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Mond

nhd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
Anchors
18 in 16 Wb.
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

Mond m.

Bd. 4, Sp. 1400
Mond m.: 1. 'das die Erde umkreisende Himmelsgestirn', Mond (mōnd) [verbr. westl. WPf mancherorts NPf VPf], Karch Gimmdg/Muttstdt 245 Müller Dietschw 51 Lambert Penns 107 Krämer Gal 151 Buffington-Barba Penns 155, Muund (mūnd) [verbr. mittl. u. südl. WPf äußerste NPf NWPf vereinzelt übrige Pf, Christmann Kaulb 8, 92 Heeger Südostpf. 7 Höh 87 Mang 116 Lambert Penns 107 Buffington-Barba Penns 155], Maand (mānd, mnd, mnd) [mancherorts VPf vereinzelt NPf NWPf, Heeger SOPf 7 Schneckenburger 9 Schandein Sprachsch. 40], Mound (mǫund, mąund) [WD-Niedkch LA-Edk Gr'fischl Mart Nd'hochstdt Venn Bertram § 51], Mon [IB-Ensh], Mooⁿ [BZ-Steinf GH-Neubg], Mou [GH-Büchbg], Maaⁿ [GH-Schaidt Scheibhdt], Muuⁿ [GH-Berg], Munid [PS-Bundth], Muned [PS-Erfw], Maned [LA-Gommh]; zur Verbr. s. K. 294; Pl. (wenig gebraucht) -e; vgl. Bubensonne, Lui 4, Licht 1 a β; Zs.: Viertels-, Voll-, Halb-, Neu-, Sichelmond; de Mann im M. 'die dunklen Gebiete des Mondes, die als menschliches Wesen gedeutet werden, das zur Strafe dafür, daß es sonntags Holz aus dem Wald holte, auf den Mond verbannt wurde' [verbr.]. De M. scheint so scheeⁿ heint owend [NW-Haßl]. De M. geht uf (kummt) [LU-Alsh, verbr.]; geht unner [PS-Windsbg, verbr.]; nimmt zu (ab) [RO-Dielkch, verbr.]; horre Hof (hat einen Dunstring) [KL-Siegb, verbr.]. De Hund bellt de M. aⁿ [PS-Schmalbg]. RA.: in de M. gucke 'das Nachsehen haben' [LU-Friesh, verbr.]; hinnerm M. dehääm seiⁿ 'abgelegen, rückständig sein' [ZW-Battw, verbr.], oft erweitert: drei Stunn (siewe Stunn, drei Daach) hinnerm M. dehääm seiⁿ [LA-Wollmh, mancherorts]. Seiⁿ Glatz leicht wie de M. [BZ-Annw]; vgl. Mond 2. Do kummt (scheint) kääⁿ Sunn un kääⁿ M. ane (hiⁿ), z. B. von einem nach Norden gelegenen Zimmer, vom Gefängnis, von einer abgelegenen Gegend [LA-Birkw, verbr.]. Der is wie vum M. gefall 'Er ist verwirrt, völlig perplex' [ZW-Bechhf]. Der streckt d' Nas in de M., von einem Hochmütigen [GH-Zeisk]. Der hot e Kopp wie e M., 'einen dicken Kopf' [BZ-Gossw, mancherorts]. Der reißt's Maul uf, daß mer määnt, der M. geht uf [NW-Kallstdt]. Der kann de M. am Arsch lecke, von einem Langen [KU-Bedb]. Von einem besonders Dummen sagt man: Wann der so groß (lang) wär wie dumm, mißt er sich bicke, um em M. in die Aache sehne se kenne [SP-Harths], kennt er de M. runnerrenne [NW-Kallstdt], kennt er seiⁿ Peif am M. aⁿstecke [KU-Hefw], kennt er de M. kisse [KL-Siegb, mancherorts]. Zu einem, der gar zu gern und fortwährend befiehlt, sagt man: Michel, häng de M. eraus! Michel, steck die Stern aⁿ! Michel, blos' die Sunn aus! Michel, schieb die Wolke! [Hebel 23]. Das schmeckt, wie wann eem de M. uf die Zung scheint 'Das schmeckt nach nichts' [Land]. Die Supp is uf'm M. gekocht, von einer erkalteten Suppe [ZW-Gr'bundb]. Do kammer Sunn un M. dorechsiehe, z. B. durch einen fadenscheinigen Stoff [ZW-Bechhf]. Er sieht d' M. for 'n Krautkopp 'Er hat zuviel getrunken' [LA-Ranschb]. Der geht mit'm M. 'Er bekommt von Zeit zu Zeit (bei Mondwechsel) einen Anfall von Verrücktheit' [KU-Bedb, SP-Harths]; vgl. Monats-, Mondnarr. Der geheert uf de M. geschosse (nuffg'huckt) [BZ-Stein, mancherorts]. Verwünschung: Ich wollt, du wärscht im M. [KB-Kriegsf]. Wann de nor im M. leie dätscht! [FR-Bockh]. E Gewirrer soll dich durch Sunn un M. schlae, daß der die Stern am Arsch hänge bleiwe [PS-Saalstdt]. Drohung: Ich schlaach dich, daß d' de M. for e Kucheblech aⁿsiehscht! [LU-Limbghf]. Ich du dich dorch Sunn un M. schlan! [IB-Herbh, KL-U'sulzb]. WR.: Wann de M. e Hof (e Krääs) (einen Dunstkreis) hat, gebt's Reechewerrer (anner, schlecht Werrer) [PS-Hintwdth, verbr.]. Man sagt in diesem Fall auch: De M. hot e Wasserhof [KB-Bubh]. De M. es so klor, 's gebbt schääⁿ Werrer [RO-Bistschd, mancherorts]. De M. wechselt, 's gebbt anner Wedder [LA-Gommh]. Mer hen zunemmender M., 's gebbt anner Werrer [PS-Erfw], gut Werrer [BZ-Annw], Kält [ZW-Gr'bundb]. De M. nemmt ab, 's gebt schlecht Werrer [BZ-Annw]. Volksgl.: Bei zunehmendem M. soll man Reben, Weiden, Haare schneiden, andernfalls gedeihen sie in ihrem Wachstum schlecht [LA-Ranschb NW-Frankeck PfH 16/ 1931]. »Bei der Burg Scharfeneck versuchte man die Schätze zu heben, von denen in den Sagen berichtet wird. Man muß aber genau den Tag bestimmen, denn bei abnehmendem M. senken sich die Schätze, bei zunehmendem heben sie sich« [PfMus. 1889 38]. Volksmed.: Mittel gegen Augenflecken: »Nimm einige Stückchen von der Wurzel des Löwenzahns, desgleichen vom Teufelsabbiß und hänge sie bei abnehmendem M. dem Patienten um den Hals« [Heimatbl. für Lu'haf 1913 7]. Eine weitere Volksmed. s. vermehren. VR.: s. Bett, Emil. — 2. übertr. 'Glatze' [mancherorts]. Zu Glatzköpfigen (Über Glatzköpfige) sagt man daher: Du loscht de M. scheine [ZW-Stamb]. Bei dem scheint de M. [RO-Rehborn]. De M. geht uf (scheint) [GH-Zeisk, mancherorts]. Loß de Hut uf, sunscht scheint de M.! [GH-Vollmw]. — F.: Die vereinzelten Belege in der Bedeutung 'Monat' wurden zu Monat gestellt. Da ihre Pluralbildung nicht der von M. entspricht, sind sie eher als Verkürzungen aus mōnəd zu betrachten. — Südhess. IV 741 ff.; Rhein. V 1262 ff; Lothr. 369; Els. I 690.
5193 Zeichen · 138 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Mōnd

