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Früh

nhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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17 in 13 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Früh adj, adv

Bd. 2, Sp. 184a
Früh, — er, — este, adj. u. adv. eher, als es die gewöhnliche oder bestimmte Zeit mit sich bringt, oder eher, als etwas Anderes derselben Art ist oder geschieht; in Gegensatz des spät. 1) Überhaupt für bald, zeitig, bei Zeiten. Früh zu Bette gehen, vor der gewöhnlichen Zeit. Früh sterben. Ein früher Tod. Ein früher Verstand, der sich schon im Kinde sehr entwickelt. Die Uhr geht zu früh, wenn sie geschwinder geht, als sie sollte und die Zeit nicht richtig anzeigt. Sie kommen noch zu früh. Früher da sein, als es nöthig ist. Früh oder spät wird es doch dahin kommen, irgend einmahl. »Wir müssen uns früh gewöhnen, unsre Neigungen nach unsern wahren Bedürfnissen einzuschränken.« Gellert. Ein Wort, das in Deutschen Schriften schon sehr früh vorkömmt. 2) Besonders, von bestimmten Zeiten. (1) Von der Tageszeit, entweder bald nach dem Anbruche des Tages. Früh wenn die Sonne aufgeht. Früh vor Tage. Früh aufstehen. Früh anfangen zu arbeiten. Es ist noch sehr früh. Früh Morgens, am Morgen früh. Der frühe Morgen. Mit dem Frühesten. Früh und spät thätig, fleißig sein. Von früh bis in die Nacht arbeiten. Das frühe Aufstehen ist besser als das späte Schlafengehen. »Der frühe Hahn hat kaum noch den Morgen gegrüßt,« der früh wache Hahn. Geßner. »Die frühe Morgensonne flimmerte schon hinter den Bergen auf,« die früh aufgehende. Ders. »Die frühe Sonne,« die früh aufgehende oder auch nur die aufgehende, die Morgensonne. Zachariä. Zuweilen bezeichnet früh die ganze Morgenzeit. Heute früh, diesen Morgen. Gestern früh, morgen früh, am gestrigen Morgen, am Morgen des folgenden Tages. (2) Von der Jahreszeit, bald nach dem Anfange des Jahres, im Anfange des Frühlings, Sommers. Frühe Blumen. Frühes Obst, frühes Getreide. So auch in den Zusammensetzungen, Früherbsen, Frühgerste, Frühkirschen, Frühobst 
1813 Zeichen · 41 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Früh

    Adelung (1793–1801) · +8 Parallelbelege

    Früh , -er, -este, adj. et adv. welches von demjenigen gebraucht wird, was eher ist oder geschiehet, als es die gewöhnli…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    früh

    Goethe-Wörterbuch

    früh in adv Gebrauch durchweg auch ‘frühe’ (meist in Bed 1 u 2 a α ); gelegentl Großschr, bes in den adv Wdgn ‘mit dem/z…

  3. modern
    Dialekt
    frühAdv.,, Adv., Adj., Adv.

    Mecklenburgisches Wb. · +3 Parallelbelege

    früh Adv., mod. nur in dieser hd. Form, a. Spr. fro früh: 'des morgens fro' (1545) Ord. d. Misse E 3 a ; Dei früh upstei…

  4. Sprichwörter
    Früh

    Wander (Sprichwörter)

    Früh 1. Allzu früh kommt auch unrecht. – Sailer, 114. 2. Beter to froh as to lât. ( Ostfries. ) – Bueren, 57; Frommann, …

  5. Spezial
    früh

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    früh I adj. 1 (vorzeitig) premadü (-s, -da) 2 (anfänglich) pröm (-s, -a) 3 (jung) jonn (-s, -ona) 4 (zeitig) adora, buno…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit frueh

689 Bildungen · 683 Erstglied · 2 Zweitglied · 4 Ableitungen

frueh‑ als Erstglied (30 von 683)

frühabgelegt

GWB

frühabgelegt ‘frischgestickter, f-er Kaisermantel’ B46,225,25 Zelter 29.1.30 [ s frischgestickt ] Eva Beck E. B.

frühabgeschieden

GWB

frueh·abgeschieden

frühabgeschieden in jungen Jahren verstorben 27,74,7 DuW 7 [ Zit s v Frömmigkeit Sp974,4 ] Syn jungverstorben Eva Beck E. B.

frühabricose

DWB

frühabricose , gewöhnlich frühapricose ( s. d. ) geschrieben.

