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zart

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

zart adj.

Bd. 31, Sp. 283
zart, adj. form: hochdeutsches, den übrigen germ. dialekten abgängiges wort, das erst seit der mhd. blüthezeit litterarisch begegnet (nur ein beleg für d. adv. in der Kaiserchronik ist älter), dessen verbalform zarten bereits im 8. jh. in glossen auftritt und zu dem ein substantiv zart, m., 'liebkosung' bei den mhd. klassikern und jetzt noch in Tirol (zarscht, m., zärtlichkeit, zugethansein Hintner 248) erscheint. der vocaldehnung unterworfen, zeigt es seit dem 17. jh. die schreibungen zaart (Bellin hochd. rechtschr. [1657] 79/80) und häufiger zahrt (Moscherosch ins. cura 78 ndr., Bastel v. d. Sohle Harnisch aus Fleck. 63, Elis. Charl. v. Orl. br. 3, 396 Holl., Zesen verm. Helikon 2, 14, Chr. Weise erznarren 76 ndr., Königsberg. dichterkr. 232 ndr., u. a.), ripuar. zayrt (privatbriefe d. ma. 1, 6 Steinhausen). anlautend steht oft tz-, namentlich bei Luther. bis ins 19. jh. streiten in der comparation umgelautete mit umlautlosen formen, vgl. zerter (14. jh., Lexer 3, 1032), zertist Paracelsus op. (1616) 1, 75, später nur -ä-. der umlaut ist vorwiegend md., doch haben ihn auch schwäb.-alem. schriftsteller wie Sal. Geszner, Schiller, Uhland. Göthe schreibt in der jugend meist -ä-, doch noch 1827 findet sich zärteste (IV 42, 112 W.), aber -a- überwiegt. Adelung läszt im wb. nur -ä-, Campe nur -a- zu. selten begegnet zarte: der süszen (liebe), die so zarte (war) Tieck schr. 1, 20, als adv.: dasz einer so zarte lieben kOente Lohenstein Arm. 2, 824a. früh wird zart ins nd. übernommen, hier meist mit s- geschrieben, t- s. unter zartlappen. als ein ausdruck der bildungssprache fehlt zart den mundarten fast gänzlich, s. Lexer kärnt., Hintner, Martin-L., Fischer, Follm., lux. wb. bedeutung: die den frühest bezeugten verben zerten und zartôn eigene bedeutung oblectare, blandiri 'liebkosen, schmeicheln' hält sich in dem mhd. subst. zart, m., 'liebkosung, schonung' (Lexer 3, 1033). das adj. dagegen tritt mit der bedeutung 'lieb, werth, theuer' auf, vgl. den sie sô zart doch hette, lieb vor allen dingen gar leb. d. hl. Elisab. 3946, 52 Rieger, diu den engelen was sô zart Wernher Maria, fundgr. 2, 150, neben der gleichzeitig die bedeutung 'lieblich, schön, fein, stattlich' erscheint (s. unt. 2), während die modernen bedeutungen 'zärtlich' und 'zart, schwächlich, weich, weichlich' in mhd. zeit nur schwach vertreten sind. doch lehrt der frühe beleg in der Kaiserchronik 1381 Schröd. (wer den sohn) zarte (weichlich) wil haben, der ziuhet allerdichest den zagen, dasz diese dem adj. von anfang an zukommen. seiner bildung nach wird zart als ein participium vom idg. stamme der-, angesehn, dem avest. dereta 'geehrt', aðərətō 'nicht achtend' angehören, wie kalt von altn. kala. andere auffassung vermuthet, gewisz unbegründet, entlehnung aus grch.-lat. charitas oder lat. tardus. verknüpfung mit mnd. dertel, tertel 'verzärtelt, zart', ags. teart 'streng' erweckt bedenken. als ausdruck für menschliche gefühlsbeziehungen unterliegt z. der reciproken bedeutungsentfaltung, so dasz einem sinn 'geliebkost > geliebt > lieb' der zweite 'liebkosend > zärtlich' entspricht. bewirkt haben den starken bedeutungswandel des begriffes zart die gefühlsbewegten zeitalter der deutschen mystik, in der die bedeutung 'lieb, theuer' um sich greift, der reformation, welche diesem wie dem in der höfischbürgerlichen gesellschaft entwickelten sinn 'schön, anmuthig' durch ironie abbruch thut, und der klassischen dichtung des 18. jhs., durch welche die enge verbindung mit der geistigen sphäre geschieht. II. in passivem sinne. I@11) lieb, theuer, werth: hic est filius meus dilectus ... diez ist min zarter sone (von Jesus) Alsfelder passionsspiel 16 Grein; der zarte got Grieshaber pred. 1, 20; du zartes Jesulein G. Weissel in Fischer-Tümpel evang. kirchenlied 3, 8; Maria zart als eingang einer sehr verbreiteten gruppe geistlicher gedichte im 14/15. jh. Wackernagel kirchenl. II nr. 1035—1044; liesz er töten den tauffer z. H. Sachs fastnachtsp. 5, 66 ndr.; seinen zarten leib (Jesu) Berth. v. Chiemsee tewtsche theol. 374; des fron zarten libs Felix Fabri pilgerbüchlein 18; sacrament des zarten fronleichnams Jesu Christi manuale curatorum (1516) 89a; so häufig, s. Fischer wb. 6, 1054; Christi seite z. bei Fischer-Tümpel ev. kirchenl. 1, 27; der zarten muotter Iesu der ewig. wiszheit betbüchl. C Ib; archaisch noch so bei Tieck: den zarten leib des herren zu genieszen in einer liturgischen ansprache schrift. 1, 87; auch den zarten, edlen namen gottes Luther 34 ii 474 W.; den schatz des evangeli z. Ringwaldt evang. C 5b; ferner auszerhalb der religiösen sphäre: ein guten abend, ir zarten herren! H. Sachs 9, 47 lit. ver., mein hertz-liebe tochter z. ebda 1, 153; edler TannhAeuser z. J. Prätorius Blockesberges verrichtg. 21; o mein zartester Camille buch d. liebe 115b; mein liebstes böcklein z. E. Alberus fabeln 57 ndr.; ironisch von Luther gebraucht: der tzartte könig (Heinrich v. England) 10 ii 236 W.; aber sie wollen yhre lere ungeschend haben, ob sie eyttel schand wircken, das edle, tzarte, rechtfertige volck 8, 682; ferner 691; 10 i 255, iii 125; 15, 94; 30 ii 124 u. ö. um die mitte des 16. jhs. kommt die bedeutung 'theuer, werth' auszer gebrauch; s. III 1. I@22) schön, fein, anmuthig; von männlichen personen stattlich; vermittlungsglied zwischen 'lieb' und 'schön' ist 'lieblich': ein jungfrau z., von edler art (Maria) bei Bäumker kath. kirchenl. 1, 269; die tusentschon, die zart und rein Murner narrenbeschwör. 241 ndr.; du zartes jungfrewlein so rein O. Dähnhardt grch. dram 1, 92 lit. ver.; so häufig: Uhland volksl. 