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Bettlade

nhd. bis Dial. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
Anchors
8 in 8 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
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17
Verweise raus
11

Eintrag · Pfälzisches Wb.

Bettlade f.

Bd. 1, Sp. 760
Bettlade f.: 1. 'das Bettgestell', ältere Mda., Bettlad (ˈbedlād) [verbr. (1933), Don Gal Buch wohl allg.], Bettlaa [Bliesg (PfId. 21)]. Teile der Bettlade: Kopf-, Fuß- und Seitenteil, Bettbretter. RA.: die B. aushenke 'die Seitenteile des Bettgestells aushängen, damit das Bett durchbricht' [KU-Bedb LU-Böhl]. Er zerrert (zittert), daß die B. kracht [WPf]. Stern (Gewirre) an de B.! Ausdruck des Unwillens und der Verwunderung; oft mit der vorausgeschickten Ergänzung: Himmel, heilich u. ä. [KU-Hinzw Kaulb Pirmas FR-Bockh]. Vom Pantoffelhelden sagt man: Er muß unner die B. un macht e Fauscht raus [BZ-Pleisw]. Vom Todkranken gilt: Dem stoßt der Wühler 'Maulwurf' aach schun unner de Bettlad, lang macht der nimmi mit [L. Reitz in Sunndag vom 14. 9.58]. Volksgl.: Er hot sei Zähⁿ unner die B. g'schmisse, daß er wieder neie kriecht [NW-Wachh]. Am Andreastag (30. 11.) treten liebende Mädchen nachts um 12 Uhr ihre Bettlade und wünschen sich das Erscheinen des Liebsten; s. Andreasnacht [PS-Geisbg]. VR.: Gude Owend Lisabeth, zeich mer, wu dei B. steht; hinner'm Ofe an de Wand, wu 'm Knecht sei Hosse hang [LA-Wollmh, ähnlich LA-Frankw Gal-Dornf]. a 1525: ein bethlad mit einem bedt, strosack, ein pulwen [Spey-DomKl.] a. 1537: ein gehimmelt bettlade [Spey-TreudInv.]. a. 1580: ein betlade mit einem alten bett [Seel, Chronik von Deidesheim S. 138]. a. 1596: 2 gehimmelter gemalter Bethladten [WerschwSchR Bl. 593 r.]. a. 1612: 3 gehimelte Bethladen mit Ihrem ahntritt [DisibSchR Bl. 288 r.]. a. 1761: 2 Kopfkissen desgleichen mit Fettern, überzogen, unten ein Züg mit Sprau angefüllt nebst einer Bethlath [LeinGbl. 76]. a. 1788: Bett, wie solches dermalen da stehet, mit der Bettlad, bestehend in einem strohe Sack, Ein werken Leintuch, ein Oberbett mit federn und Züge, dann ein Kopfen Pilwen mit Überzüge [Kurpf. Akte 1631/8/37 (KL-Steinwd)]. — 2. 's Bettlädche, ein Bett, das einer Kommode mit Zapfen gleicht und auf- und zugeklappt werden kann. Zum Schlafen wird es aufgeklappt und auf die Zapfen gestellt. Legt man zusätzlich auch den Deckel um, dann findet auch ein Erwachsener genug Platz zum Schlafen. Kindern, die im B. schlafen mußten, sagte man im Scherz: Wammer im B. schloft, werd mer net naß, weil der nicht aufgeklappte Deckel gewissermaßen ein Dach bildet [KU-Schmittw/O u. Umg.] — Rhein. I 654; Saarbr. 25; Els. I 556; Kretschmer 117/18.
2374 Zeichen · 66 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Bèttlade

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Bèttlade , plur. die -n, S. Adelung Bettkasten . In Schwaben wird ein jedes Bettgestell eine Bettlade genannt.

  2. modern
    Dialekt
    Bettlad(e)

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Bettlad(e) f. Bettstelle allg. Die B. is t us Ise n un d Holz Ndhsn. Himm e l an d e r B.! ( ein leichter Fluch ) Molsh.…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bettlade

6 Bildungen · 6 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von bettlade 2 Komponenten

bett+lade

bettlade setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

bettlade‑ als Erstglied (6 von 6)

Bettladeⁿsīteⁿ

Idiotikon

Bettladeⁿsīteⁿ Band 7, Spalte 1455 Bettladeⁿsīteⁿ 7,1455