halb
Rhfrk bis zur
kǫrp/kǫrf-L.
haləp, flekt.
-lwə; sonst
haləf, flekt.
-lwə, –·l.wə, –·l.və; doch Trier-Ld (Mos u.
n. Mos), Wittl, Bitb
haləf, flekt.
hālwə; uErft, uWupp
-ā-; im snfrk. Trübungsgeb.
hǫləf, flekt.
-·l.və; südl. u. w. einschl. Geilk-Gillr Hastenr Tripsr Randerath Honsd Leiffart in NGeilk
hf, flekt.
h:wə; w. einschl. Aach-Stdt, Geilk-NBusch Birgden, Heinsb-Schierwaldenr Laffeld Aphv Lieck Kirchhv Vinn Haaser-Driesch
hǫuf, flekt.
hǫ·u.və; innerh. Heinsb-Straeten Waldenr Pütt Scheivendahl Schafhsn Oberbr Porselen Horst, Geilk-Baumen
hf, hǫf, flekt.
h:wə, –ǫ·u.-: I.
Adj. u. Subst. 1.
Adj. a. absol.; auf den vier Seiten des Spielwürfels steht
A H N B =
Alles, Half, Neischt, Bei (beizusetzen); die oben liegende Seite gibt an, ob der Werfende den ganzen Einsatz
(A), den h.
(H), nicht
(N) gewonnen hat oder ob er beizusetzen hat
(B) uSaar. — b. attrib. wie
nhd., Mass- u. Wertbestimmung ausdrückend,
z. B. ene h.ə Morge Land, en h. Pond, en h. Stond, en h.ə Dag usf.; während hier genau die Hälfte gemeint ist, ist in folg. Wend. nur die Annäherung an sie gemeint = beinahe:
Du schlöfs jo bes en den h.ən Dag eren; h. (halbe)
Dag deht he nüs; ech han de h. Nach gekros (gearbeitet)
; du bis en h. Del (im Gegens. zu
en D., en got D.)
schlauer als der; et h.ə Dörp wor op de Ben beinahe die Hälfte aller Einwohner;
die es en h. Nech (Nichte)
van mir entfernt verwandt (usf.) Rip, Allg.;
de h.ə Lü sind krank Mörs, Allg.;
eich sein öm h.ə Wegs entgint gang bis zur Hälfte des Weges Trier, Allg. RA.:
En Gesicht bi en h.ə Morgen breit May-Hatzenport.
Besser en h. Ei os wie en ledig Schal (Dopp) Prüm, Allg.;
hesser en h. Ei am (im)
Durf wie en ganzet dabauss (draussen) Trier-Schleidw.
Ech well mech bestaden (verheiraten),
dann han ech et h. Brut die Frau verdient es h. oder verzehrt es h. Sol.
An de Strickspön sparen on ene h.ə Schobben op einmol utsupen Mörs-Hombg.
Gode Mot es h. Zehrgeld Dür, Allg.
Got Kos es h.ə Luhn Sieg.
Gude Rast es h.ə Mast Mettm-Vohwinkel.
Got Geschiər es h. Ärbet MGladb-Giesenk;
g. G. is h. geschafft Simm-Horn.
H.ə Freud, dobbelde Koste Mörs-Rheinbg.
En grote Frau es ne h.ə Ledder (Leiter)
in't Hus Ess.
Dat steht op h.ə Bahn ein Verschluss, Ventil, das zur Hälfte geöffnet ist MGladb-Rheind.
Besser of h.əm Weg emkihren als wie iwel weider lafen (laufen) Mos. — Bes. feste Verb.;
dat Fraumensch es ene h.ə Kerl (Jong) beinahe so geartet Rip, Allg.;
wann ich met em h.ə Bein kann, kummen ich Köln-Stdt;
de kömmt ok met den h.ən Arsch nur mit einem Teil seiner Aufgabe Geld;
ebbes met h.əm Oarsch machen May, Elbf, Lennep, auch in fester Zs.