1, 10; Fischart Garg. 44; 57 ndr.; die z. fraw glück H. Sachs 1, 439 K.; ein starcke, hbsche, zarte, lustige ... frau A. v. Eyb dtsche schr. 1, 60; diesem frawenzimmer zart (diesen schönen frauen) Frischlin 9 lit. ver.; auch ohne subst. da ich ein kusz und umbefang entpfach von der schönen und zarten H. Sachs 2, 28 K.; die zarten sind ... erschlagen (später die edlisten, vulgata: inclyti) Luther deutsche bib. 1, 94 Weim.; ein könig z. (stattlich) B. Krüger action 64 Tittmann; ain ritter edel und auch z. Kaufringer ged. 62; dieweil er (Paulus) hat viel vOelcker zart mit mund und seiner schrifft bekhart Ringwaldt chr. warn. D Ia; erweitert von gegenständlichen dingen: und bringet mir der schönen, zartten blümlein H. Sachs 2, 25 K.; an ihre seiten zart Zinkgref ged. 19 ndr.; ihren zarten leib Dähnhardt grch. dram. 1, 158 lit. ver.; zarter leyb, wolgehalten corpus tenerum Maaler 512c; ire zarten eüglin Wickram 1, 120 lit. ver.; mit zarten zierlichen kleidern Tschudi chron. Helv. 1, 122; mit rotem golde vein und z. Kaufringer ged. 154; der schmuck der zarten frauen Logau sinnged. 277 lit. ver.; des grossen Davids sohn, ein printz sehr schön und zart Rachel sat. ged. 95 ndr.; die reuetöne zarter Magdalenen Göthe IV 34, 130 W.; der zarten schönheit schimmer Tieck schr. 1, 302; hier wie in den folgenden fällen archaisierend: holde zarte fräuelein maler Müller w. 1, 252; zart schönes jungfräuelein A. v. Arnim w. 21, 19 Gr. u. ö.; o jungfrau z. A. v. Droste-Hülsh. 2, 208; ironisch oft bei Luther: nicht eyn kleyn stck seyns tzarten buochs (Heinrichs von England) 10 ii 236 W., vgl. die zartte mutter dieszes samens 7, 599, die zarte glose seynes geystreichen ... kopffs 18, 167; s. auch I 3 c α und γ. I@33) infolge zarter, d. i. liebkosender, schonender behandlung, dann auch mangels erprobung oder wegen des fehlens der kräfte schwach, widerstandsunfähig, leicht verletzlich, äuszeren eindrücken nachgebend; diese bedeutung darf als die den beiden vorher beschriebenen zugrunde liegende angesehen werden und ist auch früher belegt (s. ob. sp. 284), dann aber zunächst zurückgedrängt worden. sie tritt zunächst an körperlichen und concreten dingen hervor. I@3@aa) von menschen weichlich, verzärtelt, dem wohlleben geneigt: das jung weip und das zart (vulg.: tenera mulier et delicata) erste dtsche bib. 4, 223 lit. ver. (deut. 28, 56); 'rach' heist zart odder weghe (mhd. wæhe fein, zierlich), gleich wie wir Deudschen von den weybern sagen: sie ist so zart und verzumpen (zümpferlich Adelung), sie griffe nicht ynn ein kalt wasser, es lstet sie denn Luther 23, 609 W.; die zarten papisten ... warten allain auff eer und leibslust reform.-flugschr. 2, 38 O. Clemen; zarte spplin ... bringen auch zarte ppplin Fischart Garg. 82 ndr.; in wbb. delicatus, tener, tenellus, mollis Alberus o 4b, Calepinus 1533, homo mollis ein waichling, ein zarter, wollstiger mensch Corvinus 553, enervus zart und weybisch, verzagt Frisius 473a, delicatus Dief. 171c, Calepinus 390a, Steinbach 2, 1072; zart, guter tagen gewohnet Wiederhold 430b; ein artzney fr grobe leut (recept) ... fr zarte leut (recept) O. Gäbelkover artzneybuch 1, 281; die kostlichen zarten leüt legend in (den bisem) zun kleidern Forer Gesners thierbuch (1563) 29b; sie erlauben den zarten herrn und frawen in der fasten das fleischessen Äg. Albertinus Lucifers königreich 47 Lil.; ein zartes mutterkind Logau sinnged. 12 lit. ver. I@3@bb) übertragen auf gegenständliches dieser art: und ob vielleicht das bOeszlich aufferzogen fleisch leichtigklich nit mag gepogen werden zu den grOebern dingen ..., so wirdt ich doch im ... entziehen ettlich zertere ding (ad grossiora ... delicatiora aliqua) offenbarung der hl. Brigitte 4, 17; zarte und meisterlose oder weybische kleidung oder zierung cultus mollissimus, zarte schläckle, meisterlose speysen escae molliculae Maaler 512c; dann sie ein zart leben fieren Eberlin v. Günzburg 3, 113 ndr.; auch: der arme teuffel stöhnt von zarter faulheit schwach Rachel sat. ged. 62 ndr. I@3@cc) schwächlich, weichlich, anfällig gegen krankheiten, auch nur empfindlich, leicht verletzlich, schwach im leiden, gern als eigenschaft des weiblichen geschlechtes den männern verpönt, vgl. ein mann soll nicht zart sein turpe est viro debilitari, dolore frangi, succumbere Stieler 2601; von leblosen gegenständen zerbrechlich, zerreiszbar, weil dünngliedrig, körperlich schwach; vgl. Heynatz syn. wb. 2, 33a, 1, 468a. I@3@c@aα) von menschen: zarte tOechteren virgines tenerae Maaler 512c; meine zarte (kinder) musten gehen auff rauhem wege Baruch 4, 26; (ein kind) ist das zertiste ding Paracelsus op. (1616) 1, 75; ein jungs zarts mAegdlin Tschudi chron. Helv. 1, 77; die kraft von Leipzigs zarten söhnen Kästner verm. schr. 1, 128; das zarte weibervolk Rachel sat. ged. 81 ndr.; wie kann ich solcher that mich unterwinden, eine zarte magd Schiller 13, 218 d.; das zarte mädchen Göthe 23, 265 W.; der zarte kränkelnde vater W. v. Polenz d. Grabenhäger 1, 21; von einzelnen körpertheilen ausgesagt: ein ... mittel wider alle unnatürliche hitze ... der zarten glieder, als der ohren, des munds, halses und der heimlichen orten Hohberg georg. cur. 3, 434b; zartes gebein Klopstock od. 1, 42 M.-P.; überaus häufig von den händen des weiblichen geschlechts: Fischart flöhhaz 25 ndr.; Weichmann poesie d. Nieders. 1, 13; Göthe 2, 101; selten und dann prägnant von männern: (ein schreiber,) der zart hAend hat Fischart glückh. schiff 41 ndr.; von mönchen ders. dominic. 170 Kurz; die zarten hAende ihrer brger bauten die rosengAerten von PAestum J. v. Müller s. w. 1, 91; ferner die zarten füsze Mörike w. 1, 121 Gösch.; zarte finger teneri mollesque digiti Steinbach 2, 1072; cartilago krOespelen z. als an der nasen oder oren Frisius 194b; subtilis der z. darm Gersdorff wundarzney (1517) 85b; zarte augen, die leichtlich weinend Frisius 906b; die zarte kehle Bürger 1, 155 Bohtz; dasz sein zart antlitz ihm die sonne nicht versehr Chr. Warnecke poet. versuch 90; das zarte lippchen Göthe 2, 92 W.; die rohe kraftbrühen der natur sind ihrer gnaden zartem makronenmagen noch zu hart Schiller 3, 358 G.; zarte und linde neruen J. Ruoff hebammenbuch 16; unglaublich zarte nervensysteme v. Gaudy w. 2, 111; reine zarte langen haar G. Voigtländer od. u. lied. 14; die zarte haut des körpers J. P. Hebel w. 2, 9 Beh.; mit dem sich an dem object entwickelnden nebensinn des anmuthigen, schönen, wohlgeformten: zartes kinn Sal. Geszner schr. 1, 16; einen zarten, runden arm Klinger w. 9, 261; die starken und doch zarten arme Herder w. 15, 304 S.; da hat sie weinend sich an ihn geschmiegt, in zarter hand ein epheuränkchen haltend A. v. Droste-Hülshoff 2, 233; besonders deutlich: ihr zartes gesichtlin U. Bräker s. schr. 1, 76; die zarten brüste Opitz teutsche poem. 137 ndr.; holte den ring aus dem zarten busen hervor Fouqué zauberring 1, 24, Novalis 4, 55 Min.; die zarten wangen P. Fleming ged. 1, 21 lit. ver., Neumark lustw. 