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Haufen

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PfWB
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

Haufen m.

Bd. 3, Sp. 703
Haufen m.: 1.a. 'Menge übereinander liegender Dinge', Hau(n)fe (älter hauⁿfə, jünger haufə, vgl. Bertram § 133, 170) [verbr., auch Penns Don Gal Buch], (hāufə) [KB-Rams Land], Hauwe [NW-Rödh Gal-Obl], Houfe (hǫufə) [mancherorts südl. SWPf], (hufə) [mancherorts mittl. VPf (Bertram § 133)], Haaⁿfe (hāⁿfə, hⁿfə) [verbr. östl. NPf Westteil der nördl. VPf KL-Fischb NW-Kallstdt], Hooⁿfe (hⁿfə) [FR-Watth]; Pl. meist lautgleich mit Sing., Haife [KU-Rothsbg Dietschw KL-Hoheck], Haiⁿfeʳ [KL-Fischb], Hoife [FR-Mörsch LA-Edk]; Dim. s. F.; e H. Stääⁿ (Grund, Stroh) [NW-Kallstdt, verbr.]. Zs.: Aschen-, Dreck-, Glut-, Grund-, Holz-, Kompost-, Krümel-, Mist-, Nuß-, Schnee-, Schutt-, Stein-, Stroh-, Wackenhaufen. — b. 'Haufen des Maulwurfs'. Die Wiss is voll Haife [KU-Dietschw]. Zs. Maulwurfhaufen. — c. 'Haufen der Ameisen'. Zs.: Ameisen-, Reiterhaufen. BR.: Wann die Ämetze große Haufe bauen, dann kummt e strenger Winder [RO-Als]. In einem Kinderspiel steht ein Kind innerhalb eines Kreises; die anderen treten in den Kreis und rufen: Ämetz, ich bin uf deim H.; die »Ameise« versucht, die Eindringlinge zu schlagen [Pirmas]. — d. 'Kothaufen', bes. in der Sprache der Kinder; e H. mache [verbr.]. Do leit e H. vum Hund [verbr.]. 's Kind hot e Haifelche gemacht [RO-Dielkch], e Haifel [SOPf (Nachlaß Heeger)]. RA.: Der denkt aach, er wär e H. mehner, von einem Hochmütigen [Gal-Bagbg]. SprW.: Der Deiwel scheißt immer uf de greeschte H. [NW-Wachh, verbr., auch Don Gal Buch Rußl]. Zs.: Hunds-, Kühe-, Scheißhaufen. — e. 'Erntehaufen'. α. Haai (Heu) uf H. setze [LU-Alsh, verbr.]. Zs.: Pfingst-, Dörr-, Futter-, Grummet-, Heu-, Lade-, Wetter-, Windhaufen. BR.: Wann 's Hääi uf H. sitzt, is es halb dehäim [KU-Schmittw/O]. 14. Jh.: Item hatt der buttell in derselbigen wiesen, wen das hauw vff hauffen geschlagen würth, je den XII. hauffen [PfWeist. II 644 (KU-Glanmünchw)]. a. 1532: mit den hauwmennern soll der buddell genne vnnd soll die huffen helffenn spitzen vnnd machen [ebd. I 265 (KB-Dreis)]. — β. Korn uf H. setze [verbr.]. Zs. Kornhaufen. Zehⁿ Garwe Frucht esch e H. [Germh, verbr., Wilde 292]. — γ. 'zum Überwintern angelegter H. von Kartoffeln und Rüben', vgl. Kaute. Zs.: Grundbirnen-, Rummelnhaufen. — δ. s. Pfingsthaufen. — f. im Spiel mit Nüssen sind jeweils 4 Nüsse e Häiⁿfelche Niß [KU-Schmittw/O], bzw. 5 Nüsse e Haifel Niß [BZ-Dernb]; wer mit seinem Schießklicker ein Häufchen trifft, der hat es ganz gewonnen. — g. 'Kleingebäck' in Mandel-, Nuß-, Schokoladenhäufchen. — h. s. Scheiterhaufen. — 2. 'große Menge'; e H. Obscht [KU-Bedb]; en H. wilde Ende (Enten) [Beam Penns 50]. De Belzenickel hot en ganze H. Niß gebrocht [LU-Alsh]. Das koscht wirrer e H. Geld [PS-Erfw, verbr.]. Die hän e H. Kinner [LA-Gommh, verbr.]. (Sie han) e H. Leit bekehrt [Münch Weltgesch. 61]. Mit dem Weiⁿ hot mer e H. Ärwet [NW-Gimmdg]. Do horre (hat er) en Haafe Zeit draagehängt fer die Reparature [Feierowend Nr. 43/1965, S. 7]. Ich schlaan dich zu 'me Haifche Elend [KL-Wörsb]. Sie steht do wie e Häufel Elend [Zahn Pläsier 185]. Do leit er wie e Haifelche Unglick [Gal-Dornf]. Ein Rätsel s. verlustieren 1. — 3. RA.: Er geht zum große H. 'Er stirbt' [WD-Niedkch]. — F.: Die Nasalierung (hauⁿfə, hāⁿfə) ist für 1932 vielerorts in NPf u. nördl. VPf, mancherorts in mittl. WPf u. mittl. VPf, selten im übrigen Gebiet belegt. Dim.: Haiⁿfelche, -sche mit Pl. -cheʳ, -scheʳ verbr. WPf westl. NPf, Hoiⁿfelche mancherorts VPf, Haaifelche KU-Etschbg Jul HB-O'bexb RO-Münstapp, Haiwelche KU-Ulm KL-Nd'mohr RO-Semb Falkst, Haaufelche KL-Schrollb, Hiffelche lothr. SWPf, Hääⁿfelche KL-Ottb Erfb Fischb Alsbn KB-Kerzh, Häffelche FR-N'lein, Haifl mit Pl. -le PS-Glashtt Münchw verbr. südl. VPf, mit Pl. -lich verbr. südl. VPf, Hoifl mit Pl. -le verbr. mittl. VPf. — Südhess. III 167 ff.; Rhein. III 327 ff.; Lothr. 251 Huffen; Els. I 308 Hufen; Bad. II 576.
3927 Zeichen · 155 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Haufenv., ntr