Frühäpfel

PfWB

Früh-äpfel Pl. : 'früh reifende Äpfel', Friheppel [verbr.], -epfel [ GH-Kand ]; vgl. Spätäpfel . Südhess. II 978 ; Rhein. II 839 . —

frühalternd

DWB

frühalternd , vor der zeit alt werdend: dich selbst, frühalternd, umwölkte düsterer ernst, und dir reichten umsonst die nymfen den heilkelch…

frühamt

DWB

frueh·amt

frühamt , n. was frühmesse, da die messe auch das amt ( officium ) heiszt: ich wil hieneingehn zum früambt. H. Sachs 3, 3, 63 a ; das früham…

frühapfel

DWB

frueh·apfel

frühapfel , m. eine art äpfel, die schon im sommer, also früh, vor der gewöhnlichen zeit der reife bei äpfeln, reif wird. vgl. frühbirne , f…

frühapricose

DWB

frühapricose , f. eine art apricosen, die früher reif wird, als die andern arten. die grosze frühapricose ist eine dunkelgelbe saftige längl…

Frühaprikose

Campe

frueh·aprikose

Die Frühaprikose , Mz. die — n , eine Art Aprikosen, die früher oder zeitiger reif wird als andere.

früharbeit

DWB

frueh·arbeit

früharbeit , f. eine arbeit, welche früh, am morgen verrichtet wird: nach den zeitungen kam die hofräthin Wieland mit der jüngsten Luise, de…

frühauf

DWB

frueh·auf

frühauf , adv. , gebildet wie frischauf, hellauf, lautauf, vollauf (1, 604) und also zusammengesetzt aus den adverbien früh und auf, die urs…

frühaufgang

DWB

frueh·aufgang

frühaufgang , m. das mit glänzen verbundene steigen am himmel über den gesichtskreis, von der sonne, dem monde, den sternen. die ernte ist h…

frühauflodernd

DWB

frühauflodernd , in der kindheit, der jugend lebhaft entstehend. vgl. das adj. früh 3). ein kind des augenblicks war mein beruf zu der höher…

frühaufschwung

DWB

fruehauf·schwung

frühaufschwung , m. der aufschwung mit dem kommenden tage: jen' ( die üppige schwester ) ist berühmt, oftmals ein gelag zu verlängern dem Ba…

frühaufsein

DWB

frueh·aufsein

frühaufsein , n. ist früh auf sein substantivisch, s. das adv. früh 1, d ): sie ( die nüchternheit ) macht, das sein koch frühaufsein die ma…

Frühaufständer

PfWB

fruehauf·staender

Früh-aufständer m. : 'Herbstzeitlose', -ufstänneʳ [ IB-Ormh ]. Syn. s. Nacktarsch . Rhein. II 839 ; Lothr. 174 Frihufstengelcher. —

Frühaufständerchen

RhWB

fruehauf·staenderchen

Früh-aufständerchen -ofšdęnərχə n.: 1. Schneeglöckchen, galanthus nivalis Saarl-Bous . — 2. Herbstzeitlose, colchicum autumnale Saarl-Wadgas…

Frühaufsteher

PfWB

fruehauf·steher

Früh-aufsteher m. : wie schd., -ufsteheʳ [KB-Kriegsf, verbr.]. Südhess. II 978 ; Rhein. IX 1219 ; Bad. II 242 . —

Frühaufwartung

Campe

fruehauf·wartung

◎ Die Frühaufwartung , Mz. die — en , die Aufwartung, welche großen Herren des Vormittags gemacht wird (Lever ); die Morgenaufwartung . C.

frühbarke

DWB

frueh·barke

frühbarke , f. die frühmorgens abfahrende barke: wenn ich auch nicht mit der frühbarke abgehe. Thümmel reise 6, 260 = 1791 10, 84.

Frühbederber

RhWBN

Früh-bederber m.: zu früh kalbendes Rind, auch Emmerich (frūx-).

Frühbedorben

RhWB

Früh-bedorben fruxsbədrwə Klev , Emmerich ; -fərdrwə Klev-Warbeyen ; -vərdErf Klev-Griethsn n.; -øxtbədErwər m. Klev-Wyler : zu früh kalbe…

frühbeet

DWB

frueh·beet

frühbeet , n. das mistbeet, weil darin gewächse, auch blumen zu einer zeit gezogen werden, in welcher sie im freien noch nicht zu finden sin…

frueh als Zweitglied (2 von 2)

ALLZUFRÜH

DWB2

allzu·frueh

ALLZUFRÜH adj. (s. allzu ). gar zu früh, zu zeitig: 1687 der tugendmorgenstern und ihres liebsten wonn / erblast noch allzufrüh Mühlpfort in…

Herrgottsfrüh

Wander

herrgott·s·frueh

Herrgottsfrüh En aller Härrgottsfröh hät hä ald gebagert 1 un gekross 2 . ( Köln. ) – Firmenich, I, 477, 259. 1 ) War er schon auf den Beine…

Ableitungen von frueh (4 von 4)

frühe

DWB

frühe , s. das adj. und das adv. früh.

urfrüh

DWB

urfrüh , adj. adv. (ur- C 4 a): aus urfrüher sagenzeit J. Bayer studien 185 bibl. d. schr. a. Böhmen; Grotes allg. weltgesch. 4, 28; adv. ob…

verfrühen

DWB

verfrühen , verb. zu einem zu frühen machen, früher als berechtigt thun. neues wort, erst in diesem jahrhundert nachgewiesen; zusammensetzun…

verfrühung

DWB

verfrühung , f. , substantivbildung zum vorigen, zu frühes eintreten.