6, maler Müller w. 1, 64 u. a., sine zarten bakken Mone schausp. d. mas. 1, 221; ohne diese nebenbedeutung vom ganzen körper: zarte und weyche leiblin Ryff anatomi B IVa; die schreckensscenen hatten ihren zarten leib zu sehr erschüttert Klinger w. 4, 41; zarte gestalt v. Ebner-Eschenbach ges. schr. 1, 138; zarter körperbau Göthe 45, 43 W.; nur hat sie bey ihrer zarten natur in der schwangerschaft ... gelitten ders. IV 33, 240; eine zartere gesundheit Fontane ges. w. I 5, 10. I@3@c@bβ) von thieren: di vOegel zart Schwartzenberg Cicero 156; zarte sommergrille Kretschmann s. w. 1, 198; ein spinnlein zart Mörike w. 1, 164 Gösch.; zartes windspiel ders. 3, 33; treibt der bock die zarte geis R. Z. Becker mild. liederb. 20; auch von deren körper: die zarten beinchen (der fliege) Göthe 3, 176; zarte läufe (von windhunden) C. v. Heppe lehrprinz 14; umfassend: ... mutter erde ... läszt ihre zärteren kinder auch aus ihrem gewande erquickung saugen Herder 15, 291 S. I@3@c@gγ) von gebilden der natur und menschenhand: zarte saatenspizen v. Salis ged. 46; die zarten keime der pflanzen A. v. Humboldt kosm. 3, 379; zart gertlin (des epheus) Jud. Nazar. 26 ndr.; colis ein zart jung rebschosz Calepin. 264b, ferner 366a, 567b; am zarten halm Matthisson schr. 1, 29; mit zarten rotunden kleinen blettern Bock kreutterb. (1572) 2; zartes laub Shakespeare 1, 15; in den zarten schooss der purpurrose ders. 1, 201; zarte blumen (der myrthe) Göthe 23, 268 W.; die zarten leichten wipfel ders. 2, 183; wurtzel ... mit kleinen zarten faseln Chr. Gueintz rechtschr. 165; lindenbast, das ist die zart rinden zwüschend dem holtz und usser rinden an der linden Frisius 1002b; körnlein von viel zärtern hlsen Ehrhardt pflanzenhistorie 1, 299; die zarte schale (der puppe) Göthe 2, 145 W.; eines eies J. A. Naumann naturgesch. d. vög. 2I, 356; den zarten leib der süszlich-sauern traube Triller poet. betracht. 1, 16; zarteste zäckchen (eines berggrates) H. v. Barth Kalkalpen 8; virgulta tenera ... das zart gsteüd Frisius 183a; zartes gebüsch Mörike 1, 89 Gösch.; zarter birkenhain Lenau 4 Barthel; zarte, vergängliche steppenpflanzen Hoops waldbäume 96; zartes gras Logau sinnged. 148 lit. ver.; übertragen: also mszen die eltern ihre zarte hauspflAentzlein, ihre kinder, gleichsam an stAeblein binden Reinicke fuchs (Rostock 1650) 124; ein zartes reis aus Nitschens stamm Gottsched ged. 1, 229; der ausdruck des gedachten ... in allen seinen zweigen, zarten und starken Klopstock üb. sprache u. dichtk. 1, 6; zarter blumen leicht gewinde flecht' ich dir zum angebinde Göthe 4, 268 W.; das zAerteste geweb Grimmelshausen Simplic. 7 ndr.; linnen wie ein spinnweb' zart Fr. Kind ged. 1, 16; übertragen: die zarten spinneweben einer that Schiller 3, 6 d.; bei gewebten stoffen tritt der begriff weich hinzu: ein zart seiden kleyd Er. Alberus nov. dict. 36a; zarte leinwat Seb. Franck sprüchw. (1545) 1, 8b; ein zart und reinstes hembd D. v. d. Werder ras. Roland 7. ges. 28 str.; aus baumwollen machet man kOestliche und zarte kleidung Ph. Bech Agricolas bergwerck buch 5; zarte lmplein (charpie) v. Fleming vollk. soldat 322; zarte tchlin O. Gäbelkover artzneybuch 1, 1; von den einzelnen fasern und fäden: aus zartem flachs gewebt Pfeffel poet. vers. 1, 44; ein reines lamm stand, zarter wolle, ... vor mir maler Müller w. 1, 40; capillaceus zart und klein wie haar Frisius 184a; lanugo: das erste und zarte barthaar, gauchhaar Calepinus 792b; zarte saiten Göthe 2, 28 W.; übertragen: die zartesten saiten des menschlichen herzens ... berühren Herder 17, 20 S.; zarte schleifenreihe (des tanzes) Göthe 2, 104 W.; zarte wolkenstreifen L. Aurbacher volksbüchlein 57; die mucker ... bauen sich ... aus dem zarten nervengeflecht ihrer träumereien eine innere, unsichtbare kirche Gutzkow ges. w. 10, 82; ... unsre rückkehr hängt an zarten fäden Göthe 10, 57 W.; so häufig, s. 16, 210; des knäuels zartes ende 4, 285; da fing die leidenschaft in zarte flechten mein fröhlich herz Stägemann kriegsgesänge 3; von geräthschaften und erzeugnissen: die zartesten rOerlin seind am aller scherpffsten Ryff confect buch D IIa; zarte, subtile, feine säge Kramer teutsch-ital. dict. 2, 410b; zarte werkzeuge (der astronomie) Herder 13, 32 S.; zartestes goldblech Göthe 43, 72 W.; zarter schuh 5, 50. I@3@c@dδ) von erdigen, fleischigen, mehligen und flüssigen dingen im sinne von leicht zu zerkleinern, fein zerpulvert, leicht verdaulich und weich, dünnflüssig, von gasen leicht beweglich: von dem aller zartesten, reinsten sulphure oder schwefel Thurneysser alchymia 5; zartes pulver (aus paradiesholz, sandel und citronenkern) Hohberg georg. cur. 3, 205a; zartes fleisch (der jungfrau) Fischart flöhhaz 6 ndr.; zartes capaunenfleisch Sebiz feldbau 102; (der biber) ist ein lieblich, sss, zart ... essen Forer Gesners thierb. 23b; die zarten bissen Göthe 25, 163 W.; nach dem ersten gericht, das aus marinirten jungen bambusstengeln, einer zarten frühlingsspeise, bestand Gutzkow ges. w. 6, 207; der sägt nicht mit dem messer in dem zarten wesen (dem fisch als gericht) herum G. Keller ges. w. 5, 17; mit einem zarten mehl bestreut Triller poet. betracht. 1, 229; das zart jungfrAewlich bluot Fischart flöhhaz 45 ndr.; unter allem blut der lebendigen geschOepffen ist desz menschens das zartest, wie desz esels das grOebest Chr. Wirsung artzneybuch 653a; zarte rieselwellen Göthe 2, 29 W.; zarter regen A. v. Droste-Hülsh. 