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unbild

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

unbild n. f. m.

Bd. 24, Sp. 388
unbild, unbill, n. f. m. da bild und unbild, billich und unbillich, unbillen, unbillichen in vielfachen übergängen und zwischenstufen, vom standpunct des heutigen sprachgefühls betrachtet, immerhin gesonderte entwicklung erfahren haben, ist alter zusammenhang selten erwogen, der durch *bila doppelheit, ähnlichkeit, entsprechung, gebühr (vgl. skr. yáma, lat. imago) vermittelt wird. Detter zs. f. d. a. 42, 54; Falk-Torp 1, 73; Franckvan Wijk 40. andere deutungen z. b. th. 2, 8; idg. forsch. 18, 286: Kluge 54a, 486a. engl. bill bulla (th. 2, 26) musz bei seite bleiben; ob *bhi, *bhid spalten (Fick - Torp 3, 269; Falk-Torp 1, 72) noch in unsere sippe gehören, entscheidet hier nicht. doch gehören *bilidi recht (s. weichbild) und seine verwandten hierher. die entwicklung únbild < unbill ist ergebnis lautlicher und bedeutungsgeschichtlicher vorgänge. etymologisch verbindet beide mhd. adj. adv. unbil ungemäsz, ungerecht (Lexer 2, 1771; den unbillen mein Ottokar chr. 86055; noch Stieler 150 bekannt); ob mnd. unbildich < unbillich, unbildliken < unbilken auszer der lautlichen auch etymologische werthung verlangt, bleibe dahingestellt. Spindler setzt mit anlehnung an unbilde, unbild das adv. unbildlich für heutiges unbillig. s. unbildlich. lautlich ist unbild < unbill nicht anders zu beurtheilen als bild < bill Staub-Tobler 4, 1197. noch spät erscheint schweiz. unbild neben häufigerem unbill a. a. o. 1167. vgl.all, oll, alde, olde u. s. w. Weinhold al. gr. § 183; Weise § 25. noch Frisch zeugt (1741) 1, 97b für die zusammengehörigkeit von unbild und unbill und sieht nur in der aussprache verschiedenheit. nachdem der lautliche zusammenhang mit bild sich gelockert und dessen ältere bedeutungen zu verblassen begonnen hatten, knüpfte das sprachbewusztsein (Braun 1793, 270b) unbill an das freilich verwandte, aber doch schon als selbständig empfundene unbillich an, so dasz unbillichkeit und unbill — seit dem 15. jh. wird unbild, unbill durch das neue unbillich, -keit stark beeinträchtigtzusammenzufallen schienen. bill (Staub-Tobler 4, 1166; Schottel 1287; Stieler 150) ist zunächst wie Göthes bilden (und unbilden an Zelter 4, 427, th. 2, 13) rückbildung. unlösbarer zusammenhang von unbild, unbilde, unbill ist ununterbrochen vom 15. jh. bis heute zu belegen. roh-äuszerlichste betrachtung sieht in unbilden den plur. von unbill. vgl. Wilmanns gr. 3, 391. vorhanden ist das wort schon ahd. in den hsn. der Prudentiusglossen als unpilide (Steinmeyer-Sievers 2, 429, 21. 476, 70) n.; bedeutung s. u.; vgl. as. vnbilithunga (Steinmeyer - Sievers 2, 584, 54; Wadstein 89 ff. 234a). mhd. unbilide (kaiserchron. 