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dünn

nhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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16 in 14 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

dünn

Bd. 1, Sp. 1564
dünn Rhfrk -i-; Mosfrk de·n.; sonst -ø- [Selfk, MülhRuhr (s. dumm) -y-] Adj.: 1. Gegensatz zu ‘dick’; ganz d. dønəkəs Klevld, dinχə Wend-Ulmet. D. wie ene Schnider Erk, — en Hewerling Trier, — en Pier Emmerich, — en Blatt Allg., — Lofblättche Dür-Winden, — en Bohnebl. Saarbr-Sulzb, — en Strihhalm Bitb-Badem, — en Spier Eusk-Commern, — en Schmilles May-Rieden, — en Reis Allg., — ne schnacke Stock Mettm-Haan, — en Gutsch MGladb, — en Schmeck ebd., — en Därm ebd., — en Spill Kref-Strümp, — Nähtsfadem (Zwirn) Saarbr-Sulzb, — Zitz (Kattun) Bernk-Gonzerath, — en Schwewelspön Trier-Kenn, — Posspapier MGladb, Mörs-Xanten. Die (der, dat) ös zu d., mer könnt se medse durchbreche Rip, — dat se bal överbrich, he sech henger en Stokiser versteəke kann MGladb, — mer Paris derdurch seiht (von der Brotschnitte) Bitb-NWeis. — D. wendet man an auf Sachen, bes. Stoffe u. Gliedmassen; doch bei letzteren in Konkurrenz mit dürr; der ganze Körper wird meist nur dürr genannt; doch allg. ene Dönne ein Magerer neben ene Düərne. — RA.: Er bohrt gere d.ə Brerer arbeitet nicht gern (s. Var. bohren) Rhfrk, Mosfrk; d. Helzcher pideln dass. Trier-Filsch. Et kömmt d. bej es ist sehr wenig, was dazu kommt Klevld. Gef mer dervan! Antw.: äver d. Köln. — Von Gliedmassen. Er hot d. Ohre hört gut Simm-Schlierschd; en paar d. Stippe magere Beine Rip; de hät en d.ə Mond (Zung, Maul) ist ein Feinschmecker WEif u. sonst; er hot en d. Heitche ist leicht beleidigt Simm-Schlierschd. He steht d. in et Reit ein schlanker Mensch Kref. — Von Stoffen. D. ansen; d. Fuselszeug Allg. Die deht d. derlangs putzt, ziert sich Monsch-Kalterherbg; de geht geren d. derlast an der Arbeit Prüm-Ihren. — Technisch. D. em Röck ist die Metallsäge geschliffen Remschd; de Plug geht (zu) d. rutscht über den Boden, gräbt nicht tief genug ein; dat Steck es d. gefohr; en d. Fur Rhfrk, Mosfrk; d. Steck leichte, felsige Parzelle ebd.; de Drauwen gin d. sie werden reif Mos; d.ə Speck durchwachsener Sp. Remschd. — D. u. dick in Verb. D. geschniden on decke geschmert es der schluchigen Schnaute jet wert Altk-Birken. Mer muss et hole, wie et kinnt, döck en d. Prüm-Mürlenb. He sökt de decken us de d.ə Aach, Köln. Ech hon et em deck un d. gesot Mosfrk. Hej löpp dör deck on d. Nfrk, Allg. (s. auch bei dick). — D. on glik mäkt enen armen Bur rik Duisb-Bernk. D. un lang hat keinen Gang, kort un dick hat kein Schick Gummb. — Sech d. mache aus dem Staube Allg.; sech op den D.ən mache dass. Kemp. — 2. dünnflüssig (schwach, nicht ausreichend). Jet Dönns Suppe Sol, Barm; et Dönnt Käsewasser Aden, Schleid. De Kaffee (Melch udgl.) es su d. wie Spölwasser Allg., — Pöttwater Nfrk, Allg., — Erftewasser Eusk-Dirmerzh, — Wurschtbröh Sol. De K. es esu d., dat mer en em Esel en et Uhr könnt schüdde Eif, Rip, — wa mer en er Geiss ging an de Uhren schidden, se deht rond rem lafen dervun Saarbg-Freudenbg, — me ment, er wär durch e Zwerfadem gelaf Koch-Lutz. De Melch es so d., als wenn se durch de Bäch geschleppt wüər Wermelsk, Allg. Den geiht et so d. wie Pöttwater sehr schlecht Mörs-Neuk; dem geht et och su d. dorch de Rebben wie P. Mettm-Dellenbusch; et geht em d. dörch de Lif (de Därm) er leidet Not Rip. Dem han ech de Melch d. gemäch seine Freude, Erwartung verdorben Aden. D. Melch magere M. Allg. — Wo der Hong (Ferke, Fasele, Säu) völl send, do es et Gespöl(s) d. (wird d.) vom Erbteil Rip, Nfrk, — do fällt et Gespölsels d. Aach-Merkst; völl Ferkes maken en d.ən Drank Ruhr; je länger de Reih, je d.ər der Brei Wippf. — Der Durchfall wird genannt der Dönne Allg.; der D.ə han Allg.; an de D.ə siə Aach, Nfrk; der d.ə Pitter Allg.; der d.ə Schwitt Sieg-Ägid. — D. scheisse (drisse) von Mensch u. Vieh; d. meste vom Vieh; se (die Kuh) geft et d. ut Eup. — 3. nicht dicht stehend, vom Gras, Haar udgl. RA.: Senge Bart steht esu d., wie arm Legds Korən WEif; den hat de Haver d. gesäht dass. Malm. Et Gras steht d. op de Stang Dinsl-Hiesf. Die sen d. gesät, die dat konne Allg.; die sen d. gewasse (gewachsen), die dat konne Sieg.
4050 Zeichen · 138 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Dünn