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Der Mōnd , des -es, plur. die -e, (Oberd. des -en, plur. die -en,) Diminut. das Mȫndchen, derjenige Weltkörper, welcher …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Mond

    Goethe-Wörterbuch

    Mond Vereinzelt Kleinschr; (poesiesprachl) wiederholt pl ‘M-en’ (s 1c, auch in 2 u 3). Bei ca 400 Archivbelegen Gebrauch…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Mond

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Mond , der Trabant od. Nebenplanet der Erde, um die er sich in einer Ellipse von Westen nach Osten innerhalb 27 Tagen be…

  4. modern
    Dialekt
    Mon(d)

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    Mon(d) [Món O., auch Mónt Horbg. ; Mânt Dollern ; Myùn M. ; M Geisp. ; Mónt Str. u. vorwiegend neben Món U.; Mônət Wh. …

  5. Sprichwörter
    Mond

    Wander (Sprichwörter)

    Mond 1. Bei abnehmendem Monde ist's böse Zaunlatwergen einnehmen. – Fischart, Prakt., in Kloster, VIII, 623. 2. Bei roth…

  6. Spezial
    Mond

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Mond m. (-[e]s,-e) 1 (Himmelskörper) löna f. 2 ‹fig› (wirklichkeitsferner Ort) löna f. ▬ der Mond nimmt zu la löna se fe…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit mond