16850), unbilde, st. n. noch im 16. jh. das unbilde (Antonius Margaritha d. glaub 1531 H 2a), gen. des unbildt (Wickram 7, 353, 185) neben unbilds; das n. bleibt durchgängig bis Schopenhauer 1, 461 gut bezeugt und wird Göthe (2, 308 Weim.) zu unrecht abgesprochen (s. IV 23, 333, 15 Weim.). etwas seltener bleibt n. das verdunkelte unbill; Keisersberg gran. 20; Aventin bei Schmeller 1, 231; Schottel 576; Lessing, Göthe (s. 2, 308, 57 anm.), Bode Mont. 2, 421; Pfeffel 2, 79; Moltke denkw. 6, 47. wo sich, wie bei Tauler oder in dem fachausdruck der kartenherstellung, unbild unmittelbar an bild anlehnt, erhält sich das n. unbestritten. unbild als m. ist nicht so häufig (Sachs 8, 22, 2. 14, 322, 4 K.; Ayrer 71, 25 K.), häufiger unbill m. Staub-Tobler 4, 1167, Frisius, Maaler, Wiederhold, Stieler, Kramer-Moerbeek 1768, Wickram 1, 194, 2, Franck, Fischart, Ayrer 1493, 7, W. Ch. S. Mylius, Bode, Musäus, Collin, Kortum, Geibel. das f. unbilde, unbild, unbill gewinnt seit dem 16. jh. raum und überflügelt im 18. das n. und m.; entstanden ist es wohl aus dem oft collectiv gebrauchten plur. z. b. die unpild klagen (n. plur. oder f. sing.) Sachs 22, 180, 4 G. sing. die unbill Frisius 894a u. o. neben dem m., Frischlin 16, Breitinger, Haller, Pestalozzi, Göthe, Schiller u. s. w. in vielen fällen ist das geschlecht nicht zu erkennen, oder nicht angegeben wie bei Kramer 1719, 2, 225a. am häufigsten wird neben dem f. sing. unbill der plur. unbilden (Heynatz br. 5, 77). der sing. die unbild: Meisl quodl. 1, 179; Aurbacher 51; Grillparzer 4, 95; Rosegger (1895) 2, 53. die unbilde sing.: Alexis Rol. 3, 47; Keller 5, 207 u. o.; Bennigsen natl. part. 48. die unbille sing.: Staub-Tobler 4, 1167. vereinzelt plur. unbilde: Pfeffel 5, 167; Görres 2, 489; Fouqué zauberr. 3, 176 neben unbilden; Göthe nur unbilden. plur. unbillen: mahler der sitten (1746) 2, 103, 640; Staub-Tobler 4, 1167; Arndt 1, 321; auch unbille Arndt 1, 208. Heynatz giebt ohne beleg einen dem unterscheidungsbedürfnis widersprechenden plur. unbilder antib. 2, 515. an. mnd. unbilde, n.; uñbëld Crecelius 840; v. Klein 2, 205 (elsäss. österr.); Schmeller 1, 231 (nicht volksüblich). im schweiz. id. 4, 1167 nur schriftsprachliche belege, bes. aus der rechts- und verwaltungssprache. Schönaichs gegen Haller gerichteter spott: unbill, ein allerliebstes wort! wir sind noch nicht soweit, es zu verstehen (neol. wb. 358, 20 Köster) nur unwissenheit. unbill als noch in der Schweiz erhalten oder schweizerisch von Frisch 1, 97b, W. Ch. S. Mylius Ham. 577, Kindleben 197 neudr. und Kluge unser deutsch 53 bezeichnet (Köster zu Schönaich 542. 592 provincialismus); doch bietet das id. nur belege des m. und keine vom 18. jh. bis auf die gegenwart; aber Stalder 1, 276: die unbild deuwen allg. unbilde von Kern sendschr. 67 als Schubertianum getadelt. unbild, unbilde (unbill) von Adelung und Heynatz verworfen. Mylius empfahl unbill als der wiedereinführung nicht unwürdig. der unbild, unbill, unbillichkeit (vgl. unbillich) gemeinsame grundbegriff ist nichtentsprechung, ungemäszheit. II. überwiegend sinnlich und objectiv. I@11) deformitas, das dem bilde nicht entsprechende (Hildebrand sprachunt. 