2, 96; zarter honigsaft Zinkgref auserl. ged. 57 ndr.; Plato nennets (die seele) ein verstAendigs wesen, ... Hippocrates ein dnnen zart geystlufft W. Spangenberg gans-könig 5 Martin; biegsam, bildsam: weiches und zartes wachs v. Fleming d. vollk. teutsche soldat 3; Epimetheus: du formtest frauen, keineswegs verführerisch. Prometheus: doch formt' ich sie aus zärtrem thon, die rohen selbst. Göthe 50, 325 W. I@3@dd) auf naturerscheinungen und kunstgebilde bezogen, die durch unsere sinne wegen ihrer schwäche nur schwer erfaszt oder wegen ihrer gefälligen art angenehm empfunden werden; 1) sichtbar: gleich wie eine zarte schrift sich gar leichtlich aus läst streichen C. Knittel poet. sinnenfrüchte 125; vgl. M. Kramer teutsch-ital. dict. 2, 655c; ... können wir leicht bemerken, dasz diese zarten erscheinungen (die farben), die bei gewissen veränderungen des körpers so leicht entstehen und verschwinden, nicht etwa zufällig sind Göthe II 5, 1 W.; der lippen zart korallenroth Herder 25, 138 S.; zarte gesichtsfarbe A. W. Schlegel im Athenäum 2, 73; seine zarten gestalten ... tragen zu viel von der miniaturmalerei in sich H. Grimm Michelangelo 1, 17; dasz es auch für das zarteste kunstwerk harter hammerschläge bedarf W. H. Riehl d. deutsche arbeit 280; der lampe zarte flamme Gotter ged. 1, 324; hier kniet, umflattert von den zarten blitzen (des frühen tageslichtes), der stille jüngling A. v. Droste-Hülsh. 2, 230; zarter morgenschein Spee trutznachtig. 65; wenn sein (des tobacks) zarter dampff sich zeiget Frh. v. Canitz ged. 80; auch vom instrument: keinen so zarten pinsel führen (nicht so zart malen) Triller poet. betracht. 2, 584; zarte (empfindliche) spiegel J. v. Besser schr. 1, 64; 2) hörbar: schweige, zarte liebe stimme Göthe 5, 12 W.; ein zarter eindringlicher gesang einer weiblichen stimme Novalis schr. 4, 105 Min.; auch dein zärtester (leisester) laut ist dein harmonisches selbst Schiller 11, 188 d.; ein zartes lied Novalis schr. 4, 79 Min.; tritt die erste geige mit einer eigenthümlichen zarten figur hervor O. Jahn Mozart 1, 375 u. ö. (4, 16. 210. 234); auch vom instrument: die zartere oboe (zarter als clarinette) ebd. 3, 280; zartes musickspiel (die laute) Fischart lob d. lauten 358 Hauff.; von einer sprache: die zarte sanskrita A. W. Schlegel im Athenäum 1, 23; zarte gedichte G. Freytag ges. w. 13, 275; freier: die zarten schwingungen im gehirn G. Forster schr. 7, 231; die stunden glichen sich in zartem wandern Göthe 3, 21 W.; I@3@ee) von den sinneswerkzeugen, während dem sinnlichen vermögen feinheit beigelegt wird. denn der gaumen ist zart, der geschmack und die zunge, sofern sie kostet, dagegen fein; das ohr ist zart, das gehör fein vgl. J. A. Eberhard synonymik 2, 21; namentlich häufig vom ohr: wann sie hat also zarte ohren, mag sie der warheit nit gehoren, H. Saghs fab. 2, 75 ndr.; zugesehen, das ... die zarten keuschen oren der lieben jugent sich ... nicht zu ergern hetten B. Waldis Esopus 1, 4 Kurz; welche (schriften) noch itzo unsre so zarte ohren wol vergngen kOenten Morhof unterricht 1, 164; selten vom gehör: maulwOerff ... weil sie gar zart und subtil gehOer haben Sebiz feldbau 293; da hier für ihren zarten gaumen nichts zu bekommen war Castelli s. w. 10, 107; berechtigt: der geschmack (der trutte) ist zwischen forelle und lachs, sehr zart Göthe III 1, 184 W. I@44) aus der bedeutung 3 entwickelt sich der begriff jung in reicher und frühzeitiger anwendung; Frisius 54a erklärt mollis (aetas) durch zart, weich und wol ze ziehen und 1a a tenero von jugend uf, dieweyl man noch weych und zart ist, aber gewisz spielt auch der begriff der hilflosigkeit und schwäche für den bedeutungswandel eine rolle; zunächst von unmündigen kindern, dann aber auch ausgedehnt bis auf die mannbare jugend: trug auff dem arm das kindlein zart Spreng Ilias 79b; pflegen sie feine, reyne und junge, zarte kinder ... zum kAesmachen zu nemmen Sebiz feldbau 100; ... auch nicht das zarte kind im mutterschoosz entrinn' uns! Bürger 1, 170 Bohtz; ... verliesz daheim ein liebes weib und einen zarten sohn ders. 1, 164; die mutter sammt dem zarten prinzen Gottsched ged. 1, 54; Breslauerinnen, begleitet von ihrer zarten nachkommenschaft Holtei vierzig jahre 1, 130; was treibt den zarten jüngling in den tod? Schiller 13, 362 d.; da sol das zarte volck zu paaren die stillen ksse von sich streun Chr. Weise grün. jug. 158 ndr.; auch: dann sieht der kleine schalk mit zarten (jungen!) augen an B. Neukirch ged. (1744) 132; des lebens dunkle decke breitete die mutter schon mir um das zarte haupt Göthe 10, 28 W.; ebenso vom kindes- und jugendalter: Parthenia ... blühte in ihrer zarten kindheit ganz holdselig A. U. v. Braunschweig Octavia 1, 77; Lessing 6, 31 M.; aetatula zart alter Calepinus 50a; was läszt sich auch von einem so zarten alter vollkommenes erwarten? Schiller 2, 19 d.; ein ... mädchen in dem zarten alter von sieben jahren G. Keller ges. w. 1, 45; in den zarten jaren meiner kindheit buch d. liebe 140a; sein vater hatte ihn in den zartesten jahren ... verlobt M. I. Schmidt gesch. d. Deutsch. 2, 252; am frühesten bezeugt: zarte jugend H. Sachs 18, 202 lit. ver.; Fischart jesuiterhütl. 256 Hauffen; als er in der zarten jugend solte reiten lernen Chr. Weise pol. red. 658; die zarte jugend wachse mit katechismus und gotteswort (auf) L. v. Ranke dtsch. gesch. i. z. d. ref. 3, 192; starb im frühling seines zarten lebens U. Bräker s. schr. 1, 171; auch von thieren und pflanzen, wobei von der bedeutung schwach (3 c α, sp. 285) nicht immer scharf zu scheiden ist: unsere ... bienen ... erziehen ire zarte immlein Fischart binenkorb A 8b; er holet ein zart gut kalb gen. 18, 7; die zarten blumen gehn erfur Luther bei Wackernagel kirchenl. 3, 4; die zarte gerte wird ein erhabener baum Fr. Th. Vischer ästhet. 2, 23. I@55) besonderes. I@5@aa) gering, wenig, klein: wie in der gewaltigen Alpenwelt die zarteste wasserader das ganze naturleben unmittelbar mitempfindet Nitzsch stud. 297; aster tenellus L. zarter aster, zwergaster F. G. Dietrich lex. d. gärtnerei 2, 3; neckend: zarten speck gar keinen speck (hab ich gegessen) Fischer wb. 6, 1054. I@5@bb) als eigenschaft vornehmlich des weiblichen geschlechtes auch prägnant gebraucht für weiblich: und damit sonderlich das zahrte volck bewogen, das zahrte weibervolck Rompler 1. gebüsch 115; das zarte geschlecht Herder 3, 293 Su., so modern allgemein; achtung für das zAertere geschlecht Bode Yorick 1, 93; seelenzustand des zartesten geschlechts E. Th. A. Hoffmann 11, 14 Gris.; die schönen selbst sind dir (dem tabak) gewogen, und öfters hat dein rohr ein zarter mund gekszt J. J. Schwabe belustigungen 1, 182; sich zarte arme sanft umschlingend öffnen Schiller 12, 89 G.; beifallklatschen von zarten händen Moltke ges. schr. 6, 51; zarte lippen Alexis ruhe 1, 45. I@5@cc) rein, weisz; trocken: die straszen warden schon z. Königsberg i. Pr. I@66) von geistigen und seelischen erscheinungen oder beziehungen des öffentlichen und privaten lebens, diese als leicht verletzlich, schwach ausgeprägt, jeder änderung unterworfen, empfindsam, empfindlich, heikel bezeichnend: der zahrteste verstand von gantz Fleckenland also seines witzes ist beraubt worden Bastel v. d. Sohle Harnisch 63; ein zarter, hochbegabter geist Göthe 7, 56 W.; noch giebt es zarte dichter und dichter wilder art graf Strachwitz ged. (1853) 25; der zarte styl der alten vasengemählde Schlegel im Athenäum 1, 2, 50; die zarte linie des schicklichen Dahlmann gesch. d. frz. revol. 