Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Becken n.
Becken n.
Becken n. ‘großes, flaches und breites Gefäß für Flüssigkeiten’, ahd. beckĩ(n) ‘Becken, (größeres, offenes) Gefäß’ (10. Jh.), mhd. becke(n), asächs. bekkin, mnd. becken, mnl. beckijn sind aus vlat. *baccīnum entlehnt, belegt in spätlat. bacchinon ‘Holzschale’ bei Gregor von Tours (6. Jh.). In den roman. Sprachen ist *baccīnum in frz. bassin ‘Becken’ erhalten, das ins Dt. (s. Bassin) entlehnt wird. Grundwörter der Ableitung *baccīnum sind die beiden zahlreichen galloroman. Formen zugrunde liegenden Nomina vlat. *baccus m., *bacca f. ‘Wassergefäß’ (vgl. spätlat. bacca ‘Sarg’), die wohl kelt. Ursprungs sind. Diese werden ins Nl. und Nd. entlehnt ( Germania Romana 2 (1968) 333); vgl. dazu auch seemannssprachliches Back f. ‘Eßschüssel, -tisch, -gemeinschaft, Aufbau am Vordeck’ (s. d.). Auf Grund seiner Form bezeichnet Becken auch das ‘Schlaginstrument aus zwei flachgewölbten Metallscheiben’, die ‘Mulde, Vertiefung in der Erdoberfläche’, die ‘schalenförmig vertieften Hüftknochen mit der Lendenwirbelsäule’ und den ‘eingefaßten, ausgemauerten Wasserbehälter’ (Wasser-, Schwimmbecken).