218), verkehrtheit, das über alles masz hinaus gehende (vgl. unbilligkeit unmasz Maaler), auffällige, sonderbare, erstaunliche, schreckliche, ungeheuerliche, wunder (vgl. ungebilde), verderben, beschwerlichkeit, unannehmlichkeit, das objectiv beeinträchtigende, schädliche, schaden, schädigung, unglück u. dgl. vgl. unbillig 1. 2: die ahd. glosse unpilide (s. o.) hat informia (Prudentius perist. 5; pass. Vincentii 259, zur bezeichnung der ungleichmäszigen, schrecklich verwundenden scherbenstücke, fragmenta testarum; richtig übersetzt vnuuâtlichiu Steinmeyer - Sievers 2, 429, 21) ebenso wie die Düsseldorfer gl. unbilithunga unförmlichkeit, ungestaltetes ding (Wadstein) falsch für ein subst. = deformitas genommen, aber die sachliche bedeutung erfaszt; ain unbild scheuszliche würmerplage städtechr. 5, 181, 25; der (Gibich) het ain tochter, die hies Krimhild mit hoffart traib sy grosz unpild Sterzinger sp. 9, 12; eur hochfardt dunckht mich ain unpild 178; daʒ nimt mich grôʒe unbilde herzog Ernst (zeitschr. f. d. a. 8, 477) str. 24, 10; vgl. die genau entsprechenden verbindungen bei unbillich; was grossen unbild unthat Sachs 8, 22, 2 K.; das unbilde jres verstandes absurditas Anthonius Margaritha H 2a. unpilleich absurde Schmeller 1, 231; von den unbilden der raupen Lindenborn Diog. 2, 39; die unbilden, die er vom glück erlitten Wieland 8, 382; späte rächer des unbills wildschadens Göthe 2, 63 Weim. (harzreise 57), die drucke unbilds; vom unbill dieser welt 10, 370 W.; raum .. vor aller unbill bewahrt IV 34, 147, 7 W.; des wegs unbilden 13, 172, 7; der zeit und witterung 26, 234, 16; des krieges 33, 324; des winterhimmels 40, 265, 3; solches unbild der zeit IV 23, 333, 15; revolutionäre unbilden 35, 113, 19; tödliche 42, 2, 29, 6; körperliche und geistige 42, 1, 19, 1; IV 24, 85, 2; katarrhalische IV 48, 240, 21; 17, 25, 15; aus den unbilden häuslicher und bürgerlicher umgebung 42, 2, 52, 28; ohne unbilden, ja heiter IV 37, 188; diesen unbilden vehmgerichten 28, 125, 13; lärm und gebell in der nacht 35, 110, 11; im wortspiel: die physiognomik lag mit ihren gebilden und unbilden dem trefflichen manne mit immer sich vermehrenden lasten auf den schultern 29, 137, 12 Weim.; ein unbill aus des schicksals hand erhöhen wir durch kunst zum jammer Bode Mont. 2, 421; räuber, die .. unbild stifteten Pfeffel 2, 79; wildeste unbill der bauern Immermann 3, 204; unbilden der flut Rückert 3, 116; der äuszeren natur Ruge br. 2, 137; des jahres Drässler wald 73; die truppen sind .. resignirt in ertragung von unbilden Roon denkw. 1, 128. I@22) für φάσμα, εἴδωλον: allein sie erschien, ein teuschendes unbild Voss Od. 1781 widm.; ged. 3, 106. 1, 126 anm. unbild ungeheuer Heynatz antib. 