114; philosophisch gdanken zart Fischart d. gelehrt. d. verkehrt. 342 Kurz; das zarte geheimnisz Rückert ges. poet. w. 1, 195; ihre (der prosa von Wilhelm Meister) hohe und zarte ausbildung Fr. Schlegel im Athenäum 1, 2, 158; diese zarte, feinsinnige politik Fr. v. Gentz schr. 2, 400; ein czarter glaube Luther 34II, 357 W.; die tzarte warheyt ders. 10II, 53; bei Luther oft ironisch für ekel, knifflig: wie der zarte geist aus den thettelworten 'ist' zum deutelwort machen und unsern verstand nemen wil 26, 283 W.; umb der zarten hochgeistlichen, tieffheiligen schwermer willen (die fordern, Luther solle sie nicht als teufel bezeichnen) 26, 402; du zarte eckele frucht, wilt deinen got leren 23, 190. ironisch für gewissenhaft: zarte schatzmeister Mathesius Sar. 173a; empfindsam, ekel: Göthens elegien, die Weimar, das zarte, so sehr in aufruhr gesetzt Fr. Schulz im Göthejahrb. 1, 317; das gröbste weib ist darin (in der sexuellen liebe) noch nicht so materiell wie der zarteste mann J. Wassermann d. goldene spiegel 222; man glaube keiner (frau) nicht! sie wissen zarte (feingesponnene) lügen, das junge männer-volck in vielen zu betriegen Rachel sat. ged. 137 ndr.; so bald wir in dem netze der zarten liebe seyn Chr. Weise d. drey klügst. leute (1675) 20; der page, ein jüngling voll zarter empfindung v. Ebner-Eschenbach ges. schr. 1, 118; so bleibt der entfernte mit den zartesten banden an die seinigen gefesselt Göthe IV 8, 99 W.; das zarte gefühl des sohnes ... schonen Iffland theatr. w. 3, 270; häufig u. allgemein; sein (des dichters) scharfes auge, sein forschender geist, sein zartes, verwundetes herz entdeckten die wurzeln des übels Klinger w. 8, 99; wenn in seiner (Hamlets) zarten seele der hasz aufkeimen konnte Göthe 22, 28 W.; animus tener zgsam, guot ze leiten, zart, weich Frisius 1300b ; so vornehmlich der ehrgeitz bey zarten gemüthern am allerheftigsten ... ist discourse der mahlern 2, 63; wie ein zart, weich, eddel ding es sey umb ein gewissen Luther 23, 600 W.; vgl. 10III, 78; die delicatesse, die uns wie ein zartes gewissen ... warnt Göthe 22, 7 W., reich auch sonst belegt; (der lieblich hall) den zahrten sinn bezwingt Rompler 1. gebüsch 52; zarte pflicht Göthe 24, 81 W.; ein zeichen zarter treu J. Chr. Günther ged. 311; zarte unschuld Overbeck verm. ged. 3; zarte triebe ebd. 55; zartes neues sehnen Göthe 2, 96 W.; das zarte, jüngferliche wesen L. Tieck schr. 19, 6; zarte, zerbrechliche existenz G. Keller ges. w. 3, 91; heikel: man erhält eine zarte mission an einen benachbarten hof Gutzkow ges. w. 9, 117; auch deine weiblichkeit hat ihre rechte, der zarte punkt gehört vor dein gericht Schiller 12, 485 G.; zarte sache A. U. v. Braunschweig Octavia 2, 1201; Göthe IV 8, 311; IV 9, 346; G. Keller w. 4, 231; — zarte beziehungen (zwischen fürst und volk) B. v. Arnim d. buch gehört d. könig 1, 124; widerspruch von zarter theorie und grober praxis Gutzkow ges. w. 8, 268; des menschen bau ist in zartere ramificationen (als der der thiere) vermannichfaltiget Göthe II 8, 8 W. IIII. in activer bedeutung, welche sich als reciproke seite des begriffes in verbindung mit ausdrücken des handelns, behandelns und namentlich eines activen gefühls leicht entwickelt, im sinne von rücksichtsvoll, schonend, zärtlich. II@11) rücksichtsvoll, schonend: zarte behandlung Göthe 48, 9 W.; mit der zartesten schonung behandeln Kotzebue dram. w. 2, 80; zarte prüfung Schleiermacher s. w. I 12, 541; oft: zarte sorge Fr. Schlegel s. w. 6, 158; diese delicatesse, diese zarten aufmerksamkeiten, die er ihr beweist Schiller 14, 200 G; deine zarten gebote will ich nicht übertreten Göthe 24, 10 W.; diesen zarten spott, der nur neckt, nicht verletzt Börne ges. schr. 1, 94; zartes mitleid ders. 11, 212; auch von concreten dingen: was für zarte finger spinnen denn solche ... fAedeme? Lohenstein Arminius 2, 186; die (eine nonne) es (ein thier) mit zarten händen schmeichelnd koszt Schiller 14, 42 d.; wer die dinge dieser welt mit den zartesten fingerspitzen berühren könnte Hel. Böhlau haus zur Flamm 24; mit zarter lippe besänftigen Göthe 10, 170 W.; ich wüszte nicht, dasz ich ein zarteres messer jemals an meinen wangen gefühlt hätte ders. 25, 70; vgl. auch zarter pinsel I 3 d sp. 288; (seine violine) auch die zAertsten (leisesten, sanftesten) striche fühlt Gottsched ged. 1, 236. II@22) zärtlich, liebevoll; diese bedeutung steht noch mit der gleichen mhd. in verbindung: mit zarten armen einem an halsz fallen lacertis blandis tenere colla alicuius Maaler 512c; den ursprünglich passiven sinn läszt noch erkennen: got thet im (dem papste) gros ungleich, wo er in nit also feist und zart erziehen würde Sleidanus reden 192 lit. ver.; zumeist ist die bedeutung nur durch den zusammenhang gegeben, und es bleibt manchmal die wahl zwischen 'zärtlich' und 'empfindlich': mit ... aller zartestem lieben und umbfassen Amadis 1, 362 lit. ver.; häufig bei Gottsched: der lohn der zAertsten mutterliebe ged. 1, 115, ferner 224. 240. 282; den zärtesten und vertrautesten umgang des freundes Gerstenberg rec. 145 lit. denkm.; die zarten zärtlichen chinesischen fräulein Göthe IV 42, 105 W.; da erfreuet sich die zarte mutter maler Müller 1, 75; zarte familiengefühle Scherer litgesch.7 72; auch wohl: zarte liebe Schiller 1, 4 d., der schwestern zarte brust ders. 15I, 3. IIIIII. III@11) substantivisch: in älterer, mhd. gebrauch fortsetzender sprache als stark flectiertes adj. mit der bedeutung geliebter, geliebte, selten als neutrum: Jesus, mein auserwelter sun und zart Wackernell altd. passionssp. 148; nymm uff mein dienst, mein liebes zart Hätzlerin liederb. 