ruheamt

DWB

ruhe·amt

ruheamt , n. ein leichtes amt, wie es ein verdienter mann für das alter bekommt ( s. ruheposten ).

ruheausstrahlend

DWB

ruheausstrahlend , adj. : dort in dem grausen gewirr umhagelnder todesgeschosse sprengte der kaiser den wall entlang und erweckte die völker…

ruhebank

DWB

ruhe·bank

ruhebank , f. eine bank, auf der man ausruhet. Frisch 2, 134 c . 1 1) im eigentlichen sinne: legt' auf der ruhbank ihm sein polster zurecht …

ruhebedürfnis

DWB

ruhe·beduerfnis

ruhebedürfnis , n. das bedürfnis nach ruhe: hier fand ein ruhebedürfnis das willkommenste asyl. Göthe 30, 149 .

ruhebedürftig

DWB

ruhe·beduerftig

ruhebedürftig , adj. der ruhe bedürfend: müd und ruhbedürftig betret ich deinen wohlbekannten vorhof. Wieland 26, 29 .

ruhebeflissen

DWB

ruhe·beflissen

ruhebeflissen , adj. nach ruhe strebend: und sah im sichern reich der ruhbeflisznen Britten, wie völker, die voll zorn schon jahre lang gest…

ruhebett

DWB

ruhe·bett

ruhebett , n. : ruowbett, daran man ruowet. Maaler 339 a . 1 1) in eigentlichem sinne: eine wohlgegliederte weibliche gestalt liegt nackt, d…

ruhebettchen

DWB

ruhebett·chen

ruhebettchen , n. , dimin. zu dem vorhergehenden: wohin sie fliehn, bis in die kabinettchen, bis in die lauben von schasmin und auf die nun …

ruhebettlein

DWB

ruhebett·lein

ruhebettlein , n. , dimin. zu ruhebett. 1 1) wie dieses in eigentlicher bedeutung und vom grabe : er wolle seiner seeligen lieben hausfrau d…

ruhe als Zweitglied (30 von 158)

Bärenruhe

RDWB1

Bärenruhe f невозмутимое спокойствие

Seelenruhe

RDWB1

Seelenruhe f in aller Seelenruhe idiom. - не теряя присутствия духа идиом. ; невозмутимо; не моргнув глазом идиом. ; не поведя бровью идиом.…

Unruhe

RDWB1

Unruhe f беспокойство, озабоченность ~n Pl. - беспорядки, смута книж. , бунт

Amtstruhe

DRW

amts·truhe

Amtstruhe Amtskasse wann in unser ämbtern bevorstänndt gefunden, die über betzallung der verfallenen interessen ... in den amtstruhen bleibe…

Armenruhe

DRW

armen·ruhe

Armenruhe Rastplatz (an der Grenze) für den auszuliefernden Missetäter WürzbZ. I 1 S. 406 Faksimile

bārtruhe

KöblerMhd

bār·truhe

bārtruhe , sw. F. nhd. Totentruhe, Sarg E.: s. bāre, truhe W.: nhd. DW- L.: LexerHW 1, 132 (bârtruhe), Benecke/Müller/Zarncke I, 121b (bârtr…

eseltruhe

Lexer

esel·truhe

esel-truhe swf. »beim marstall in München hat man truhen, die zwischen zwei hintereinander hergehende pferde oder maulthiere aufgehangen wer…

Ableitungen von ruhe (2 von 2)

Geruhe

PfWB

Ge-ruhe (Gen. ?) : ' Ruhe '. Do kommt mer net zu Geruch [ RO-Obd ]. — Der ch-Auslaut geht auf die mhd. Form rūge zu ruowe/ruo 'Ruhe' zurück;…

unruhe

DWB

unruhe , f. , mangel u. gth. der ruhe. ahd. unrâwa; mhd. unrâwe, -ruowe, -ruo, -rûwe, -rûg, -rû, -rueb; mnd. unro(u)we. mnl. onroeuwe ( mit …