Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
lade swM.
2 Vorrrichtung aus Brettern zum Verschließen einer Fensteröffnung, ‘Fensterladen’
3 ‘aus Brettern hergerichteter Verkaufsstand, Verkaufsraum’
1 ‘Brett, Bohle’ einen laden nam er dô Wig 6900; ûf der brugge laden Boner 76,64; wer er [wäre er (krumm, wie er respektlos vor seinem Herren da steht)] ein lade uf einer brucke, / man nem sin mit einem slehten [geraden laden ] wandel Jüngl 58; laden hieß er dar tragen / und hieß ain truhen machen HvNstAp 2521. 1719; swer von der stat maur [...] oder garten oder von aengern stain oder holtz [...] nimet [...], [...] ez sei tuͤlle oder zaun oder preter oder laden ab der wür [= wuor, wüer ‘Wehr’ ] , [...] der sol daz gelten mit der zwiguͤlt StRMünch 285,6. – dâ lac ein starc michel lade: / dâ solte man dem werden mit / zebrechen âdern unde lit Georg 3642 2 Vorrrichtung aus Brettern zum Verschließen einer Fensteröffnung, ‘Fensterladen’ beide venster unde läden, / dar zuo ouch die zinnen / von stolzen burgærinnen / sach man umbe und umbe vol Heidin III 4306; do si hin in kam und under dem laden [d.h. in der Fensternische] bi im gesass Seuse 137,10; ez sol auch niemant cheinen laden noch chein tuͤr anhahen noch anders niht uberal di stat an dem undern gadem gen der straz herauz, bei 5 lb. NüP 138; ez sol laube davor [vor dem Haus] niht sein noch kain lade heraus niht gen ebd. 167; swer ze tuͤron, ze ladon ald ze louben iutschit uzschuͥttet, der sol vor besehen, daz er also schuͥtte, daz er ieman begiezze StRRavensb 82,21. – hierher oder zu 3: vnde suln auh si vzzerhalp der mvre niht bwen noch cheinen gewalt haben wan eins schvhes wit dvrh des vndern laden willen UrkCorp (WMU) 560,11 3 ‘aus Brettern hergerichteter Verkaufsstand, Verkaufsraum’ ez sol auch kain rintschuhster ze strazze mit tischen stan wan an dem fritage; in sinem huse unde uf sime laden unde ze gesatzten kistensteten mag er alle tage stan StRAugsb 45,3; ez sol auch kein pecke brot vor den torn vaile haben in seinem hause noch auf seinem laden NüP 82. 83. 84; wir wellen, daz dehein peche [...] dehein prot vail habe, niur auf der protpanch oder an seinem laden StRMünch 204,9; wir wellen und setzen, daz man under den protpenchen und under den vlaehschpenchen niur prot und vlaehsch vail habe. und swer da einen andern gemach zimmert oder pawͤt oder aus der protpanch hat einen laden oder ein besunder tuͤr, diu man uf und zuͦ getuͦn mack, der geit judici 5 lb ebd. 264,10. 431,26. 453,23; StRMeran 414; RbHohenlohe 30
MWB 3,2 815,59; Bearbeiter: Tao