225; wohl auch, aber nur vereinzelt, als schwaches adj.: da ich ein kusz und umbefang entpfach von der schönen und zarten H. Sachs 2, 28 K. III@22) neben verbindungen wie der zarte (sc. mensch) u. ä. tritt ein selbstständiges neutrum auf: kundt nie ding denn zarts erlyden Murner mühle 10 Albr.; anlage ... zum gefälligen und zarten Göthe 47, 249 W.; aus dem rohen das zarte ... entwickeln D. Fr. Strausz schr. 6, 94; das höhere, zartere suchend Göthe 25, 189 W.; die musik, das zarteste und unkörperlichste von allen A. v. Droste-H. an Schücking 314; viel zartes Göthe 49, 45 W.; nichts zartes Ihering geist d.m. rechts 79; etwas zarteres Nestroy ges. w. 1, 76; ... er (der fasan) ... das zarte der weisskohlköpfe geniesst J. A. Naumann naturg. d. vög. 6, 455. III@33) prädicativ verwendet in allen bedeutungen von I, vgl. zu 1 (nur in älterer sprache): denn im ist sin kint nicht zart, swer im die ruoten dicke spart und sine unzuht nicht stillet C. Schulze bibl. sprichw. 53; wan du hast mich gehabt lieb und tzart, ee dan die welt geschaffen ward Wackernell altd. passionssp. 45; die construction ist mitte des 16. jhs. veraltet, da der Frankfurter druck des renner (1549) s. 91b zart sîn mit dat. v. 18 135, durch wert sein ersetzt; zu 2: mein döchter die sind z. und schön H. Sachs 6, 138 lit. ver.; so ist ouch myn wyb so z., das ir kain dienst von aim sölchen knecht empfänglich wäre (ita est deliciosa) Steinhöwel Äsop 45 lit. ver.; ein kind, das zärter ist, als die aus Ledens schalen einst solln gekrochen seyn Lohenstein Ibrahim (1680) 14; modern: das macht sich z. 'hübsch' in der Göttinger studentensprache; zu 3 a: (haben) lind schuh, dan die mOench sind z. Fischart barfüsser 412 Hauff; zu 3 c: z. werden tenerascere Maaler 512d; ire (der kinder) leiber sind z. und fAehig Nigrinus v. zäuberern 78; z. von leib mince de chair, magro Hulsius-Ravellus 425b; meine sieben tOechter, welche anfAenglich gar z. und unansehnlich waren, nunmehr aber sind sie ... grosz und frtreflich J. Rist friedej. Teutschl. 147 (= 149!); sind wir so zahrt zu leiden? Königsb. dichterkr. 232 ndr.; das kind ist gar zu z., und ich wil es nicht strapaziert haben H. Lindenborn Diogenes 1, 55; so noch modern; jetzt scheust man ihnen (den elephanten) nach den fssen, die one das gantz z. und weich sind Heyden Plinius 97; das liecht des monds macht das holtz z. und waich Sebiz feldbau 49; seiden ist weich und z. Agricola sprichw. z VIIIb; bis der sulphur schon, subtil, z. und weiss wird Thurneysser alchym. 23; da der diamant ein wenig z. sei Göthe 43, 267 W.; darum sind die oblaten so z. im katholischen wälschland ders. 1, 311; gewänder, die ... z. und schmiegsam waren Storm w. 1, 293; zu 3 d: seine bewegungen waren ... peinlich, sorgfältig, geräuschlos und beinah ängstlich z. Wildenbruch ges. w. 5, 11; zu 3 e: zu unsern zceytten seyn unser oren so gar tzart und weych worden durch die mennige der ... schmeychler Luther 7, 4 W.; zu 4: den kleinen kindern ..., die noch z. und jung ... sind J. Prätorius saturnalia 336; 2. Sam. 3, 39; 1. chron. 22, 5; (das bäumchen) trAegt schon so jung und zart R. Z. Becker mild. liederb. 18; so häufig; (die kinder) stimmen ... ins ... wort der rache, selbst wenn sie dieses auszusprechen noch zu z. sind Herder 12, 179 S.; zu 6: wir sind so z., das wir nicht leiden zu reden noch hören von menschlicher gepurt Luther 24, 621 W.; damit sich gott ... erzeygt, wie gar eckel und z. er sey zu dulden ders. 23, 536; zeige dich in solchen sachen nicht zu rauch und nicht zu z. J. Grob dicht. vers. 70 u. ö.; mein sinn ist z. und weich Bode Montaigne 6, 68; und doch war sein stolz so z. ders. Jones 207; so finde ich diese sache sehr z. und gefAerlich A. U. v. Braunschweig Octavia 1, 494; mein gewissen war so z. U. Bräker s. schr. 1, 241; schlicht und z. sind deine gefühle Schiller 11, 137 d.; darzuo ist die tugent so z., das sie sich selbs nit sihet noch weysz Seb. Franck sprüchw. (1541) 1, 133b; weil sie (die wahrheit) z. ist d. wohlgeplagte priester 6; ihr vortrag (war) gerundet, weich, zart E. Th. A. Hoffmann 10, 178 Gris.; er war zu z. für eine politische stellung jb. d. Grillparzerges. 3, 75; zu II 1: dasz er sie z. und rücksichtsvoll ... einladen wollte Fontane ges. w. I 4, 181; die finger (des kurfürsten beim berühren) wurden ein wenig zarter W. Alexis werwolf5 106; modern: er ist z. 1) schwächlich, zu krankheiten geneigt, 2) empfindlich; 3) rücksichtsvoll (bes. sei z., sei doch zarter); 4) er ist noch z. jung. III@44) als adverbium seit dem mhd. in einigen bedeutungen des adj. bezeugt; zu I 3 a: die z. uff erzognen krancken Murner bei Hutten op. 5, 457 B.; ebenso Fischart nachtrab 66 Kurz; Steinhöwel de claris mul. 84 lit. ver.; habere in deliciis meisterlosz ziehen und z. halten Frisius 617b; zu 3 c: das kind ist so z. gebaut Iffland theatr. w. 2, 283; zerstosset ihn (den alaun) gantz z. mediz. maulaffe 72; z. pulverisieret Ramler fabellese 3, 200; z. verhüllen Körner w. 2, 23; sie (die spinne) spinnt so zart, sie spinnt so fein Hoffm. v. Fallersl. ges. schr. 2, 141; zu 3 d: und es singt die schöne kette zart und zärter, um die wette Göthe 2, 25 W.; z. (sanft, leise) gegriffene töne F. Th. Vischer auch einer 1, 255; z. singen sopran, bei männern tenor Fischer wb., gewöhnlich jedoch nur schwach singen Eberhard syn. 2, 21; z. gebräunt A. W. Schlegel im Athen. 1, 135; zu 5 a: sacht, klein, z. rinnen W. Kramer teutsch.-ital. 2, 362b; zu 6: z. empfinden Göthe II 1, 47 W.; einen salvator ... z. gestochen ders. III 11, 304; z. gestalten Zesen rosen-mând 8; auf das zarteste gearbeitet Göthe 43, 64 W.; das kind fühlt recht z. Tieck schr. 1, 155; z. gedacht A. W. Schlegel im Athen. 2, 122; zu II 1: z. behandeln Göthe 24, 282; geh den weibern z. entgegen 1, 37 W.; wie z. gehet man mit einem venedischen glass umb Dannhawer catechism. milch 4, 475; z. berühren Hel. Böhlau haus z. Flamm 22; von träumen z. umfangen Tieck schr. 1, 64; was die lippen z. verschweigen Cl. Brentano ges. schr. 2, 145; zu II 2: wie wird sein weib ihn küssen zart Hollonius somn. 20 ndr.; z. lieben Gottsched schaub. 1, 8 u. ö. IVIV. im lande, da mehr knüttelbrot denn grüne feigen gehn zu zot Hayneccius schulteuffel 4, 2, wohl zu dem dunkeln ausdruck zu zarte gehn vorgehn. sich ereignen Weinhold schles. wb. 2, 107b.
37823 Zeichen · 1079 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    zartAdj.