ten hauvenasch Eup,
ter aləfenasch Heinsb-Erpen;
met h.ə Oge kicken blinzeln Eup-Raeren;
h.ə Kopp der Länge nach durchschnittener Kopf des geschlachteten Schweines Allg.;
decke Bunnen (Bohnen)
on h.ə K., dat hält wiər Bergh-Hüchelhv;
h.ə K. schmeckt et bes bej decke B. Kemp-SPeter;
sore Kappes un h.ə K. essen de Engeln em Himmel gern Köln-Stdt;
klen Kenger (Kindern)
sull mer nicks van ne h. K. geəve, sons donnt se sech immer besevere (beseibern) Grevbr-Hochneuk;
wenn de Känger Drüse hant, so men se nicks van ene h. K. geəve Heinsb-Dremmen;
wer het at ens ene h.ə K. met zwei Oge gesenn (gesehn)
? Scherzfrage, gemeint sind die Augen dessen, der den
h. K. sieht, während man unwillkürlich ‘Augen’ auf die des h. K. bezieht Jül-Inden, Heinsb;
jedder kann ens jet en en Og kriege, da bruckt mer doch net hengeren (hintereinander)
te sage: h. K., scheele K.! Erk-Grambusch;
h.ən Hahn h. Brötchen (Röggelchen) mit Holländerkäse Köln-Stdt;
h.ər Gaul stumpfblätteriger Ampfer, rumex obtusifolius Nahe, Simm, Bernk (Hunsr);
h. Mang(el) gewöhnlicher kleiner Weidenkorb, verwandt bei der Kartoffel- u. Obsternte, 25 Pfd. fassend Aach-Ld, Dür;
op h.ə Plog baue (Gegens.
us em ganze b.) im Herbste das Stoppelfeld leicht umpflügen Eusk, Dür, Bergh, Grevbr;
op h.ə Pl. setze MülhRh-Holweide;
h. Hauf eine Haube, wobei der sonst den Hinterkopf bedeckende Teil fehlt, so dass die Haarflechten sichtbar sind Bitb, Prüm;
h. Mötsch Bitb, Prüm;
en Hus met en h. Te (Buchstabe
t) Wohnhaus, an das im rechten Winkel an eine halbe Breitseite die Stallung angebaut ist Mörs-Neuk;
h.ə Mond Halbmond Allg.;
h. Möndche der erste Dachschiefer an der Traufe; mondförmiges Brötchen Köln-Stdt;
et steht op h.ə Kant unsicher MGladb-Rheind. — Alte, vor der Münzordnung geltende, aber noch bekannte Münznamen;
ne h.ə Drözehner (Drütender) 25-Pfg.stück, Kassenmännchen Rip, Nfrk,
en h. Kräntche Aach, MGladb,
en h. Steckelchen Mosfrk,
e h. Preiss-chen Mosfrk; auch bei den heutigen Münzen sagt man noch gern:
ene h.ə Grosche (en h. Gröschelche) 5-Pfg.stück,
en h. Mark 50-Pfg.stück,
enen h.ən Daler, enen h.ən Dausendmarkschein Allg.
Wat kosst de Koh? Antw.:
Drei en h.ən un e weissen Wittl-Binsf. — Alte Masse;
en h. Ort Achtel eines Masses = 1 Schoppen = ½ l Nfrk;
e h. Verdelche = l Westerw;
bei döm es et Möss-che (Mässchen)
för de hauf Pengk (Pinte), ’
könnt Pengste för Posche (Ostern) er trägt einen Überzieher kürzer als der Rock Aach. — Bei Zeitangaben;
h.ə März spart de Kouch (Koch)
de Kerz Rip, Nfrk (u. so bei allen Monatsnamen);
h. Droll Pause in der
Spinnmai (
s. d.) an den Winterabenden, bis zu einer Stunde ausgedehnt, von 8 — ½ 9 Uhr; in dieser Zeit begibt sich das Jungvolk auf die Strasse u. treibt allerlei Neckereien Simm;
twei mol de h. Tit die ganze Zeit, immer Eup (
s. auch die Zs.). —
Et kläpp (läut, klämp, bump) h. Mess es läutet mit einzelnen Schlägen zur Wandlung Allg.;
et söll Tit werde, sät Hübbers, du hatt et h.ə Mess gekläppt Rees;
et leit h. Maria es läutet Engel des Herrn Koch-Treis. — Bei Stundenangabe heisst es:
halver en (12½),
h.ər acht (7½), seltener jetzt
half en usf. Wieviel Uhr ist es? Scherzh. Antw.:
