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betrügen

nhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
12 in 11 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

betrügen

betrügen

trügen Vb. ‘betrügen, täuschen, irreführen’. Das nur im Dt. und Nl. belegte stark flektierende Verb ahd. triogan (8. Jh.), mhd. triegen ‘(be)trügen, täuschen’, reflexiv ‘sich täuschen, sich irren’, asächs. driogan ‘betrügen’, mnd. drēgen, mnl. drieghen (germ. *dreugan) ist verwandt mit ahd. gitrog ‘Trugbild, Gespenst’ (9. Jh.), asächs. gidrog ‘Trugbild’, anord. draugr ‘Gespenst, Wiedergänger’, mit der unter Traum (s. d.) behandelten Wortgruppe sowie mit aind. drúhyati ‘beschädigt, sucht zu schaden’, drṓghaḥ ‘schmähend, boshaft, trügerisch’, awest. draog- ‘lügen, trügen’, mir. aur-ddrach ‘Gespenst’. Alle Formen führen auf ie. *dhreugh- ‘trügen, listig schädigen’, vielleicht eine Erweiterung der Wurzel ie. *dhu̯er(ə)- ‘durch Täuschung, Hinterlist zu Fall bringen, schädigen’. Im Nhd. gilt zunächst triegen mit den Präsensformen du treugst, er treugt. In der 2. Hälfte des 17. Jhs. wird entweder zu -ie- oder (nach dem Vorbild von lügen) zu -ü- vereinheitlicht. Endgültig setzt sich trügen, trügst, trügt im 19. Jh. durch. – Trug m. ‘Betrug, Täuschung, falscher Schein’, mhd. truc, für mhd. trüge ‘Trug, Betrug’ eintretend. Trug ist vor allem lebendig in der Fügung Lug und Trug (16. Jh.). Trugbild n. ‘Täuschung’, ahd. trugibilidi ‘Teufelsbild, Gespenst’ (um 900), mhd. trüge-, trugebilde ‘täuschendes Bild’; geläufig seit dem 18. Jh. und wohl von Herder neu gebildet als Verdeutschung von Phantom im Sinne von ‘Sinnestäuschung, von der Phantasie geschaffene Vorstellung, Selbsttäuschung, Irrtum’. Trugschluß m. Terminus der Logik ‘unrichtiger, von einer falschen Prämisse ausgehender Schluß’ (1743 bei Gottsched für frz. un grand sophisme), allgemein ‘auf einem Denkfehler beruhende Schlußfolgerung, Irrtum’ (Ende 18. Jh.); zuvor Betrugsschluß (1. Hälfte 17. Jh.). trügerisch Adj. ‘betrügerisch, hinterlistig, heuchlerisch’ (16. Jh.), ‘täuschend, irreführend’ (18. Jh.), zu ahd. triogāri ‘Heuchler’ (um 800), mhd. trigære, trieger. betrügen Vb. ‘(be)schwindeln, sich einen Vorteil durch Täuschung ergaunern’, (reflexiv) ‘sich nicht die Wahrheit eingestehen’, ahd. bitriogan ‘betrügen, täuschen’ (8. Jh.), mhd. betriegen ‘verlocken, betrügen, betören, verblenden’; Betrüger m. (15. Jh.); Betrug m. ‘Schwindel, Täuschung, Lüge’ (15. Jh.); vgl. ahd. bitrog (11. Jh.), mhd. betroc.
2286 Zeichen · 81 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Betrügen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Betrügen , S. Adelung Betriegen .

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    betrügen

    Goethe-Wörterbuch

    betrügen Präsensformen häufig -ie- 1) ; öfter Zustandsperf, auch ‘der, die Betrogene’ 1 jdn (arglistig, rechtswidrig) üb…

  3. modern
    Dialekt
    betrügenst.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    be-trügen st. : wie schd., betrie, -trije, -triche, -trige, s. F. [allg.]. Met dem Gaul bischde bescheß un betroo 'doppe…

  4. Sprichwörter
    Betrügen

    Wander (Sprichwörter)

    Betrügen 1. Betriegen geschicht mit guten Worten. – Lehmann, 90, 18. Lat. : Sub specie veri nos fallunt saepe severi. ( …

  5. Spezial
    betrügen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    be|trü|gen (betrog, betrogen) vb.tr. 1 freghé (-ga), trapolé (-lëia), gabé (gabëia), gabolé (-lëia), imbroié (-iëia), sa…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit betruegen

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Ableitung von betruegen

be- + truegen

betruegen leitet sich vom Lemma truegen ab mit Präfix be-.

Zerlegung von betruegen 2 Komponenten

bet+ruegen

betruegen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

betruegen‑ als Erstglied (1 von 1)