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Dünn , -er, -este, adj. et adv. welches von einer Art der körperlichen Ausdehnung gebraucht, und dem, was dick ist, entg…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    dünn

    Goethe-Wörterbuch

    dünn überwiegend in natwiss Schr, insbes in Fl (siehe 2 a); auch in der älteren Form ‘d-e’ 1 von geringer Dicke a mBez a…

  3. modern
    Dialekt
    dünn

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    dünn [ten Su. Hlkr. Co. Dü. K. Z. ; tìn Str. Ingw. Betschd. W. ] Adj. dünn. s Is is t noch d., i h r müe sse n no ch nit…

  4. Sprichwörter
    Dünn

    Wander (Sprichwörter)

    Dünn 1. Dünn geschlagen, ist bald geschliffen. – Simrock, 1737. – Petri, II, 155. Holl. : Dunne gheslaghen is haest ghes…

  5. Spezial
    dünn

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    dünn adj. 1 (von geringer Dicke) sotí (-tis, -tida) 2 (schlank, mager) sotí (-tis, -tida), megher (megri, megra) 3 (die …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit duenn

190 Bildungen · 182 Erstglied · 3 Zweitglied · 5 Ableitungen

duenn‑ als Erstglied (30 von 182)

dünnärschig

PfWB

dünn-ärschig Adj. : 'mit dünnem Gesäß', -ääʳschich [ LA-Gommh ]; vgl. dick-, dürrarschig . Südhess. I 1837 . —

Duᵉnnāgel

WWB

duenn·agel

Duᵉn-nāgel m. [verstr. OWestf] Dunnāgel ( Wal Ro ) langer, dicker, schmiedeeiserner Nagel, der beim Hausbau verwendet wird.

dünnarmig

PfWB

duenn·armig

dünn-armig Adj. : 'mit dünnen Armen', dinnaaʳmich [ KB-Mauchh ]; vgl. dickarmig . —

dünnbacket

DWB

dünnbacket , adj. mit dünnen backen. sag mir, du königs sohn Ammon, was lieget dir so heftig an das du bist so schnacket und hager, so bleic…

dünnbärmig

RhWBN

dünn-bärmig Birkf-Idar Adj.: erbärmlich, minderwertig; et war e d. Krämche.

dünnbäuchicht

DWB2

dünnbäuchicht adj. : 1524 tünbauchet sat. u. pasquille 2 2,61 Sch. 1734 Steinbach wb. 1,75.