    Campe (1807–1813) · +3 Parallelbelege

    ○ Haufen , v. ntr . mit haben , ein Haufe werden, zunehmen an Umfange und Höhe; eigentlich und uneigentlich. »Was immer …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Haufen

    Goethe-Wörterbuch

    Haufen auch -ff-; NomSg öfter ‘Haufe’ (überwiegend in Pkt 2), mehrf ‘Hauf(f)’ 1 meist hügelförmige Anhäufung a Menge auf…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Haufen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Haufen , Maß für Brennholz und Torf: in Berlin früher 4,5 Klafter oder rund 15 cbm und für Torf = 6000 Stück, in Rußland…

  4. modern
    Dialekt
    Haufenm.

    Pfälzisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Haufen m. : 1. a. 'Menge übereinander liegender Dinge', Hau (n) fe ( älter hauⁿfə, jünger haufə, vgl. Bertram § 133, 170…

  5. Sprichwörter
    Haufen

    Wander (Sprichwörter)

    Haufen 1. Dem Hauffen soll man im vnrechten beginnen weichen, aber jhme sich nicht vergleichen. – Lehmann, 876, 15. Dän.…

  6. Spezial
    Haufen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Hau|fen m. (-s,-) 1 gröm (-s) m. , müdl (-i) m. , cogol (-oi) m. 2 (große Anzahl, Menge, sehr viel) gran numer m. , mass…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit haufen

52 Bildungen · 16 Erstglied · 35 Zweitglied · 1 Ableitungen

haufen‑ als Erstglied (16 von 16)

haufendick

SHW

haufen-dick Band 3, Spalte 169-170

haufenförmig

GWB

haufen·foermig

haufenförmig Der Cumulus .. zeichnet sich .. stets durch seine untere horizontale Begrenzung, durch die über derselben befindlichen h-en Auf…

haufenmacherin

DWB

haufen·macherin

haufenmacherin , f. die die leute zusammenbringt, kupplerin ( vergl. zu haufen machen sp. 588): das du verprent werdest, du alte kuplerin un…

haufensdick

PfWB

haufen·s·dick

haufens-dick Adv. : ' in Massen '. Do hot's haufesdick Kraut vun denne Hexebese dringhabt, un Kroddeaache ... un Eidechseschwänz [Feierowend…

haufenthal

DWB

haufen·thal

haufenthal , n. übersetzung von πολυάνδριον der septuag.: weil man daselbst ( in einem thale ) Gog mit seiner menge begraben hat, und sol he…

Haufen (Verb.)