2, 515, ungestaltete figur Adelung. zerrbild, schemen: eher musz ... zum unbild werden der tag des menschen Hölderlin 1, 265, 91 L.; welches zerrbild, unbild R. Hildebrand gedanken (1910) 83. I@33) bei Tauler sind unbilde der inbegriff des unvorstellbaren, ewigen: wan der mensche stot hie enzwischent zwein enden in einem mittel, das sint bilde und unbilde 213, 23 Vetter; 1508, 139b. s. unbildlich. I@44) unbild bei spielkarten = gestein th. 4, 2, 4220, 7. sie haben kein bild, sondern nur die vier farben. Jacobsson 4, 482b; Krünitz 195, 330; Bucher 417b. IIII. im rechtlich-sittlichen sinne. vgl. wieder I 1, was nicht zum vorbilde taugt. II@11) unrecht, ungerechtigkeit, widerrechtliche beeinträchtigung, beleidigung, verfolgung, vergehen, sünde, bosheit. fest haftend in phraseologischen verbindungen: einem unbill zuofgen Frisius 57a; ein unbill ... weeren 113b; wunden eines unbilles heylen 1422b; es ist mir kein sunderliche unbill begegnet 966a; umb einen unbill für gericht botten 408b; verurteilen 362a; kein unbill oder schmach beweysen 10b; einem vor schmaach und unbill sein Maaler; ein unbill empfahen, lassen hingon, rAechen 455a; einnemmen Schönsleder F 7b; erleiden Platen 4, 204; erfahren, zu befürchten haben u. v. a. mit umbil gwalt triben H. v. Rüte faszn. M 2. vgl. unbillicher gewalt; an mir si begiengen ain vil michel unpilde kaiserchr. 14525 Schröder; swaʒ man wesse unpilde,di iemen het getân, er wære denne wilde,ze rehte muose er stân Walther und Hildegunde (Haupts zs. 2, 220) 2, 1; der könig ward von dem unbill ergrimmet Keisersberg gran. 20; darmit er im denn thut vergleichen sein unpild vor von im entpfangen Sachs 9, 208, 17 K. erredt den, der unbill leydet Züricher bib. 1531 Jes. Sir. 4 B.; dem onbill entgegen gehn Franck chr. G. 115a u. o.; gedultig alle unbild leyden Nas ant. 4, 197b; nichts unbilles oder gewalts Garg. 318 neudr.; den unbill (für jungfrauen gehalten zu werden) humoristisch praktik 13 neudr.; schmach und unbild Albertin zeitk. 192; laster und unbilde hist. volksl. 2, 159, 7 L.; die angethane schmach der unbild Abr. a St. Clara gemischgem. 19, 55; unbill forstfrevel Hohberg 1, 135; hat man dem hause des herzens ... eine unbild zugefüget Lindenborn Diog. 2, 329; als'n wilder mann die königliche dirn durch'nen unbill aufweckte Mylius (Görg Bider) drei märlein durchn gr. A. Hamilton 523; schmach, beleidigung 577; schmach, unrecht A. v. Klein 2, 205; den angethanen unbill vergessen Zimmermann nationalstolz 222; das unbild unrecht allg. d. bibl. 86, 88; einen unbill rügen Musäus Libussa 92, 10 H.; die neuste unbill dieses tags Schiller br. v. Messina 417; wegen der erlittenen unbilde der gefangenschaft Dahlmann gesch. v. Dännem. 