dünnbäuchig

DWB

duenn·baeuchig

dünnbäuchig , adj. und adv. niederl. dunbuikig. vergl. dünnleibig. hochragendes halses ist es ( das füllen ) und feineres haupts. dünnbäuchi…

dünnbauch

DWB

duenn·bauch

dünnbauch , m. 1 1. der einen dünnen leib hat, niederl. dunbuik. 2 2. messerfisch, ziege, cyprinus cultratus, mit einem dünnen scharfen bauc…

dünnbauig

RhWB

dünn-bauig Gummb Adj.: mager, vom Feld.

dünnbebuscht

DWB

dünnbebuscht , adj. und adv. mit wenigem gesträuch bewachsen. bald ( wollen wir ) um die dünnbebuschten höhn nach erd- und heidelbeeren gehn…

dünnbehaart

DWB

dünnbehaart , adj. und adv. das schwein ist ein dünnbehaartes thier Hanöv. magazin 1844. s. 306.

dünnbeil

DWB

duenn·beil

dünnbeil , n. zimmerbeil, breitbeil, schlichtbeil, franz. doloire, épaule de mouton, engl. chipaxe.

dünnbein

DWB

duenn·bein

dünnbein , m. der langfusz, stelzenläufer, charadrius himantopus Nemnich 1, 1002 .

dünnbevölkert

DWB2

dünnbevölkert adj. : 1855 Oppenheim geld 120. 1976 Duden wb. dt. spr. 2,581 a .

dünnbewohnt

DWB2

dünnbewohnt adj. : 1716 Ludwig t.-engl. lex. 471. 1907 Helmolt weltgesch. ( 1899 ) 9,247.

dünnbier

DWB

duenn·bier

dünnbier , n. nachbier, schlecht bier Henisch 769 . cerevisia tenuis Stieler 146 . kovent Hupel Liefl. idiot. 54 . des abends für zwei pfenn…

dünnblättrig

GWB

duenn·blaettrig

dünnblättrig mBez auf die Textur eines Gesteins: in dünne Platten gespalten ein Schieferbruch .. sehr dünnblätterig .. in’s Unendliche rhomb…

dünnblütig

PfWB

duenn·bluetig

dünn-blütig Adj. : 'mit dünnem Blut, leicht erregbar', vgl. dünn 2 a, -blidich [ LU-Opp ]; vgl. dickblütig . Südhess. I 1837 .

dünnborstig

DWB

duenn·borstig

dünnborstig , adj. und adv. was wenig borsten hat. dünnbürstig Henisch 567 . vergl. dickborstig.

dünndarm

DWB

duenn·darm

dünndarm , m. spottname für einen mageren menschen Schütze Holst. idiot. 1, 271 .

dünndarwig

MeckWB

dünndarwig -darmig 'dünndarmig', dünnleibig, mager, schmächtig Mi 18 b ; allgem.; dünndarwig as 'ne Mad Reut. 2, 234 u. öft.; von Statur ...…

duenn als Zweitglied (3 von 3)

spargeldünn

RDWB1

spargel·duenn

spargeldünn худышка разг. , худой как палка идиом. , худой как спичка идиом. , тощий

zwirnsdünn

RDWB1

zwirn·s·duenn

zwirnsdünn худой как палка идиом. , худой как щепка идиом. , худой как глист(а) идиом. , разг. , тощий, тонюсенький

Ableitungen von duenn (5 von 5)

dünne

DWB

dünne , f. wie dünnigkeit tenuitas, mhd. dünnede Ben. 1, 403 b , niederd. dünnige Schambach 51 b , engl. thinness. 1 1. gracilitas, schwange…

erdünnen

DWB

erdünnen , extenuare, verdünnen: so man die äste behauen und den baum wol erdünnen läszt. Sebiz 361 .

gedünnen

Lexer

ge-dünnen swv. intr. daʒ in gedünnet ir schar Bit. 10373.

verdünnen

DWB

verdünnen , verb. dünn, weniger dicht machen, in den wörterbüchern erst seit Adelung aufgeführt, mhd. nicht nachgewiesen. 1 1) sinnlich: mag…

verdünnung

DWB

verdünnung , f. das dünn, weniger dicht werden: also macht auch die zerstreuung der planetischen materien in diesem raume eine ebenso vielma…