    Köbler Ahd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    zart , Adj. nhd. zart ne. tender (Adj.) ÜG.: lat. deliciae (= zarto) Gl, tenellus Gl Q.: Gl (12. Jh.) E.: germ. *tarda-,…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    zartstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +13 Parallelbelege

    zart stm. liebling. si reine, beʒʒer danne guot, si sundertrût, si mannes zart, sî krône ob allen frouwen MS. 1,185. b. …

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    zartAdj.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    zart , Adj. Vw.: s. sart

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Zārt

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Zārt , zärter, zärteste, adj. & adv. aus sehr schwachen, feinen Theilen bestehend, und daher jeden Eindruck von außen le…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    zart

    Goethe-Wörterbuch

    zart [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  6. modern
    Dialekt
    zart

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    zart [tsârt Co. Lorenzen ] Adj. zart. — Schwäb. 543. Bayer. 2, 1152.

  7. Sprichwörter
    Zart

    Wander (Sprichwörter)

    Zart 1. Zart von Art (Natur), wie hart ich ward. 2. Zart wie ein schwäbisches Gedicht. – Ralisch, Schlagschatten, 76.

  8. Spezial
    zartadj

    Dt.-Russ. phil. Termini · +2 Parallelbelege

    zart , adj тонкий , п

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit zart

230 Bildungen · 202 Erstglied · 19 Zweitglied · 9 Ableitungen

zart‑ als Erstglied (30 von 202)

zart

KöblerMhd

zart... , sw. V. (Prät.) Hw.: s. zerren (1) L.: Hennig (zart...)