Et hat h.ər geverdelt (geviertelt) Ottw;
h.ər drüver, wenn et schleht, dann schl. et drop Malm-Amel;
h.ər hell (
nell Koch-Lutzerath;
ell MülhRh-Overath),
wenn et schl., da zäll MülhRh-BGladb;
h.ər driwer, wen drof kennt, schl. et derwider Merz-Bergen;
h.ər of de Klocke, wenn de Hond scheisst, get et Brocke May, Kobl;
h.ər iwer deck Melch Prüm-Büdesh;
h.ər Pifendeckel (Penn) Köln;
en h.ər kal (kalte)
Erwəssen, wenn et schläht, schl. et Buhnen Trier;
h.ər am Bunnestecke Aden-Virnebg;
h.ər Zwiwel Merz;
h.ər verbei vor drei Saarbr-Camphsn;
h.ər Ärsch, drei Verdel Pup Saarbr-Völkl;
h.ər am Arsch on e Viərdel für der Fott (Gesäss),
nu kanns de rode, wat de wott (willst) Wippf-Pütz;
h.ər söven för twelf Mörs;
h.ər neunzeh Kobl-Rübenach, —
fofzehn Ottw-Thalexw;
h.ər fönfonneunzig Aden-Virnebg;
h.ər drüzehn ebd., Düss, Rees (
h. darttihn); fönf Minute bis Vierdel für h.ə Ahrw-Bodend;
fif (5)
M. op drei Vierdel op h. Ess. RA.:
De Kapp sett op h. ein auf einem Ohr Mörs, —
op h. elf Jül, Aach, —
op h. drüttehn (13) MGladb.
H.ər Dreizehn von einem Trinker Neuw-Dierd;
de Hauwerzwelfs die Sonntags im Münster ½ 12 Uhr stattfindende Messe Aach. —
Die Klock schleht gen Halve die Uhr schlägt keine halben Stunden Kemp (sonst —
schleht net half); et schleht h. halbe Stunde Allg. — Auch bei andern Zeitangaben steht
halwer; Halwerowendbrut Vesperbrot, im
Halwerowendkorf den Arbeitenden ins Feld geschickt Bitb;
Barthlemis verbet (verbietet)
den Halwerowendskis (-käse) Bitb-Nasing;
et es halver Tronger (Achterunder) Nachmittag, Nachmittagskaffee um ½ 5 Uhr, auch zweites Frühstück Eusk, Bo, Köln [
Trunk Köln-Merh], Bergh, Dür, Grevbr, SNfrk;
et es halver Ovend (
Dag, Morgen, Nach [
hälwer Nat Saarl, Merz] Allg.;
halwer Ogend Nachmittagskaffee Prüm-Mützenich. — Nicht vollwertig;
ech sen nur ene h.ə Mensch noch meine Kräfte haben sehr nachgelassen Rip, Allg.;
en es nemmen (nur)
en h.ə Jong nicht entschieden, selbstbewusst genug, tritt nicht genug für seine Rechte ein Merz;
dat es jo nur ene h.ə Stohl (
Desch, Plog, u. so von allen halbwertigen Geräten);
dat es jo nur e h. Perd (u. so bei allen Nutztieren);
h.ə Sonndag weniger hohe Festtag in der Woche;
ene h.ə Firdag kirchl. kath. Feiertag, an dem die Betriebe nicht stille stehen Rip, Allg.;
Haufhellegendag Aach;
dat es mär (nur)
h.ə Krom (h. Werk, h. Arbet) oberflächliche Arbeit Allg.;
kümme (ächzen)
es h. Werk Aach;
met h. Wöərt schwätze undeutlich Rip;
ene h.ə Geck (
Doll, Flabbes usf.) Allg.;
h.ə Schlete (Schlechter) nahezu verrrükter Mensch;
ne h.ə Duə (Toter) armseliger, kränklicher
M. Jül-Linnich;
h. Foder saures Heu Koch-Lutzerath;
de kennt gekollert wie en h. Perd Saarbg-Rodt. — Scherfragen mit h.:
En h. Kalf h., wie völ es dat? Aach, Eup, —
un en Verdel debeu? Koch-Leienkaul, —
wenniger e V. MGladb, —
wat es von dat de Medde? Mörs-Rheinbg;
e Kuh un e h. Kalf un e h. Kalf h. un e Hersch un e Reh, wieviel Fiss hon de? das
d hat keine Beine Bernk;
en Kalf on en K. h. on en Hälf van et K. h., wievöl Bein hät der Hahn? der Hahn hat zwei Beine Mörs-Neuk;
e ganz K. un en h. K. un en h. K. h., bie vill Bein het der Hahn? Neuw-Asb.