1, 419, 28; alle ergangenen unbilden rächen Stifter 3, 25; unbill an ehr und leibe verzeihet nur der schwache Bodenstedt Mirza Schaffy 55; wir sehen bisweilen einen menschen über ein groszes unbild, das er erfahren, .. tief empört werden Schopenhauer 1, 461. II@22) durchgehende beziehung auf das billigkeitsgefühl (vgl. unbillich 4; natürlich hat man schon früher unbild durch iniquitas wiedergegeben, z. b. Dentzler 323a) konnte erst stattfinden, nachdem das sprachbewusztsein unbild und unbill in der hauptsache getrennt hatte, also seit dem ausgehenden 18. jh.; so entsteht als die heutige hauptbedeutung unbilligkeit, härte, unwürdige behandlung, übergriffe, ungehörigkeiten u. dgl., denen eine gewisse rechtliche grundlage keineswegs zu fehlen braucht Eberhard-Lyon 853. nur ausnahmsweise erscheint noch das n. das unbill (gegen franz. theaterkunst) Göthe 40, 131, 4 Weim.; sonst die unbill, unbilden. zur bedeutungsunterscheidung: dem erbförster dagegen widerfährt zwar eine unbill, doch kein unrecht Treitschke aufs. 1, 443; vgl.unrecht; vorwürfen herber strenge, wenn nicht gar der unbill H. Meyer kl. schr. 255, 37; eine unbill von geringerem grade Scherer kl. schr. 1, 183; ein herz, das unrecht hasset und unbill Göthe Herm. u. Dor. 4, 131; das ist der liebe unbill nun einmal A. W. Schlegel Shak. 1, 18 (Romeo u. Jul. 1, 1); die irrthümer und die unbill des gesetzgebers Pestalozzi 6, 64; insulten ohne sich der gröszten unbill auszusetzen E. Th. A. Hoffmann 14, 171; übergriffe Raumer Hohenstaufen 1, 30; unbill und schabernack Ritter erdk. 4, 152; Israeliten sind durch die unbill alter zeiten misztrauisch gegen alle welt Gutzkow 5, 112; unbill (unbilligkeit) solcher forderungen 11, 251; oder ward vielleicht von mir ihm beleid'gung oder unbild Grillparzer 4, 95 (ahnfr. 4); wär's unbill gleich, dich unbegabt zu schelten 2, 92; günstlingen gestattest du jede unbill Freytag 9, 65; das haus des Marcus König ist zur unbill für andere wenig belastet 11, 100; schutz gegen die unbilden der jesuiten Justi Winckelmann 1, 333; kaum etwas läszt den innersten kern einer persönlichkeit so erkennen, .. als ihr muthiges ausdauern in unbill und gefahr Lagarde d. schr. 175. II@33) dasz unbill auch zorn, unwillen bedeutet habe, ist Campe nicht zu glauben; aber entrüstung heiszt es wohl, so dasz bed. I 1 und starke beziehung auf das sittliche gefühl sich durchkreuzen: dar ab ward vil gross unbilde in allen den menschen Suso 120, 8 B.; von unbilde über mein volck Tauler serm. 51b; disen auszlauff .. hat mir der unbill abgenOett Franck chr. (1531) 354a. IIIIII. sprichwörtlich: alt unbild bringt ein newen schaden Sachs 4, 103, 21 K.; Graf-Dietherr 286; vgl. unbilligkeit; unbill wird mit billicheyt gestilt und überwunden Franck sprw. 1, 31a; unbill reche mit geduld 1, 60b; Schottel 1126; Schellhorn 109; unbill heylt man mit vergesz sprw. (1548) 154a; ja billich sagt im sprichwort jr, unbill stos auf die thür Fischart rev. matin 73, 2 Kurz; der unbill bricht mir auf den mund flohh. 79; das unbill und die wahrheit reissen mir das maul auf Schottel 576; unbill thut wehe Dentzler 323a; Stieler 151.
14564 Zeichen · 352 Sätze