Zartät

RhWB

Zartät = Haube s. Sertät.

zartbefiedert

DWB

-befiedert : sänger ( vogel ) J. Frey ges. dicht. 182 ;

zartbegrätet

DWB

-begrätet : rückgrat ( eines fisches ) Rosegger schr. III 6, 278;

zartberechnet

DWB

-berechnet : verkettung der dinge Zschokke s. ausgew. schr. 15, 87 ;

zartbesaitet

DWB

zart·besaitet

-besaitet : -es instrument Herder 20, 15 S.; übertragen: eure seelen die -en S. Mereau ged. 1, 90 , vgl. H. v. Kleist w. 1, 27 ; gemüt H. Pr…

zartbezähnt

DWB

-bezähnt : -e ränder von ... nadelchen Rosegger schr. 9, 291 ;

Zartblättchen

PfWB

zart·blaettchen

Zart-blättchen n. : ' Königskerze (Verbascum thapsiforme) ', Zaʳtblättche [ HB-Walsh ]; vgl. Sammetblättchen ; Syn. s. Kunkel 1 2.

zartblühend

DWB

zart·bluehend

-blühend : myrten H. Seidel Leber. Hühnchen 51 , Myris ( ein mädchen ) Baggesen poet. w. 1, 155 , gesicht Tieck schr. 19, 11 , lippen Fouqué…

zartblütig

DWB

zart·bluetig

-blütig : -e justicie iusticia tenuiflora Dietrich lex. d. gärtnerei 5, 211 ;

zartdrusig

DWB

zart·drusig

-drusig : kupferschaum ... auf der oberfläche schimmernd und das traubige noch z. Zappe min. hand-lex. 3, 309 , die blättchen ( des goldes )…

zartecheit

Lexer

zartec-heit stf. zarticheit, zartikeit: teneritudo Dfg. 577 c . Voc. S. 2,16 a .

zarteclich

KöblerMhd

zarteclich , Adj. Vw.: s. zarticlich*

zarteclîche

BMZ

zarte·cliche

zarteclîche , zerteclîche , -en adv. 1. liebevoll. mîner tohter die man sô zerteclîchen zôch Engelh. 3713. 2. weichlich. ûf ein hôheʒ bette,…

zarteclīche

KöblerMhd

zarteclīche , Adv. Vw.: s. zarticlīche*

Zartel

RhWB

zar·tel

Zartel tsārdəlχə n. Siegld-UWilden ; tsărdəl f. Freier-Grund, auch tsărdələr m. u. tsărdəlErš (-arsch): verzärteltes Kind.

zartelīche

KöblerMhd

zartelīche , Adv. Vw.: s. zartlīche

zartempfindend

DWB

zart·empfindend

-empfindend : volk G. Forster s. schr. 9, 325 , sinne Wieland I 2, 28 akad., dichter grafen zu Stolberg ges. w. 6, 48 , mienenkenner Göthe 2…

zart als Zweitglied (19 von 19)

adelzart

KöblerMhd

adel·zart

adelzart , st. N. nhd. Geliebte von Adel E.: s. adel, zart W.: nhd. DW2- L.: Lexer 2b (adelzart)

erzart

DWB

erz·art

erzart , f. genus aeris, metalli, gangart.

firzart

KöblerAhd

firz·art

firzart , (Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. firzertit*

gezart

DWB

gezart , 1 1) nebenform zu gezerrt s. d. 2 2) verstärktes zart vgl.: ich warne dich vil junger man gezarte. Witzlaw s. minnes. 3, 82 a v. d.…

gizart

KöblerAhd

giz·art

gizart , (Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. zerten*

herzenzart

KöblerMhd

herzen·zart

herzenzart , st. N. nhd. „Herzenszärte“, Herzallerliebstes Q.: WvÖst (1314) (FB herzenzart) E.: s. herze (1), zart W.: nhd. DW- L.: MWB 2, 1…

hërzenzart

MWB

hërzenzart stN. ‘Herzallerliebstes’, Anrede an die Geliebte: trutes hertzen zart WhvÖst 7057 MWB 2 1468,8; Bearbeiter: Plate

pelzart

DWB

pelz·art

pelzart , f. 1 1) eine art pelzwerk. Adelung : der pelzhandel kam früh in lebhaften betrieb, da auch der orient und das südliche Europa die …

setzart

DWB

setz·art

setzart , f. art des setzens: setzart eines componisten, art wie er setzt, componiert. Adelung.

trūtzart

KöblerMhd

trūt·zart

trūtzart , Adj. nhd. lieb Q.: TvKulm (1331) (FB trūtzart) E.: s. trūt, zart W.: nhd. DW- L.: Lexer 233a (trūtzart)

unzerzart

KöblerMhd

unzer·zart

unzerzart , (Part. Prät.=)Adj. nhd. „unzerzerrt“, ungezerrt Q.: Ren (nach 1243) (FB unzerzart) E.: s. un, zerzart W.: nhd. DW- L.: FB 396b (…

verzart

KöblerMhd

ver·zart

verzart , (Part. Prät.=)Adj. nhd. verschlissen E.: s. verzarten, verzerten W.: nhd. DW- L.: Lexer 481c (verzart)

wībeszart

KöblerMhd

wīb·es·zart

wībeszart , st. M. nhd. geliebte Frau Q.: WvÖst (1314) (FB wībeszart) E.: s. wīp, zart W.: nhd. DW- L.: FB 463a (wībeszart)

zerzart

KöblerMhd

zer·zart

zerzart , (Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. zerzerret

zuzart

KöblerMhd

zuzart , (Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. zerzerret

überezart

KöblerMhd

überezart , Adj. nhd. „überzart“, über alles geliebt, sehr zart Q.: HvNst (um 1300), MinnerII (FB überzart), Kolm E.: s. über (1), zart W.: …

überzart

KöblerMhd

überzart , Adj. Vw.: s. überezart*

ūfzart

KöblerMhd

ūfzart , (Part. Prät.=)Adj. nhd. „aufgezerrt“ Hw.: s. ūfzerret E.: s. ūfzerren, zerret L.: Hennig (ūfzart)

Ableitungen von zart (9 von 9)

erzart

DWB

erzart , f. genus aeris, metalli, gangart.

gezart

DWB

gezart , 1 1) nebenform zu gezerrt s. d. 2 2) verstärktes zart vgl.: ich warne dich vil junger man gezarte. Witzlaw s. minnes. 3, 82 a v. d.…

gezarten

DWB

gezarten , verstärktes zarten ( s. d. ) vgl. als ain hüpsch kind, dasz im iederman zarten muest Zink dtsch. städtechron. 5, 135 ; und wol ha…

unzart

DWB

unzart , adj. adv. , gs. zu zart ( s. d. ). erst bei Campe verzeichnet. mit umlaut unzärter G. H. Schubert reise durch d. südl. Frankreich 2…

verzart

KöblerMhd

verzart , (Part. Prät.=)Adj. nhd. verschlissen E.: s. verzarten, verzerten W.: nhd. DW- L.: Lexer 481c (verzart)

verzarte

Lexer

ver-zarte prät. s. verzern, s. verzerten.

Verzarten

Campe

Verzarten , v. I) ntr . mit sein , auf eine fehlerhafte Weise zart werden, zu zart, zu zärtlich oder weichlich werden. II) trs . für verzärt…

zarte

DWB

zarte , zärte , f. , vertragsurkunde s. zerter , m.

zerzart

KöblerMhd

zerzart , (Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. zerzerret

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „zart". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/zart/dwb?formid=Z01280
MLA
Cotta, Marcel. „zart". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/zart/dwb?formid=Z01280. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „zart". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/zart/dwb?formid=Z01280.
BibTeX
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