398 Bildungen · 383 Erstglied · 12 Zweitglied · 3 Ableitungen

mond‑ als Erstglied (30 von 383)

Mondachat

SHW

Mond-achat Band 4, Spalte 743-744

mondblind

SHW

mond-blind Band 4, Spalte 743-744

Mondhannes

SHW

Mond-hannes Band 4, Spalte 743-744

mondhell

SHW

mond-hell Band 4, Spalte 743-744

Mondkalb

SHW

Mond-kalb Band 4, Spalte 743-744

Mondlicht

SHW

Mond-licht Band 4, Spalte 743-744

Mondnacht

SHW

Mond-nacht Band 4, Spalte 743-744

Mondnarr

SHW

Mond-narr Band 4, Spalte 743-744

Mondrand

SHW

Mond-rand Band 4, Spalte 743-744

Mondschein

SHW

Mond-schein Band 4, Spalte 743-744

Mondsichel

SHW

Mond-sichel Band 4, Spalte 743-744

mondabend

DWB

monda·bend

mondabend , m. vom monde erhellter abend: er bat sie .. in den mondabend hinauszugehen. J. Paul ...

môndach

MNWB

mond·ach

+° môndach , m. , Montag (Zs. Hamb. Gesch. 6, 567; Ub. Bielef. 596; Ub. Obernkirchen 177; Kieler Denkelb. 32). Vgl. 2 mândach.

mondän

Pfeifer_etym

mon·daen

mondän Adj. ‘auffallend elegant, im (oft vermeintlichen) Stil der großen Welt’. Afrz. frz. mondain ‘weltlich’ (im Gegensatz zu ‘geistlich, k…

Mondäuger

RhWB

Mond-äuger Mettm , Heinsb-Millen m.: -blinder.

mond als Zweitglied (12 von 12)

Christmond

Wander

christ·mond

Christmond Wenn der Christmond bricht, so ist's eine miserable Gschicht'. Weil der Winter in der Regel dann ein unbeständiger ist. [Zusätze …

Hartmond

Wander

hart·mond

Hartmond Im Hartmond (Januar) besser ein Wolf auf dem Mist als eine Mücke. ( Nassau. ) – Kehrein, VIII, 110.

herbstmond

DWB

herbst·mond

herbstmond , m. für september. voc. inc. theut. i 4 a ; ( Schulz ) almanach der belletr. (1782) b 5 a . vergl. oben herbstmonat 2.

Heumond

Campe

heu·mond

Heumond , des — es, Mz. die — e , der siebente Monat im Jahre, in welchen gewöhnlich die Heuernte fällt; im gemeinen Leben, der Julius .

Maimond

Campe

mai·mond

Maimond , — es, Mz. — e , der Monat Mai. Der schöne Maienmond . Hölty.

N_s;benmōnd

Adelung

Der N_s;benmōnd , des -es, plur. die -e, das von den Lichtstrahlen reflectirte Bild des Mondes in der mit Dünsten angefüllten Luft; Parasele…

neumond

DWB

neu·mond

neumond , m. novilunium ( s. neu I, 5, b, γ und neulicht): newmon Dief. 383 c . Denzler 212 a . Weckherlin 609 ; neumond Stieler 1289 ; blas…

schlichtmond

DWB

schlicht·mond

schlichtmond , m. bei den gerbern eine runde eisenscheibe, die mit einem loch versehen ist und eine scharfe schneide hat. durch das loch gre…

Septembermond

Wander

september·mond

Septembermond Warmer und trockner Septembermond mit reifen Früchten reichlich lohnt. It. : Un Settembre caldo e asciutto maturar fa ogni fru…

vollmond

DWB

voll·mond

vollmond , m. , s. voll 2 c, sp. 532; ahd. volmâni, n. plenilunium Graff 2, 795 ; mhd. volmæne, vollemâne mhd. wb. 2, 1, 55 a ; Lexer 3, 450…

Wonnemond

Campe

wonne·mond

Wonnemond , — es, Mz. — e , eine alte, von Karl dem Großen herrührende Benennung des Maies, weil in den südlichen Gegenden dieser Monat, in …

Ableitungen von mond (3 von 3)

gemond

DWB

gemond , lunatus, geformiert als ein mohn ( mond ). Henisch 1488 .

gemonde

DWB

gemonde , n. handbreite, s. gemünde .

mônde

Lexer

mônde s. mânde.