En h. Hörchen (Haar)
h. scherzh. Bezeichnung kleinster Entfernungen Mettm-Haan.
Wat sieht em h. Strohhalm ähnlich? die anner Hälft Bernk-Bruchw. — c. prä
d. (hierbei ist der
adv. Gebrauch vom prä
d. nicht immer rein zu scheiden; jedenfalls trägt
h. bei prä
d. Gebrauch stets den Hauptton, bei
adv. nur den Nebenton,
z. B. dat Brut es h. gebacke [], aber
du bös h. g. [] nicht recht gesund; in dem ersten Falle wird der Hauptnachdruck auf die Eigenschaft des Subj. gelegt, im andern Falle auf den Inhalt des Verbs) wie
nhd.;
die Stond es noch net h.; Lechmess ös der Wöngkter h. Rip, Allg.;
beinoh es noch net h. Neuw-Dierd;
dat es h. su schlemm Allg.;
et hät grad h. geschlohn; dat Hus es h. meng; dat es nur h. gemesse; dat es nur h. gemach; de Kirch bomp (kläpp) h. zur Wandlung;
dat blif der net h. en de Hänn; dat Geld kregen ech h.; ech well et h. han; he wöll et wahl all han on och noch ens h.; gef mer devan h. on h. von beiden Teilen usf.;
h. on h. mache (
dele teilen);
h. on h. ongeren (untereinander) gemischt;
h. on h. nenn von beiden Sorten gleichviel;
de nit (nimmt)
et zweimol h. der Wucherer;
se lefen (liefen)
h. op N. (Ort),
h. op N. teils, teils Rip, Allg. —
H. min! findet von zwei Kindern das eine etwas, so drückt das andere durch den Ruf aus, dass es die Hälfte des Fundes beansprucht, es sei denn, dass das erste ihm durch den Ruf
Ganz min! zuvorkommt Aach, Köln.
H. un h., we mer de Hung (Hunde)
schert das ist eine Halbheit Köln-Stdt.
H. af, hel (heil, ganz)
af, bitt (beisst)
de Kuhw de Stert af Bastlösespr. Geld-Schravelen. — 2. Subst. a. ohne Ergänzung eines best. Subst. RA.:
Zwei H.ə gen och en Ganzet Rip.
Et H.ə es döck bester wie et Ganze Rip.
Das es necks H.əs on necks Ganzes Saarbr, Verbr. — b. mit Ergänzung eines best. Subst.;
en H. halbes Gläs-chen Schnaps Köln-Stdt;
nen H.ən grosses Glas Schnaps (¼ l);
loss me os he ne H.ə packe Rip, Allg.;
e hät de letzte H.ə ze vell gedronke Dür-Geich;
heə hat ene H.ə dren (fort) ist bezecht Aach, Geilk, —
sette Eup;
H. on H. ein gemischter Likör Klev;
H. on H. hell u. dunkel Bier (Malz- u. Weissbier) gemischt Allg., junges u. altes Bier,
he hatt si Kännche H. on H. bal usgepött Köln;
en Winterbecker H.ə übervoll gegossene Tasse Gummb (so freigebig waren die Winterbecker);
ene Halbe (seltener
Halve) Frühstücksgericht in Wirtschaften, warme Bratwurst mit Sauce Düss-Stdt;
en H.ən maken einen h. Tag arbeiten Barm;
ene H.ə Sorte gespaltenen Schiefersteines Bernk-Veldenz;
ene H.ə ein Stein, mit dem die Burschen werfen,
ech schmit dech de H.ə en der Kneck! Düss, Neuss, Kref-Fischeln;
en H. krige eine Strafpredigt Köln;
ich han em e H.ər gen, dass er geflo is wie weit einen Hieb Saarbr;
en H. (
n.) Strang Baumwolle;
en H. Letze 48 Ellen Litze Elbf;
die Klock schleht gen Holəve keine h. Stunden Kemp;
de hat ne H.ə fort er ist närrisch Aach, Geilk;
dat es mar ene H.ə nicht vollwertiger, gesunder Mensch MGladb, Allg.;
er micht alles em H.ə arbeitet nicht ordentlich Aden-Virnebg;
de Sägel op den H.ən trecke bei der Windmühle bei zu starkem Winde auf die Hälfte abziehen Mörs-Sonsbeck; ein Feld
um H. bauen um die Hälfte der Ernte Neuw-Dattenbg;
ech hon em et zum H.ən iwerloss zur Hälfte überlassen Prüm, Bitb;
ech planzen dat Steck zum H.ən um den halben Ertrag Bitb;
mer halen de Beie zom H.ə wir teilen Auslagen u. Ertrag MüEif;
de Man hot de Kuh vom Jud op den H.ən gekot wobei der Jude dem armen Mann die Kuh zu teuer anrechnete u. nachher zur günstigen Zeit Kuh u. Kalb verkaufte u. den Gewinn teilte, wobei er 50% Gewinn erzielte Bitb-Dudeld. — II.