Wander

haufen·verb

Haufen (Verb.) Haufen (Verb.). G'haufet ist auch gefahren. ( Rottenburg. ) Haufen = den Wagen durch das Gespann zurückschieben.

haufenvoll

RhWB

haufen·voll

haufen-voll houpə- Düss-Benr ; -øy- Sol-Vockert ; hpəs- Mettm-Langenbg ; hpən(d)ə- Rees-Elten  Adj.: bis oben angefüllt.

haufenweise

DWB

haufen·weise

haufenweise , adv. in haufen, in schaaren, in menge: haufenweis, gregatim, catervatim, agminatim Stieler 2483 ; nl. hoopwijse gregatim, cate…

haufen als Zweitglied (30 von 35)

Scheiterhaufen

RDWB1

Scheiterhaufen m (Feuer) костёр (на котором сжигают преступника, книги)

Afterhaufen

Adelung

after·haufen

Der Afterhaufen , des -s, plur. ut nom. sing. in den Bergwerken, ein Platz, wo das After auf einen Haufen geschüttet worden.

Alaunhaufen

Adelung

alaun·haufen

Der Alaunhaufen , des -s, plur. ut nom. sing. in den Alaunhütten, das auf einen Haufen geschüttete Alaunerz, welches zur Hervorbringung des …

Ameisenhaufen

Adelung

ameisen·haufen

Der Ameisenhaufen , des -s, plur. ut nom. sing. kleine von den Ameisen durch Kunst aufgeführte Erdhügel, welche ihnen zur gemeinschaftlichen…

Anschütthaufen

DRW

Anschütthaufen zu anschütten (I) auen und anschütthaufen 1749 ÖW. IX 94 Faksimile

Düngerhaufen

Wander

duenger·haufen

Düngerhaufen Der Düngerhaufen im Hofe und die Tochter (des Hauses) auf dem Stuhl bringen gleichviel Nutzen. ( Wend. Lausitz. )

Êrdhaufen

Adelung

erd·haufen

Der Êrdhaufen , des -s, plur. ut nom. sing. ein Haufen von Erde.

getreidehaufen

DWB

getreide·haufen

getreidehaufen , m. : fünffzehen ist ein mandel, damit die bauern jhr getreidehauffen oder schober nennen. Mathesius Sarepta 152 b ; getreid…

Gränzhaufen

Adelung

graenz·haufen

Der Gränzhaufen , des -s, plur. ut nom. sing. ein zur Bezeichnung der Gränze aufgeworfener Haufen von Steinen oder Erde; ein Mahlhaufen.

Heuhaufen

Adelung

heu·haufen

Der Heuhaufen , des -es, plur. ut nom. sing. Siehe Heuschober.

Holzhaufen

Adelung

holz·haufen

Der Holzhaufen , des -s, plur. ut nom. sing. ein aus Holz bestehender Haufen, ein Haufen von Holz.

Kinderhaufen

Wander

kinder·haufen

Kinderhaufen Kinderhauf' und Eierhauf' sind gleich gross und gleich klein. – Taubenzeitung, 1862, Nr. 8.

Klemmerhaufen

Wander

klemmer·haufen

Klemmerhaufen Da ist's grad, man lang in einen Klemmerhaufen 1 hinein. ( Nürtingen. ) 1 ) Grosse schwarze Waldameise.