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Unbild

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    * Das Unbild , des -es, plur. die -er, ein im Hochdeutschen ungewöhnliches und nur im Oberdeutschen übliches Wort, eine …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Unbild

    Goethe-Wörterbuch

    Unbild [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    Unbild

    Bayerisches Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    Unbild Band 2, Spalte 2,810f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit unbild

24 Bildungen · 23 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von unbild

un- + bild

unbild leitet sich vom Lemma bild ab mit Präfix un-.

unbild‑ als Erstglied (23 von 23)

unbildbar

DWB

unbild·bar

unbildbar , verbaladj. , gegentheil von bildbar Campe : ein unbildbares wort das man nicht bilden kann. wie mhd. unbildelich, unbiltlich der…

unbildelĩk

MNWB

unbilde·lik

unbildelĩk , um- , unbildelich , adj. : 1. widerrechtlich , „ de unbildelike overtredinghe, de gii an uns unde an unser kronen hebben beghan…

unbildelĩken

MNWB

unbilde·liken

° unbildelĩken , adv. : unrechtmäßig, „immerito unbildelliken ” (Reifferscheid Mitt. 5).

unbildelīk

KöblerMnd

unbildelīk , Adj. nhd. unbillig, ungehörig, unrecht Hw.: vgl. mhd. unbiledelich E.: s. unbilde (1), līk (3) W.: s. nhd. unbildlich, Adj., un…

unbildelīke

KöblerMnd

unbildelīke , Adv. nhd. unbillig, ungehörig, unrecht Hw.: s. unbildelīken; vgl. mhd. unbiledelīche E.: s. unbilde (1), līke W.: s. nhd. unbi…

unbildelīken

KöblerMnd

unbildelīken , Adv. nhd. unbillig, ungehörig, unrecht Hw.: s. unbildelīke, unbiledelīchen E.: s. unbilde (1), līken (1) W.: vgl. nhd. unbild…

Unbilden

Pfeifer_etym

unbil·den

Unbilden Plur. ‘Unannehmlichkeiten, Beschwernisse’. Zugrunde liegt der heute nicht mehr gebräuchliche, aber noch im 19. Jh. belegte Sing. Un…

unbildich

MNWB

unbil·dich

unbildich (flekt. -g- ), um-, unbildek, adj. : 1. nicht befugt, „ Des rikes rat unde manscop in Sweden beclageden mennich jar dat unrecht un…

unbildichhēt

KöblerMnd

unbildichhēt , F. nhd. Unbilligkeit, Ungerechtigkeit Hw.: vgl. mhd. unbillīcheit E.: s. unbildich, hēt (1) W.: s. nhd. Unbilligkeit, F., Unb…

unbildichlĩk

MNWB

unbildich·lik

° unbildichlĩk , adj. : ungerechtfertigt, „ myt den unlytliken unde unbildichliken schantflecken ” (Hanserec. III 6, 697).

unbildichlĩken

MNWB

unbildich·liken

° unbildichlĩken , adv. : ungerechtfertigterweise , „ unbildichliken immerito” (SL: Hamb. dt.-lat. Gl.).

unbildichlīken

KöblerMnd

unbildichlīken , Adv. nhd. unbillig, ungehörig, unrecht E.: s. unbildichlīk, unbildich, līken (1) L.: Lü 429b (unbildelik/unbildichliken)

unbildlich

DWB

unbild·lich

unbildlich , adj. adv. , mhd. unbildelich, unbiltlich bei myst. ( mnl. onbeeldelijc, -heit; vgl. bildlos, auch überbildlich): unbildelîche d…

unbildnerisch

DWB

unbildnerisch , adj. : denkweise der muhammedaner Grote weltg. 4, 722 .

unbildsam

DWB

unbild·sam

unbildsam , adj. adv. , gegentheil des etwas später bezeugten bildsam Weigand-Hirt 1, 238 ; Heynatz antib. 1, 260 . formlos, der form und bi…

unbildung

DWB

unbil·dung

unbildung , f. , mangel an bildung ( th. 2, 23, 3; Kluge 54 a ) und deren gegentheil. noch nicht bei Campe, der nichtbildung bietet. as. unb…

Ableitungen von unbild (1 von 1)

Unbilde

Adelung

* Die Unbilde , plur. die -n, ein gleichfalls nur im Oberdeutschen übliches, im Hochdeutschen aber ganz fremdes Wort, Unbilligkeit, Unrecht …

Zitieren als…
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Cotta, M. (2026). „unbild". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/unbild/dwb
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Cotta, Marcel. „unbild". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/unbild/dwb. Abgerufen 15. May 2026.
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Cotta, Marcel. „unbild". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/unbild/dwb.
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