Adv. zur Hälfte, nicht völlig, beinahe;
sech h. kapot ärgere; sech h. dut (tot)
lache (arbede); h. gar; h. donkel; h. wis (weise) närrisch;
h. geck (
doll udgl.);
h. schärp kicke (sehen);
h. sch. eje (eggen);
h. schef (schief) (
lang, rond udgl.);
h. wöllen (seiden, leinen); h. ömesös (umsonst);
h. em Schlof sen; dat es h. [Saarbr auch
h.ər]
su schlemm; du wörsch domm genog, wannste h. su d. wörsch; sech h. on h. beschwätze losse; h. on h. es et wohr; he wor h. weg beinahe tot Rip, Allg.;
h. eröm beinahe närrisch Aach-Kaninsbg. — Mit
Part. Prät.;
de es h. gebacke ungesund, halb närrisch Rip, Allg.;
de es h. gedroschen h. verrückt Wippf, Waldbr, Gummb;
h. gehange unordentlich gekleidet Eup;
de es h. verröck (
geflapp, gedötsch usf.) halb närrisch Rip, Allg. RA.:
Kömmt der Mensch tom Weten (Wissen),
es he h. verschleten Sol.
Gut gehowen es h. gedrohn, un gut gebunn (gebunden)
es h. gefahren Mos, Verbr.
Got gekümpt (gestöhnt)
es h. gewerkt MGladb.
Gut geleft (gelebt)
es h. gestorwen Prü
m. Gut iwerloigt (überlegt)
as h. geschafft (gewirkt) Trier-Mehring, Allg.
Got opgemäck es h. verkoch (verkauft) einer Ware ein gutes Aussehen geben ist soviel wie schon h. verkauft Kemp-Burgwaldniel.
Gut gekloppt es h. geschloff (geschliffen, beim Dängeln) Prüm-Ihren.
Et wor em h. geknatsch (geweint)
on h. gelach Aden-Liers.
Kerzeklor es h. wohr Aach.
Schlag et dubbel, da wiərd et h. su lang demjenigen gesagt, der zu wenig erhalten zu haben behauptet Rip.
Dat es h. Leverlingkche (Lerche),
h. Böckteröck (Wachtel) er versteht vielerlei Dinge, aber keins ganz Sieg, Rip, Berg.
H. on h., wie mer de Hongk (Hund)
schiərt (schert) h. so, h. so, nichts Rechtes, Ganzes Bergh-Blatzh, Saarbr. —
halb in
adv. Zs. als zweiter Teil; es werden gebraucht durchaus nach dem Nhd.
ausser-, under-, overhalf; allenthalven, meinet- [Trier-Stdt auch
mę·i.ntsha·l.wər],
deinet-, seinet-, unset-, ühret-, ihrethalven, –er; krankhetshalven, –er. — Merke
fealdsh.ə querfeldein May-Trimbs;
emməth. seinetwegen Elbf;
anderthalf 1½ Rip, Allg.;
dartauf 2½,
dardenauf 3½,
sössdauf 5½,
sövdenauf 6½,
dridaufdusend 2½ tausend Selfk;
anderth. 1½,
dritth. 2½,
vierth. 3½ usf.,
et derth. hondertdusend Sten sind all ferdig (250 000) Klev, Rees;
dreidenhauven Daler 1½ Eup (sonst nicht mehr gebräuchl., nur
anderth. 1½ ist noch allg.).