Leimenhaufen

Adelung

leimen·haufen

* Der Leimenhaufen , des -s, plur. ut nom. sing. ein in der Deutschen Bibel Hiob 13, 12 für Lehmhaufe befindliches Wort, wofür man in einige…

Mahlhaufen

Adelung

mahl·haufen

Der Mahlhaufen , des -s, plur. ut nom. sing. ein Erdhaufen, so fern er das Mahl, d. i. Zeichen einer gewissen Sache ist, besonders so fern e…

malhaufen

DWB

mal·haufen

malhaufen , m. haufen von steinen, die man um den markstein stürzt, damit dieser nicht ausgerissen werde. Jacobsson 3, 5 b .

Maulwurfshaufen

Campe

maulwurf·s·haufen

Der Maulwurfshaufen , — s, Mz . gl. ein Haufen oder eine Erhöhung der Erde, welche der in der Erde wohnende Maulwurf aufstößt, der Maulwurfs…

Misthaufen

Adelung

mist·haufen

Der Misthaufen , des -s, plur. ut nom. sing. in Gestalt eines Haufens auf einander gelegter Mist; Nieders. Meßhoope, Meßfaal, von Faal, ein …

Náßhaufen

Adelung

nass·haufen

Der Náßhaufen , des -s, plur. ut nom. sing. bey den Brauern, der Haufe genetzter Gerste.

Plärrhaufen

Wander

plaerr·haufen

Plärrhaufen Es ist ein Plearhaufen. So nennt man im Vinschgau (Tirol) ein immer weinerliches Kind; von plêaren, heulen, plärren. ( Westerman…

Sandhaufen

Adelung

sand·haufen

Der Sandhaufen , des -s, plur. ut nom. sing. ein aus Sand bestehender Haufen, ein Haufen Sand. Bey dem Notker Santhuffo.

scharhaufen

DWB

schar·haufen

scharhaufen , m. oberdeutsch nach Adelung für ameisenhaufen: du solt auch merken, wo ein hirsch zu einem scharhaufen oder zu omesshaufen kom…

Scheiterhaufen

Pfeifer_etym

scheiter·haufen

Scheit n. ‘abgespaltenes Stück Holz’, ahd. -skīt (vgl. grabūnskīt, Hs. 12. Jh.), mhd. mnd. schīt, aengl. scīd, engl. (mundartlich) shide, an…

Scherbenhaufen

Wander

scherben·haufen

Scherbenhaufen Je grösser der Scherbenhaufen, je grösser das Glück. Eine Bemerkung von E.W. Martius, des Vaters des berühmten Reisenden und …

Schlachthaufen

Adelung

schlacht·haufen

Der Schlachthaufen , des -s, plur. ut nom. sing. 1) Von Schlacht 3, ein Haufen in die Schlacht geführter Soldaten; doch nur im Oberdeutschen…

stechhaufen

DWB

stech·haufen

stechhaufen , m. , in der sprache der schlachter ein haufen schlachtvieh Adelung ; vgl. unten stechvieh. genauer das schlachtvieh, das die f…

steinhaufen

DWB

steinh·aufen

steinhaufen , m. , nebenformen: -hauf und -haufe, vgl. th. 4, 582; hinzuzufügen: -huff gemma gemm. (1508) f 4 a ; pl. -heuffe G. Braun besch…

Treidhaufen

DRW

treid·haufen

Treidhaufen, m. Schober, aufgeschichteter Haufen von Getreide vgl. Erdhäufel wan einer zu unentperlicher notturft eins traits bei hauß bedür…

Tresterhaufen

DRW

trester·haufen

Tresterhaufen, m. Anhäufung von Trester (I) es sol auch jederman die tresterhauffen vor seinem haws ausfüren, vnd alle ... stain hauffen in …

Ableitungen von haufen (1 von 1)

verhaufen

DWB

verhaufen , verb. zu einem haufen zusammenfügen. zusammensetzung mit dem unumgelauteten haufen, s. th. 4 2 , 591), welches im frühern nhd. e…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „haufen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 13. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/haufen/pfwb
MLA
Cotta, Marcel. „haufen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/haufen/pfwb. Abgerufen 13. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „haufen". lautwandel.de. Zugegriffen 13. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/haufen/pfwb.
BibTeX
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